» »

Behindertenausweis?!?!

s$pielmSobiel hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben!

Ich habe mir heute Nacht überlegt, ob ich wegen meiner psychischen Erkrankung (Boderline, Depris, Angst-/Panikanfälle) nicht einen Behindertenausweis beantragen kann. Hat von euch da jemand Erfahrung und kann mir Tipps geben?

Danke :-)

Antworten
FONule]inC.


Hi Du,

meine Diagnosen sind ähnlich gelagert: Chronifizierte PTBS, wiederkehrende schwere Depris, generalisierte Angststörung.

Habe auch den Antrag Ende Juli gestellt, mir wurde ein GdB 30 bewilligt.

Die haben mir jedoch nur eine depressive Verstimmung bescheinigt (war klasse, wenn ich das nur hätte, dann könnten sie sogar ihre 30 behalten...).

Sie haben nur die Auskunft meines Hausarztes eingeholt (der macht lediglich nur noch Blutbild) die die meiner Nervenärztin (bin dort erst seit 3 Monaten regelmäßig wg. Medi-Umstellung). Meine Therapeutin haben sie nicht angeschrieben.

Nun läuft das Widerspruchsverfahren über den VdK, da ich zumindest einen GdB von 50 möchte - das ist realistisch und wird wohl auch so i.d.R. für diese Diagnosen gegeben. Bei GdB 50 bekommst Du einen Ausweis und natürlich hinreichend andere "Vergünstigungen".

Gut jetzt nach dieser kleinen Vorgeschichte zu Dir:

Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Antrag zu stellen. Deine Diagnosen sind ähnlich, Borderline ist ja ähnlich PTBS. Depri und Angsterkrankung hast Du auch.

Du wirst also sicher auch mindestens GdB 30 bekommen und dann kann ich Dir wirklich nur empfehlen, da Widerspruch z.B. über den VDK einlegen zu lassen. Der Spaß ist für die Leute Routine und es kostet lediglich € 25,--. Mußt halt Mitglied sein, kostet monatlich € 5,--, aber ist auf jeden Fall eine sinnvolle Investition.

Sollte bei Dir neben dem Antrag auf GdB / Behindertenausweis auch noch z.B. Antrag auf Erwerbsminderungsrente o.ä. anstehen, kann das dann auch für Dich erledigt werden. Ich finde es eine feine Sache, will jetzt hier nicht für den VDK werben. Soweit ich weiß, gibt es da auch noch andere Institutionen, die ähnlich arbeiten und für Leute "wie uns" da sind.

Stell den Antrag, Du hast nichts zu verlieren. Bei diesen Diagnosen handelt es sich auch um schwere Erkrankungen, die lebensbedrohlich sind und sehr sehr oft in der sog. Frührente oder sonstige Sozialleistungen enden. Man muß sich sein Recht holen, z.T. auch erkämpfen. Aber man darf da gerne andere für sich kämpfen lassen. Also trau Dich, nur zu.

Wenn Du Fragen hast, dann bitte per PN. Leider geht es mir dzt. sehr schlecht und ich schaue hier nur mal sporadisch rein. Also nicht wundern, wenn ich dann nicht am gleichen Tag antworte.

Aber sicher bekommst Du hier auf Deinen Beitrag noch ganz viele Antworten, dann mit diesem Problem bist Du nicht alleine.

Liebe Grüsse und viel Glück *:)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH