» »

Unglaublich starke Zwangsstörung

P5etixa


Das, was ihr schreibt, kenne ich zu 100%... Wie ähnlich wir Zwängler sind ;-)

Auch das mit der Depression kenne ich - steht ja alles im Zusammenhang mit Serotonin etc. In letzter Zeit (also so den letzten Monat) war ich ziemlich depressiv, aufgrund der Zwänge... Hm.

Ein Zwangsaustauschfaden wäre doch super...

KGrokdodilmxaus


Hallo Petia, so schade es für denjenigen ist, aber es tut immer wieder gut zu lesen, dass es anderen genauso geht.

Bei mir hatte die Depression eigentlich nichts mit den Zwängen zu tun. Es war einfach so, dass die Zwänge fast weg waren, dafür die Depression kam und als die wieder weg ging, waren die Zwänge wieder da. Meiner Meinung nach ist der Level, wenn man statt der Zwänge bei den Depressionen angekommen ist, ein Schritt in richtung Genesung. Weil dann ist man soweit, dass man sich seinen Ängsten stellen kann und sich mit ihnen auseinander setzt. Sie sind dann nicht mehr so bedrohlich, dass man mit Zwängen unterdrücken muss, sondern "nur noch" so bedrohlich, dass sie einen zwar depressiv machen, aber man sich ihnen stellen kann.

Das ist jetzt wie gesagt meine These, die mir bisher von therapeutischer Seite her leider noch nicht bestätigt wurde... ;-)

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft und Energie, dass Du die Depression und die Zwänge bald überwinden kannst!! Und Menschen, Verständnis dafür haben, Dich aus Deinem Loch rausziehen und Dich ablenken!:)_

LG,

Kroko :)* @:) *:)

K8rokodi_lmaus


Hey, das sind die falschen Smilies, die da jetzt angezeig werden! Also nochmal:

LG,

Kroko @:) :)* *:)

K{rokoBdilmnaus


Hallo Lärche2,

ich freu michauch immer, von Dir zu lesen!:-)

Lieben Dank, dass Du so genau geantwortet hast!

Wobei ich sagen muss, dass mich das ziemlich an meine extremen Zwangszeiten erinnert, in denen nichts mehr möglich war: Kein Aufstehen, kein Essen, kein Trinken, kein Lernen, kein Einkaufen, kein Sprechen, einfach gar nichts. Umso mehr bewundere ich DIch, wenn Du in dieser Phase den mut und die Kraft aufbringen kannst, die Zwänge soweit zu ignorieren, dass es Dir zumindest seit ein paar Tagen besser geht!:)^ :)^ Respekt!!

Ich kenn das nur zu gut, wenn man dann ewig auf der Toilette verschwindet und sich dann einen "plausiblen" Grund für die anderen zurecht legt, warum man jetzt so lange weg war, etc..

Aber schau, anscheinend helfen Dir die Medikamente schon!:-) Damit kannst Deinem Mann vielleicht etwas Mut machen!? Kann mir gut vorstellen, wie hilflos er sich da fühlt.

Hast Du diese Zwänge eigentlich zum ersten mal oder kamen die jetzt nach einer gewissen Zeit erneut auf? Ist die Therapie Deine erste? Darf ich mal fragen wie alt Du bist?

Ich wünsch Dir einen schönen Sommertag und bis bald,

LG,

Kroko :p> x :)*:)

Peetxia


Hallo kroko,

Danke schön für deine liebe Worte. Seit gestern geht es mir wieder besser - hatte einen DRK-Einsatz und die Leute sind sehr nett, da bin ich wieder "aufgetaut" aus meiner depressiven Erstarrung.

Wie lange das so bleibt, weiß ich nicht. Aber das ist nun egal, wenn ich mir über alles Gedanken mache, ist das Leben kein Leben mehr ;-)

Seit wann habt ihr eure Zwänge? Gab es einen Auslöser?

K[ro)kodiclmxaus


Hallo Petia, freut mich, wenn es Dir besser geht!

Also ich hab meine Zwänge bestimmt schon über 15 Jahre. Damals war es ganz extrem, hab es dann zum Glück mit Psychotherapie zu 90% wegbekommen. Ein paar "Restzwänge" waren seitdem eigentlich immer da. Mal mehr, mal weniger. Letztes Jahr sind es dann wieder mal mehr geworden, so dass es mich auch in der Arbeit extrem eingeschränkt hat. (Kommt halt nicht so gut, wenn man tatenlos vor seinem überquellenden Schreibtisch sitzt und Löcher in die Luft starrt. :=o Zum Glück hab ich deswegen nie wirklich Probleme bekommen).

Das und noch etwas anderes war dann der Anlass für mich, wieder eine Therapie zu machen.

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung was damals und/oder heute der Auslöser dafür hätte sein können. ??? Ich denke, dass es wahrscheinlich keinen konkreten Auslöser gibt, sondern, dass sich das im Laufe der Jahre aufgrund verschiedener Einflüsse und Erlebnisse so entwickelt hat.

Wie ist das bei Dir? Seit wann hast Du die Zwänge? Gibt es bei Dir einen Auslöser?

LG,

Kroko

P$etixa


Hallo Du,

also ich habe meine Zwänge seit fast 12 Jahren. Es gab eine Ursache - ich hatte ein traumatisches Erlebnis mit 7 Jahren. Ich schreibe nur nicht, welches, wenn du möchtest, per PN. Kein Missbrauch oder so

Hm. Wenn ich viel zu tun habe, geht es mir meistens sehr gut. Kennst du / Kennt ihr das auch?

KQrolkodiHlmaus


Hallo Petia,

dann bist Du also auch scho sehr lange damit "geplagt". Wie funktionniert das denn mit der PN?

Bin noch nicht so lange dabei...... Wenn Du magst, kannst Du es mir gerne schreiben. Musst aber nicht! Ich verstehe es auch vollkommen, wenn Du es lieber für Dich behältst.

Aber ich finde es interessant, dass es anscheinend bei manchen doch einen konkreten Auslöser dafür gibt. Ich dachte immer, Zwänge wären so ein "Wischiwaschi-Splin", der sich durch viele "unglückliche" Zufälle entwickelt. Das kommt davon, wenn man immer nur von sichauf andere schließt.... :=o

LG,

Kroko @:)

LXäyrchex2


Hallo Krokodilmaus

Hallo Petia

ist alles sehr interessant für mich, was Ihr geschrieben habt. Ich glaube auch, daß das alles irgendwie ähnlich ist

mit diesen Zwangsgedanken.

Ich mache das 1.x eine Therapie, da habe ich Ende letzten Jahres damit angefangen. Und seit dieser Zeit nehme ich

auch Medikamente.

Ob es direkt einen Auslöser gegeben hat, kann ich auch nicht genau sagen. Ich habe mit meinem Therapeuthen

angefangen in meiner Kindheit. Er sagt, was in den ersten 5-7 Jahren an Eindrücken auf ein Kind einwirkt, ist am

Wichtigsten. Er denkt, da ist dann vieles im Unterbewußtsein. Als älteres Kind hatte ich mal wegen einer bestimmten

Sache viele Schuldgefühle. Und die hatte ich über einige Jahre. Ich habe dann mal diese Sache als junges Mädchen

(ich bin katholisch und wurde als Kind von meinem Umfeld sehr christlich erzogen) bei einer Beichte dem Pfarrer

gesagt und somit diese Sache für mich ins Reine gebracht. Dann ging es mir länger gut. Ein paar wenige Jahre

später hatte ich dann dasselbe wieder, nur in einem etwas anderem Zusammenhang, das waren schon die ersten

leichten ZG. Mein Therapeuth sagt, ich habe das von meiner Kindheit übertragen auf die damalige Zeit.

Das dauerte aber nur kurze Zeit. Ich habe geheiratet, bekam zwei Söhne (die mittlerweile schon erwachsen sind)

und es ginge längere Zeit gut mit mir. Anfang 30 kamen die ZG wieder, nur leicht und nur ab und zu. Ich wurde mit

ihnen fertig. Es war nicht sehr schlimm.

Und dann mit einemal die Zwangshandlungen, die waren jahrelang ziemlich stark, ich ließ mich voll von ihnen

vereinnahmen. Ich machte das, was die Gedanken mir vorsagten. Denn so hatte ich meine Ruhe und brauchte mir

wegen ihnen keine Gedanken zu machen. Ich hatte dann nämlich immer solche Gedanken, wenn ich das und das

mache oder auch umgekehrt, das oder das nicht mache, passiert etwas Schlimmes mit meiner Familie. Also machte

ich es. Ist doch total verrückt, kann sicher überhaupt kein Mensch verstehen, der sowas nicht hat.

Seit über 1 Jahr sind die Zwangshandlungen fast ganz weg und ich verstehe gar nicht mehr, daß ich mich

jahrelang so von ihnen beeinflussen ließ.

Dafür kamen aber dann ganz extreme ZG. Und die waren schon so schlimm, daß ich dachte, ich will raus aus

meinem Körper, ich bin darin eingesperrt und war oft verzweifelt. Bis dann mein Mann merkte, daß mit mir was

nicht stimmt. Ich wußte auch, da komme ich jetzt nicht mehr alleine raus. Und ging dann endlich, ich traute mich

lange nicht, zum Therapeuthen.

Wir haben schon viel durchgesprochen und ich sollte auch schon 2x alles aufschreiben und ihm das dann zum Lesen

geben. Sachen, die man eigentlich verdrängen will und dann aufschreiben!! Aber das war einfacher als ich dachte.

Und ich muß sagen, es war mir hinterher sogar etwas leichter.

Ich bin bis jetzt mit meinem Therapeuthen zu dem Ergebnis gekommen, daß es viel mit meiner älteren Kindheit

und mit der Religion zu tun hat. Warum das dann so extrem geworden ist, weiß ich nicht, aber ich hatte durch

diese ganzen Zwänge schon sehr viele schlimme Zeiten.

Kroko, wie schon geschrieben, ich habe mich jetzt besser in der Gewalt wie noch vor etlichen Tagen, aber wie

ich schon geschrieben habe, es ist schwer und ich lese immer und immer wieder meine Leitsätze durch, die

ich mir aufgeschrieben habe.(Was der Therapeut gesagt hat und ich mir aus dem Internet geholt habe.)

Kroko, Dir ging es bezüglich dieser Zwänge ja auch schon sehr schlecht und Du schreibst, Du kennst das gut mit

der Toilette. Ja, das habe ich oft gemacht, mein Mann wußte dann immer gleich, was los ist, und den anderen ist

es auch schon voll aufgefallen und dann bin ich mir richtig blöd vorgekommen.

Ja, Kroko und Petia, das ist ungefähr meine Geschichte, hoffentlich ist es Euch nicht zu viel zum Lesen, aber ich

denke, wenn man in so einer Zwangslage ist, ist man schon auch froh, zu lesen, wie es anderen ergeht.

Jetzt wünsche ich Euch einen schönen Abend und eine gute Nacht und hoffe, wieder von Euch etwas zu hören.

@:) @:) :)* :)* :)* :)* :)* x:) x:) x:) :)* :)* :)* @:) @:) :°_ :°_ :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Liebe Grüße

Pjethia


Hallo Lärche, hallo Kroko!

Heute wieder anstrengend gewesen - aber kaum Zwänge ;-D Hurra. Ich hatte / habe auch v.a. religiöse Zwänge und das finde ich total schade, weil ich religion für mich für sehr wichtig halte. Aber ich hatte auch schon so ziemlich alle Zwangsgedanken durch - magisches Denken, Waschzwänge mit Folgeerscheinungen im Gesicht - bäh - und Beichtzwänge etc... Und einige psychische Krankheiten hatte ich auch schon durch. was mich nicht umbringt, macht mich nur stärker!

LAärch.e2


PS

ich will noch kurz schreiben, daß ich schon von Kindheit an ein sehr grüblerischer Mensch bin, über alles immer

nachdenken muß und manche Sachen ganz genau wissen will. Das ist mit ein Grund, daß so was entstehen kann.

Dieses viele Grübeln und Denken.

Meine ZG wurden mit der Zeit auch immer komplizierter und ich hatte dann ein volles Chaos im Kopf. :°( :°(

Und es dauerte immer länger da wieder rauszukommen und das alles für mich ins Reine zu bekommen, so daß ich

wieder beruhigt war. Und ich hatte und habe auch deswegen sehr viel Angst- und Schuldgefühle, obwohl ich

ja weiß, daß die schlimmen Gedanken nicht freiwillig sind. :(v :(v

*:) @:)

L'äBrchpe2


Hallo Petia

Du hattest also auch schon Zwänge religiöser Art. Beichtzwänge hatte ich auch schon, die hatte ich in der

Zeit, als ich ein junges Mädchen war. Nach meiner Heirat, habe mit 20 Jahren geheiratet, gingen diese aber weg. x:) x:)

K{roskodilmxaus


Hallo Lärche2, hallo Petia,

freut mich, dass ich so viel Neues zum Lesen hab!:-) Andererseits nimmt mich das Ganze gerade recht mit und ich bin fast am heulen. :°( :°(

Wenn ich das so lese, fällt mir so vieles wieder ein, was ich auch hatte oder immer noch habe. Das mit dem "Aus-dem-Körper-Rauswollen" hab ich auch manchmal. Ich wünschte mir dann immer, dass man mir entweder mein Gehirn austauschen würde, oder dass ich irgendwas gespritzt bekomme, so dass ich mein Zwangsbedürfnis gar nicht mehr realisiere. Und wenn ich dann nur noch da liegen würde und nichts mehr machen könnte - egal. Hauptsache keine Zwänge denken müssen!

Oh, ich bin so froh, dass Ihr auch religiöse ZG habt. :°_ Sorry, das ist grad nicht sehr "kollegial", aber ich weiß jetzt endlich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die das auch haben. Man hört und liest das zwar immer, aber ich hab noch nie so jemanden "getroffen". Das mit den religiösen ZG ist bei mir relativ stark. :°( Fühle mich dann auch immer total schlecht damit, aber je mehr ich versuche, dagegen anzugehen, desto mehr ZG kommen. Klar, nicht an etwas denken, geht halt nicht.

Für mich ist Religion eigentlich auch ziemlich wichtig und dann sowas. :-( Momentan geht es mir zwar mit dieser Art ZG relativ gut, aber das ändert sich ja z.T. täglich, wie Ihr sicherlich wisst. Kann also morgen schon wieder ganz anders aussehen.

Es wäre echt mal interessant zu erfahren, wie andere sich bei religiösen Zwängen verhalten haben, die das dann vielleicht überwinden konnten.

Generell bin ich auch ein sehr nachdenklicher Mensch und habe immer Angst, dass jede Handlung, etc. bin in Ewigkeit Wellen schlagen könnte. Umso "perfekter" und "richtiger" muss man dann natürlich alles machen und denken..... und dann wird es erst recht "falsch".

Und die Angst, wenn ich das und das mache/denke oder nicht mache/denke, dann passiert meiner Familie was Schlimmes, hab ich eigentlich dauernd. Das geht dann soweit, dass ich mich auf eine bestimmte Art und Weise verhalte, was ich eigentlich gar nicht möchte, es dann aber trotzdem tue, nur damit ich meinen Leuten keine Sorgen und keinen Ärger mache. Denn der könnte ja schlecht für sie sein.

Habt Ihr sowas auch??

Lärche2, war das dann nicht sehr schwierig für Dich, mit den starken Zwängen Deine beiden Söhne groß zu ziehen? Ich hätte sehr sehr gerne Kinder, andererseits muss ich fast froh sein, dass es noch nicht soweit ist, denn manchmal würde ich glaube ich mit Kind und Zwängen durchdrehen. Andererseits glaube ich, dass mir ein Kind auch ganz gut tun würde - auch in Sachen Z..

Irgendwie ist das doch total bescheuert mit diesen Zwängen: Wenn man sie hat, lässt man sich voll und ganz davon einnehmen. Und wenn man dann den ein oder anderen Zwang abgelegt hat, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie man sich davon nur so verrückt machen lassen konnte...... ???

Sagt mal, wenn Ihr sagt, dass manche Eurer Zwänge leichter oder weg sind, sind sie es dann, weil sie einfach nicht mehr auftreten oder sind sie es, weil Ihr wirklich dagegen angekämpft habt und ganz bewusst einen Zwang nicht gemacht habt? Wie ist es Euch dabei gegangen? So dumm es nach all den Jahren klingt, aber ich schaff das nicht, den Z. einfach bewusst wegzulassen!:-(

Sorry, schon wieder so ein langer Text von mir, aber das geht immer so schnell....

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und morgen einen schönen Tag!

Glg,

Kroko @:) @:) :)* :)* :)_ :)_ zzz

Phetia


Also ich muss sagen, dass ich wenige meiner Zwänge aktiv besiegt habe - die 12 Jahre war es bisher so, dass nach einem Zwang immer ein neuer folgte, der den alten "verdrängte". Ich hatte immer neue Ängste - zuerst vr einer Wiederholung des Traumas, dann vor Krankheiten, dann vor schulischem Versagen und dann - seit 2005 - religiöse ZG und ZH mit Bezug auf Versagen...

Ich denke auch, dass die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen viel mit seiner Krankheit zu tun hat - ein sorgenvoller Mensch neigt halt dazu, sich mehr Gedanken zu machen und wenn dann noch dieser Stoffwechselfehler im Gehirn auftritt, dann haben wir die ZGs und so weiter.

Wie sieht euer Leben und euer Alltag generell aus? Seid ihr glücklich? Wann und wie genießt ihr das Leben? Bei mir ist es so, dass ich seit der ganz schlimmen zeit 2005 damals sozusagen "neugeboren" wurde und das Leben plötzlilch sehr schätzte, bis dann Ende 2006 die Essstörung begann und die neuen Zwänge. Oft bin ich glücklich, oft, v.a. in letzter Zeit, fällt es mir schwer, glücklich zu sein. Aber ich gebe nicht auf und wünsche euch, dass ihr es auch immer schafft! Ich würde sagen, dass ich durch alles das, was ich erlebt habe, viel stärker geworden bin und viele menschliche Eigenschaftten gekriegt habe, die ich vielleicht nicht hätte anderswie kriegen können...

L_ärc$he2


Hallo Kroko und Petia

auch mich beruhigt das enorm daß es auch andere gibt mit religiösen Zwängen. Bin richtig froh, Euch hier

getroffen zu haben.

Bei mir ist das auch so, wenn ich einen ZG belämpft habe, ist Platz für einen neuen. Solange ich mich nicht auf

ihn einlasse, kommt längere Zeit auch kein neuer, aber in meinem Kopf ist der halt dann immerzu drin und meistens

habe ich dann keine Ruhe, bis ich mich mit ihm auseinandersetze und ihn dann weg habe.

Ich bekam sie hauptsächlich nur dadurch weg, indem ich auf sie eingegangen bin. Und da ich ja jetzt weiß, daß

Ihr auch religiöse Zwänge habt, kann ich das hier ruhig schreiben, daß ich dann auch immer für diese

(manchmal extrem schlimmen) ZG Gott um Verzeihung bitte und ihn bitte, keine Strafe zu schicken.

Mein Psychiater sagte zu mir, beim größten Teil der Patienten sind es religiöse Gründe.

Er sagt auch, das Unterbewußtsein ist riesengroß und das Bewußtsein nur eine Spitze aus dem Unterbewußtsein.

Ja, Kroko, als meine Söhne noch Kinder waren, war ich manchmal eben wegen dieser Zwänge dann sehr ungeduldig

mit ihnen, weil ich selber ja in meinem Inneren keine Ruhe hatte. Aber damals war das alles nicht so schlimm

und nicht so häufig.

Die Zwangshanldlungen selber konnte ich ja immer meistern, ohne das jemand was mitbekam, aber die ZG

machten mich ganz fertig.

Anfangs bei meiner Therapie bekam ich einmal überhaupt keine Luft mehr, ich bin dann aufgestanden und hab nur

noch nach Luft gerungen, ich bekam Angst. Der Arzt hat dann meine Hände genommen und sie an sich gehalten

und gesagt, ich solle ruhig bleiben und die Luft anhalten. Dann regelt sich die Atmung von alleine wieder.

Hinterher sagte ich ihm, daß ich sowas noch nie gehabt habe und was das war. Er sagte, mir hat das Ganze

im wahrsten Sinne des Wortes die Luft abgeschnürt. Das ist mir bei ihm später noch mal passieert. Er hätte

es ja gerne gesehen, mich in eine Klinik einzuweisen, weil ich dort stärkere Medikamente bekommen könnte,

die er mir nicht verschreiben kann, wei ich da immer unter ärztlicher Aufsicht sein müßte. Aber das habe ich

von Anfang an strikt abgelehnt.

Ich denke, in einer Klinik wird man vielleicht nur mit Medikamenten vollgestopft und das was im Kopf drinn ist,

ist trotzdem nicht weg. Und Gespräche kann ich hier im Ort mit meinem Therapeuthen auch führen und ich

habe einen guten Dreh zu meinem Therap. Er weiß so viel mittlerweile von mir, mehr als mein Mann oder jeder

andere Mensch.

Ich habe ja auch in den letzten Tagen, obwohl es mir im Wesentlichen momentan besser geht, trotzdem immer

wieder gegen bestimmte ZG ankämpfen müssen, habe die meisten weggeschoben, bin nicht auf sie eingegangen

und hab sie dann auch nach einiger Zeit vergessen oder mein Verstand sagte mir ganz klar, was für ein Unsinn.

Aber ein paar waren schon heftiger und haben mich sehr beunruhigt und ich mußte kurz auf sie eingehen.

Das ist aber wirklich nicht gut, denn dadurch nehmen sie erst richtig Gestalt an und werden realistischer.

Wenn man auch Therapie (finde ich sehr wichtig) braucht und die Medis, aber es ist wirklich so, daß der eigene

Wille dagegen anzukämpfen das Wichtigste ist. Ist sehr sehr schwer.

Ich habe auch schon des Öfteren gedacht, ich möchte am liebsten mein Gedächtnis verlieren, damit ich das

alles nicht mehr weiß.

Wir bekommen in ca 2 Stunden Besuch, ehemalige Arbeitskollegen von meinem Mann, und wollen grillen.

Hoffentlich hält das Wetter durch, wir haben schon alles vorbereitet. Bei Besuch oder wir sind bei anderen

krieg ich das jetzt immer ganz gut auf die Ruhe, nicht solche Sachen zu denken und ich bin dann wirklich

auch mal über ein paar Stunden "normal" und fühle mich dann wohl.

Liebe Kroko und liebe Petia, es ist doch schön, sich hier anonym aussprechen zu können, das ist, finde ich,

direkt wie eine kleine Therapie.

Liebe Grüße @:) @:) :)* :)* :)* :)* x:) @:) @:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH