» »

Trevilor - brauche Alternative!

Z`wacLk44


Hallo UnkonventionellER,

dass das Absetzen von Treevilor schwierig sein kann, habe ich schon öfter gehört. Ich hatte dabei allerdings keinerlöei Schwierigkeiten - vermutlich, weil Trevilor sofort durch eine anderes Mittel ersetzt worden ist. Das wäre wahrscheinlich auch für Dich die geeignete Strategie.

Die Schweißausbrüche, die nicht nur bei Trevilor als unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, bekämpfe ich mit Sormodren. Man darf nicht zuviel nehmen, weil dann auch die Speichelbildung gebremst wird, aber mit einer halben Tablette erfahre ich eine deutliche Linderung.

Was mir bei Deiner Schilderung auffällt: Du erwähnst keine Wirkstoffkombination. Der Hintergedanke bei Kombinationen ist das Zusammenwirken der Wirkstoffe, wobei sich aber die (hoffentlich unterschiedlichen) Nebenwirkungen zwar addieren, aber eben nicht kumulieren. Ich bin im Augenblick mit einer Kombination aus 30 mg Cymbalta, 3 mg Edronax und 10 mg Fluctin gut eingestellt. Du weißt, dass jeder Mensch anders auf Psychopharmaka reagiert, deshalb kann das nur ein Beispiel sein.

@ Sucamedica

Du hast übersehen, dass medizinische Laien Ärzten auch manches voraushaben können: So mußte ich doch schon mehrmals feststellen, dass ich den Ärzten etwas erklären konnte, die ja größtenteils in ihrem Leben noch keine Depression hatten noch die Wirkung der von ihnen verschriebenen Mittel am eigenen Körper gespürt haben. Und wenn Du erst im Unterforum "Stoffwechsel und Hormone" liest, wirst Du feststellen, dass es medizinische Fachgebiete gibt, auf denen ehemals kranke Laien mehr leisten als mancher Arzt.

UCnko8nve6ntion,ellxER


@ henry4:

Rein zufällig habe ich heute hier mal wieder reingeschaut. Eine Erinnerungsmail bei neuen Beiträgen bekomme ich hier ja anscheinend nicht.

Bei mir "wirkt" Trevilor eher gewichtsabnehmend, was ich bei meiner Dosisreduktion feststellen konnte. Ich schlußfolgere das so: Je weniger ich davon nehme desto mehr brauche ich Befriedigung auf andere Weise. Da weiß ich in erster Linie nur zwei Sachen, die gut funktionieren: Essen und Autofahren. Was ersteres für Auswirkungen hat kannst du dir ja vorstellen :)

Ich habe bisher keinen Ersatz für Trevilor gefunden. Ich lasse, da andere wichtige Dinge (erst Internationale Dienstreise, dann Urlaub) erstmal über den Winter alles so, wie es ist. Sprich Trevilor 150mg ret. morgens und Opipramol 50mg Abends. Ich habe aber unmißverständlich gegenüber meiner Ärztin angekündigt, zum Frühjahr hin eine Wirkstoffänderung (möglichst nur ein Wirkstoff, weniger sexuelle Auswirkungen, weniger Schwitzen, bessers Einschlafverhalten) vornehmen zu müssen.

Ich sehe es so, dass ich das Opipramol Abends nötig habe, da ich sonst je höher die Trevilordosis (nach dem Aufstehen) ist umso schlechter einschlafen kann. Nebenbei bemerkt brauche ich recht viel Schlaf, mindestens 9 Stunden. Das geht manchmal so weit, dass ich am Wochenende bis zu 14 Stunden schlafe, einfach um das benötigte Kontingent nachzuholen. Der sich dadurch verschiebende Rhythmus läuft einer stabilen Trevilortherapie (jeden Tag zur gleichen Uhrzeit im 24-h Rhythmus) entgegen.

... Hinzu kamen massive Einschlafstörungen. Leider habe ich diesbezügl. angefangen mehr Wein abends zu trinken als gut ist. Das ist gefährlich, zumal Angstpatienten, zu denen ich gehöre, sehr anfällig für Süchte sind.. :-(.

Vom Teufelszeug Alkohol würde ich lassen. Fällt mir nicht schwer. Mein Vater war Alkoholiker und ich fühle mich nicht besonders gut, wenn ich welchen trinke. Es gibt aber schon hier und da Anlässe, wo ein Gläschen okay ist.

Hervorragend schlafanstoßend bei mir sind Schokolade im Speziellen und Essen im Allgemeinen.

Ich bin vor kurzem ungezogen, und mein neuer Neurologe war ganz beleidigt, als ich ihm sagte, daß ich eine Alternative zu Trevilor wolle. Trevilor wäre das Beste, was es gäbe, und ich sollte einfach mehr Sport treiben (wg. den "Mehr-Kilos") Tja, was soll man da sagen.......

Arzt wechseln! Aber sofort! Mach viele "Ersttermine", solange es dir gut geht. Es ist zwar letztendlich bei mir immer nur ein Kompromiß geworden, aber jeder Nachfolger war besser als der Vorgänger.

Gruß

PS. In die engere Wahl kommen bei mir erstmal Trazodon, Moclobemid, Paroxetin und ggf. Bupropion.

U nkonven'tione1lxlER


@ Zwack44:

Die Schweißausbrüche, die nicht nur bei Trevilor als unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, bekämpfe ich mit Sormodren. Man darf nicht zuviel nehmen, weil dann auch die Speichelbildung gebremst wird, aber mit einer halben Tablette erfahre ich eine deutliche Linderung.

Das schau ich mir mal genauer an. Danke!

Was mir bei Deiner Schilderung auffällt: Du erwähnst keine Wirkstoffkombination.

Ich halte nicht viel davon, Wirkstoffe zu kombinieren. Meine Grundannahme ist die vieler Ärzte: "So wenig Wirkstoffe wie möglich, am besten nur einer und die Dosis so gering wie möglich, aber so hoch wie nötig."

Wirkstoffkombination war bei mir letztenendes immer nur dazu da, Nebenwirkungen des/der anderen Medikamente zu kompensieren.

Aktuell ist das ziemlich sicher wieder so, Wie ich in meiner letzten Antwort schrieb brauche ich Opipramol im Zusammenspiel mit Trevilor. Der Fakenlage nach um vernünftig einschlafen zu können.

Gruß

Zxwacxk44


In diesem Fall entspricht Deine Annahme halt nicht dem Stand der Technik. Die Begründung für eine Kombi habe ich Dir doch schon oben gegeben. Ich mache es an einem Beispiel noch einmal klar: Nimm einfach an, das wesentliche eines AD ist seine Wirkung, die Serotonin-Konzentration im Hirnstoffwechsel zu erhöhen. Dazu kommen dann meist noch Nebenwirkungen, die sich von Wirkstoff zu Wirkstoff unterscheiden. 8 mg Edronax führen bei mir zu Harnverhalt, 4 mg nicht; allerdings bekomme ich mit 4 mg meine Depression nicht in den Griff. Also hält man erst einmal diese Teilmenge Edronax fest und bemüht sich dann um die Behandlung der "Restdepression". Zudem wirken ADs oft antriebssteigernd oder sedierend. Es leuchtet ja schon per se ein, dass es da ein Limit geben muß, ab dem sich Unwohlsein einstellt. Das Verordnen von Kombinationen verlangt selbstverständlich ein geschickteres Händchen als das eines einzelnen Wirkstoffs. Man hat damit aber quasi mehrere Schrauben zum Feintuning des Patienten. Geh mal ruhig davon aus, dass Patienten, die solche Kombis nehmen, vorher schon Einzelwirkstoffe probiert haben - erfolglos. Es ist ja auch immer die Frage, wie leidensfähig jemand ist. Ich gehöre zu den Patienten, die sich fragen: "Warum soll ich leiden, wenn ich das (mit einer Kombi) verhindern kann?"

U{nkonv9entiponel"l7ExR


@ Zwack44:

Ich bin nicht der Auffassung dich nicht verstanden zu haben, nur bin ich anderer Meinung. Ich bin der Meinung, dass mehrere Wirkstoffe parallel für die Behandlung einer Erkrankung in der Regel zu mehr Problemen als Lösungen führen und kann das aus meiner persönlichen Historie nur bestätigt sehen.

Nichtdestotrotz werde ich das auch nicht gänzlich aus meiner weiteren Medikationskarriere ausschließen. Vielleicht passt ja doch mal was. Das kommt aber erst zur Anwendung, wenn ein einzelner Wirkstoff, welcher ausreichend steuert, nicht gefunden werden konnte. Das nächste Frühjahr wird es wahrscheinlich zeigen.

Gruß

R0ocukasclhnaxlle


Hi,

ich hoffe dass hier noch jemand antwortet nach 2 Jahren ":/ wenn ja wäre es toll mich bitte mal anzuschreiben, danke....

LG

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH