» »

Stimmen im Kopf

f_cbsOtefxfi hat die Diskussion gestartet


Hi,

seit einigen Monaten habe ich stark mit meiner psychischen Erkrankung zu kämpfen, die allerdings mit Psychopharmaka wesentlich besser wurde. Meinen Ärzten und auch anderen Leuten ist desöfteren aufgefallen, dass wenn ich über traurige/bedauerliche Dinge (z.B. SVV bei meiner Erkrankung, Suizidgedanken und so weiter) spreche, ich dabei für mich völlig unbewusst zu lächeln anfange- also so eine Art Masochismus. Manchmal komme ich mir so vor, als könne ich gar keine Gefühle mehr empfinden bzw. das die Gefühle nicht zu der Situation passen.

In schweren Zeiten oder einfach aus heiterem Himmel höre ich irgendwie manchmal so kommentierende, befehlende Stimmen im Kopf, wodurch ich so unter Druck gerate, dass ich mich damals schon Worte in die Haut geritzt habe, als ich noch keine Medikamente nahm. Diese Stimme "ärgert" mich quasi und sagt mir, wie schlecht ich sei und dass ich mich selbst quälen sollte. Wenn sie mal da ist, habe ich sowas von Angst, weil ich damals wirklich so stark unter Druck geraten bin, dass ich den Unsinn wirklich gemacht habe.

Kann man sich so etwas nur einbilden oder steckt irgendwas dahinter? Ich hab mich immer davor geschämt, meinem Psychiater davon was zu erzählen, weil ich nicht so gerne Medikamente nehme. Ich empfinde das als so eine Art indirekte Kontrolle von außen. Oder ist so etwas "normal" bei Depressionen?

Antworten
M,olligeVnchxen


"Normal" bei Depressionen ist das, glaub ich, nicht. Und Du solltest das umgehend Deinem Psychiater erzählen. Das deutet schon auf etwas Heftigeres hin.

g;weIndo@lynxn


Ich hab mich immer davor geschämt, meinem Psychiater davon was zu erzählen, weil ich nicht so gerne Medikamente nehme.

Das ist aber nur mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Du brauchst dich nicht dafür zu schämen, erzähl es deinem Psychiater, nur so kann er dich entsprechend therapieren.

SBilbexr


Es gibt Depressionen, die mit psychotischen Symptomen einhergehen (ist im ICD-10 so drin). Ich schliesse mich den anderen an; besprich das bitte mit deinem Arzt!

b6ibiLsasel


Stimmen hören ist eine ausgewachsene Psychose, die ausschließlich mit Medikamenten behandelt werden kann. Denkbar wäre auch eventuell eine Schizophrenie. Ohne Hilfe von Außen geht es da leider nicht weiter.

K>etze<rixn


Infobroschüre mit Checkliste, Beispielen, Adressen etc.: Früherkennungs- und Frühinterventionszentren der Universitätskliniken Köln und Bonn/Arbeitsgruppe Schizophrenieforschung am Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim (Hrsg.): "Früh erkennen, früh behandeln- Neue Chancen für Menschen mit erhöhtem Psychoserisiko" (leider kein Erscheinungsdatum angegeben)

Die haben auch eine Internetadresse, mal sehen, ob ich die noch finde. Moment.

KRet!zerxin


Hier:

[[http://www.fetz.org/]]

Da ist auch eine Checkliste und Informationen etc. online.

LwewiPan


fcbsteffi

Ich schliesse mich den anderen an, daran sollte wirklich mit einem Psychiater/Psychologen gearbeitet werden.

Falls es dich ein bisschen beruhigt: Solche Stimmen sind zwar nicht "normal", aber auch gar nicht so selten. Das zu wissen alleine hilft dir zwar nicht weiter, aber wenn du mit deinem Psychiater darueber sprichst, kannst du jedenfalls mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er schon mit solchen Sachen zu tun hatte. Also: Nur Mut!

fVcbstuefxfi


Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Damals hatte mein Psychiater sogar aufgrund meines merkwürdigen Verhaltens den Verdacht auf beginnende Schizophrenie; man hat mir allerdings die Diagnose Persönlichkeitsstörung gegeben. Das mit dem Stimmen hören habe ich jedoch bis jetzt verschwiegen, weil ich dachte, dass das nur meine Einbildung ist :-|

L'ewiaxn


fcbsteffi

weil ich dachte, dass das nur meine Einbildung ist

Das ist es ja auch in gewissem Sinne... es ist ja in dir, es kommt nicht von aussen und ist vermutlich auch nicht "messbar". Aber du willst ja trotzdem was daran tun., es ist ja trotzdem ein "echtes" psychologisches Problem.

In der Psychologie kann man meistens nicht zwischen "bloss Einbildung" und "wirklich da" unterscheiden.

p8hoe]be


als ich damals auf dem höhepunkt mit meiner seele war -also ..sprich ..dem tiefsten untergang der gefühle -da hörte ich auch stimmen..ich hatte totale angst so zu verblöden das ich nichts mehr mitbekomme..also ich dachte das ich total verrückt geworden wäre. es hat sich aber total zurückgebildet -ich höre heute keine stimmen mehr. meine diagnose lautete aber auch persönlichkeitsstörung. vielleicht befindest du dich auch gerade in einer solchen krisensituation -und diese stimmen gehen auch wieder weg. keine angst..auch wenn es etwas schlimmers sein sollte..alles kann man heutzutage behandeln.

viel glück.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH