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Neue Medikamente, Nebenwirkungen machen mich fertig

Sjcogtti76 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich muss mich wieder mal hier melden.

Ich habe letzten Donnerstag neue Medikamente von meiner Neurologin bekommen - einerseits weil diese Unruhe, aufgrund von Panikattacken, einfach nicht weggehen will(trotz Medikamente Xanor, Mirtabene, Citalopram) und andererseits um meine derzeitige Xanor-Menge(5 Tabletten 0,5 mg am Tag) zu reduzieren.

Ich sags euch ganz ehrlich, da ich auch aufgrund meiner Hypertonie Medikamente nehmen muss kenn ich mich bald nicht mehr aus.

Dazu kommt jetzt noch das es mir seit Donnerstag richtig schlecht geht. Ich muss dazu sagen das es mir Anfang der Woche auch nicht gut gegangen ist, aber seit DO wirds immer schlimmer.

Mir ist den ganzen Tag schlecht, schwindelig, ich hab Muskelzucken, spüre eine unglaubliche Unruhe und hab noch viele anderen Zustände.

Verbunden sehr oft damit das mein BD oft wieder hoch ist - ich hatte diese verdammte Hypertonie so schön im Griff und jetzt gehts wieder damit los.

Meine Neurologien ist erst am Dienstag wieder erreichbar nur was mach ich jetzt bis dahin? Sind solche Nebenwirkungen normal?

Aja, hätt ich fast vergessen - ich nehme jetzt immer in der Früh Venlafaxin Hexal 150 mg und vor dem schlafen gehen 1/2 Quetiapin 100 mg.

Ich bin jetzt sicher nicht der rießen Notfall aber vielleicht könnt ihr mich ja ein bißchen aufmuntern.

Ich versuche seit Jahren meine mehr oder weniger großen Probleme zu lösen, aber irgendwie holt mich alles immer wieder ein-ich kann schon nicht mehr. :-(

Antworten
S)ilbOer


Wie lange hattest du Xanor genommen? So von wegen Abhängigkeit? Die Entzugssymptome können ziemlich heftig sein, sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene.

Theoretisch könnten es natürlich auch irgendwelche Nebenwirkungen deiner Medikamentenkombination sein.

S&cottki76


Hallo!

Erstmal vielen Dank für deine Antwort!

Ich nehme Xanor bereits seit 4 Jahren und bin inzwischen auf jeden Fall abhängig.

Jetzt wollen "wir" das ganze innerhalb von ein paar Wochen reduzieren und ausschleichen.

Das Witzige ist nur das ich im Moment noch immer genauso viel Xanor nehme und trotzdem diese Zustände habe.

Meine Ärztin hat gemeint das sind normale Nebenwirkungen, leider....

MUanchxen


Hallo Scotti

Ich kann dir nur sagen bei der Menge Xanor und das über lange Zeit, da kann man nicht innerhalb Wochen ausschleichen!!!!!!!!!!!!!!!

Das dauert viel länger, und muß gaaanz langsam gemacht werden.

Welcher Arzt ist denn das, der das innerhalb ein paar Wochen machen will?

Glaube mir ich hab das schon hinter mir und bei mir waren nur 0,75Mg Xanor und es war die Hölle.

Ich möchte dir keine Angst machen, aber bei der Menge Tabletten kann deine "Ärztin" recht haben mit den Nebenwirkungen. Alle diese Dinger produzieren Nebenwirkungen.

Bitte bleib cool und denk dir es wird schon wieder.

Wenn du mehr wissen willst melde dich nochmal.

LG

S\cottxi76


Hallo Manchen!

Danke für deine lieben Worte, dass hilft mir schon ein bißchen weiter.

Bin nämlich wegen meinem Xanor-Problem ziemlich fertig, hab Angst das ich es nicht schaffe und ewig Probleme damit haben werde.

Zu meiner Ärztin: Das ist eine, angeblich, sehr gute Neurologin die mir entfohlen wurde. Vielleicht hab ich auch nur irgend etwas falsch verstanden...hmm

Also ich nehme die 0,5 mg - aber inzwischen 5 Tabletten am Tag. Ja, mich würde interessieren wie du davon weggekommen bist.

Was ist wenn ich das nicht schaffe, nehme ich dann mein Leben lang Xanor und irgendwann mal 20 Tabletten am Tag?

Ich versteh das nicht, mir sind diese Tabletten 1enthalb Jahre ohne irgendwelche Vorbehalte gegeben worden und jetzt hab ich ein weiteres Problem - leider war Xanor das einzige was mir bei meinen Panikattacken geholfen hat und daher hab ich(blöder Weise) nicht wirklich nachgefragt sondern einfach nur geschluckt.

M|anchde,n


Hallo Scotti

Ich habe das Xanor innerhalb 14 Tagen abgesetzt, weil ich an einer Studie teilnehmen sollte. Nach 3 Jahren einnahme. Hab die Studie aber nicht gemacht.

Jetz im Nachhinein weiß ich das mein Neurologe einen Fehler gemacht hat mit dem schnellen aufhören. ( Übrigens einer der führenden Psychiater in Wien ( soviel zu "guten Ärzten) nur neben bei bemerkt. Privatpatient 240€ die Stunde.Ich habe ihm auch zur Rede gestellt und dann den Arzt gewechselt.

Hatte und habe noch immer Angst und Panik Erkrankung. Ich habe inzwischen alle Psychopharmaka abesetz weil ich sie nicht mehr vertragen habe.

Ich habe nach eine Jahr wieder begonnen Xanor zu nehmen weil mir auch nichts anderes geholfen hat.Ich nehme aber "nur maximal 1Mg. am Tag"

aber sonst nichts. Ich brauch auch keine Steigerung manchmal nehme ich auch nur 0,25Mg.Bin auch abhängig das weiß ich.

Jeder Mensch reagiert aber anders auf Medis.

Sag mir mal bitte genau was du als neues Medikament bekommen hast, und was du im Moment alles nimmst.

Soviel ich sehe nimmst du Psychopharmaka und zusätzlich Neuroleptika.

Ich finde das etwas viel.

Machst du auch eine Psychotherphie?

Wie will deine Neurologin das Xanor ausschleichen und womit, hat sie dir das gesagt.

Es gibt eine Methode die nicht so schlimme Nebenwirkungen hat.

Ich verstehe das du dir Sorgen machst.

Mach dir im Moment nicht zu viele Gedanken wenn du es brauchst nimm es.

Ich habe mir angewöhnt alles zu hinerfragen bei den Ärzten, solltest du bei deiner auch machen. Oder machst du das onehin?

Lass von dir hören.

LG

SLi lber


Ich würde mir überlegen, von Xanor auf Diazepam zu wechseln. Man schleicht lieber mit diesem Wirkstoff aus, weil er eine längere Halbwertszeit hat und die Symptome deswegen etwas milder ausfallen können.

Kennst du die Seite hier?

[[http://www.adfd.org/wissen/Hilfen_zum_Absetzen_von_Benzodiazepinen]]

[[http://www.adfd.org/wissen/Häufig_gestellte_Fragen_(Benzodiazepine_absetzen)]]

und ich würde dir auf alle Fälle raten, mach es langsam. Auf ein paar Wochen mehr oder weniger kommt es jetzt nicht mehr an, und gerade bei Benzodiazepinen können die Symptome wirklich sehr heftig sein, da finde ich es falsch, da zu schnell abzusetzen.

Traurig, dass du auch zu denen gehörst, die an Ärzte geraten sind, die offenbar keinerlei Skrupel haben, nonstop Benzodiazepine zu verschreiben und nicht mal auf das Abhängigkeitsrisiko hinweisen. :(v :|N

da du die Symptome aktuell hast, ohne die Dosis reduziert zu haben - vielleicht sind es tatsächlich Nebenwirkungen von der anderen Medikation. Da du da offenbar einen ziemlichen Cocktail nimmst, ist es natürlich schwierig zu sagen, wovon denn genau. Kannst du mal aufschreiben, welche Wirkstoffe in welcher Dosis du aktuell nimmst, und vor allem wie lange schon?

Z!wacxk44


Einen Tick besser wäre noch, jeweils dazuzuschreiben, wie sich die Änderungen Deiner Medikation jeweils auf Dein Befinden ausgewirkt haben. Dann hätte man vielleicht einen Anhaltspunkt (Ich nehme an, Du hast nicht sofort mit einer Kombi begonnen, sondern das hat sich im Laufe der Zeit einfach stufenweise ergeben).

M7anvche5n


Silber

Ich kenne das ADFD sehr gut und auch das ausschleichen mit Diazebam.

Wollte ich auch vorschlagen.

Nur da stehen so heftige Sachen drin und ich fürchte das es Scotti noch mehr Angst macht.

LG

SDilbexr


Gut, das hatte ich nicht bedacht. Dann schreibe ich da noch meinen eigenen Senf dazu, vielleicht beruhigt das ein Stück weit:

Punkto Antidepressiva finde ich, dass ADFD zu sehr verteufelt, es so darstellt, als wären Antidepressiva furchtbar und gehörten verboten. Das stimmt so definitiv nicht (man denke an die ganzen Leute, deren Lebensqualität ohne Antidepressivum nicht vorhanden wäre). Absetzsymptome kann es geben (muss nicht, da gibt es immer mal wieder Beispiele hier im Forum, von Leuten, die z.B. Paroxetin absolut problemlos und schnell absetzen), aber die kann man häufig umgehen, wenn man sehr langsam ausschleicht, ging mir selbst so mit Paroxetin.

Thema Benzodiazepine: Ich finde Benzos praktisch und gut als Notfallmedikament. Notfallmedikament = nicht täglich nehmen, sondern nur, wenn es nicht anders geht. Der Arzt sollte unbedingt auf die Abhängigkeitsgefahr hinweisen. Und als Patient sollte man selbst einschätzen, ob man in der Lage ist, es bei gelegentlicher Einnahme zu belassen. Wenn man merkt, das geht nicht: Lieber gar nicht mehr nehmen.

Liebe Grüsse von Silber, die seit über 5 Jahren Antidepressiva nimmt (zig verschiedene Wirkstoffe gehabt, Paroxetin, Citalopram, Escitalopram, Venlafaxin, Opipramol, Doxepin, Trimipramin, Bupropion) ohne Probleme damit zu haben, und seit 3 Jahren Bromazepam (= Benzo) als Notfallmedikament hat und nicht abhängig davon ist. :-)

M@anchCexn


Danke Silver

So sehe ich das auch ;-)

LG

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