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Unglaubliche Angst, vor anderen aufzutreten

Mearyliinmonnroxe65 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich bin 22 Jahre alt, w und habe dieses Semester mit meinem Studium angefangen. Ich finde es auch sehr interessant, aber ich fühle mich so oft fehlt am Platz und richtig dumm. Wir sind meistens in kleinen Gruppen aufgeteilt, in denen sehr schnell Diskussionen entfachen. Leider kann ich da nie richtig mitreden. Neben den anderen selbstbewussten Menschen komme ich mir einfach nur nutzlos und klein vor.

So war es schon immer. Referate, Gruppenarbeiten , Präsentationen etc. in der Schule haben in mir die absolute Panik hervorgebracht. Ich konnte nächtelang nicht schlafen und hab totale Fressflashs bekommen ...im Vorraus. Wenn es dann so weit war, bekam ich immer n roten Kopf, musste zittern und hab gestottert. Zweimal musste ich das ganze absagen weil ich mich vor Übelkeit übergeben musste.

Ich weiß wirklich nicht woran das liegt. Ich war immer gut vorbereitet, hab das tausendmal davor in leeren Klassenzimmern, Eltern, Tonband etc. geübt. Ich habe einfach eine große Angst in mir die ich nicht bändigen kann und die ist mir auch bewusst. Deshalb habe ich mir auch so viel Zeit mit dem Studium gelassen. Hab nach dem Abi n Fsj gemacht, in einer Großstadt um über meinen Schatten zu springen. Es war so eine tolle Zeit. Habe mich wirklich weiterentwickelt. Danach bin ich sogar noch alleine ins Ausland...ich musste mich total durchkämpfen, konnte die Sprache nicht etc. Ich hab in 3 verschiedenen Wgs gwohnt, in denen es sehr wichtig war offen zu sein etc. hab ehrenamtliches gemacht, neue hobbies angefangen etc. Ich dachte ich wäre nach all dem bereit für n Studium....

Aber dann hat es angefangen und alles war wie immer. Frei sprechen fällt mir vor einer größeren Gruppe einfach schwer. Wenn ich mich mit paar Leuten treffe bin ich wirklich gesellig, egal ob ich sie kenne oder nicht...aber vor vielen ahhhh. Ich kann dann meine Gedanken nicht ordnen, meistens komm ich auf 2 Sätze.

Letzens mussten wir uns in einem Kurs vorne an der Tafel vor allen vorstellen und etwaS zu einer bestimmten Thematik sagen, ich freute mich , dachte das machst du jetzt gleich als 3., das packst du , bin lächeln vor, wollte was sagen, sah die Leute und vergaß meinen NAmen. Es war so peinlich... In mir war alles leer... Woran liegt das ? was kann ich tun?

iCH bin in Psychotherapie...nur reden wir nur über meine Kindheit. Sie meint dass ist schon richtig so... .

ICh habe mich für einen Rhetorikkurs angemeldet...der ist in paar Wochen und geht 2 Tage...glaub 9 Stunden.... Ich habe dennoch Angst dass mich das alles nicht weiterbringt und ich deswegen mein Studium abbrechen werde, für das ich eigt so gekämpft habe, denn ohne Selbstbewusstsein und Redefreude kann ich dieses Studium nicht bestehen.

Ich bin traurig, weil ich das wirklich will und weil ich mir wirklich Mühe gebe.

Was sagt ihr ?

Ich hoffe es ist euch nicht zu viel Text

Liebe Grüße

MM

Antworten
ZVwackx44


Ein Rhetorik-Kurs könnte Dich da schon weiterbringen, besonders, wenn die Vorträge gefilmt werden.

MXarNyli`nmoQnroe65


Meinst du allgemein oder auch hinsichtlich der Ängste?

Zkwac]kx44


Ich meinte, dass man beim Üben die Ängste von selbvst verliert. Ich habe vor vielen Jahren einmal einen Carnegie-Kurs gemacht. Geniales Konzept! Jeder Teilnehmer hält pro Abend 2 "Reden" von 2 min Dauer. Es war gut zu beobachten, dass die Teilnehmer ganz rasant besser wurden, zum einen die Rede betreffend, zum anderen menschlich. Auch heute gibt es diese Kurse noch in unseren Großstädten; sie sind allerdings teuer, aber es lohnt sich.

MOaryli2nmonro'e65


hmm ja es hört sich interessant. hattest du auch ängste oder wolltest du einfach deine redegewandheit üben? mir macht der gedanke an diesen carnegie-kurs zB schon so ohne das ich ihn mache panik...

Z[wamck4x4


Nein, ich hatte keine Redeangst. Am ersten Abend schreiben alle Teilnehmer auf, weswegen sie am Kurs teilnehmen. Es zeigt sich, dass es nur 3 Kategorien gibt: 1. Ich möchte endlich mal eine Rede halten können, ohne dass mir das Herz in die Hose rutscht. 2. Ich möchte besser mit meinem Partner, meiner Schwiegermutter, meinem Chef auskommen; und 3. Ich würde gerne mit Stress besser umgehen können (Ich fiel in die 3. Kategorie). Das Geniale am Kurskonzept ist, dass es für alle diese 3 Kategorien "paßt". Angst vor dem Reden brauchst Du nicht zu haben - niemand hat da Angst. Schließlich fängt alles ganz zahm an (mit einem Kindheitserlebnis - hat jeder gehabt). Und während Deiner "Rede" sitzen 40 andere Teilnehmer gespannt auf ihren Plätzen und klatschen am Ende - Dein erstes Erfolgserlebnis. Im Laufe des Kurses steigert sich das Niveau der Themen, und was man über den "schwärzesten Tag meines Lebens" hört, ist schon starker Tobak. Wenn man zu Hause übt, stellt man schnell fest, dass man die zugestandene Redezeit bei weitem überschreitet. Also muß man kürzen und dafür die Spreu vom Weizen trennen. Bei diesem Unterscheiden zwischen wichtig und unwichtig passiert dann zu Hause das, was sonst bei einer Gruppentherapie geschieht. Sehr effektiv! Es gehört auch dazu, dass man danach noch zusammen in ein Restaurant geht, und dort lobt man sich auch gegenseitig. Man merkt auch sofort, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist. Ich war so begeistert, dass ich anschließend meiner Frau und später meinem Sohn einen solchen Kurs spendiert habe. (Bekomme übrigens keine Provision!)

D_iarymaid


Zum Thema Gruppenarbeiten und reden in Gruppen von Studenten kann ich etwas beitragen. Darin bin ich nämlich selbst ziemlich schlecht. Auch wenn ich alle Leute kenne, wir gemeinsam an einem Tisch sitzen und locker in der Freizeit was reden - wenn das mehr als so 5 Leute sind bekomme ich meinen Mund nicht auf. Obwohl mir ca. 1000 Sachen einfallen würden, die ich zum Thema beitragen könnte es komt einfach nix. Genau so bei Gruppenarbeiten auf der Uni, gemeinsamen Mittagessen auf der Arbeit, oder so.

Meine Methode: Ich akzeptiere mich einfach so wie ich bin. Meine Freunde und Kollegen kennen kennen mich einfach als stilles Mädchen, und wissen trotzdem das ich nicht dumm bin - ich leiste ja meinen Teil. Wie ich das akzeptiert habe, ist irgendwie eine große Last von mir abgefallen, weil ich einfach verstanden habe, das ich eben so bin, und das ich nichts an mir ändern brauche.

Zum Thema referieren kann ich dir allerdings nicht helfen, das ängstigt mich ebenso. Eine Freundin sagte mir mal, das ich vielleicht Angst davor habe meine eigene Stimme zu hören. Kann gut sein, frag vieleicht mal deine Therapeutin danach?

Auf der Bühne mit meiner Band ein Instrument spielen geht nämlich super, auch wenn ich da auch ich groß aus mir raus gehe und nervös bin, aber es ist sehr viel leichter.

MBaryldinmonwroe6x5


@ diarmaid

kompliment, dass du mit deiner band so gut aus dir rauskommen kannst, habe auch jahrelang ein instrument gespielt, aber vorspielen, also an so themennachmittagen, schulfesten etc. war die hölle...hab dann irgendwann aufgehört, weil ich so gezittert habe und die Seiten nicht mehr getroffen habe...

Ich glaube langsam dass ich einfach nicht normal bin. Es ist nicht normal. Ich bin es nicht. Ich bin in allem Handeln eingeschränkt. Aber ich kann es auch nicht bekämpfen. Obwohl ich mich immer Situationen aussetze, in denen ich über meine Grenzen gehen muss....aber danach geht es mir nur noch schlechter und dann kommen noch Sachen wie Bulimie etc dazu, weil ich mich wegen dem Versagen glaub ich indirekt damit bestrafe.

Mir macht es Angst, dass ich zur Psychotherapie gehe.Ich will einfach normal sein, selbstbewusst , freudig, ausgelassen. Ich hatte heute Panik, mit dem Fahrrad auf der Straße zur fahren. Ich dahcte die Autos fahren mich an... In mir hat sich so eine Art Lähmung breitgemacht... so wie immer...dann ist alles tot, ausgeschalten.

Ich sehne mich nach Liebe, nach einen Freund, aber das ist alles gerade ziemlich utopisch. Mir macht es auch Angst, dass ich seit Tagen shcon morgens Alkohol konsumiere und mich nach starken Drogen sehne...

warum kann ich nicht einfach normal sein?

Gibt es nicht irgendetwas das mein Leben in eine richtige Bahn lenkt, mich wieder freier, stärker macht?

Kann es an irgendeiner körperlichen Störung liegen, oder nur an meiner Kindheit?

Grüße

Z1wacIkx44


Hallo Marylinmonroe, seit wann bist Du in Psychotherapie? Was Du hier postest, solltest Du Deinem Therapeuten sagen. Für mich stellt sich die Frage, ob Du nicht eine begleitende medikamentöse Behandlung brauchst. Sich mit dem Fahrrad nicht auf die Straße zu trauen, schränkt ja das Leben sehr ein, und wie ich Deinem Beitrag entnehme, zieht Dich Dein Gefühlsleben doch beträchtlich nach unten. Das muß nicht so bleiben!

COreahtivje_Gxirl


Hallo Marilynmonroe,

gib doch noch nicht so einfach auf, Du tust immerhin aktiv etwas, um Deine Situation zu verbessern - was nicht selbstverständlich ist, und auch mal gelobt werden muss (Auslands- und WG-Erfahrung, Du nimmst Dir Zeit für einen zusätzlichen Kurs und machst eine Psychotherapie). Schon morgens Alkohol al Mittel um z. B. die Hemmschwelle zu senken, ist allerdings nicht empfehlenswert, aber das weist Du bestimmt selbst. Wenn Du etwas als Hilfsmittel einsetzen willst, versuch's doch mal mit Bachblüten. Im Internet kann man sich darüber auf vielen Seiten informieren und sich selbst eine Blütenmischung zusammenstellen. Oder Du versuchst es erstmal mit Rescuetropfen vor, z. B. einem Referat. Ansonsten kann man nur sagen, dass man sich mit jedem Referat, dem man sich stellt, selbst verbessern kann (vor allem am individuellen Maßstab gemessen!).

Ich wünsch Dir alles Gute!

MRary5lin=monrxoe65


hi zwack44,

das mit dem fahrrad kommt nicht täglich vor, aber gestern war es schon ziemlich heftig...ich habe manchmal solche "aussetzer" in denen sich eine große panik breitmacht.Ein Beispiel...Urlaub mit Freund Vor zwei Jahren . Eigentlich war alles gut, waren Freunde besuchen, gerade abends unterwegs und plötzlich hatte ich so eine große Angst, dass ich mitten auf der Straße zusammengebrochen bin ( vor allen Leuten) und mich 2 Stunden nicht mehr beruhigen konnte... Ich kann mir bis heute diese Situation nicht erklären.

anderes beispiel:: ich sitze in der vorlesung, alles ist gut...ich werde nicht streng gefordert, kann mich eigt entspannen, thema ist interessant, jemand nettes sitz neben mir, aber in mir macht sich etwas total beklemmendes, auffressendes breit, mir wird kalt, ich zittere...

Ich habe Rescue- tropfen ja auch schon probiert und bachblüten auch, vllt nicht lang genug, aber so richtig geholfen haben die nicht, wenn es akut wird, kann man das nicht abstellen.

In dieser Therapie bin ich erst seit 5 wochen, hatte bis jetzt noch nicht so das vertrauen die harten sachen zu bringen...also auch selbstverletzung, gedankengänge etc.

@ creative girl :

ich finde es voll lieb was du mir schreibst...ja das mit dem alkohol ist keine lösung, ich weiß es.

Ich weiß nicht was das in mir ist und warum es zur zeit wieder so stark wird , aber ich weiß dass ich das nicht will, weil ich damit meine Zukunft aufs spiel setze und die dinge die ich eigt machen will und die mir spass machen nicht fortsetzen kann. ich wäre bereit medikamte zu nehmen, um dadurch was zu ändern, aber soviel ich weiß dürfen psychotherapeuten das nicht verschreiben oder?

das machen doch psychiater?

wie hoch ist die wahrscheinlichkeit dass sich dadurch was ändert? ich möchte gerne wieder glücklich sein und MiCH selbst spüren.

ZHwac@k4x4


Panikattacken brauchst Du mir nicht zu beschreiben - die habe ich manchmal selber. Ich nehme dann eine Lingualtablette Tavor, und in 10-15 Minuten ist der Spuk verschwunden. Allerdings eignet sich Tavor wegen seines Suchtpotentials nicht als Dauermedikation, aber in Einzelfällen sollte es kein Problem sein.

Psychotherapeuten dürfen Medikamente verschreiben, wenn sie Arzt sind; Psychologen dürfen nicht. Ich habe keine Erfahrung mit Psychotherapie, aber die Wirkungen von Antidepressiva sind durchaus eindrucksvoll, wenn man auch manchmal viel Geduld aufbringen muß, bis man das "richtige" Mittel oder die "richtige" Kombination gefunden hat.

lYenax1908


Hey,

wenn du nur über Kindheit sprichst, machst du dann eine psychoanalytische oder tiefenpsychologische Therapie? Bei Panikattacken würde ich dir zu einer kognitiven Verhaltenstherapie oder Verhaltenstherapie raten, die bringt schnelle erfolge. Unterstützung durch Medikamente kann sinnvoll sein und schnelle Linderung bringen. Am Besten wäre eine Gruppentherapie in der du mit anderen in ähnlicher situation gemeinsam übst.

Die Ursache kann in der Kindheit liegen. Ein Bild der Perfektion in dir geschaffen. Vielleicht hast du das Gefühl immer was gutes sagen zu müssen damit dich andere lieben. Ist nicht so. Und wenn dein Vortrag langweilig ist oderschlecht oder falsch. Würdest du jemand deswegen weniger mögen?

Isolierst du dich auch vor deinen Freunden und Familie wenn du ein referat vorbereitest oder so?

Ganz liebe Grüße

MkarNyHlinm^onfroe6x5


@ lena

hallöchen erstmal,

ja ich mache die psychoanalytische therapie. es ist sehr schwierig für mich, mich macht die sitzung an sich auch immer wiedre aufs neue fertig, die erinnerungen, die emotionen, aber an sich glaube ich es ist ein guter weg vergangenes aufzuarbeiten, zu verstehen und vllt auch zu akzeptieren. ich habe einfach das bedürfnis, das alte endlich einmal preiszugeben.

ich habe auch schon mal eine verhaltenstherapie ausprobiert. war zwar nur 5mal, aber ich muss zugeben es hat in mir sehr viel positives ausgelöst. ich habe in diesen stunden so etwas wie glück gespürt, ich weiß nicht wie das die therapeutin hin bekommen hat. aber ich wollte immerwieder über das alte reden, und das war nicht so erwünscht.

ich werde in der nächsten sitzung das thema medikamente ansprechen...habe auch schon ein bisschen im i-net recherchiert. mal schauen was mir gesagt wird.

isolieren...? hmmm... ich bin dann sehr nervös, angespannt, fertig , dass sich die menschen eigt auch schon so von mir abwenden...hihi

einen schönen samstag abend euch

lZenaU1908


Das solltest du auch aufjedenfall aufarbeiten. Es ist nur etwas einfacher, wenn du deine Angst vielleicht los bist und es mit der Uni wieder läuft.

Du kannst die psychoanalytische Therapie möglicherweise auch danach noch machen?

Psychoanalytiker stehen der Medikamenteneinnahme oft negativ gegenüber, weil sie deine realen Ängst überdecken und du deine Ängste nicht mehr so gut beobachten kannst, damit langsamer vorankommst,... Das sehe ich persönlich etwas anders. Ich denke zunächst sollte dein Hauptleiden verschwinden und das ist momentan deine Lebensbeeinträchtigung, damit du nicht länger leidest als nötig. Es ist wichtig seine Verhalten, falsche Entscheidungen zu verstehen, damit sie nicht mehr vorkommen und man abschliessen kann. Schnell passiert es aber, das man zu sehr in der Vergangenheit lebt. Vielleicht erst die Bedingungen schaffen, dass du dich mit diesem schweren Thema befassen kanns'?

nur eine idee, jedem hilft was anderes am Besten.

Achso und Therapeuten sind nicht immer auch Psychiater, dass heißt sie dürfen keine Medikamente verschreiben. Sie können sicher auch deine Fragen beantworten. Vielleicht ist es aber auch sinnvoll sich diesbezüglich mit dem Hausarzt noch besser mit dem Psychiater in Rücksprache mit dem Psychologen zu beraten.

Liebe Grüße

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