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Unglaublich starke Zwangsstörung

DAevra+ntYhexr hat die Diskussion gestartet


Wie man es auch nennen mag, Zwangsgedanken, Gedankenzwänge... etc

ich habe ein Problem , dass ich nur sehr schwer in Worte fassen kann.

Ich liste paar Merkmale auf:

- Angst sich beim Kochen die Finger zu verbrennen

- Angst davor sich mit einer Hantel die Zähne auszuschlagen

- Angst davor sich mit einer Gabel/Schere die Augen auszustechen

- Angst vor Kontrollverlust

Angst die Kontrolle über sich selbst zu verlieren

- Unfähigkeit im Unterricht aufzupassen, da Gedankenzwänge ( Gedankengänge , die ich nicht stoppen kann)

- Unfähigkeit Klausuren zu schreiben

- Unfähigkeit etwas zu machen, da sich immer wieder andere Gedanken aufdrängen

- falsche Gedanken zur falschen Zeit

- Die als sinnlos/gefährlich erkankten Gedanken nehmen viel Zeit in Anspruch

Gedanken müssen immer wieder wiederholt werden ->Leistungsabfall

Antworten
DXeva.nthexr


Weiß jemand was man bei so einem Problem macht? habe auch Angst beim Autofahren in den Gegenverkehr zu rasen, deswegen benutze ich das Auto auch nicht mehr.

Wenn ich dieses, was ich geschrieben habe, einem Psychiater gebe, kann er mich dann zwangseinweisen?

Das ist nämlich meine größte Sorge, deswegen habe ich bisher nichts gesagt und bin nie zu einem Arzt gegangen.

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aWrnrie2N006


und was willst du jetzt wissen? :-/

D\e$vanthxer


Hat jemand ein ähnliches Problem gehabt und es erfolgreich mit Medikamenten behandelt?

Welche Medikamente kommen bei sowas in Frage?

Ich hab das Problem schon seit Kindesbeinen an,,,

avrn%ieE200x6


oh hat sich überschnitten

ich würde zum arzt gehen, der weist dich nicht einfach so ein

D`evanGther


Ich will wissen, mit welchen Medikamenten man diese Krankheit behandelt.

D&e)v4anthxer


und / oder wer ein ähnliches Problem hat?

Dann könnte man sich austauschen per icq...

P<etixa


Ich habe auch Zwänge und bin zweimal deswegen fast freiwillig in eine Klinik gegangen (Unfähigkeit, IRGENDETWAS zu tun, ähnlich wie bei dir). einweisen kann dich niemand, solange du keine Gefahr für dich oder andere darstellst.

Bei Zwängen empfiehlt sich aber nicht nur ein Medikament, sondern eine kognitive Verhaltenstherapie - Medikamente unterdrücken deine Symptome nur, behandeln aber nicht die Ursache.

Luärcxhe2


Mir machen auch viele Zwänge zu schaffen. Und es ist so wie Du schreibst, Devanther, das mit den

Zwangsgedanken ist oftmals ein großer zeitlicher Aufwand und man findet oft kein Ende, sie zu stoppen.

Vor ein paar Monaten, nachdem es immer schlimmer geworden war, ging ich zum Psychotherapeuthen.

Ich bin froh, daß ich diesen Schritt machte. Habe nun Therapiestunden (sind für mich hilfreich), und muß

Medikamente nehmen. Aber mittlerweile habe ich schon festgestellt, das beste, was hilft, ist der eigene

starke Wille. Und das ist sehr sehr schwer.

Und die krankhaften Gedanken müssen immer und immer wiederholt werden. Das ist sehr belastend, so spielt

sich das bei mir auch ab. Momentan habe ich den starken Willen sie wegzuschieben.

Ein Satz meines Therapeuthen: Man soll diese ZG nicht bekämpfen, sie aber auch nicht beachten, sodern sie

einfach ignorieren.

Ich wünsche Dir alles Gute *:)

KZrokobdi)lmaxus


Hallo Devanther *:), keine Angst, geh ruhig zu einem Arzt. Oder besser noch, such Dir einen Psychotherapeuten. Einfach Telefonbuch aufschlagen und Dir "nach Gefühl" eine(n) aussuchen und einen Termin vereinbaren. Ich hab mit dieser Methode schon echt gute Erfahrungen gemacht :-) Außerdem kannst Du Dir den Therapeuten ja erst mal ansehen. Du bekommst immer 5 Probestunden von der Krankenkasse je Therapeut, um zu sehen, ob Du mit ihm und er mit Dir kann(st). Wenn er Dir nicht taugt, such Dir einen anderen. Keine Angst - der weist Dich sicherlich nicht gleich ein. :|N So wie Du es beschreibst, sind das ganz "normale" Zwangsgedanken - dazu gehören eben u.U. Ängste, man könnte was Schlimmes machen, ohne es kontrollieren zu können.

Wie Petia schon schrieb: Einweisen tun sie Dich nur, a) wenn Du es selbst möchtest oder b) wenn Du Dein Leben oder das Leben anderer tatsächlich potentiell gefährden könntest (und dazu reicht es nicht aus, dass Dir Dein Zwangsgedanke sagt, Du könntest Dir die Augen ausstechen oder so).

Hab übrigens selbst seit ca. 15 Jahren Zwänge, teils sehr stark, teils einigermaßen gut im Griff. Ganz weg waren sie seitdem leider nie. Hab die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben.

Die unteren sechs Punkte, die Du in Deiner ersten Nachricht genannt hast, hab/hatte ich auch. :-( Ich kann Dir also aus Erfahrung sagen, dass es ganz wichtig und hilfreich ist, eine Psychotherapie zu machen und zumindest die ersten paar Monate parallel dazu Medikamente zu nehmen. Da gibt es z.B. Anafranil, Citalopram, Cipralex, Elontril, etc. - alles irgendwelche Antidepressiva, die sich auch bei Zwängen gut bewährt haben.

Durch die Medikamente fällt es Dir "leichter", in der Therapie Besprochenes auch tatsächlich umzusetzen.

Es heißt ja immer, bei Zwängen hilft am besten eine Verhaltenstherapie. Meine Meinung dazu: Verhaltenstherapie ist sicherlich wichtig, solange die Zwänge einen stark im Alltag behindern. Sobald man aber wieder halbwegs normal leben kann, halte ich eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie für weitaus sinnvoller. Das hat mir übrigens auch eine Therapeutin schon bestätigt. :)z

Dann kann man nämlich der Ursache nach und nach auf den Grund kommen und lernen, "Krank-Machendes" (bestimmtes Verhalten, Umgang mit Gefühlen und Bedürfnissen, etc.) zu ändern. Mit der Zeit bessern sich dann auch die Zwänge, weil es ja plötzlich keinen Grund mehr gibt, warum sie da sein sollten. :=o

Trotzdem wichtig: Man muss trotz allem wenigstens 1x den Mut haben und seine Zwänge weglassen, ohne auch nur ein bisschen nachzugeben. Und dann wird man sehen, dass trotzdem nichts Schlimmes passiert. Wie auch? Wir können Geschehnisse nicht mit unseren Gedanken beeinflussen! Das muss man sich immer wieder klar und logisch vor Augen führen.

Und wenn einem das Weglassen 1x gelungen ist, ist ein erster, wichtiger Schritt schon geschafft. :)z und es fällt einem in Zukunft leichter. (Immer noch schwer, aber wenigstens manchmal etwas leichter).

Tut mir leid, wenn das alles jetzt ziemlich klugscheißermäßig rüberkommt. Ich weiß nur zu gut wie schwer es ist, Zwänge loszuwerden. Nicht umsonst hab ich sie seit so langer Zeit. Ich versuche nur, einen Teil von dem wiederzugeben, womit ich teils selbst gute Erfahrungen gemacht habe oder was mir meine Therapeutin mit Engelsgeduld immer wieder sagt - so lange bis es mir irgendwann einleuchtet.

Vielleicht hilft Dir das ein wenig?

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und bitte geh zu einem Therapeuten! Je eher, desto besser!!!:)^

LG,

Kroko :)_ :)*

L<ä.rchex2


Hallo Krokodilmaus, finde das gut was Du Devanther geschrieben hast. Ich bin nämlich auch für alle Ratschläge,

die ich wegen meiner Zwänge bekomme, dankbar. Ich litt jahrelang unter Zwangshandlungen, verstehe heute

nicht mehr, wieso ich mich von ihnen so vereinnahmen ließ. Aber sie hatten mich voll im Griff. Aber dafür ging es

los mit Zwangsgedanken, Gedanken, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Diese Sache ist jetzt

für mich schlimmer als zuvor die Zwangshandlungen. Ich mußte in letzter Zeit manchmal am Tag über Stunden

mich nur mit diesen ZG beschäftigen und das alles dann immer wieder zu einem beruhigenden Ende bringen.

Das ist echt irre.

Hoffe, daß die Medikamente, die ich nehmen soll und die Therapiestunden mir helfen.

Du hast das mit den Zwängen ja auch geschafft. Nimmst du immer noch ein Medikament?

Liebe Grüße *:) @:)

Knrok*odilxmaus


Hallo Lärche2, danke für das "Kompliment";-) Find ich echt interessant, was Du schreibst. Bei mir war es nämlich ähnlich, dass ich anfangs hauptsächlich Zwangshandlungen hatte. Als ich die dann endlich im Griff hatte, ging es mir ca. 3-4 Jahre ganz gut. Und allmählich kamen dann die Zwangsgedanken.

Was sind das denn für Z.-Gedanken, die Du da hast? (Nur, wenn Du darüber schreiben möchtest...).

Ich mache momentan wieder eine Therapie, ja. Und Medikamente nehm ich auch seit ca. einem Dreiviertel-Jahr wieder. Kann ehrlich gesagt nicht sagen, ob die Pillen mir helfen. Fest steht, dass es mir jetzt im Vergleich zu vor 1 Jahr zwangsmäßig viel besser geht. Hab da auch noch ein paar andere Baustellen, aber gut.....

Aber ich weiß halt nicht, ob es mir nicht vielleicht auch durch die Therapie alleine gut gehen würde. ??? Jedenfalls sagt meine Therapeutin, dass ich sie unbedingt noch weiter nehmen soll, weil ich sonst sofort wieder zurückfallen würde. Naja, sie hat ja die Erfahrung und kennt mich mittlerweile wirklich sehr sehr gut. :-o

Sag mal ganz ehrlich: Wenn es Dir mal besser geht mit den Zwängen, freust Du Dich dann so richtig darüber? Wie fühlst Du Dich dann oder was denkst Du?

Ich bin zwar dann immer relativ glücklich, weil das Leben nicht mehr so viel Energie und psychischen Stress kostet, aber irgendwie fehlen mir die Z. dann auch fast schon. |-o

Oft ist es dann so, dass ich dann dafür unbewusst irgendwas anderes Komisches entwickle. Z.B. hatte ich letztens mal fast keine Zwänge, dafür aber eine ziemliche Depression entwickelt. Je mehr diese wieder verschwand, desto stärker wurden die Z. wieder. Ganz merkwürdig alles. :-/ Ich schäme mich total dafür und fühle mich oft richtig mieß deswegen, aber ich kann es nicht ändern - noch nicht.....

Manchmal denke ich mir, ich würde einfach mal "gerne glücklich sein". Verstehst Du was ich damit meine? Kennst Du das auch?

Ich find's übrigens witzig, dass Du mich als jemanden siehst, der "es ja auch geschafft hat". :-) Ich weiß zwar, dass es mir rein zwangstecnisch weitaus schlechter gehen könnte, dennoch sehe ich mich immer noch als "Zwangspatientin". Ich denke mir auch immer, die anderen schaffen es doch auch....!

Ich hoffe für Dich, dass Dir die Medikamente und die Therapie gut helfen. Bin mir da aber ziemlich sicher :)z Es wird bestimmt bald wieder besser bei Dir!

LG, :)_ *:)

Kroko

LeärEchxe2


Hallo Krokodilmaus

habe soeben Dein Schreiben gelesen und freue mich sehr darüber. Es ist bei mir fast ganz so ähnlich wie Du das

beschrieben hast. Ganz am Anfang hatte ich leichte ZG, aufeinmal kamen die Zwangshandlungen, die sind fast weg,

dafür sehr schlimme ZG. Mein Therapeuth meint, daß die Zwangshandlungen auftraten als Gegenwehr der ZG.

Aber jetzt ist es eben seit langer Zeit wieder da mit den ZG.

Ich bin wegen dieser ZG sehr unglücklich, wenn ich dann mal wieder "gute" Tage habe, in denen ich sie verdrängen

kann, bin ich sehr froh und ein anderer Mensch. Dann kann ich mich auch wieder über Kleinigkeiten freuen, mal ein

Blumenstöckchen kaufen, in der Wohnung was umstellen oder einfach auch mal wieder mit meinem Mann spazieren-

gehen oder mit unseren Freunden, irgendwo Kaffee trinken und solche Sachen. Dann bin ich einfach wieder etwas

aktiver.

Mit "ich möchte einfach mal gerne glücklich sein" verstehe ich Dich vollkommen. Denn wegen dieser Zwänge hat

man oft überhaupt keine Freude mehr.

Mich würde sehr ineressieren, was Du für Medikamente nimmst. Bei mir wurden schon einige ausprobiert. Seit

einigen Monaten nimm ich Diazepam, das vertrage ich gut. Aber es half nicht. Dann sollte ich zusätzlich noch

ein anderes Medikament nehmen, da fing ich dann ganz arg das Zittern an. Dann bekam ich erst mal was gegen

das Zittern und wieder ein anderes Medikament. Das heißt Venlavaxin und das vertrage ich gut. Nimm das jetzt schon

seit etlichen Wochen, aber es steht auch dabei, daß es 4-6 Monate dauern kann, bis es richtig wirkt. Auf jedem

Fall soll man davon nicht abhängig werden.

Eigentlich möchte ich nicht schreiben, was das für Gedanken sind. Ich habe aber dadurch auch sehr viele

Angst- und Schuldgefühle.

Mein Therapeuth sagt auch, auf keinem Fall aufhören mit einem dieser Medikamente.

Ich habe mir in mein Notizheft, wo ich auch immer aufschreib, was ich jeden Tag an Med. nehme, viele Anregungen

und Ratschläge aufgeschrieben. Ich nehm sehr oft das Notizheft zur Hand und lese mir das dann immer wieder durch.

Alles zu meiner Beruhigung.

Mir würde es sehr gut gefallen, wenn wir uns in diesem Thread öfters schreiben würden.

Jetzt wünsche ich Dir erst mal ein schönes und "frohes" Wochenende. @:) @:)

Viele liebe Grüße :)* :)*

K<r{okodilxmaus


Hallo Lärche2,

lieben Dank für Deine Antwort! Mir fällt gerade auf, dass Devanther gar nichts mehr schreibt.... Ich hoffe, wir haben ihn nicht schockiert...?!:-/

Es stimmt, ohne Z. kann man das Leben viel besser genießen und man nimmt auch ganz andere Dinge wahr, z.B die Natur, bestimmte Gebäude, andere Menschen, etc.. Sonst läuft man immer wie mit Scheuklappen durch die Gegend, ist zwar physisch anwesend, aber das war's dann auch schon. Aber Du schreibst, dass Du ohne Z. viel mehr unternehmen kannst mit Deinem Mann, mit Freunden und so. Kannst Du das mit Z. nicht? Ich meine, bist Du dann so mit den Z. beschäftugt, dass Du gar nicht mehr raus kommst, auch wenn Ihr z.B. eine Verabredung habt? Oder gehst Du zwar mit, bist aber wie eben erwähnt nicht ganz bei der Sache wegen den Gedanken?

Also bei mir ist es immer so, dass ich, sobald ich mit Freunden zusammen bin, nur ganz ganz wenig Z. habe. Und die paar, die dann doch auftreten, kann ich viel schneller und leichter denken oder auch mal wegdrücken, als wenn ich alleine, bei meiner Familie oder in der Arbeit bin.

Ich weiß aber auch wie es ist, wenn man so starke Z. hat, dass alles, aber auch wirklich alles zurückbleibt. Ich hatte das zu Schulzeiten ganz schlimm. Ich konnte so gut wie gar nichts mehr machen. Das ist zum Glück vorbei!

Mit dem "gerne glücklich sein" hast Du mich glaub ich falsch verstanden. Ich meinte damit, dass ich wünschte, ich könnte mich richtig darüber freuen, wenn/dass es mir gut geht. Statt dessen ist meine Freude aber leider eher gering und ich freue mich dann schon fast, wenn ich vielleicht zufällig Kopf- oder Bauchmerzen bekomme oder ich mich z.B. wegen "Problemen" im Job ärgern kann. Aber ich glaube, mit diesem Gefühl bin ich so ziemlich alleine, oder? Das ist eigentlich total krank, ich weiß, aber ich brauch das irgendwie. :-( |-o

Also ich nehme zur Zeit Cipralex und Elontril zusammen. Ich vertrag es eigentlich ganz gut.

Diese Antidepressiva dauern aber immer ewig, bis sie ihre volle Wirkung entfalten. Aber wenn Du sie jetzt schon einige Wochen nimmst, dürften sie bald anschlagen.

Bei mir haben sie aber auch erst 2, 3 verschiedene Sachen und Kombinationen ausprobiert, bis wir es dann so gelassen haben.

Kein Problem, wenn Du nichts über Deine Gedanken schreiben möchtest. Das verstehe ich!:)z

Ich finde das prima, wenn Du Dir alle Ratschläge und Tipps aufschreibst und sie Dir dann auch wirklich immer wieder anschaust! Ich schreib mir sowas auch meistens auf, aber im Endeffekt les ich es mir nie durch. Das müsste ich vielleicht mal ändern....

Gerne können wir uns hier öfter schreiben, würde mich auch freuen. :-)

Ich wünsche Dir auch ein schönes, möglichst z.-freies Wochenende und dran denken: Viel unternehmen!;-)

LG,

Kroko @:) *:)

Lrärcohe2


Hallo Krokodilmaus

will Dir gleich zurückschreiben. Hab mich gefreut, daß so schnell eine Antwort von Dir gekommen ist. :)^

Jetzt will ich mal versuchen, auf Deine Fragen einzugehen.

Wenn ich diese ZG ganz schlimm hatte (momentan hab ich mich einigermaßen in der Gewalt), dann war das oft

so, daß ich über viele Stunden nur hin und her laufen muß und dabei über diese Gedanken grüble, versuche, daß

alles wieder aus meinem Kopf zu bekommen und mir klar werden muß, daß ich diese Gedanken ja nicht haben will,

daß ich sie nicht freiwillig denke. Und diese Gedanken wurden von Woche zu Woche komplizierter und ich fand

dann stundenlang keinen Abschluß, wie eine Spirale immer wieder das Gleiche. Da ist es schon vorgekommen,

daß ich am Nachmittag bei herrlichstem Wetter noch nicht angezogen war, nichts gegessen oder getrunken

hatte und mich auch nicht um meinen Mann kümmerte. Das war mir alles egal, die ZG waren zu groß. Und das

machte ich oft über viele Stunden. Das war schrecklich. Natürlich habe ich meinen Mann auch mit hinuntergezogen,

ich machte ihn mit meinem Verhalten ganz fertig. Ich ging dann auch nicht ans Telefon oder an die Haustüre,

wenn es klingelte. Schickte auch schon Freunde weg, die durch den Garten gingen und sahen, daß jemand

da sein muß, weil die Terrassentür offen stand.

Und wenn wir bei jemandem zu Besuch waren, verschwand ich oft für längere Zeit (auf die Toilette), wenn mich

plötzlich Gedanken überfielen. Das fiel schon auf und mein Mann sagte schon, er geht mit mir nirgends mehr hin.

Aber mittlerweile habe ich auch schon gemerkt, wenn wir Besuch haben, daß mir das sehr gut tut und diese ZG

dann nicht aufkommen. Wir sind sehr oft mit einem befreundeten Ehepaar zusammen und und meine Freundin

weiß, was mit mir los ist und bei ihr kann ich mich auch manchmal aussprechen und sie versucht mir immer wieder

mit Worten zu helfen.

Ich hab das jetzt in der Vergangenheit geschrieben, weil es mir seit ein paar Tagen besser geht und ich die Kraft

habe, sobald solche ZG auftauchen, sie schnell zu verdrängen und mich stark auf was anderes konzentriere.

Ein Satz meines Psychiaters: Man soll diese Gedanken nicht bekämpfen, sie aber auch nicht beachten, sondern

sie einfach ignorieren. Und dann ist es auch so, wenn ich solch einen Gedanken nicht beachte, obwohl das

manchmal sehr schwer ist, habe ich ihn ein paar Stunden später vergessen. Beachte ich ihn aber, geht das ganze

Denken und die Spirale erneut an. Ich hoffe für mich selber, daß ich weiterhin diesen starken Willen, sie nicht

zu beachten, aufbringe. Mein Mann ist schon richtig froh, weil er merkt, daß ich mal wieder ein bißchen aktiver

geworden bin und nicht in irgend ein Zimmer gehe und stundenlang nicht mehr rauskomme.

Aber das ist wirklich gut, sich diverse Ratschläge aufzuschreiben und sie immer zur Hand zu haben. Mir hilft das,

wenn ich sie öfters durchlese.

Liebe Krokodilmaus, ich wünsche Dir eine gute Nacht, ich weiß noch nicht genau, was ich mache, mein Mann ist

zum Kegeln geganen und wird vor 23 Uhr nicht nach Hause kommen. Und im Fernsehen kommt auch nichts

dran, was mich interessiet.

Liebe Grüße :)* :)* x:) x:)

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