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Mensch zweiter klasse? Warum fühle ich mich nicht dazugehörig?

Bhlood.yN8ovxa hat die Diskussion gestartet


Wie fange ich am besten an...

Hmmm, also am besten von Anfang an. Früher in der Schule, da gab es doch bei jedem so Leute, die man eher als Außenseiter bezeichnet. Es hatte sicher früher jeder mal jemanden in der Klasse, der total "uncool" weil er halt, naja keine Ahnung, vielleicht nicht die Klamotten an hatte wie andere, oder halt sich nicht für die Dinge interessierte wie andere in der Klasse.

Ich gehörte damals dazu, ich hatte immer schlabber Sachen an, hab mich nicht geschminkt, mir nicht die Haare wild gefärbt. Ich war immer die graue Maus. Ich habe gerne was neues mal ausprobiert, an Haarstylings o. Klamotten, wo ich dann für ausgelacht wurde, und 1 Jahr später jeder so rumlief. Ich hatte sicher meine eigene Meinung, und hab die auch vertreten, aber ich war den meisten immer zu laut, zu aufgedreht, zu merkwürdig. Ich wurde immer ausgeschlossen, nun nicht gemobbt. Aber es wollte keiner, wirklich Zeit mit mir verbringen. Ich wurde beim Sport immer als letzte gewählt, und alle haben dann immer gestöhnt: "Och nö, nicht die...." wenn ich doch in deren Team musste. Ich hatte da eigentlich keine Freunde.

Noch heute ist es oft so, das ich denke, mit anderen nicht mithalten zu können. Ich weiß nicht, ob das "normal" ist, oder ob es anderen auch so geht. Die Leute in meinem alter halte ich eigentlich oft für was besseres, ich denke die schauen mich komisch an. Ich würde die auch nicht ansprechen, weil ich denke, die denken dann "was will DIE denn?!"

Ich denke, viele haben einfach ein sicheres Auftreten, einen tollen Stil, sind mit sich im reinen, haben sich gefunden, und strahlen das auch aus.

Es ist nicht so das ich mich nicht wohl fühle, ich denke ich bin schön hübsch. Ich trage Klamotten die mir gefallen, die ich gut finde. Allerdings halt mal so mal so... Also mal eher was sportliches, mal was elegantes... und halt auch mal was extravagantes - ich glaube ich bin stillos.

Ich habe auch Freunde, sicher, nun nicht Unmengen, aber schon einige. Allerdings sind die alle so wie ich, eher zurückhaltend, schüchtern, eher so... wie soll ich sagen, stillos.

Meine beste Freundin sagt immer, sie finden meinen Stil toll, und auch, das ich auch mal was wage, etwas außergewöhnlich zu tragen, oder mich extravagant zu schminken o. so. Aber ich glaube, das ist eher Fassade.

Ausschlaggebend für meine Überlegungen ist, das ich einen Typen getroffen habe, also letztens, mit dem ich vor 3 Jahren mal aus war. Von dem ich der Meinung bin, das er einige Klassen zu hoch für ich ist.

Ich habe ihn damals im Chat kennen gelernt, und er hatte mich dann irgendwann zum Essen eingeladen, wir haben uns auch echt gut verstanden. Dann waren wir aus - und es war schrecklich, ich war von Ihm als Person so eingeschüchtert, das ich gar nichts zu erzählen wusste. Nicht wusste, was soll ich sein, sexy, süß,intellektuell... was bin ich?!

Er hat sich nach dem Treffen nie mehr gemeldet, und es gab auch kein zweites. Nun ja, war haben ein bisschen noch geschrieben, und er grüßt mich schon noch wenn er mich sieht, aber das wars. Das ging mächtig in die Hose. Dabei waren wir echt auf einer Wellenlänge, wie haben viel gelacht, und er wars letztendlich, der das Date wollte - nur war so in "unecht" hinter dem Bildschirm alles leichter...

Geht es nur mir so, das ich mich als "Mensch zweiter Klasse" fühle, oder was genau ist mein Problem...? Ich würde gerne zu "denen" gehören... Aber wenn ich dann hier so an mich her runter gucke... Schlabbershirt, die Bude nicht aufgeräumt und ich ungeduscht, denke ich - das würde bei denen nie so sein, die haben alles im Griff und immer geordnet,,, Nun ja, ich gehe ja so nicht raus... aber.. :|N

Ich bin mal auf eure Beträge gespannt :-)

Antworten
L<iora


aber jetzt hast du ja ne beziehung, oder?

B6loodGyNoxva


Ja das schon,es geht ja nicht um den typen an sich,sondern so wie es gelaufen ist.

tdequiFlaflxoh


ich würd sagen, das problem liegt bei dir. ;-)

du mußt einfach hinter dem stehen, was du bist. du bist nich 2. klasse. du bist du und das ist ok.... man muß nicht der masse hinterher laufen...schau mal bei diesen "perfekten" menschen hinter die kulisse.... die sitzen auch ungeduscht vor dem pc, in einer unaufgeräumten wohnung. die kannste auch morgen noch aufräumen ;-D :)^

Bql8oodvyN1ova


Bin ich denn mit meinen "hemmungen" alleine? Geht es denn allen anders als mir? also hat niemand mal angst, doof oder unpassend rüber zu kommen?

z"epteCra


Hi Bloody!

Ich kann dir versichern das alle Menschen die selben Probleme haben. Jeder ist mal mit sich selber unzufrieden und unsicher was sich selber angeht. Jeder hat mal Angst davor unpassend rüber zu kommen.

Und zu denken das bei den "andern" die Bude niemals unaufgeräumt ist, ist ehrlich gesagt Blödsinn ;-) . Das ist doch nur der Eindruck der sich bei einem ergibt.

Was man sein soll und was nicht? Nun ja, ich hab die Erfahrung gemacht->jeder ist immer dann am Besten wenn's ihm eigentlich egal ist.

Genauso wenig kommt es vor das andere Menschen immer alles im Griff haben. Letzten Endes ist das doch imo nur ein Trugbild, welches sich bei längerer Betrachtung einer Person auch erschließt.

g]ato


Interessantes Thema.

Ich finde auch, man selbst macht sich zu dem was man ist. Wenn du dich als Mensch 2. Klasse bezeichnest, dann bist du wahrscheinlich die einzige, die das macht.

Ich war immer die graue Maus.

Ich würde mein Schulkarriere ebenso bezeichnen, aber als Aussenseiter habe ich mich nie betrachtet, auch wenn andere das vielleicht so gesehen haben. Ich habe mich in der Rolle nicht gesehen und daher auch nicht darunter gelitten (wenn man davon ausgeht, dass Aussenseiter in ihrer Rolle leiden).

ich glaube ich bin stillos.

Weil du das so siehst. Ich liebe unterschiedliche Stile von sportlich bis elegant. Aber genau das bezeichne ich als meinen Stil!

Von dem ich der Meinung bin, das er einige Klassen zu hoch für ich ist.

Ansichtssache. Anstatt zu denken er spielt einige Klassen höher, würde ich eher sagen, er spielt in einer anderen Liga. Völlig wertfrei. Mann könnte auch sagen, er spielt eine andere Sportart. Wer sagt denn, dass er "besser" ist. Wahrscheinlich hat er dafür andere Probleme. Aber wer sagt, dass er deswegen das bessere Leben führt? Nur du. Aber ich hatte einmal bei einem Mann das Gefühl, dass er denkt, ich spiele in einer höhren Liga. Ich kann nicht sagen woher das Gefühl kam, aber ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht so gesehen habe. Er hat so selbst dafür gesorgt, dass die Geschichte nicht weiterging.

Ich würde gerne zu "denen" gehören... Aber wenn ich dann hier so an mich her runter gucke...

Andere kochen auch nur mit Wasser. ;-) Lerne mit deinem Leben zufrieden zu sein. Wenn du es nicht bist, dann ändere es.

mYood


ich kenn das auch. und diese "wer bin ich" stelle auch zu gut.

ich habe bei mir gemerkt das ich bei leuten zB die von partnern von mir "freunde" waren, bei denen habe

ich dann irgendwie gemerkt, was die erwarten und was die wollen von einem menschen und habe mich dann immer so gestellt wie es am besten gepasst hat. vorallem auch bei partnern. ich war immer jemand anderes. ich kanns selber nicht in dem moment realisieren aber so im nachhinein. ich weiß nicht, ob das wirklich ich bin odr will ich nur das die leute keinen grudn haben mich NICHT zu mögen?

war auch immer der außenseiter.

@:)

BuloodyNzovxa


vorallem auch bei partnern. ich war immer jemand anderes

so wars bei mir auch immer... habe ich deswegen einen Knax weg? Ich meine, wenn ich unter "meines gleichen" bin, fühle ich mich wohl, selbstsicher... aber andere, die so sind, wie ich beschrieben habe, machen mir angst, mich unsicher, mich ganz klein...

mAooxd


ich weiß es nich. aber das kenn ich auhc. ich denke auch immer solche leute, die so perfekt sind wollen doch nix mit so einer wie mir zu tun haben.

ich denk das hat was mit dem selbstwert vll zu tun?

BKloodyXNoxva


Kann gut sein, ich denke eigentlich auch. Es hat so eigentlich nichts mit dem Aussehen ansich zu tun, sondern eher, mit dem Auftreten, dieses Selbsichere... Schüchtert mich da halt ein denke ich.

So das es halt oft so ist, das ich denke, die wären was besseres, sind evtl. ordentlicher, konsequenter, reicher usw.

Wo ich dann denke das die Gesellschaftlich besser angesehen sind als ich "Mäuschen"

BlloaodyNoxva


Andere kochen auch nur mit Wasser. ;-) Lerne mit deinem Leben zufrieden zu sein. Wenn du es nicht bist, dann ändere es.

ich bin nicht mit meinem Leben unszufrieden, auch nicht mit mir, ich habe einfach das problem das ich nicht weiss was ich bin, und wer ich eigentlich sein will.

Meine Freunde meinen, ich bin total unberechbar, und bin mal so mal so... mal nett und lieb, mal böse und gemein, usw. Meist bin ich so, wie ich mich fühle, will ich keinen an mich ran lassen, bin ich kühl, will ich mehr nähe bin ich aufgeschlossen und zuvorkommend.

Lqunevtxta


Hi

Ich glaube, ich weiss was du meinst, mir ging es oft genauso....bis ich gemerkt habe, dass nicht ich das Problem bin, sondern alle andern, die sich für alle verstellen!

Nun habe ich (zwar nicht viele, dafür umso bessere) Freunde, die zwar allesamt älter sind, doch mich so respektieren wie ich bin!

Ich wünsche dir alles Gute in deinem weiteren Leben und viel Kraft und Mut, so zu sein, wie du bist :)* @:) :)*

g5atxo


die wären was besseres, sind evtl. ordentlicher, konsequenter, reicher usw.

Ich kenne diese Gefühle, aber sehe das nicht negativ. Wenn ich Eigenschaften als "besser" einstufe, dann bewundere ich diese Leute und versuche mir abzuschauen, wie sie das machen und ob und wie ich das in mein Leben integrieren könnte.

ich habe einfach das problem das ich nicht weiss was ich bin, und wer ich eigentlich sein will.

Ich denke, dass ist normal. Jeder halbwegs intelligente Mensch, kommt an einen Punkt im Leben, wo er reflektiert und sich die Frage nach dem "Wer bin ich" stellt. Dann muss man viel nachdenken und es herausfinden. ;-) Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, wer ich sein möchte bzw. wie andere mich beschreiben sollten, wenn man sie fragt und wie ich dieser Mensch werden kann.

B6loodyqNxova


Ich kenne diese Gefühle, aber sehe das nicht negativ. Wenn ich Eigenschaften als "besser" einstufe, dann bewundere ich diese Leute und versuche mir abzuschauen, wie sie das machen und ob und wie ich das in mein Leben integrieren könnte.

die Sache ist, das ich nicht so sein will, sondern mich so fühlen will... *komisch zu erklären*

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