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Burnout? Depression? Dissoziationen?Keine Diagnose :(

Kvaro'tten/lady hat die Diskussion gestartet


Hey,

ich bin momentan recht verzweifelt, fühl mich allein, weil ich irgendwie keinen kenne, der mein krankheitsbild teilt. ich würde mich total freuen, wenn ich hier leute finden würde, die vielleicht manches von dem kennen, was ich beschreibe.

ich weiß nicht recht wo ich anfangen soll, kann schlecht meine lebensgeschichte abkürzen irgendwie.

vielleicht schreib ich einfach mal, was momentan meine probleme sind.

ich fühle mich körperlich total erchöpft, ausgelaugt, bin kaum noch in der lage ein normales leben zu führen weil ich das gefühl hab meine muskeln versagen komplett wenn ich mich bewegen will. jede bewegung ist wahnsinnig anstrengend, ich fühl mich ungefähr so als hätte ich ganz hohes fieber, das hab ich aber nicht. ich bin einfach total k.o. (auch nach mehreren wochen ruhen, lesen, spazieren gehen etc.)

das eigentliche problem ist aber, dass mein gehirn diese erschöpfung aber irgendwie mit macht. mir fällt es schwer, zu gucken, ich sehe irgendwie ganz seltsam unscharf/verschwommen, fühle mich unreal, als würde ich mich beobachten, kann oft unterhaltungen kaum folgen, hab das gefühl als wär die verbindung zwischen meinen reaktionen und meinem kopf gekappt, reagieren tue ich aber nach außen hin ganz normal, es kommt mir nur nicht so vor.

ich weiß, dass das nach dissoziationen klingt, das kenne ich auch, aber nur stundenweise, plötzlich auftretend, etc. und nicht die ganze zeit. ich hab das momentan eigentlich immer, es wird schlimmer wenn ich erschöpfter werde (gen abend zb).

mir wird immer wieder eine depression diagnostiziert, aber ich kann das einfach nicht glauben. ich bin nicht traurig, antriebslos, motivationslos oder so, ich würde mich total gern bewegen, bin begeisterungsfähig usw. aber KANN es einfach nicht weil mein körper so abdreht.

in der letzten zeit hab ich auch noch so ne dumme abform von panikattacken oder so dazu bekommen. ich gerate nicht wirklich in panik, hab vor nichts angst, habe einfach nur das gefühl, keine luft zu kriegen.

ich bin schlichtweg irgendwie überfordert, wenn ich die signale meines körpers deuten würde, würd ich sagen, ich muss mich ausruhen. aber das tue ich. ich führe eigentlich ein ganz normales leben. je schlimmer es wurde desto mehr hab ich mich ausgeruht (konnte ja nicht anders:( )

kennt irgendwer solche symptome? manche davon?

ich hab viel geschrieben, ich weiß :-/

würd mich total freuen, wenn mir jemand antwortet.

liebe grüße,

karottenlady

Antworten
s[ucamecdicxa


Du schreibst, dass Du Dich körperlich sehr erschöpft fühlst. Ist das so, dass Du Dinge, die Du gerne tun würdest, nicht mehr machen kannst, oder geht das noch, kannst Du Dich aufraffen, Dich zu bewegen? Bist Du auch müde und möchtest viel schlafen oder ist dieses Erschöpfungsgefühl wirklich nur körperlich? Gibt es Gründe für Deine Erschöpfung? Übst Du einen körperlich anstrengenden Beruf aus?

Der Verdacht der Depression ist naheligend, da solche Erschöpfungszustände bei einer Depression auftreten können, aber in der Regel ist es verbunden mit einer gedrückten Stimmung, wie Du schon selbst schriebst. Allerdings gibt es auch eine sogenannte Larvierte Depression, die sich vorwiegend in einer körperlichen Symptomatik zeigt und weniger durch Antriebslosigkeit und Traurigkeit.

Was für Ärzte hast Du bisher aufgesucht? Allgemeinmediziner, Neurologen, Psychiater?

Und gäbe es Gründe für eine Depression? Belastende Lebensereignisse, Verlust einer geliebten Person etc.? Hattest Du solche Symptome schon früher?

KkarpottSenlxady


hey, danke erst mal für deine antwort!

ich kann mich noch aufraffen, mich zu bewegen, aber dadurch werd ich natürlich noch müder, bis eben diese benommenheit immer stärker wird. aber so richtig bewegungsunfähig bin ich nicht, ich fühl mich nur so.ich bin auch müde und möchte viel schlafen, mach ich auch, ich hab schon probiert nen geregelten schlaf zu haben und auch einfach so viel zu schlafen wie ich will, ändert beides nichts.

als grund für die erschöpfung fällt mir wirklich nur ein, dass ich die letzten jahre immer mehr über meine grenzen gegangen bin, hab abi gemacht, nebenbei für mich und meinen damaligen freund den haushalt geschmissen, führerschein gemacht, nen 400 euro job und auch noch ne 65 qm große wohnung grundsaniert (tapeten runter wieder rauf, fußboden raus und wieder rein, decke etc)...usw. war einfach alles ein bisschen viel und ich hab die warnzeichen meines körpers einfach ignoriert. schon logisch, dass der sich jetzt rächt... aber ich hab jetzt schon seit nem halben jahr fast nichts mehr gemacht, war nur 2 tage inner uni, bin fast nicht weggegangen, hab mich nur erholt...und es wird trotzdem nicht besser...

ich war schon beim allgemeinmediziner, therapeuten und psychiater, aber die schieben ebens alle auf depression. liegt wahrscheinlich daran dass ich früher damit zu kämpfen hatte, vor 5 jahren etwa, aber das lag an einer angespannten famliensituation, als ich dann ausgezogen bin, wars sofort besser. aber gerade eben weil ich weiß wie sich ne depression anfühlt, weiß ich, dass ichs jetzt nicht hab, zumindest nicht so wie damals.

es tut total gut darüber zu schreiben gerade...

danke für dein gehör!

sguc@a[medxica


Das klingt wirklich nicht nach einer Depression, vor allem, da Du ja aus eigener Erfahrung weißt, wie sich eine solche anfühlt. Vor allem gönnst Du Dir ja genug Erholungsphasen, was ja die Symptomatik schon verbessern sollte.

Hat man bei Dir schon mal die Blutwerte bestimmt? Vielleicht ist es ja ein Eisenmangel oder etwas anderes in dieser Richtung. Oder es ist vielleicht eine Schilddrüsenunterfunktion. Da gäbe es sicher noch andere Dinge, bei denen solche Erschöpfungszustände ein Symptom sind. Bitte entschuldige meinen laienhaften Mutmaßungen, aber so auf die Entfernung ist es wirklich schwierig.

sCam0plxe


und auch noch ne 65 qm große wohnung grundsaniert (tapeten runter wieder rauf, fußboden raus und wieder rein, decke etc)

schon mal darüber nachgedacht, dass du durch wohngifte in mitleidenschaft gezogen bist - oder aber dass etwas anderes deinen körper von "außen" schädigt - allergien o.ä.

sHucameMdica


Na, bei den Wohn"giften" und auch der "Belastung" durch Mobilfunkantennen wird aber meist reichlich übertrieben und wenn man es sich dann aufgrund diverser aufgebauschter Reportagen unwissender Reporter einbildet, findet man dann auch Symptome. :-p

K-arott@enladxy


Blutwerte ist alles ok, schilddrüse auch, wohngifte wäre auch sehr unwahrscheinlich....allergien hab ich auch keine. hab auch schon an blutdruck gedacht, ist aber auch normal.

ich frage mich halt einfach ob es sein kann, dass mein körper sozusagen jetzt die erschöpfung fühlt, die ich die letzten jahre erfolgreich ignoriert hab durch meine hyperaktivität. dann ist aber die frage... wie lange noch? ich kenne einfach keinen, der sowas erlebt hat, und mir vielleicht sagen könnte, was ich machen soll. weiß auch einfach nicht ob ich dem ganzen sozusagen nachgeben soll, mich nur noch ausruhen, uni schmeißen, mich von allem zurückziehen... das kann doch auch nicht richtig sein. verlier immer mehr bekannte aus den augen und langsam wird der kontakt mit alten freunden auch weniger, weil mich einfach jede kleine unterhaltung wahnsinnig anstrengt durch diese komische benommenheit :/

s>iMbxo


Obwohl der Strang schon etwas älter ist, möchte ich zu diesem Thema noch einen Link setzen:

[[http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/116703/]]

S&amlcemia


Hast du deinen TSH-Wert mal da?

Scam`lemxa


Man sollte aufs Datum guggen :=o

MBemphies"_ul-tral.ight


Für mich klingt das auch nicht primär nach Depressionen. Aber der langanhaltender Erschöpfungszustand, kann allemal diese auslösen, bzw. bereits vorhandene depressive Grundstimmung verhärten. Kann aber gut umgekehrt eine Art der Depression, dass du keinen Sinn mehr in deinen Handlungen siehst. Anders als bei Symptomatik anderer depressiver, die sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen. Durch Burout, dass du dich über die Zeit so verausgabt hast, kann sein dass alles natürlich jetzt deutlich verstärkt auftritt! Die Frage ist, wofür hast du das alles gemacht?!?

Ich kommt ungefähr das gleiche hin was du bei dir beschrieben hast, aber bei weitem nicht in dem Ausmaße. Da könnte bei dir die depressive Vorgeschichte eine Wirkung spielen.

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