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Unter Menschen sein

M{yLif>eUncuAt


Oh wie gern hätte ich ein dickes Fell Selbstbewusstsein!!!

Ich gehe reiten, weil ich gerne reite. Aber ich habe mich nun 1,5 Jahre nicht mehr getraut, was neues zu suchen...Jetzt hab ich das endlich getan. Und zusätzlich hilft es mir sicher, wieder eine Beschäftigung zu haben, Verantwortung zu haben, regelmäßig rauszukommen...

also auch ein wenig Therapie :D

TSurXnovexr


Hab mich sogar ne viertel Stunde alleine ins Restaurant gesetzt, als ich auf ihn gewartet hab. Trotz der Blicke der anderen bin ich recht ruhiggeblieben.

Oh ja, alleine die Vorstellung lässt mich schon schaudern. Dabei würde ich eigentlich ganz gerne mal solche Sachen alleine machen, also mich in ein Cafe setzen und gemütlich was trinken oder alleine ins Kino... aber vor sowas habe ich viel zu viel Angst- es könnten ja Leute blöd schauen oder so... :-/

War heute mal wieder etwas unter Leute meines Alters, da wurde mir total schlecht weil die alle so.. naja wie soll ich sagen, prollig und locker drauf waren!

Das kenne ich auch! Ich fühle mich da ganz oft fehl am Platz.

Danke für die Einladung von mir zu erzählen. Ich habe nun wirklich mal tiefgründiger darüber nachgedacht (hat mich die halbe nacht gekostet :=o), doch genau sagen woran es liegt kann ich nicht. Da waren wohl mehrere Faktoren am Werk.

Dabei hatte ich eine super schöne Kindheit. Ich hatte früher viele Freunde, kann sogar sagen sehr beliebt gewesen zu sein, war aktiv, freudig und habe sicherlich eine kindgerechte Erziehung genossen. Auch in der Schule hatte ich nie Probleme, sodass ich mittlerweile auch studiere. Außerdem war ich jahrelang in einem Fussballverein, wo ich auch sehr erfolgreich spielte und immer zu den besseren gehörte. Alles in allem hätte ich also jede Menge Selbstbewusstsein aufbauen können.

Das erste Mal unglücklich war ich in der siebten Klasse. Zum Beginn des Schuljahres wurden die alten Klassenverände aus den beiden Jahren zuvor auseinandergebrochen und neu sortiert. So kam es das, allem Anschein nach, alle Schüler, die bis dahin aufgrund ihres Verhaltens negativ auffällig waren, in eine Klasse gesteckt wurden. Hinzu kamen dann noch ein paar wenige Unauffällige, u.a. ich. Wir wurden dann für längere Zeit ziemlich gemobbt, sodass es für mich nichts schlimmeres gab als in die Schule zu gehen. All das legte sich mit der Zeit und am Ende der Schulzeit war ich dann auch mit vielen, die mich früher schlecht behandelt haben, befreundet. Doch ein paar (seelische) Narben blieben mit Sicherheit.

Ich denke sogar, dass ich von da immer mit meinem Selbstvertrauen zu kämpfen hatte. Zumindest dann, wenn ich alleine war. Denn mit 18 lernte ich meine erste große Liebe kennen und war auch über ein Jahr mit ihr zusammen. In dieser Zeit entwickelte ich auch zunehmend Selbstbewusstsein und war sehr glücklich. Dann machte sie aus heiterem Himmel Schluss und mir gings schlechter als zuvor. Sebstvertrauen war gleich Null.

Das ging ein Jahr lang so, bevor ich anfing mich davon zu erholen. In dieser Zeit lernte ich meine zweite Freundin kennen. Es dauerte etwas aber im Sommer 2007 kamen wir zusammen und das blieb knapp zwei Jahre so... dann verliebte sie sich von einem Tag auf den anderen in einen Typen, den sie von früher kannte und verließ mich. Seit dem geht es mir wieder so schlecht wie nach der ersten Trennung. Leider fehlt mir dieses Mal die Hoffnung das es wieder besser wird...

So, ich hoffe der Text war nicht zu lang. Obwohl dies ja nur die großen Ereignisse waren, ich denke es gab noch viele kleine. Doch das wäre nun einfach zu viel, denke ich.

Was macht ihr eigentlich um wieder "normal" zu werden. Kann man da überhaupt was machen?

Danke fürs lesen! Ein schönes Wochenende euch allen *:)

MhyLisfekUncuxt


Oh ja, alleine die Vorstellung lässt mich schon schaudern. Dabei würde ich eigentlich ganz gerne mal solche Sachen alleine machen, also mich in ein Cafe setzen und gemütlich was trinken oder alleine ins Kino... aber vor sowas habe ich viel zu viel Angst- es könnten ja Leute blöd schauen oder so... :-/

Das ist ne tolle Übung, ehrlich. Ich versuche so etwas öfter zu machen jetzt. Und mit und mit wird's leichter, wirklich. Man muss sich nur zwingen. Ich wollte letztens zum Friseur, musste aber so lange warten, da hab ich mir gedacht, dann gehste was durch die Stadt und dann sah ich da das Eiscafe...hab mich draußen hingesetzt und m ir ne Cola bestellt. Wollte sie zuerst schnellstens austrinken und bloß wieder abhauen, aber ich hab mich gezwungen, mir Zeit zu lassen. Es war quälend, ich dachte alle schauen mich an und machen sich lustig. Aber man muss mal Abstand davon nehmen, dass 1. nicht die ganze Welt das Interesse auf einen lenkt, nur weil WIR das denken...es stimmt nicht. DAs sag ich mir immer und immer wieder.

2. selbst WENN jemand etwas denkt, dann soll er doch! Wir kennen ihn nicht, er kennt uns nicht und man MUSS nicht jedem gefallen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass positive Suggestion echt viel bringen kann. Ich mache Fortschritte, kleine, aber ich mache sie.

Sich öfter (jeden Abend) vorhalten, was man an dem Tag geschafft hat, was positives passiert ist. Denn oft sehen wir die positiven Dinge garnicht. Ich schreib mir auch ab und zu mal auf, was ich an Fortschritte mache, was ich als positiv ansehe.

Ich würd auch gerne studieren...ich hab die SChule während des Abis abgebrochen und seitdem strauchele ich so im Berufsleben vor mich hin. Ich hab irgendwie keine Ziele, keine Wünsche, traue mir nichts zu. Und nun bin ich schon 24....:(

Ich denke, dass gerade so Mobbinggeschichten viel auslösen. Deswegen ist es einem furchtbar wichtig, was andere von einem denken. Man möchte so etwas nie wieder erleben und immer und überall beliebt sein. Genauso siehts bei der "Liebe" aus. Wenn man sein Selbstvertrauen abhängig macht von seinem Partner (so ist es bei mir gewesen) und der es dann so niederschmettert, dann ist es echt hart, das wieder aufzubauen, alleine. Aber unser Charakter und unser Selbstwertgefühl DARF nicht länger von anderen abhängen.

Ich denke, wir können auf jeden Fall wieder "normal" werden....man muss nur wollen und an sich arbeiten. Das können die anderen nicht für einen machen..Ich hab auf so ein Leben keine Lust mehr und arbeite seit einem Jahr jetzt daran, dass sich was ändert (mit Therapie) und so langsam tut sich was... :)^ :)^

G:litze<rSand


Hi Turnover!

Also, das scheint doch alles halb so wild! Aber anscheinend hat dir dieser Klassenwechsel nicht gut getan! Was diese Lehrer sich wohl dabei gedacht haben, eine Klasse sollte doch möglichst aus vielen gemischten Charakteren bestehen!

Ich denke sogar, dass ich von da immer mit meinem Selbstvertrauen zu kämpfen hatte. Zumindest dann, wenn ich alleine war.

Das denke ich bei mir auch! Und daran gilt es jetzt zu arbeiten! Und überhaupt, woher kann das kommen? Ist es angeboren? Warst du als Kind vielleicht übergewichtig? Oder war der einzige Grund der Klassenwechsel weswegen du gemobbt wurdest?

dann verliebte sie sich von einem Tag auf den anderen in einen Typen, den sie von früher kannte und verließ mich.

Das ist doch mal echt ne blöde Kuh! :(v

Leider fehlt mir dieses Mal die Hoffnung das es wieder besser wird...

Das denkt man sich immer, doch mach dir keine Gedanken, hört sich zwar blöd an, aber vergiss sie!! Sie ist es nicht wert!!:°_

Was macht ihr eigentlich um wieder "normal" zu werden. Kann man da überhaupt was machen?

Tja, meine Psychologin sagt, ich soll die Dinge, von denen ich Angst habe, einfach durchziehen! Zum Beispiel habe ich mich in eine sogennante "Opferhaltung" verbogen ;-), ich lasse permanent meine Schultern hängen weil ich mich nicht traue, selbstbewusst durch die Straße zu laufen! Ich schäme mich einfach!! Und man soll tief in den Bauch hineinatmen, immer darauf achten dass man entspannt ist! Ich habe großen Bammel vor Smalltalk mit fremden Menschen, da ich Panik davor habe "uninformiert" zu wirken, dumm dazustehen! Doch ich soll einfach machen, man lernt schließlich aus seinen Fehlern! , so meine Psychologin! Auch wenn man es nicht ist, soll man wenigstens so tun, als sei man selbstbewusst! Der Rest kommt, angeblich, von alleine. Naja,sie hat eigentlich recht, was hat man schon zu verlieren? Man lernt nur, wie man normal mit anderen kommuniziert. Doch was wenn man sich blamiert und dann da steht?? :-o Einfach drüberstehen? Naja, wenn wir uns nur verkriechen wird es nie besser, oder? :-|

Man muss sich nur zwingen. Ich wollte letztens zum Friseur, musste aber so lange warten, da hab ich mir gedacht, dann gehste was durch die Stadt und dann sah ich da das Eiscafe...hab mich draußen hingesetzt und m ir ne Cola bestellt. Wollte sie zuerst schnellstens austrinken und bloß wieder abhauen, aber ich hab mich gezwungen, mir Zeit zu lassen. Es war quälend, ich dachte alle schauen mich an und machen sich lustig. Aber man muss mal Abstand davon nehmen, dass 1. nicht die ganze Welt das Interesse auf einen lenkt, nur weil WIR das denken...es stimmt nicht. DAs sag ich mir immer und immer wieder.

Jaaa ;-)) da erkenn ich mich auch schon wieder!!

Ich hab irgendwie keine Ziele, keine Wünsche, traue mir nichts zu. Und nun bin ich schon 24....:(

SO gehts mir auch! Warum machst du denn nicht was mit Pferden, also da gibt es doch bestimmt Jobs, oder?

T/urnRovexr


Ich würd auch gerne studieren...ich hab die SChule während des Abis abgebrochen und seitdem strauchele ich so im Berufsleben vor mich hin. Ich hab irgendwie keine Ziele, keine Wünsche, traue mir nichts zu. Und nun bin ich schon 24....:(

Kannst du das Abi nicht noch irgendwie nachholen, in einer Abendschule oder so? Aber ob das dann deinem Selbstbewusstsein helfen würde, weiß ich nicht. Ich dachte auch immer, dass wenn ich einma Student wäre, ich dann stolz auf meine erbrachten Leistungen sein könnte. Doch nun ist es eher so das ich hier an der Uni von so vielen hochintelligenten Leuten umgeben bin, dass ich mir richtig blöd vorkomme :( Hast du denn wenigsten einen Job der dir Spaß macht?

Wenn man sein Selbstvertrauen abhängig macht von seinem Partner (so ist es bei mir gewesen) und der es dann so niederschmettert, dann ist es echt hart, das wieder aufzubauen, alleine.

Jap, so ist es wohl bei mir auch *:)

Ich denke, wir können auf jeden Fall wieder "normal" werden....man muss nur wollen und an sich arbeiten.

Klar, ohne eigeninitiative gehts nicht! Bei mir ist es aber noch so, dass ich mich in dem Trott in dem ich derzeit stecke, relativ wohl fühle. Ich bin zwar nicht glücklich, doch das wenigstens ohne Anstrengung :=o

Warst du als Kind vielleicht übergewichtig? Oder war der einzige Grund der Klassenwechsel weswegen du gemobbt wurdest?

Nein, Probleme mit meinem Gewicht hatte ich nie. Wie geschrieben, ich war immer sehr sportlich, sehr aktiv und auch gesellig. Das ich mich selbst schlecht geredet habe, hat wirklich mit diesem Klassenwechsel begonnen. Bis dahin war es wirklich eine perfekte Kindheit!

ich lasse permanent meine Schultern hängen weil ich mich nicht traue, selbstbewusst durch die Straße zu laufen! Ich schäme mich einfach!!

Das kommt mir sehr bekannt vor! Ich zeige es aber eher dadurch, dass ich es nicht schaffe mal jemanden direkt anzuschauen, geschweige denn den Blickkontakt zu halten. Ich versuche immer so wenig zu kommunizieren wie es mir möglich ist.

Danke euch beiden!!

C-at MPoxwer


Ich gehe reiten, weil ich gerne reite. Aber ich habe mich nun 1,5 Jahre nicht mehr getraut, was neues zu suchen...Jetzt hab ich das endlich getan. Und zusätzlich hilft es mir sicher, wieder eine Beschäftigung zu haben, Verantwortung zu haben, regelmäßig rauszukommen...

MyLifeuncut ich möchte Dir sagen: Du bist auf einem guten Weg, Du kommst Deinem Ziel jeden Tag ein Stückchen näher, lass Dir Zeit, setz Dich nicht unter Druck, Du hast viele Pläne und Ziele, mach nicht zuviel auf einmal, konzentriere Dich erstmal auf die eine Sache. Vielleicht wäre das Thema Achtsamkeit für Dich interessant. Das Pferd hilft Dir dabei, Tiere sind die besten Therapeuten, man lernt sich zu sammeln, sich auf sie zu konzentrieren, verantwortlich zu handeln. Du hast die für Dich beste Methode schon ausgewählt. :)*

E1rnXi8x7


Mir gehts ähnlich. Der Unterschied? Ich wurde zeitweise gemobbt und habe immer noch das Gefühl, dass ich gemobbt werden könnte (natürlich weniger als mit 13-15) und ich habe auch im Grunde genommen nur einen Freund und nur wenig weitere Kontakte (Internet, Telefon, mal hier mal da Hallihallo). Ich finde keine neuen Freunde seit Jahren, weil ich auch einfach nichts mache in der Woche und am Wochenende. Manchmal habe ich auch keine Lust was zu unternehmen, aber meistens doch. Da sieht es bei mir anders aus. Ich will, kann aber nicht.. habe immer versucht Freunde zu finden, das geht aber leider seit eh und je schief.

_bSmootxh_


Es haut mich echt aus den Socken, dass hier 1:1 vom selben Problem geschrieben wird, das ich habe

Mal eine Frage in die Runde

Wie schätzt ihr eure Attraktivität ein?

bei mir ist das Thema quasi Wurzel allen Übels. Und auch was die Ausstrahlung und das alles betrifft.

Jedenfalls, was bei mir anders ist. Ich versuche mich seit ein paar Jahren schon aufzurappeln, eine Beziehung und richtige Freunde zu finden, fehlanzeige. Auch Leute für Unternehmungen, oder auch nur Party am Wochenende (ist ja mit 19 nicht zu viel verlangt vom Leben) da geht einfach garnichts, nada. Schulischer Versager, sozialer Versager, bald auch -juhu- beruflicher Versager..Tendenz steigend. Dazu noch Depressionen, Drogen, Zwänge, Psychosomatische Folgen, Apetitlosigkeit, Schlaflosigkeit (schlafen jede 2. Nacht) Obszessive Selbstkritik (erlich, ich hasse mich einfach selbst)..die Liste könnte ich ewig weitergehen

Es geht (bin 19) schon seit ich 14 bin (zwischendurch Panikattacken mit 16 usw.)

Ich werde bald 20 und bin schon total verbittert.

Ich weiß, alles sind Folgeprobleme meiner sozialen Probleme. Schule z.b wegen purer Menschen-Phobie dauergeschwänzt und irgendwann geschmissen. Dadurch Perspektivlosigkeit und so weiter. Es rührt alles aus dem sozialen Problem. Ich hab mich genügend analysiert und selbst beobachtet. Und das ist es, was mich "bedrückt". Ich habe täglich Wutanfälle, ganz nebenbei. Gerade könnte ich meinen nächsten kriegen.

Ich denke oft, es liegt alles an meinem Aussehen, dass ich einfach sehr häßlich aussehe und daher kein angenehmer Gesellschafter bin. Auf gut deutsch: peinlich, unangenehm, abstoßend, irritierend, sogar verunsichernd, (nochmal) abstoßend und vor allem (durch Assoziationen der anderen wegen der Häßlichkeit) unhöflich, unintelligent, uncharmant, überheblich, eingebildet, uninteressant, allgemein ein unschöner Mensch.

((übrigens wird der Charakter und das Aussehen bei anderen Menschen zu einer Einheit. Niemand sieht den Charakter seperat vom Aussehen, wie auch, wenn beides einen Menschen ausmacht??))

Fakt ist, das geht nicht ewig. Höchstwahrscheinlich habe ich extrem einen an der Klatsche, aber da gibt es immernoch die besorgnisseregend hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich Recht habe

was mir tagtäglich durch alle Menschen bestätigt wird

wenn es einen Kniff gibt, mit dem man da rauß kommt, immer her damit

Bisher dachte ich, wenn ich einen Schritt auf Menschen zugehe, selbst, dann ernte ich "positive Erlebnisse" und kann mich langsam wieder auf die Außenwelt einlassen

fehlanzeige. Immer und überall redet man mit mir als hätte ich irgendwas schlimmes verbrochen oder wäre als ganzer Mensch jeder Höflichkeit unwürdig

Das klingt schon Selbstmitleidig. Ist es ja auch. Nur die meiste Zeit versuche ich taff zu bleiben, "alleine" zu sein, statt "einsam" zu sein. Und den Kopf hoch halten, allen Umständen zum Trotz. Das Leben ist zu kurz, um es zu verjammern. Und ich bin ein robuster, starker Typ der selbst Das wegsteckt. Und es auch schafft, nach außen zumindest zu versuchen Souverän und Gelassen zu wirken. Ich weiß auch, dass sich 2/3 der armen Weltbevölkerung für mein Problem ein Bein ausreißen würden, denn mein Problem ist ein kleiner Furz im Wind, der nur deshalb so schwierig wird, weil wir in einer verweichlichten Luxus-Gesellschaft leben in der wir wie verwöhnte Kinder mit allem unzufrieden sind. Ich weiß auch, dass ich irgendwann glücklich sein werde, und sich deshalb jeder noch so leidvolle Tag lohnt zu leben, weil auch ein solches Problem, wie alle Probleme, uns schult und lehrt und härter macht für kommende, andere Probleme;

Tief in mir weiß ich das alles schon. Nur, wenn ich morgens aufwache, wenn ich schlaflos im Bett liege, oder nichts zu essen runterkriege, oder wieder Selbstmord begehen könnte..da weiß ich das nicht, und solche Muntermacher-Sprüche sind auch ziemlich wertlos, wenn man weiß, dass man sich überall unter Menschen nur zum Affen macht, egal was man tut

T?u(rno+ver


Hi smooth,

das hört sich bei dir ja richtig schlimm an! So schlimm sieht es bei mir nicht aus (was dir natürlich nicht viel nützt). Es gibt da mit Sicherheit auch keine Goldene Regel, die du nur befolgen brauchst, damit es besser wird. Ich denke eher, dass du dir profesionelle Hilfe suchen solltest, da ich bi dir die Befürchtung habe, dass du an deinen Problemen zerbrechen wirst, wenn du sie nicht aktiv angehst. Wir hier im Forum können dir schließlich auch nur sehr bedingt helfen- wenn überhaupt...

((übrigens wird der Charakter und das Aussehen bei anderen Menschen zu einer Einheit. Niemand sieht den Charakter seperat vom Aussehen, wie auch, wenn beides einen Menschen ausmacht??))

Jeder Mensch hat beim Anblick eine Anderen zuerst Vorurteile- das ist ganz normal! Doch es gibt auch diejenigen, die darüber hinaus den Menschen nach seinem Charakter bewerten. Seltsam finde ich, dass du es so beschreibst als wäre dir noch nie ein solcher Mensch begegnet...

Ich denke oft, es liegt alles an meinem Aussehen, dass ich einfach sehr häßlich aussehe und daher kein angenehmer Gesellschafter bin.

Mh, wie ist es, wenn du mit jemandem ins Gespräch kommst? Glaubst du dann immer noch das du so negativ wirkst oder merkst du, dass dich dein Gegenüber in einem anderen Licht siehst? Denn aus meiner eigenen Erfahrung muss ich schon zugeben, dass mich mein erster Eindruck schon sehr häufig getäuscht hat.

Nur die meiste Zeit versuche ich taff zu bleiben, "alleine" zu sein, statt "einsam" zu sein. Und den Kopf hoch halten, allen Umständen zum Trotz. Das Leben ist zu kurz, um es zu verjammern. Und ich bin ein robuster, starker Typ der selbst Das wegsteckt.

:)^ Diese Einstellung finde ich klasse!

Ich weiß auch, dass sich 2/3 der armen Weltbevölkerung für mein Problem ein Bein ausreißen würden, denn mein Problem ist ein kleiner Furz im Wind

Ja, diese Gedanken habe ich auch sehr oft. Wir jammern eben auf sehr hohem Niveau. Ich denke aber auch, dass viele Probleme, die in der westlichen Welt immer mehr zunehmen (vor allem psychisch bedingte Probleme), einfach auch dem Luxus in dem wir Leben geschuldet sind. Die Zwischenmenschliche Kommunikation nimmt immer mehr ab, egal ob auf der Straße oder in der eigenen Familie. Probleme werden nicht mehr besprochen, sondern so gelöst wie man es gestern bei einer Reality-Show bei RTL gesehen hat. Ein guter Mensch ist man nicht mehr dann, wenn man hilfsbereit oder freundlich ist, sondern wenn man zu allem nen coolen Sprich hat oder zumindest Ed Hardy Sachen trägt.

Das alles sind aber auch wieder nur Vorurteile und treffen keineswegs auf die meisten Menschen zu. Doch weil man sich einfach nicht mit jedem beschäftigen kann, sieht man sich häufig mit einer Masse an Menschen konfrontiert, die man alle zusammen in eine Schublade steckt und als unsympatisch einstuft. Ich denke, genau deswegen gehe ich nicht mehr so gerne unter Menschen. Ich muss einfach lernen offener uns vorurteilsfreier durch die Welt zu laufen. Vielleicht legt sich dann auch die Angst vor großen Menschenansammlungen.

Ich wünsch dir viel Kraft, smooth und das du weiterhin so widerstandsfähig bleibst!

_6Smoxoth_


ch denke eher, dass du dir profesionelle Hilfe suchen solltest, da ich bi dir die Befürchtung habe, dass du an deinen Problemen zerbrechen wirst, wenn du sie nicht aktiv angehst

es wird stetig besser. vor allem mit zunehmendem Alter. Und weil ich mich immer besser arrangieren kann. Dass ich in einem aufgewühlten Zustand schreibe liegt nicht zwingend daran, dass ich immer so bin.

Doch es gibt auch diejenigen, die darüber hinaus den Menschen nach seinem Charakter bewerten. Seltsam finde ich, dass du es so beschreibst als wäre dir noch nie ein solcher Mensch begegnet...

Ich meine garnicht Vorurteile. Zu Vorurteilen gehören z.b Rassismus oder Sexismus. Das ist was ganz anderes. Oder auch "Kleider machen Leute". Mit sowas kann ich leben. Selbst schuld. Ich bin auch Ausländer, wegen sowas werde ich auch manchmal komisch behandelt, aber who cares, sind ja hier im NS-traumatisiertem Deutschland zum Glück die wenigstens so. "Vorurteile" kann ich ganz distanziert von meiner Person betrachten und ich fühle mich in der Hinsicht selbstbewusst.

Was ich meine ist diese Asoziation von Charakter und dem Aussehen. Genau da liegt mein Problem.

Ich meine, stell dir mal einen Menschen vor, vor dem inneren Auge, der Intelligent, Selbstbewusst, Charmant, Gelassen, Erlich, Nett, Witzig ist..lauter solche positive Eigenschaften. Stell es dir einfach vor, und wie sieht dieser Mensch aus? Er ist mächtig gutaussehend, oder?^^

Das gleiche umgekehrt. Stell dir jemand vor, der wahnsinnig dämlich, grob, verbittert, humorlos, langweilig, verlogen, eitel, gierig, unzufrieden, unhöflich und unsensibel ist...da stellt man sich jemand vor, der sehr schlecht aussieht

so..ich sehe sehr schlecht aus. Die wenigen Leute, die meine "Sorgen" kennen, (nicht in dem maß wie oben beschrieben, aber sozusagen als Störfaktor) sagen, ich bilde mir das ein..aber egal..Ich komme im zwischenmenschlichen kein Stück vorwärts. Egal was ich sage, mache, es ist immer falsch und ich wirke durch und durch sehr unsymphatisch und vor allem uninteressant. Das ist keine selektive Schwarzmalerei von mir, sondern das merkt und vor allem spührt man. Ich kann Leute ganz gut durchschauen und merke sofort, dass mein erster Eindruck den zweiten komplett vernichtet. Ich kann recht gut Dinge interpretieren, nehme ich mal an. Das ist auch das Problem, ich merke es ja ständig. Feinfühlig bin ich nicht, denn dann könnte ich sowas garnicht aushalten. Aber meine Augen sind offen

Mh, wie ist es, wenn du mit jemandem ins Gespräch kommst? Glaubst du dann immer noch das du so negativ wirkst oder merkst du, dass dich dein Gegenüber in einem anderen Licht siehst?

ich merke, wie ich gegen eine brachiale Macht von Desinteresse kämpfen muss. Jeder will sofort weg von mir. Ich kann es garnicht formulieren, ohne dabei wie eine Heulsuße zu klingen. Aber es sind diese kleinen Details. Wie wenn dem Gegenüber ein Schweigen extrem übertrieben peinlich ist, das heißt, wird wenige Sekunden nichts gesagt, muss er/sie entweder schnell weg oder fängt an hauchdünnen Smalltalk zu halten. Oder er nicht frei sprechen kann. Oder mit den Fingern an irgendwas herumspielen muss. Oder wenn er schnell weg muss. Und ich merke, wie er/sie sich extrem entspannt, wenn wir einen Dialog abgehakt haben. Die ganze Körperhaltung, während dem sprechen, wird von Holz zu Watte, wenn ich mein gegenüber endlich davon erlöse, mir zuhören zu müssen. Theatralisches Nicken und sonstige theatralische Sachen, einfach um etwas zu überspielen, nämlich dass er/sie nichts anderes denkt als "mann, ist der bescheuert".

Das sind nur die Feinheiten, die ich zwischen wenig oberflächlichen Menschen erlebe. Beim "Normalverbraucher" wird auch mal lauthals gelacht, wenn ich in den Raum komme. Oder man sagt mir ganz direkt, dass man mich nicht mag. Weil ich so dumm bin. Oder so ein ****loch. Oder so eingebildet (erlich, das höre ich sehr oft, da reicht es schon, dass ich jemanden anlächel beim begrüßen, und muss hören, wie eingebildet ich wirke)

Das Wort "häßlich" habe ich vom 13-17 Lebensjahr täglich von allen gehört, jetzt ist es das wie ich hier beschreibe

aber konkreter zu deiner Frage. Klar merke ich das. Es ist aber echt nicht leicht. Weil man mich ja wegen meiner Optik für eher "unterbelichtet" hält. Um das abschütteln zu können, muss man wirklich ein absoluter Überflieger im Zwischenmenschlichen sein^^

Ich habe aber selten Gelegenheit, mich so "beweisen zu können". Und das will ich auch garnicht müssen. Mein ganzes Leben herumlaufen mit der Einstellung "Ok der kann mich nicht ab, weil ich übel aussehe. Aber ich mache jetzt, dass der mich mag", das will ich nicht, das ist erbärmlich. Und noch dazu, klar habe ich meine Stärken, aber es gibt Millionen normalaussehender Menschen mit den gleichen guten Eigenschaften, die ich habe. Und da scheide ich aus

Erlich, ich könnte über das Thema ein ganzes Buch schreiben. Ursprünglich sollte dieser Post ein glatter 2-Zeiler werden, aber sieht man ja, was drauß geworden ist ^^

Es gäbe eine Operation, die das Problem beseitigt. Dazu müsste ich Geld sparen. Und zwar viel. Aber 100% sicher ist so eine Sache auch nicht. Und ich weiß auch nicht, inwiefern mir meine Psyche einen Streich spielt. Ich schätze mich aber selbst als Klar im Kopf, also weiß nicht.

Vor allem nervt es mich weil ich eigentlich normal bin und dann so ein Problem habe. Ich bin 20, feier gerne, mach gerne Sport, hör viel Musik, lache gerne, und hab ständig nur Mädchen im Kopf.

Und abgesehen davon eben dieses Problem wie hier beschrieben. ziemlich übel gelaufen.

L;ewixan


Smooth

Ich kann dein Problem nicht loesen, und ich kann dir auch nicht sagen, dass ich wuesste, dass du Unrecht hast mit deinen Vermutungen ueber dein Aussehen.

Was ich aber glaube, ist, dass eine Richtung fuer dich, dein Leben zu verbessern, darin bestehen koennte, dich irgendwie aus der Fixierung auf diese Gedanken zu loesen. Dein Aussehen ist, wie es ist, und nehmen wir mal an, du kannst es ohne Operation nicht grundlegend veraendern (was ich nicht beurteilen kann). Nehmen wir auch mal an, dass viele Leute darauf so reagieren wie beschrieben. Natuerlich macht es Sinn, ueber diese Operation nachzudenken, aber abgesehen davon muesstest du irgendwie versuchen, diese Sache als "Grundbedingung" deines Lebens zu akzeptieren und dich weiter nicht daran aufzuhalten. Ich gehe mal davon aus, dass es Menschen gibt, und seien es sehr wenige, mit denen du in guter Weise in Kontakt kommen koenntest. Die Frage ist dann, wie diese finden? Ich bin jetzt nicht der groesste Sozialratgeber, aber ueber Schriftkontakt anzufangen in irgendwelchen Foren ueber Themen, die dich interessieren, ist vermutlich nicht falsch.

Versuche mal (ich weiss, das ist leichter gesagt als getan) in positiven Moeglichkeiten zu denken, dich mehr auf das zu fixieren, worin du gut bist, und mehr auf die Leute, mit denen es einigermassen ordentlich laeuft (bzw. auf Moeglichkeiten, sie zu finden, oder auf schriftliche Kontakte, die aufzubauen ja dein Aussehen nicht verhindern kann).

Ich denke, wichtig fuer dein Leben sind alle Moeglichkeiten, aus denen du was Gutes fuer dich herausholen kannst, allein oder mit anderen. Ich wuensche dir, dass du dich auf diese Moeglichkeiten mehr konzentrieren kannst. OK, du hast ein Handicap. Mir geht es nicht darum, dass du das verdraengst, eher darum, es so, wie es ist, zu akzeptieren, und es nicht in andere, bessere Bereiche deines Lebens hereinregieren zu lassen. Deine Schreibe legt nahe, dass du intelligent bist; du hast sicher genug Potenzial, auf irgendeiner Ebene etwas Gutes hinzubekommen, was dich auch selber befriedigt.

Wenn du mehr auf fuer dich positive Dinge fixiert waerest, muesstest du in ganz natuerlicher Weise weniger jammern und wuerdest vermutlich auch als Gespraechspartner besser werden, weniger Verbitterung ausstrahlen etc. Dass dann gewisse Leute dich wegen deines Aussehens immer noch schlecht behandeln wuerden, mag so sein und laesst sich aber als "Grundrauschen des Lebens" vermutlich irgendwie hinnehmen.

V;erzuweifSlunEgpxu!


Puh ich hab mir das nicht alles durchgelesen xD

Mein Freund ist auch so. Der geht nicht raus außer mal zu Freunden, will niemanden aderes kennenlernen und sogar wenn wir zusammen unterwegs sind redet er mit niemandem an dem Abend und ist mir immer stinkig wenn ich mich mit so viel Leuten unterhalte. Ich liebe unter Menschen zu sein. Vorallem müssen es viele sein :)

EOrn8i8H7


Es haut mich echt aus den Socken, dass hier 1:1 vom selben Problem geschrieben wird, das ich habe

Mal eine Frage in die Runde

Wie schätzt ihr eure Attraktivität ein?

bei mir ist das Thema quasi Wurzel allen Übels. Und auch was die Ausstrahlung und das alles betrifft.

Jedenfalls, was bei mir anders ist. Ich versuche mich seit ein paar Jahren schon aufzurappeln, eine Beziehung und richtige Freunde zu finden, fehlanzeige. Auch Leute für Unternehmungen, oder auch nur Party am Wochenende (ist ja mit 19 nicht zu viel verlangt vom Leben) da geht einfach garnichts, nada. Schulischer Versager, sozialer Versager, bald auch -juhu- beruflicher Versager..Tendenz steigend. Dazu noch Depressionen, Drogen, Zwänge, Psychosomatische Folgen, Apetitlosigkeit, Schlaflosigkeit (schlafen jede 2. Nacht) Obszessive Selbstkritik (erlich, ich hasse mich einfach selbst)..die Liste könnte ich ewig weitergehen

Es geht (bin 19) schon seit ich 14 bin (zwischendurch Panikattacken mit 16 usw.)

Ich werde bald 20 und bin schon total verbittert.

Ich weiß, alles sind Folgeprobleme meiner sozialen Probleme. Schule z.b wegen purer Menschen-Phobie dauergeschwänzt und irgendwann geschmissen. Dadurch Perspektivlosigkeit und so weiter. Es rührt alles aus dem sozialen Problem. Ich hab mich genügend analysiert und selbst beobachtet. Und das ist es, was mich "bedrückt". Ich habe täglich Wutanfälle, ganz nebenbei. Gerade könnte ich meinen nächsten kriegen.

Ich denke oft, es liegt alles an meinem Aussehen, dass ich einfach sehr häßlich aussehe und daher kein angenehmer Gesellschafter bin. Auf gut deutsch: peinlich, unangenehm, abstoßend, irritierend, sogar verunsichernd, (nochmal) abstoßend und vor allem (durch Assoziationen der anderen wegen der Häßlichkeit) unhöflich, unintelligent, uncharmant, überheblich, eingebildet, uninteressant, allgemein ein unschöner Mensch.

((übrigens wird der Charakter und das Aussehen bei anderen Menschen zu einer Einheit. Niemand sieht den Charakter seperat vom Aussehen, wie auch, wenn beides einen Menschen ausmacht??))

Fakt ist, das geht nicht ewig. Höchstwahrscheinlich habe ich extrem einen an der Klatsche, aber da gibt es immernoch die besorgnisseregend hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich Recht habe

was mir tagtäglich durch alle Menschen bestätigt wird

wenn es einen Kniff gibt, mit dem man da rauß kommt, immer her damit

Bisher dachte ich, wenn ich einen Schritt auf Menschen zugehe, selbst, dann ernte ich "positive Erlebnisse" und kann mich langsam wieder auf die Außenwelt einlassen

fehlanzeige. Immer und überall redet man mit mir als hätte ich irgendwas schlimmes verbrochen oder wäre als ganzer Mensch jeder Höflichkeit unwürdig

Das klingt schon Selbstmitleidig. Ist es ja auch. Nur die meiste Zeit versuche ich taff zu bleiben, "alleine" zu sein, statt "einsam" zu sein. Und den Kopf hoch halten, allen Umständen zum Trotz. Das Leben ist zu kurz, um es zu verjammern. Und ich bin ein robuster, starker Typ der selbst Das wegsteckt. Und es auch schafft, nach außen zumindest zu versuchen Souverän und Gelassen zu wirken. Ich weiß auch, dass sich 2/3 der armen Weltbevölkerung für mein Problem ein Bein ausreißen würden, denn mein Problem ist ein kleiner Furz im Wind, der nur deshalb so schwierig wird, weil wir in einer verweichlichten Luxus-Gesellschaft leben in der wir wie verwöhnte Kinder mit allem unzufrieden sind. Ich weiß auch, dass ich irgendwann glücklich sein werde, und sich deshalb jeder noch so leidvolle Tag lohnt zu leben, weil auch ein solches Problem, wie alle Probleme, uns schult und lehrt und härter macht für kommende, andere Probleme;

Tief in mir weiß ich das alles schon. Nur, wenn ich morgens aufwache, wenn ich schlaflos im Bett liege, oder nichts zu essen runterkriege, oder wieder Selbstmord begehen könnte..da weiß ich das nicht, und solche Muntermacher-Sprüche sind auch ziemlich wertlos, wenn man weiß, dass man sich überall unter Menschen nur zum Affen macht, egal was man tut

_Smooth_

Wow, dass ist echt ne harte Sache, obwohl ich ein ähnliches Dilemma habe (denke aber mal, dass es wie bei dir beschreiben schon extrem mies bei dir aussieht). Ich habe ein paar Freunde und Bekannte, aber ich kann kaum neue Freundschaften knüpfen. All meine Freundschaften sind durch Zufall entstanden. Das fällt mir so auf die letzten Jahre... also NIE Freunde die ich mir AKTIV erarbeitet habe. Ich finde sowas traurig, aber ich weiß halt nicht wie's geht.... und zur Äußerlichkeit:

Was findest du hässlich an dir? Erklär mal! Ich z.B. habe einen schiefen Kiefer und schiefe Zähne, außerdem bin ich pummelig (leicht). Zudem noch paar Makel.... ich denke man bildet sich selbst ein man ist übertrieben hässlich, obwohl man normal aussieht. Bist du vielleicht blass und hast irgendwie Muttermale oder sowas? Das kann immer den Vorschein erwecken man sei hässlich.

Ich jedenfalls denke, dass du ziemlich intelligent und klar im Kopf bist und das wohl das Problem des Ganzen ist: DU überlegst und überlegst wie du die Sache beheben kannst, bist aber nicht in der Lage dazu, dass alleine zu deixeln. Und genau an dem Punkt stehe ich auch: WER HILFT MIR? Und da hörts schon auf, würde gerne zum Psychotherapeuten, aber müsste dann der BESTE und RICHTIGSTE sein und da habe ich meine Zweifel. Weil mein Problem ist sehr tiefgreifend (wie deins auch tiefgreifend ist) und das KANN KEIN MENSCH alleine lösen. Es ist wahrlich ein Teufelskreis.

Lpewi_a9n


Erni

würde gerne zum Psychotherapeuten, aber müsste dann der BESTE und RICHTIGSTE sein und da habe ich meine Zweifel

Mit dieser Einstellung verbaust du dir eine solche Chance im Vorhinein. Es ist nicht die Aufgabe des Psychotherapeuten, der Beste und Richtigste zu sein und damit quasi von selber deine Probleme zu loesen. Auch mit einem Therapeuten musst du deine Probleme immer noch von selber loesen. Die Aufgabe des Therapeuten ist, dir Impulse und einen anderen Blickwinkel von aussen zu geben. Der Therapeut ist dazu da, dir zu helfen, sozusagen ueber deinen eigenen "blinden Fleck" hinwegzukommen. Es geht darum, deine Wahrnehmung aus einer Richtung zu bereichern, die du nicht selber einnehmen kannst. Dafuer muss er nicht "der Beste und Richtigste sein". "Auch vom Duemmsten kann man lernen" (Heinz von Foerster)

s$chneecke19x85


Wie wärs mit einer Gruppentherapie??

Ich weiß jetzt zwar (noch) nicht, inwieweit das wirklich hilft (ich hab ähnliche Probleme mit Menschen), aber mein Psycho-Doc hält das für eine gute Methode, um sich wieder zu resozialisieren. Weil man 1. in einem geschützen Umfeld ist (also niemand macht dich blöd an oder so), 2. kann man auch ganz locker über den Alltag plaudern und 3. kann man sich nicht einfach so aus dem Staub machen bzw. die "ich-hab-keine-Lust-auf-Menschen-Karte" ausspielen, weil die Sitzungen ganz regelmäßig sind und man irgendwie hingehen "muss".

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