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Bei sich sein, wer kann mir darüber mehr erklären?

*GGol6dlö7ckechexn* hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mir wurde gerade erklärt, das wenn man Probleme mit anderen hat.

Egal aus welchen Gründen und ob es gerechtfertig ist oder nicht.

Wenn man selbst "BEI SICH" bleiben kann, dann würde man diesen Menschen mit anderen Augen sehen, sich dem Gegenüber anders verhalten und das Problem würde sich lösen.

Momentan verstehe ich nur Bahnhof.

Ich sehe ein, das man niemanden ändern kann und auch nicht so.

Es liegt eben nur an der eigenen Einstellung.

Eckt man bei anderen an oder fühlt sich unfair behandelt, dann soll dies ein Spiegel sein.

Ich soll mich nicht fragen warum macht die Person das, sonder warum ärgert es mich?

Nur wenn es mich nicht mehr ärgert, dann wäre ich BEI MIR SELBST.

Kann mir jemand mehr dadrüber erzählen?

Viele Grüße

Goldlöckchen :)D

Antworten
SNilDbesr


Eckt man bei anderen an oder fühlt sich unfair behandelt, dann soll dies ein Spiegel sein.

das habe ich auch schon gehört - was einen bei anderen aufregt, soll einen in Wirklichkeit bei sich selbst aufregen.

Ich halte nicht sooo viel von dieser Aussage, bzw. zumindest nicht so als Pauschalaussage.

Was heisst "sich unfair behandelt fühlen"? Vielleicht wird man ja tatsächlich unfair behandelt? Und das soll dann ein Spiegel sein?? :-/

Sicherlich kann man an sich selbst arbeiten und sich dann vermutlich insgesamt weniger aufregen über das, was andere Menschen so von sich geben oder machen. Da spielt das mit hinein, was du selbst schon schreibst: Man kann andere nicht ändern, so gern man es manchmal auch würde. Das zu akzeptieren kann einem sicherlich einiges an Ärger ersparen.

Aber es gibt halt auch Fälle, wo das nicht geht. Wo der Ärger wirklich angebracht ist.

So sehe ich das zumindest.

Beispiel: Ich werde von meinem Freund betrogen. Bin wütend, fühle mich hintergangen, verletzt (und das sicherlich zurecht). Da soll ich dann "bei mir bleiben"? Sein Fremdgehen soll mein Verhalten spiegeln? Ich soll also auch fremdgegangen sein? Also sorry. Das ist doch Quatsch.

Die Aussage impliziert, dass es an einem selbst liegt, wenn man sich unfair behandelt fühlt, so nach dem Motto "selbst schuld".

L6ewiMan


Es passiert oft, dass ein sinnvoller Gedanke irgendwie degeneriert, wenn man ihn zu sehr verallgemeinert. Es ist keine Regel, dass alles, was passiert, nur an der eigenen Einstellung liegt. Das macht keinen Sinn.

Andererseits ist es sinnvoll, dass wir uns bewusst werden, dass wir einen grossen (wenn auch indirekten und schwer kontrollierbaren) Einfluss darauf haben, wie wir die Dinge sehen und empfinden. Darueber laesst sich eine Menge Hilfreiches fuer das Leben lernen. Leider schwerlich dadurch, dass man es gesagt bekommt, eher durch eigene Erfahrungen und Aufmerksamkeit.

Wenn du freundlicher zu den Leuten bist, sind die Leute freundlicher zu dir. Wenn du bei allen Menschen Fehler suchst, werden dir die Menschen fehlerhafter vorkommen, als wenn du mit einer positiven Grundeinstellung den Leuten gegenueber trittst. Nur mal als einfaches Beispiel. Und ich habe schon oft gemerkt, dass ich auf Anhieb gewisse andere Leute nicht mag, weil sie mich an Seiten von mir selber erinnern, mit denen ich nicht gluecklich bin.

Natuerlich gilt sowas nicht als allgemeine Regel, sondern bloss im groben Durchschnitt. Du kannst freundlich sein, und trotzdem gibt es noch welche, die dir krumm kommen.

vNer balist


schwer zu beschreiben, ich versuchs mal:

ich denke dieses "bei sich selbst bleiben" meint in erster linie, die eigene aufmerksamkeit, das eigene bewusstsein bei sich zu lassen anstatt energie an andere zu vergeuden, was wir leider nur allzu oft machen mit fragen wie "wieso hat der das getan?" was kann ich tun damit er/sie...?" und wir versuchen wie selbstverständlich die äußeren umstände zu kontrollieren um unsere innere stimmung zu beeinflussen.

das mit dem spiegeln beruht nicht auf tatsachen sondern emotionen. wenn wir bei dem beispiel des fremdgehens bleiben wollen, wäre die frage "inwiefern betrüge ICH andere oder habe betrogen?" wenn ich mich vom fremdgehen des partners hauptsächlich gekränkt fühle wäre die frage "wann habe ICH andere gekränkt"?

keine angenehmen fragen, deswegen machen das so wenige leute. es geht also im grunde genommen darum sich seine projektionen die man auf andere abschießt wieder zurückzuholen, um sich und andere so zu erkennen wie sie wirklich sind

es geht dabei auch nicht um schuld, sondern verantwortung, beides wird gerne miteinander verwechselt.

wenn ich die verantwortung leugne und sage "kann ich nix für" gebe ich auch meine macht weg, mit der ich das problem lösen könnte und mache mich selbst wieder gewissermaßen zum hilflosen kind. das mag kurzfristig erleichterung bringen, aber langfristig wird man eben ein stück weit machtloser.

* GoldlöcCkchexn*


Danke, da kommen wir der Sache doch schon näher ;-D

Wenn wir nochmal das Thema fremdgehen nehmen. ;-)

"inwiefern betrüge ICH andere oder habe betrogen?" wenn ich mich vom fremdgehen des partners hauptsächlich gekränkt fühle wäre die frage "wann habe ICH andere gekränkt"?

Das würde bedeutet, das fremdgehen meines Partners ist moralisch ein ganz anderes Thema (was ich nicht ändern kann), aber für meine Verantwortung, also meinen Gefühlen sollte ich Verantwortung übernehmen und sollte mich fragen mir eher denken, es ist nicht schön, das mein Partner mich betrogen hat. Aber die negativen Gefühle die ich habe kommen von mir und da muss ich sehen wo diese herkommen?!

Ok... nehmen wir mal an, das ich mich fragen würde "inwieweit ich andere betrüge oder habe"

Ich finde dann eine Antwort dadrauf.

Wie weit oder wie verfolgt man das zurück um sich nicht mehr zu ärgern wegen des "fremdgehens"?

Würde das alles bedeuten, wenn ich mit mir im reinen bin "bei mir selbst" bleiben kann,

das ich meinem Partner das fremdgehen verzeihen würde, weil mir bewusst geworden ist, das ich auch andere mit anderen Dingen betrüge?

Was ich aber immer noch nicht verstehe.

Wenn ich mich über ein Verhalten von jemanden sehr ärgere, was diese Person immer wieder an den Tag leg. Ich rausgefunden habe, das es daran liegt, das ich in meiner Kindheit in meiner Meinung unterdrückt worden bin.

Dann weis ich ja, warum ich so reagiere.

Aber es ändert doch noch lange nicht das eigentliche Probleme.

Ich meine es ärgert mich immer noch, auch wenn ich weis woher es kommt.

Mh...das verstehe ich nicht :-(

Wäre vielleicht nochmal jemand so nett mir das zu erläutern'?

Lnewi=an


Goldloeckchen

Mit solchen Gedanken ist es so, dass sie dir nur was bringen, wenn du fuer dich selber herausfindest, was sie dir bringen.

Wenn du dich fragst, inwiefern du andere betrogen hast - und dann findest du etwas, was dich ueberrascht; du findest etwas Neues ueber dich selber heraus, das dir die Situation verstaendlicher macht, dir geht sozusagen ein Licht auf; dann ist es gut, dann hast du was gelernt. Und wenn nicht, dann nicht. Du findest nicht automatisch was (es gibt nicht automatisch was zu finden), und das Problem wird nicht automatisch geloest. Es ist kein Kochrezept zum Probleme loesen.

Im Uebrigen denke ich auch nicht, dass der einzige moegliche Blickwinkel immer die Idee ist, dass "du selber sowas auch tust/getan hast". Beim Fremdgehen z.B. kannst du dich auch fragen, was dein eigenes Verhalten damit zu tun hat, dass dein Freund fremdgegangen ist - nicht weil du irgendwen betrogen haettest, aber z.B. weil du in der Beziehung ihm irgendwie Anlass gegeben haben koenntest, dass er "ausbrechen" will, durch staendige schlechte Laune, Verbieten seiner Hobbies oder was weiss ich. Wobei wie oben gilt: Du findest nicht automatisch was, aber wer weiss, vielleicht ja doch?

Wenn ich mich über ein Verhalten von jemanden sehr ärgere, was diese Person immer wieder an den Tag leg. Ich rausgefunden habe, das es daran liegt, das ich in meiner Kindheit in meiner Meinung unterdrückt worden bin.

Dann weis ich ja, warum ich so reagiere.

Aber es ändert doch noch lange nicht das eigentliche Probleme.

Nein. Wie gesagt, es ist kein Kochrezept zum Probleme loesen. Es kann dir aber immerhin einen Ansatzpunkt geben, wohin du gehen koenntest, um dich schliesslich, nach einiger Zeit, nicht mehr ueber solche Sachen aergern zu muessen, naemlich indem du dich mit sozusagen "unerledigten" Sachen in deiner Vergangenheit auseinandersetzt.

Noch was:

Wenn man selbst "BEI SICH" bleiben kann, dann würde man diesen Menschen mit anderen Augen sehen, sich dem Gegenüber anders verhalten und das Problem würde sich lösen.

Ich bezweifle, dass, wer solche "Werbeversprechungen" macht, selber so genau weiss, wovon er/sie redet...

TWlahjuizcalp`antecxutli


geb mal bei google Achtsamkeit oder Achtsamskeitübungen ein... vielleicht kommts du dann näher ans thema :)z

d^uftuyasmiin


Bei sich bleiben ,heisst glaube ich auch sich selber zu finden, zufrieden mit sich zu sein, gut kontern können und auch unangenhem Dinge des lebens wegzu stecken . Vorallem aber seine meinung vertreten zu können ohne auf andere zu treten.Auf sich selber und seine bedürfnisse zu achten. Das heisst glaube ich bei sich zu sein.

dta-0wär-nloch-xwas


da hab ich auch noch was: egal was dir passiert: frag dich mal: was macht das mit mir? welches gefühl kommt da hoch? dann schau mal nach in deinen erinnerungen, wann hast du das gefühl das erste mal gespürt (vielleicht ist das ganz ganz lang zurück) und dies kann man auflösen- da gibt es verschiedene methoden!

meine stressbedingten bauchschmerzen die mich manchmal alle 2wochen plagten bekam ich so in den griff!

viel glück!

v]erba+lMist


Würde das alles bedeuten, wenn ich mit mir im reinen bin "bei mir selbst" bleiben kann,

das ich meinem Partner das fremdgehen verzeihen würde, weil mir bewusst geworden ist, das ich auch andere mit anderen Dingen betrüge?

sowas lässt sich niemals vorhersagen, was sich vorhersagen lässt ist dass du authentischer/echter wirst, weniger emotional reagierst.

ein buch das ich sehr empfehlen kann:

Die-dunkle-Seite-Lichtjäger-Kreativit%C3%A4t

da lernst du am besten was es heißt "bei sich zu sein"

*pGol\dlöMckchenx*


da-wär-noch-was

Ja, genau die Fragen habe ich mir schon alle gestellt. Und auch Antworten mir geben können.

Bisher war alles für mich keine grosse neue Erkenntiss.

An meiner Einstellung einer bestimmten Person gegenüber hat sich nicht wirklich etwas geändert.

Im Gegenteil ich gehe ihr nur noch mehr aus dem Weg.

LEWIAN

Da bin ich beruhigt. Das hätte mich auch sehr gewundert.

duftyasmin

Bei sich bleiben ,heisst glaube ich auch sich selber zu finden, zufrieden mit sich zu sein, gut kontern können und auch unangenhem Dinge des lebens wegzu stecken . Vorallem aber seine meinung vertreten zu können ohne auf andere zu treten.Auf sich selber und seine bedürfnisse zu achten. Das heisst glaube ich bei sich zu sein.

Wenn es so ist, dann habe ich sicher kein Probleme mit dem BEI SICH BLEIBEN.

Tlahuizcalpantecutli

Achtsamkeit...mh... mit meinen Emotionen habe ich eigentlich keine Probleme.

Im Gegenteil. Ich habe ein sehr grosses Gespür für meine Emotionen und auch für die anderer.

Ich bin quasi eine Emotionspürnase und kann die Emotionalengedanken andere schnell wiedergeben.

Benötige ich trotzdem Achtsamkeitsübungen?

VERBALIST

Danke für den Buchtipp.

Ich lese gerade von WALSCH "Das Gespräch mit GOTT"

und ein Buch über "Familienaufstelung mit Lösungsansätzen"

Ist das Schattenjägerbuch ähnlich?

Ich weis nicht wie ich es erklären soll.

Ich kenne meine Emotionen und auch die Fragen, die ich mir in dem Moment stellen sollte.

Aber wieso komme ich nicht wirklich weiter ??? ???

Es ist ja nicht so das ich mit jedem Menschen anecke.

Wenn ich besonders nett sein will, dann verkaufe ich mich unter meinem Wert.

Ich habe mir aber vorgenommen sowas nicht mehr zu machen.

Aber wenn es von 50 Personen eine gibt mit der man stänigt aneckt,

weil diese Person sich ständig in mein Leben einmischt.

Ich dieses aber mit meiner Meinung verteidige und mich am Ende noch über die Person innerlich ärgere und mir wünsche die Person möglichst selten sehen zu müssen.

Dann bin ich doch nicht von grundauf NICHT BEI MIR, sondern nur in diesem einem Fall.

Gibt es denn noch andere Möglichkeiten, wenn ich mit der in den SPIEGEL GUCKEN METHODE NICHT weiter komme? Oder kann es auch mal sein, das es auch Personen gibt, denn man nur aus dem Weg gehen kann und es keine Lösung gibt?

TJlahuizc!alpaant(ecutlxi


Mir haben Achtsamkeitsübungen sehr geholfen, ich bin in vergangenheit schnell die wände hoch oder runter. Ich denke bei sich sein, bedeutet geerdet und mit sich im reinen zu sein, zu wissen was man will und was man nicht möchte. Es hat aber auch etwas mit der eigenen grundeinstellung zu tun, wie man dem leben gegenüber eingestellt ist. eine positive grundhaltung halte ich für eine voraussetzung um "bei sich" zu sein.

Bei sich bleiben ,heisst glaube ich auch sich selber zu finden, zufrieden mit sich zu sein, gut kontern können und auch unangenhem Dinge des lebens wegzu stecken . Vorallem aber seine meinung vertreten zu können ohne auf andere zu treten.Auf sich selber und seine bedürfnisse zu achten. Das heisst glaube ich bei sich zu sein

der beitrag von duftyasmin triffts meines erachtens auch sehr gut!

*$Gol{d\löckbchIen*


**Tlahuizcalpantecutli

Mir haben Achtsamkeitsübungen sehr geholfen, ich bin in vergangenheit schnell die wände hoch oder runter. Ich denke bei sich sein, bedeutet geerdet und mit sich im reinen zu sein, zu wissen was man will und was man nicht möchte. Es hat aber auch etwas mit der eigenen grundeinstellung zu tun, wie man dem leben gegenüber eingestellt ist. eine positive grundhaltung halte ich für eine voraussetzung um "bei sich" zu sein.

Ich bin schon sehr lange am rätseln was ES ist was mir fehlt, welche Eigenschaft ich nicht habe, was ich an mir verbessern könnte.

Leider feht es mir sehr schwer dieses überhaupt zu diagnostizieren.

Im Internet habe ich einige Achtsamkeitsübungen gefunden.

Interessant fand ich, das ich eine Übung gefunden habe die ich schon seit Jahren automatisch verwende um einzuschlafen. :)^

Vielleicht können mir weitere Übungen wirklich helfen.

Grundliegend bin ich ein sehr positiv denkender Mensch.

Ich habe auch keine depremierten Stimmungsschwankungen.

Das einzige was mir fehlt ist manchmal die Nervenstärke mit 2 kleinen Kindern. Job, Haushalt und 2 kleine Kids können mich gelegentlich recht stressen. Es kommt nun nicht regelmässig vor, aber ab und an 1-2 im Monat könnte ich schon die Wände hochgehen.

Ich frage mich die ganze Zeit, ist es wirklich mein Probleme, das ich nicht bei mir selbst bleiben kann?

Es gibt vieles was dagegen spricht und einiges was dafür spricht.

Mittlerweile glaube ich, das mein Selbstbewusstsein anscheind nicht immer so gestärkt ist wie ich es eigentlich dachte.

Ich bin ein extrovertierter Mensch. Habe überhaupt keine Probleme fremde Menschen anzusprechen. Kontakte zu finden, sowie vor einer Gruppe etwas vorzutragen/sprechen macht mir nichts aus.

Doch ich habe eine Lücke in meinem Selbstbewusstsein.

Das ist auch der Punkt den ich nicht genau erklären kann, da ich ihn selbst noch nicht verstanden habe, was da mit mir genau passiert.

Ich denke, wenn Menschen ein sehr starkes Ego haben und mich evt. kritisieren, dann merke ich wie meine gedachtes Selbstbewusst sein sich schwächt. Das kontern fällt mir viel schwerer, was vorher ohne nachzudenken parat stand. Ich spüre auf einmal eine unsicherheit in mir hochsteigen.

Ein weiteres grosses Probleme für mich ist.

Es gibt Personen die Antworten gerne kurz und knapp.

Auf eine nett gemeinte Frage meiner Seits, folgt einekurze knappe Antwort und ein tiefer fragender Blick in meine Augen.

Ich weis nicht wie ich das deuten soll. Irgendwie schüchtert es mich ein wenig ein, so dass ich aus unsicherheit anfange weiter blöde Fragen zu stellen, weil immer wieder eine kurz knappe Antwort folgt, die zeigt, das die Person evt nicht mehr erzählen möchte, aber der Blick in meine Augen mich trotzdem auffordert weiter zu fragen.

Gerade gestern hatte ich wieder so ein Erlebniss.

Ich habe probiert einfach mal nicht blöd weiter zu fragen um in eine Konverstion zu kommen. Sondern einfach mal freundlich zurück gegrinst. Aber diese Spannung (war auch eine andere Frau gute 15 Jahre älter als ich) hielt den Blich und grinste weiter.

Ich fühle mich weiteraufgefordert etwas zu sagen und verhaspelte mich aus Fragenmangel schon dämliche Fragestellungen |-o

Nach einer Weile habe setze sich jemand zu uns, so das es mir wieder leicht viel, die 3te Person mit ins Gespräch einzubeziehen und habe die nächste Redepause für den Buffetgang genutzt :=o

Ich ich vermute hat mein Selbstbewusstsein anscheind Lücken, die ich mir bis vor kurzem gar nicht eingestanden habe.

Was könnte mir helfen diese Lücke zu schliessen?

Gibt es dazu auch spezielle Übungen, Bücher, Kurse?

:

Liebe Grüße

Goldlöckchen :-D

a;liEthexaa


"Bei mir selbst bleiben" heißt für mich in 1. Linie zu gucken, "was macht das mit mir" und "warum fühle ich so". Es heißt Verantwortung zu übernehmen für mein eigenes Handeln- und zwar nicht nur einem Anderen gegenübrr, sondern auch und insbesondere für mich selbst.

Ich bleibe bei mir selbst, wenn ich einen guten Kontakt zwischen meinem Kopf und meinem Bauch habe. Wenn ich z.B. eine Entscheidung zu treffen habe, gucke ich "bei mir", was ich fühle und was ich möchte/oder nicht möchte. Ich mache meine Entscheidung nicht davon abhängig, was mein Gegenüber will, sondern davon, was mir gut tut. Ich nenne das "gesunden Egoismus".

Um das auf das Beispiel "Fremdgehen" zu übertragen: Ich fühle in so einer Situation vermutlich erstmal Wut, Verletzung und vielleicht Selbstzweifel, habe evtl. Verlustängste oder andere negative Gefühle. All das ist wichtig zu sehen und auch zu zu lassen. Aber dann kommt das "bei mir sein": Ich schaue -unabhängig von der Situation- was mir der Partner bedeutet. Sind meine Gefühle vielleicht im Laufe der Jahre eingeschlafen? Was hat sich verändert? Woran erinnert mich die Verletzung? Kann es sein, dass einzelne Dinge mich mehr verletzen, weil Altes in mir aufgewühlt wird? Und wenn ja, wie kann ich die Situation losgelöst von alten Verletzungen betrachten? Welche Entscheidung treffe ICH in Bezug auf die Frage Trennung oder nicht? Will ich kämpfen? Bei mir bleiben heißt für mich vor allem, mich selbst zu spüren und nicht zu fragen, ob mein Partner sich trennen will oder nicht, sondern FÜR MICH zu entscheiden.

All das setzt voraus, dass ich mich selbst gut spüren und Reflektion zulassen kann. Und es setzt voraus, dass ich lerne, mich auch mit meinen eigenen Unzulänglichkeiten auseinander zu setzen. Es gibt viele viele kleine Alltagssituationen, in denen ich das "bei mir bleiben" bewusst üben kann. Nehmen wir ein banaleres Beispiel: Eine Freundin möchte sich mit mir verabreden und ich habe heute keine Lust. Ich kann dann eine Notlüge finden und hoffen, dass sie es nicht merkt...in jedem Fall würde ich mich aber nicht gut fühlen damit, weil ich lüge und weil ich Angst habe, dass sie diese Lüge durchschaut. Bleibe ich aber bei mir selbst, habe ich 2 Möglichkeiten: Ich gucke, wie "schlimm" es ist, die Unlust doch zu überwinden oder ich sage die Wahrheit. In letzerem Fall würde ich z.B. sagen "sei mir nicht böse, ich mag heute nicht...aber ein anderes Mal (Termin?) gern". Damit übernehme ich Verantwortung für mein Handeln und bleibe bei mir selbst, bin zufrieden, weil ich nichts tun muss, wozu ich keine Lust habe und ich lüge nicht.

Für mich ist der wichtigste Schritt auf dem Weg zum "bei mir selbst bleiben" das Streichen des Wortes "man" und das "Du hast..." in einer Auseinandersetzung. Mit diesen Worten weise ich meine eigenen Gefühle und mein Handeln von mir weg. Sage ich "ich", spüre ich sehr deutlich meine Verantwortung und was das Geschehen mit mir macht.

*<GoldlöckjcUhenx*


Vielen Dank ** Alitheaa.

Das hast du schön beschrieben und mir etwas mehr Klarheit gebracht.

In viele Situationen fällt mir, das handeln BEI SICH SEIN nicht schwer.

Auch bei dem Beispiel der Freundin handel ich genau so wie von dir beschrieben.

Es gibt aber eben noch viele andere Situation, bei den es mir noch viel schwerer fällt.

Gerade im Bezug auf Personen die ich gerne von meiner Liste streichen würde. o:)

Wie heisst es so schön, Freunde kann man sich aussuchen Verwandschaft leider nicht.

Gibt es dazu vielleicht auch Übungen?

Ich würde speziel gerne lernen für mich einen Weg zu finden, wie ich mit unfreundlichen/arroganten/launische Menschen besser umgehen kann.

Wie ich es lernen kann mich nicht über deren Verhalten zu ärgern,

wie mache ich mich nicht mehr angreifbar?

Bisher halte ich es so bei launischen Menschen, die zweimal grüssen fünf mal nicht.

Mal mit einem reden mal nicht, mal einem aus dem Weg gehen und manchmal plaudern, wenn ihnen danach ist so, das ich zu denen freundlich gegenüber tretten,

aber den Kontakt nicht suche und diese Menschen so sein lasse wie sie sind.

Aber innerlich ärgert es mich trotzdem.

Ich kann nicht damit umgehen, wenn Bekannte oder Verwandte sich anders verhalten als ich es erwartet habe oder wie es vielleicht zu erwarten wäre.

Mir ist durchaus bewusst, das ich nicht von mir auf andere schliessen kann und soll.

In vielen Dingen fällt es mir doch aber schwer das zu akzeptieren.

Ich habe eine "Freundin bzw. gute Bekannte" (Ihr Freund ist ein guter Freund meines Mannes) mit der ich mich eigentlich alle 3-5 Wochen einmal treffe. Wir reisen schon seit 3 Jahren zusammen einmal im Jahr mit unseren Partnern in den Urlaub, was immer sehr viel Spass gemacht hat.

Ihr fallen engere Kontakte glaube ich etwas schwerer als mir.

Ich habe sie sehr gerne und unsere Treffen sind immer sehr nett unsere Gespräche sind über Gott und die Welt und wir haben einen guten Draht zu einander.

Womit ich nicht umgehen kann, das wir Phasenweise uns viel sehen/telefonieren/mailen/Smsen. Doch dann kommt plötzlich eine Phase, wo sie weder auf meine Email noch auf Anruf meldet bzw sich nicht zurück meldet.Dann kommt es wieder zu einem Treffen und alles ist wie bisher.

Ich werde aus ihr nicht ganz schlau. Zu male sie mich als Freundin tituliert, aber genauso wie bei mir sowie bei ihrem Freund oft Bekannte/Arbeitskollegen mit Ruckrufen usw. vorzieht.

Mir wäre meine Freudin/gute Bekannte/Partner wichtiger auf ihren Rückruf zu reagieren, als zB ein Rückruf meiner Arbeitskollegin.

Wisst ihr was ich meine? Ok, jeder ist anders, aber ich kann nehme es trotzde persönlich.

Meine anderen Freundin sehe ich Phasenweise auch mal weniger, aber das ist eben was ganz anderes, da ich die Gründe kenne. Ich weis immer wodran ich bin.

Ich sollte das sicher nicht alles so persönlich nehmen.

Mir bleibt schliesslich nur die Möglichkeit, das ich meine Einstellung ändere

und es akzeptiere, das sie Phasenweise sich nicht meldet.

Aber wie stelle ich das an? GIbt es Seminare/Kurse für sowas?

Ist es Selbstbewusstsein was mir fehlt, das ich vieles schnell auf mich persönlich beziehe?

Es gibt eben Menschen die haben eine andere Lebensweise und Wertschätzung als ich. Aber wie kann ich lernen andere Verhaltensmuster als meine, nicht persönlich zu nehmen. Es fällt mir schwer erst im glauben zu sein oder gebracht zu werden, das man sich gerne mit mir trifft. Meine Gastfreundschaft schätzt und gerne das Gespräch zu mir sucht. Aber dann doch wieder nicht. Indem wochenlang mal ein kurzes knappes Lebenzeichen zu hören ist. Ohne Hintergrund.

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