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Derealisation,Augenrauschen,Tinnitus

s]chwaOrzenbxeck hat die Diskussion gestartet


Ich wäre sehr froh wenn mir hier jemand mit Tipps weiterhelfen könnte.

Ich bin 17 und leide seit ca. 1 Jahr unter Augenrauschen (ständiges Flimmern im Blickfeld,v.A. bei wenig Kontrast oder wenn es Dunkel ist... Auserdem noch folgende Symptome: Lichtempfindlichkeit, Nachbilder). Ich hatte vorher 4 mal Migräne mit Gesichtsfeldausfall für 20 Minuten. Es könnte sein, dass das damals durch meine vielen Gedanken und Angst um meine Gesundheit ausgelöst wurde, da ich zu dieser Zeit unter einer Verletzung litt die 3 Monate anhielt und mich am Sport hinderte.

Ich war bei 4 Augenärtzten(alles in Ordnung) und für ein paar Tage im krankenhaus, wo damals einige Tests (Blutbild, EEG, MRT,...) gemacht wurden... Jedoch konnte, bis auf eine positive Migränedispossition, nichts gefunden werden.

Während diesen gesamten letzten Jahres verschwand eigentlich nie die Angst, dass ich eine schwere Krankheit haben könnte oder bald Blind sein könnte.

Vor ein paar Monaten fiel mir auf, dass ich, wenn es ganz ruhig ist oder wenn ich nachts im Bett liege ein leichtes Rauschen und Pfeifen höre. Dies ist jedoch nicht richtig lokalisierbar, sonder scheint irgendwie den ganzen Kopf zu betreffen und noch nur ein Ohr.

Ich habe mir viel über Augenrauschen durchgelesen und hatte mich eigentlich schon damit abgefunden und es ging mir wirklich wieder sehr gut, nachdem ich viel mehr Sport gemacht habe ... Seit ich jedoch den Tinnitus bemerkt habe und mir wieder Gedanken über Krankheiten gemacht habe geht es mir wieder schlecht!

Seit knapp 2 Wochen fällt mir immer öffters auf, dass alles irgendwie unreal auf mich wirkt. Wenn ich zum Beispiel mit mienen Elter am Tisch sitze weis ich zwar dass ich da bin, ich fühle mich jedoch als wäre es unreal.

Damit bin ich zu meinem hausarzt und der meinte ich solle mal zum Psychotherapeuten gehn.

Ich mache mir jetzt wieder täglich Sorgen, dass ich abrutschen könnte und habe Angst dass ich verrückt werde.

Bitte gebt mir eure Tipps... Und es wäre Toll wenn jemand aus eigener Erfahrung sprechen könnte :)^

Antworten
U(nkonve`ntioGnellxER


@ schwarzenbeck:

Es klingt vielleicht simpel, aber was passiert mit dir, wenn du zumindest versuchst, dir keine Sorgen zu machen, d.h. dich in deine Ängste nicht hineinzusteigern.

Ich kenne alle die von dir benannten Symptome und habe diese andauernd. Nun bin ich auch alles andere als gesund, aber diese Symptome machen mir wenig bis gar nichts aus. Ohrenrauschen habe ich quasi immer beim einschlafen. Seit ich ein Kind war (bin mittlerweile 31 Jahre alt). Wenn ich fast keinen Streß und keinen Lärm ein paar Tage hatte ist das Rauschen sehr gering. Meistens schaue (genauer: höre) ich 1-2 Simpsons-Folgen während des Einschlafens um den Kopf freizukriegen und mich nicht in das Rauschen hineinzusteigern.

Dieses Augenflimmern habe ich auch ab und zu. Mindestens 1-2 mal die Woche. Seit 10 Jahren. Keine unatürliche Verschlechterung der Sehkraft festzustellen. Beim erstmaligen Auftreten kam es mir wie ein Gesichtsfeldausfall vor, der war aber wenn überhaupt nur durch das hineinsteigern bedingt. Eine halbe Stunde später beim Augenarzt war mein Blickfeld wieder vollkommen unauffällig. Da fühlte ich mich allerdings auch schon wieder viel besser.

Dieses "sich fremd fühlen", "sich entfremdet fühlen" kenne ich auch nur zu genüge. Es ist meist ein Anzeichen dass ich unter starkem Streß stehe bzw. kurz davor stand. Nichts ungewöhnliches sofern es mich betrifft. Ich finde diesen Zustand recht spannend vom eigenen Erleben her, weiß aber auch dass es besser für mich wäre, wenn ich ihn nicht hätte.

Als diese Dinge wie Flimmern und "sich fremd fühlen", "sich entfremdet fühlen" zum ersten mal quasi aus heiterem Himmel heraus plötzlich entstanden hatte ich eine Heidenangst. Flimmern führte zum umgehenden Arztbesuch mit der Verdachtsdiagnose Migräne. Zweiteres war mit mein Einstieg in psychiatrische Behandlung. Da war aber noch einiges mehr und ich will dir um Gottes Willen keine Angst machen.

Nachdem was du so schilderst würde ich mal drüber nachdenken was ich so an entspannenden, guttuenden Dingen für mich tun kann und dabei wahrnehmen (wahrnehmen, nicht überkritisch beobachten!), wie sich diese von dir geschilderten Symptome dabei verhalten.

Wenn dein Leidensdruck dadurch nicht nachlässt würde ich an deiner Stelle versuchen, einen guten geeigneten Psychotherapeuthen zu finden (meiner Erfahrung nach: zirka 10 Therapeuthen ausprobieren, nicht von vornherein auf ein Geschlecht festlegen, Fachkompetenz ist nicht alles, vor allem menschlich sollte echt alles stimmen).

Gruß

PS. Üblicher Disclaimer: Das ist Laienwissen, auch wenn ich mich recht gut auskenne und ersetzt keine ärztliche bzw. therapeuthische Betreuung und Beratung.

Upnko5nven4tionelxlER


Achso, kurze Frage noch: Nimmst du Drogen? Dazu würde auch Alkohol, Nikotin, Coffein oder sowas zählen.

Wenn ja, dann lass das alles mal sofort sein. Werden deine Symptome dadurch besser (dauert ggf. einige Wochen)?

Wie auch immer, gute Besserung! :)_ @:) :)*

Gruß

sGchwa.rzenxbeck


Bis auf ab und zu am Wochende mal ein paar Bier hab ich noch nie Drogen genommen... Ich rauche auch nicht... ich werd einfach mal gar kein alkohol mehr trinken^^

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