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paranoid-psychotische Nachbarin - bin genervt und geängstigt

LY'Evixta hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Ich bin vor ein paar Wochen in einen großen Wohnkomplex gezogen und durfte in dieser Zeit meine Nachbarin besser kennenlernen als es mir lieb ist {:(

Mehrmals die Woche hört man aus der Wohnung besagter Frau lautes Kreischen und Schreien in Form von "Lasst mich in Ruhe", "Seid still", "Ihr könnt mich mal", "ich töte euch alle"... Anfangs dachte ich, dass die Frau mit Partner oder anderen Anwesenden streitet. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt (durch andere Nachbarn), dass die Frau schon seit mehreren Jahren mehrmals die Woche "mit sich selbst" lauthals streitet und sich bei Nachbarn desöfteren dahingehend geäußert hat, dass sie beobachtet und ausspioniert werde (Geheimdienst sei hinter ihr her, Nachbarn wollen ihr etwas böses etc.).

In meinen Augen leidet die Frau unter paranoiden Wahnvorstellung und oder ist schizophren.

Der Lärm, den die Frau von sich gibt, ist ohrenbetäubend, vulgär und ängstigt (und nervt) mich ziemlich. Die übrigen Nachbarn fühlen sich von dem Lärm weniger gestört als ich. Sie wollen mit der Sache eher nichts zu tun haben.

Die Frau ansprechen traue ich mich nicht, da ich befürchte, dass sie ihre Paranoia auf mich übertragen könne (nach dem Motto: "die Neue von nebenan ist hinter mir her"). Ich wüsste auch nicht genau, was ich sagen sollte, denn eine Konfrontation à la "Hören Sie stimmen?" kommt bestimmt nicht gut an :-/

Hat jemand Rat?

Antworten
S"prQingc{hxild


Hallo Evita,

find's super, dass Du was unternehmen willst, aber es wäre meiner Ansicht nach besser, wenn Du nicht selbst hingehst. Lass das lieber mal Fachmänner machen... Gibt es in Deiner Nähe vielleicht irgendwelche psychosozialen Beratungsstellen, z. B. von der Kirche? Vielleicht könntest Du da einfach mal anfragen, wie Du Dich verhalten sollst bzw. an wen Du Dich wenden kannst.

Pkhaxke


Bei uns wohnt eine seit 10 Jahren - sagen die älteren, da ist nix zu machen.

Halt Dich da raus, geh ihr aus dem Weg!

S-unfalowerx_73


Informier' den sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes. Die können sich kümmern und der Frau ggf. entsprechende Hilfe zukommen lassen.

Das da "nix zu machen ist", stimmt schlichtweg nicht. Es muss nur irgend jemand mal die Initiative ergreifen, da die Betroffenen ja leider nicht merken, welches Problem sie haben.

P1haxke


Ankündigung einer Mietminderung! Streit mit der Hausverwötung wegen Minderung der Wohnqualität.

Die nächsten Nachbarn ziehen wieder aus, weil alles nix bringt. Solange nichts passiert, bleibt alles so.

Pfhakxe


@ Sunflower_73,

ich sprach von 10 Jahren Konflikt mit den Mitbewohnern und der Hausverwältung. Du sagst ... ist ja soo ein-

fach - rausschmeissen oder was meinst Du. Viele haben sogar Angst. Die Polizei sagt - solang sie keinen ab-

sticht.

S`prinsgc]hixld


Ich glaub Sunflower spricht hauptsächlich davon, einem Mitmenschen zu helfen, und nicht von einer "Minderung der Wohnqualität" und wie dieser entgegengewirkt werden könnte.

P0hakme


@ L'Evita

Versteh ich Dich richtig: Du bist neu eingezogen? Frag mal die Mieter, die schon länger da wohnen.

Weshalb ist Dein Vormieter ausgezogen ??? War es bekannt? Hat Dein Vermieter es Dir verschwiegen?

Alle diese Gründe haben bei uns schon eine Rolle gespielt. Der direkte Nachbar von ihr muß oft im

Wohnzimmer schlafen - weil sein Schlafzimmer neben der Wohnung der Dame liegt, die nachts mit

dem "Jenseits" oder "ich weiß nicht mit wem" streitet, rumschreit oder mit Möbeln wirft. Angeblich

hört sie Stimmen - wir hoffen nur, weil es nicht besser wird, dass es endlich mal schlimmer wird und

die Polizei was unternehmen muß! Aussage aufgrund Nachfragen gibt es solche Fälle zunehmend.

PWhakxe


@ Springchild

Solang L'Evita nichts von Ihrer Nachbarin weiß, sondern nur was vermutet? Unsere Nachbarin ist in

Behandlung. Aber ob die Psychopharmaka immer wirken? Im Augenblick ist sie mit lautem Zuschlagen

der Aufzugs- und Wohnungstür nachhause gekommen. Und das um ein Uhr nachts!!!

M-amdi2i010


Sie sollte mal einen Psychater aufsuchen oder sich in Therapie begeben.

PwhakZe


@ L'Evita

OK - wenn Du natürlich die Erste bist, der es auffällt und Du helfen möchtest, dann tu was.

Aufgrund der Aussagen Deiner Nachbarn aber, dürfte das Problem doch nicht neu sein ???

Bestimmt haben sich Generationen von Bewohnern damit auseinandergesetzt. Und dass so

schnell bei uns niemand "weggesperrt" wird, nur weil er "Anfälle" hat, finde ich sogar gut.

Das ist der Preis der Freiheit, es zu ertragen. Es gab andere Zeiten, die ich mir nicht wünsche.

PXhaFke


@ Mami2010

Unsere Nachbarin ist in Behandlung. Manchmal entschuldigt sie sich sogar: "War ich/es wieder sehr laut?"

Aber zeitweise ist es eben so wie L'Evita schreibt - auffällig und bei uns belästigend bis unerträglich.

Die Situation ändern aber? Konstruktive Vorschläge würde unser Haus mit über 90 Parteien gern hören.

LZ'Elvita


Danke für die Antworten!

Springchild

Gibt es in Deiner Nähe vielleicht irgendwelche psychosozialen Beratungsstellen, z. B. von der Kirche?

Ich denke schon, dass es das hier geben wird. Es ist eine Großstadt...

Phake

Deine Situation ist 1:1 die meinige.

Du bist neu eingezogen? Frag mal die Mieter, die schon länger da wohnen.

Weshalb ist Dein Vormieter ausgezogen ??? War es bekannt? Hat Dein Vermieter es Dir verschwiegen?

Ja, ich bin vor wenigen Wochen eingezogen. Laut Vermieter hat mein Vormieter sein Studium beendet und ist wegen einer Arbeitsstelle umgezogen. Die "Probleme" mit der Nachbarin sind im Haus bekannt. Als ich mehrere Nachbarn darauf ansprach, bekam ich mehrmals die Antwort, dass das schon länger so ginge und "dass man sich an de Lärm gewöhne":-/

Mein Vermieter selbst hat auf meine Bitte hin das Gespräch mit der Nachbarin gesucht, aber geändert hat sich nichts (wobei ich auch nicht weiß, wie das Gespräch verlaufen ist oder was der Inhalt war).

Mami

Sie sollte mal einen Psychater aufsuchen oder sich in Therapie begeben.

Schon klar. Aber wie soll ICH sie dazu bewegen? Hingehen und sagen, dass sie psychologsiche Hilfe braucht?

Erst gestern habe ich die halbe Nacht nicht schlafen können, weil die Frau so gelärmt hat. Es fielen auch Sätze wie "ich bringe dich um", weshalb ich mich beim besten Willen nicht getraut habe, anzuklingeln...

K6atzen]clan


@ L'Evita

Ich hab auch ne Nachbarin,die hat Zwangsstörungen.Die ganze Nacht durch z.B. Wasserhahn auf - Wasserhahn zu,Duschkopf von der Armatur nehmen - wieder auf die Armatur wettern,nicht einfach "legen",Klodeckel runterwettern,daß mein Katerchen aus dem Tiefschlaf hochfährt und schon halb durchs Zimmer ist,bevor er richtig wach ist...,alles stundenlang am Stück... :|N

Jedes Putzen in ihrer Wohnung gleicht dem Ausbruch eines Weltkrieges,so "wirft" die ihre Möbel!Auf der Terrasse "spielt" sie den ganzen Tag "Wäscheständer - Rücken",was auf Dauer tierisch nervt!

Ich hab mich auch an den sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes gewendet.Es hatte wenigstens zur Folge,daß ihre Tochter zu ihrem Vater ziehen durfte (was mir ein großes Anliegen war,denn das Kind hat ganz schön unter ihrer Mutter gelitten!)und meine Nachbarin jetzt alle paar Tage ne "Verwarnung" von der Verwaltung bekommt.Mehr passiert allerdings auch nicht,denn die "Arme" ist ja "krank".Gut,seh ich auch so,aber das bin ich auch!(PTBS und DIS)Und ihr "Austoben" trägt dazu bei,daß ich nicht grade gesünder werde!

Von daher schimpf ich auch immer wieder mal lautstark vor mich hin,wenn die Nachbarin mal wieder keine Ruhe gibt. ;-D Aber nicht ohne Grund!]:D

SrprimngchiHld


Psychisch Kranke haben Mitgefühl zweifellos ebenso verdient wie physisch Kranke. Im Gegensatz zu physischen Krankheiten ist es nur eben nicht ganz so einfach für die Betroffenen, das Problem als solches zu erkennen, es sich einzugestehen und die Hemmschwelle zu überwinden zu einem Psychologen zu gehen. Ich allerdings - selbst manisch / depressiv - finde nicht, dass sie deshalb einen Freifahrtschein für Benehmen jeglicher Art haben. Besonders nicht dafür, anderen Leuten zur Last zu fallen. Man ist seinem Schicksal bei den meisten psychischen Krankheiten nicht hoffnungslos ausgeliefert. Es ist oft nicht einfach, aber es gibt Mittel und Wege seiner Krankheit Herr zu werden.

Nun ja. Man kann die anderen nicht ändern. Wenn der sozialpsychiatrische Dienst seine Arbeit nicht tun will und der oder die Betroffene sich nicht in Behandlung begibt, wozu man ihn oder sie schließlich auch nicht zwingen kann, bleibt als letzte Konsequenz wohl nur der Umzug. Es ist jeder seines eigenen Glückes Schmied.

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