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Wie kann ich meiner Frau beistehen? (Depressionen, etc.)

F:ly1tt


Mal ein kleiner "Lagebericht": (Aber Achtung, ich bin gerade ein wenig frustriert und traurig)


Meine Frau hätte heute verlegt worden sollen in eine Psychiatrische Klinik, für die ich mich schlussendlich auf Grund von vielen positiven Empfehlungen entschieden habe...

Tja, sie hätte verlegt worden sollen. Heute morgen hatte sie eine Lungenembolie. :-( Offenbar hat sie sich beim oftmaligen, ziemlich brutalem Rausreißen des Venenzugangs irgendwie so "blöd" wehgetan, dass sie nun eine Thrombose im Arm und schließlich die Lungenembolie bekommen hat... :-/ :-(

Sie hat selber nichts von Schmerzen oder ähnlichem gesagt und gestern konnte man am Arm auch noch nichts sehen. Mir ist zumindest nichts aufgefallen...


Nun soll die Verlegung frühestens Ende der Woche stattfinden. Freitags oder wohl eher samstags, da es nicht unbedingt eine kurze Transportstrecke ist.

Ich bin nun schon ein wenig...hmn. :-/ Ich hatte gedacht, wir würden die Verlegung heute hinter uns bringen und meine Frau könnte nun endlich die Behandlung bekommen, die sie so dringend braucht. Nun verzögert sich wieder alles... Dabei geht es ihr weiterhin immer schlechter. Es bringt mich fast um, sie so zu sehen, weil es im Moment echt sehr, sehr schlimm ist... :°( Entweder sie liegt wie "tot" im Bett...starrer, leerer Blick geradeaus, ohne irgendeine Art von Reaktion auf ihre Umwelt oder sie weint die ganze Zeit so verzweifelt und hemmungslos, dass ich gestern sogar mal kurz raus aus dem Zimmer musste, weil ich nicht mehr konnte... :°(


Hoffentlich wird morgen ein besserer Tag als heute... Danke fürs "zulesen", war gut mir das alles ein wenig von der Seele zu schreiben.

LG Flytt

FKlHytt


Oh, vergessen!

@ Karonik:

Danke für deinen Beitrag!

Mittlerweile konnte ich uns zum Glück ein wenig Unterstützung organisieren. Jemand der mir haushaltstechnisch ein wenig unter die Arme greift, einkauft und mal nachmittags mit den Kindern spazierengeht. Zum Wochenende kommen dann zum Glück auch meine Eltern aus dem Ausland hier her, worüber ich sehr froh bin.

LG Flytt

K&et;zerxin


:)D

Nur als Rückmeldung, ich lese hier immer noch mit.

Hast du dir die Bücher z.B. für Angehörige mal angesehen?

ZKw[ackx44


Oh Flytt, manchmal schlägt das Schicksal aber schon hart zu. Mal eine Frage: Trägt Deine Frau im KH Thrombose-Strümpfe? Die Erklärung der Ärzte zur Embolie mag stimmen oder auch nicht. Ich bin nur mißtrauisch, weil es die einzig mögliche Erklärung ist, bei der der Patientin die Schuld zugeschoben wird.

Ich nehme an, die Embolie ist unter Kontrolle, und Deine Frau bekommt die entsprechenden Medikamente, damit sie bald gefahrlos transportiert werden kann.

Flytt, bis jetzt hast Du getan, was Du konntest. Deine Frau kann sich 100%-ig auf Dich verlassen, und wenn sie wieder gesund ist, wird sie sehr stolz auf Dich sein.

Toi, toi, toi!

K0eAstdrZa


(Aber Achtung, ich bin gerade ein wenig frustriert und traurig)

Mensch, Flytt, etwas anderes wäre ja schon nicht mehr normal :°_ Ist doch klar, dass Du völlig fertig bist.

:)* :)* :)* :)* :)*

F^lytxt


Die Erklärung der Ärzte zur Embolie mag stimmen oder auch nicht. Ich bin nur mißtrauisch, weil es die einzig mögliche Erklärung ist, bei der der Patientin die Schuld zugeschoben wird.

Zwack, wie meinst du das denn? ??? Denkst du, da könnte auch etwas anderes dahinter stecken, möglicherweise ein Fehler der Ärzte? :-/ :-o

Nein, sie trug und trägt keine Thrombose-Strümpfe. Der betroffene Arm ist verbunden, aber das ist auch schon alles.


@ Ketzerin:

Ich habe mir ein paar Bücher bei Amazon bestellt. Päckchen ist auch schon da, aber bisher hatte ich nicht die Zeit und die Nerven mich großartig einzulesen. Werde ich aber bestimmt demnächst tun. Danke nochmal für deine Tipps! :)^

@ Kesta:

Danke dir! *:)


LG Flytt

Z}wahck4x4


Ich will Dich nicht nerven, aber wie geht es heute Deiner Frau?

FIlxytt


Zwack

Keine Sorge, du nervst mich nicht. Im Gegenteil, ich bin froh, dass mir jemand, mit viel Wissen und Erfahrung, der das alles mit ein wenig Abstand und Objektivität betrachtet, so gute Ratschläge und Tipps gibt. Danke!


Ihr geht es nicht gut. Vorgestern dachte ich, es wird langsam ein klitzekleines bisschen besser, aber dann gestern wieder ein großer Rückschlag und neuer Tiefpunkt... :°( :°(

LG Flytt

K(e9t~zexrin


"Danke nochmal für deine Tipps!"-

Kein Problem. Alles Gute für euch beiden.

FZlyxtt


Guten Abend! *:)

Der Versuch eines Updates:

Meiner Frau geht es nun seit ein paar Tagen ein kleines bisschen besser! :-) :-) Am Montag wurde sie endlich verlegt in eine psychiatrische Klinik und seit Anfang das Wochenendes scheint sie nun wieder ein wenig "aufzuwachen" aus ihrem apathischem "Trancezustand" (mir fällt kein besserer Ausdruck ein, um ihre Verfassung der vorhergehenden Tage zu beschreiben).

Ihr geht es nach wie vor schlecht, aber ich merke eine Veränderung. Da ist wieder ein wenig mehr "Leben" in ihr und auch wenn sie nach wie vor verzweifelt und sehr unglücklich ist/wirkt, scheint es in klitzekleinen Minischritten in die richtige Richtung zu gehen.

Von der Klinik habe ich bis jetzt durch die Bank einen positiven Eindruck. Ein einziger Punkt verunsichert mich aber wieder einmal.

Am Montag, morgen, sollen für meine Frau neben der Behandlung mit Medikamenten und der Behandlung ihrer körperlichen Probleme, nun auch die Therapiegespräche und so weiter beginnen. Langsam und schonend, aber es soll nun einmal ein Anfang gemacht werden.

Ich hatte schon einige Vorgespräche mit dem Psychotherapeuten, der mehrmals angedeutet und erwähnt hat, dass er jedem seiner Patienten ausdrücklich empfiehlt, den Kontakt zu Familie, Freunden...sprich zur Außenwelt...während dem gesamten Klinikaufenthalt auf ein Minimum zu beschränken. Optimal wäre in seinen Augen, den Kontakt komplett abzubrechen. Soll heißen, keine Anrufe, Besuche oder ähnliches. Er hält es für wichtig, dass die Patienten sich ausschließlich auf sich konzentrieren. Dieses "Kontaktverbot" ist keine Pflicht, aber eine Empfehlung.

Was meint ihr dazu? Ich sehe das, vor allem in unserem Fall, sehr kritisch. Ich glaube, dass meine Frau nur noch mehr verzweifeln würde, wenn sie die Kinder (und mich) gar nicht mehr sehen könnte und uns nicht mal mehr am Telefon hören kann. Ich glaube, dass sie ein bisschen von unseren Besuchen/Telefongesprächen "lebt", denn wenn sie weiß, dass sie uns am nächsten Tag wieder sieht, fällt es ihr leichter noch durchzuhalten und in der Klinik zu bleiben. Umgekehrt wäre es für die Kinder (und mich) natürlich auch wahnsinnig schwer, wenn wir sie gar nicht mehr sehen/hören könnten...

Ich weiß ja nicht... Vielleicht ist meine Einstellung/Sichtweise zu wenig objektiv, aber was denkt ihr? Ist es tatsächlich sinnvoll, wenn man den Kontakt einschränkt oder gar auf Null herunterschraubt? Ist es für einen Therapieerfolg wirklich wichtig und sogar unabkömmlich?

Ich freue mich über Rückmeldungen! :-)

LG Flytt

S|u nnpy387


Hallo Flytt,

habe mir alles durchgelesen und es tut mir einfach nur sehr sehr Leid!!!

Möchte dir erstmal viel Kraft schicken :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Also ich habe nicht so die Ahnung von diesen Therapieempfehlungen,aber ich glaube man kann das nicht individuell sagen.

Dem einen tut die Famile,Freunde usw gut,dem anderen vllt nicht so.

Kommt ja auch immer auf das Verhältnis an.

In eurem Fall glaube ich schon das sie dich sehr braucht und auch das sie wenigstens die Kinder hören kann.

Im Krankenhaus hat sie sich ja eh abgeschoben gefühlt,und man fühlt sich in nem Krankenhaus ja immer allein und fremd.

Da braucht man schon Motivationen und Dinge auf die man sich freuen kann...sehe ich so.

F8lytxt


Hallo Sunny und danke für die :)*!

Ich sehe das eigentlich genau wie du! Ich glaube auch, dass es wichtig für meine Frau ist, Dinge zu haben an denen sie sich "festhalten" kann. Wenn sie weiß, dass sie uns jederzeit oder zumindest in regelmäßigen, nicht zu langen Abständen sehen kann, hilft ihr das bestimmt sehr.

LG Flytt

Siunnyx387


ja das denke ich auch,wie gesagt es kommt aufs umfeld an...so ein mann wie du bist den wünscht man sich doch nur als frau!das würde nicht jeder machen.Echt RESPEKT!

ich hoffe hier antworten noch leute die sich besser mit dem thema auskennen wie zwack usw...

ich wünsche dir noch einen schönen abend soweit die umstände es zulassen!

irgendwann seit ihr stolz auch diese krise erstmal überwunden zu haben!

Berichte mal über die weiteren Erlebnisse egal ob positiv oder negativ.

Viel Glück das alles gut wird!!!

Z+wackx44


Naja, der Zwack hat auch keine persönliche Erfahrung mit Psychotherapie. Aber ich war wegen schwerer Depression 3 Monate in stationärer psychiatrischer Behandlung zwecks Hochdosis-Medikation, und das KH war 1.5 h Autofahrt von unserem Wohnort entfernt. Täglicher Besuch war also unmöglich, und ich hatte tatsächlich viel mit mir zu tun; wenn man den halben Tag verschläft, bleibt einem ja auch gar nicht so viel Zeit. Ich habe also die wunderbarste Frau der Welt jeden Morgen angerufen, um ein Lebenszeichen zu geben, aber weil im KH ein Tag dem anderen glich, gab es kaum Neuigkeiten; mit unserem Sohn (damals 10) brauchte/wollte ich keinen Telefonkontakt. Am Wochenende besuchte mich die wFdW, aber das ermüdete mich stark und ich schickte sie meistens nach 1 h wieder nach Hause, nicht ohne Kommentare zu hören, dass sich dafür die Autofahrt ja kaum lohne. Nachmittags hatte ich immer einige klare Stunden, und da habe ich viele Briefe geschrieben; ich wollte Freunden und Bekannten damit zeigen, dass ich trotz Klapsmühle noch ein denkender Mensch war. Das Briefeschreiben hatte außerdem den Vorteil, dass ich frei in der Wahl des Zeitpunkts war: Wenn es über den Tag ein Auf und Ab gibt, kommt Besuch ja manchmal in Augenblicken, die nicht so optimal sind. Von Arbeitskollegen wünschte ich überhaupt keinen Besuch, weil ich ihre voyeuristischen Blicke scheute; ich meinte, sie wollten nur eruieren, wann ich wohl wieder arbeiten könne. Dieses Einsiedlertum änderte sich erst, als ich die Klinik stundenweise verlassen durfte. Ich bin mit dem Bus in die Stadt gefahren, habe Schaufenster angeguckt und einen Espresso getrunken - am Wochenende dann das gleiche mit der wFdW, und darauf habe ich mich richtig gefreut.

Wenn man in einer derartigen Intensivbehandlung ist, darf man nicht unterschätzen, wie sehr einen die Psychopharmaka körperlich schwächen können. Man ist nicht nur krank, sondern man fühlt sich auch so, und man merkt auch, dass alles, was den KH-Alltag unterbricht, nicht als angenehme Abwechslung, sondern als kräftezehrende Unterbrechung empfunden wird. Oh pardon, ich verallgemeinere, aber besser würde ich sagen: Bei mir war das so. Jetzt kommt es natürlich sicher auch darauf an, wie belastend die Familie für den Patienten ist. Wenn die Familie ganz oder teilweise ursächlich für die Krankheit ist, würden Kontakte in der Behandlungsphase bestimmt immer stören; da wäre dann wirklich ein Nullkontakt ratsam. Auch wenn die Krankheit Deiner Frau, lieber Flytt, mit Sicherheit nicht familienbedingt ist, braucht sie Dich im KH vermutlich weniger als Du denkst. Sie ist aus der Bahn geworfen worden und dadurch stark verunsichert; sie weiß weder, weshalb sie krank geworden ist, noch, was sie tun könnte, um gesund zu werden, noch, wann sie wieder "die Alte" sein wird. Sie muß sich fallen und von den Ärzten und dem KH-Personal auffangen lassen können, und dazu gehört nach meiner Überzeugung auch, dass sie ihr normales Umfeld (sprich: Familie) weitgehend ausblendet. Dass in dieser Situation Meldungen, die ihr Sorgen bereiten würden (Kinder haben Grippe, Haushalt bricht zusammen etc.), nicht hilfreich wären, versteht sich von selbst. Kurz und gut: Ich glaube, dass Ihr den Rat des Therapeuten mindestens zu 3/4 ernst nehmen solltet. Statt Besuch ein Telefonat, statt dass die Kinder ihre eigenen Probleme an die Mutter herantragen, schreiben sie ihr Briefe, und Du wirst schon öfter ihre Hand halten dürfen, ohne dass das schadet. Wenn Du als Fels in der Brandung wirken und ihr ohne viel Worte vermitteln kannst, dass sie in besten Händen ist, sich weder um ihre Genesung noch um die Familie sorgen muß - in Ordnung. Im Augenblick fragst Du zwar noch, wie Du Dich verhalten sollst, aber Du wirst ganz von selbst merken, was ihr gut und was ihr weniger gut tut. So wirst Du anfangs sehr vorsichtig sein wollen, aber mit jedem Kontakt bekommst Du ja auch ein feedback, das dann Dein Handeln wieder lenken wird.

Du stehst verständlicherweise unter Hochspannung, aber ich denke, es ist der Zeitpunkt gekommen, einen Blick rückwärts zu riskieren. Du hast in einer extrem außergewöhnlichen Situation "Deinen Mann gestanden" und korrigierend da eingegriffen, wo es nötig war. Jetzt, da Deine Frau da gelandet ist, wo ihr die denkbar beste Pflege zuteil wird, übernehmen andere die Verantwortung und Du hast nurmehr begleitende Funktion. Du kannst wirklich nicht mehr für sie tun als Dein Adlerauge darüber wachen lassen, dass im derzeitigen Umfeld Deiner Frau alles so funktioniert, wie man das in Mitteleuropa erwarten darf. Jetzt kannst Du Dein Hauptaugenmerk darauf richten, dass es Eueren Kindern gut geht, bis die Mama dann wieder nach Hause kommt. Ich wünsche Euch, dass es mit der Genesung Deiner Frau stetig bergauf und alles einem guten Ende entgegen geht. @:)

SZunny'3x87


wie geht es deiner frau mittlerweile?

liebe grüße :)*

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