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Schlechte Wahrnehmung der Realität

L öckc1hexn1


Ich weiß, die Entscheidung, was ich tun will und werde, was ich mit mir mache und wem ich die Verantwortung für mein Leben gebe liegt bei mir.

Nein, die Verantwortung für Dein Leben liegt bei Dir.

Auf der einen Seite will ich raus, raus aus der Krankheit und leben.

Liebe Hanachan, die Kunst besteht darin, mit der Krankheit zu leben ohne sich von ihr beherrschen zu lassen.

Ja, ich habe schon mal ein anderes AD probiert, das hatte aber keine antidepressive Wirkung bei mir. Ich habe z.Z. keine Lust auf AD-Experimente, bin froh wieder stabiel zu sein.

HWana}chaYn


Hey,

ich kann die Verantwortung für mein Leben nicht tragen. Ich gebe sie einem Teil von mir, der damit eigenständig wird. Ein einzelner Teil ist nich das ganze. Und der Teil, den ich in dem Moment "Ich" nenne, muss diese Verantwortung nicht unbedingt trage. Gebe ich der Krankheit die Verantwortung? Gebe ich dem GEsunden die Verantwortung? Gebe ich dem Kind die Verantwortung? So oder so, kann das, was "ich" sein soll, also das Ganze, nicht als Ganzes die Verantwortung tragen... ich selber kann sie nicht tragen, und werde das auch nicht können. Glaube ich...

Ich will aber nicht mit der Krankheit leben-.- Entweder, ich brech da aus, oder ich bleib da drin und lass die Krankheit herschen. Ich werde nicht mit der Krankheit leben, nein.

Mh. AD-Experimente sind wirklich nicht gerade froh. Aber vielleicht solltest du es noch Mal versuchen, wer weiß, du könntest Glück haben.

mfg

PMa-r1na2ssixa


Liebe Hanachan *:) *:) *:),

könnte lang werden ;-), also brauchen wir schöne Musik und einen gemütlichen Platz zum lesen und nachdenken :-) :-@ :p> :)D.

Meine Devise, wenn ich dir schreibe, ist, deine Stärken zu sehen, deine Fähigkeiten herauszustellen, deine Kenntnisse zu loben - und unter all dem Durcheinander doch reichlich gesunde Hana-Anteile wahrzunehmen, die immer mehr in den Mittelpunkt rücken sollen, damit diese von Tag zu Tag wachsen und dich immer besser tragen. Wäre das eine Devise, die dir gefallen könnte?

Jeder Mensch hat Anteile in sich, die er blöd :(v findet, damit stehst du keineswegs alleine da. Da plagen sich viele mit. Und du bist sehr entschlossen, diese irgendwann überwunden zu haben und bist dazu auf dem Weg. Dazu gratuliere ich dir, das finde ich fabelhaft, und so wie ich dich einschätze, wirst du auch zu deinem Ziel kommen :)^ :)* :)* :)* :)* und auch die Devise, dass man sich selbst so lieben sollte wie seinen Nächsten hat ne Menge Vernünftiges in sich :)_.

Wie schreibst du doch auch so schön dazu:

Denn zwischen all dem ganzen Durcheinander bin ich ja auch noch Teenie und möchte auch noch ein Leben finden.

Sei da ganz getrost, das wirst du finden :)^ @:)

Ganz sicher ist die Tatsache, dass jeder Teenie mit sich und seinem Körper mehr oder weniger zu kämpfen hat. Es mag sein, dass das der Grund ist, warum du - obwohl deine Psychose ausgeheilt ist - jippihyeah!!! - nicht weniger trouble in dir fühlst, weil einfach eine neue Baustelle im Körper aufgemacht wurde :(v Uff, aber das ist so und wird vergehen.... :)* :)*

irgendwie ist der Graben zwischen mir und meinem Körper zu Groß, um da irgendeinen Sinn reinzubringen.

dies ist ein Satz, der vielleicht auch dieser verflixten Pubertät zuzuordnen ist.

Nicht zu übersehen (und zu "überfühlen" ;-) ) ist bei dir, das Dilemma mit deinen Eltern:

Ich höre immer nur, was für ein Fehler ich bin(möchte darauf jetzt nicht eingehen) und ich wollte immer nur dafür kämpfen, doch annerkannt zu werden. Meinen Hass allen Gegenüber schob ich auf meinen Körper.

Dein armer Körper muss also neben der Pubertät noch deinen (VÖLLIG VERSTÄNDLICHEN) Hass aushalten, weil du diesen Hass nicht gegen die Personen schleudern kannst, die ihn verdienen.

Könnte das vielleicht ein Dreh- und Angelpunkt für dich werden: deinen Körper doch etwas mehr zu lieben, weil er nix dafür kann, dass er so schlechte Eltern hat ???

Es ist ein interressanter Gedanke, dass meine Sinneswahrnehmungen eine Reaktion auf die psychische Behandlung durch meine Eltern ist. Ich erinnere mich, dass dieses Problem sich damals weiter entwickelte. Aber es war schon davor da. Bevor es mit meinen Eltern schlimm wurde.

Dieses Problem war also schon da, bevor es mit deinen Eltern schlimm wurde. Ich vermute sehr stark, dass sie auch schon vorher zu sehr mit eigenen Probs oder was weiß ich beschäftigt waren und dich nicht richtig behütet, geliebt, gefördert haben, nur ist es dir da noch nicht aufgefallen, oder es lief nicht so offensichtlich ab. Eltern ändern sich kaum sprunghaft.

Wer will schon wahrhaben, dass er lieblose Eltern hat? Wenn man dann einsehen muss, DASS man sie hat, dann ist kein Wunder, dass du schreibst:

Ich drücke mich vor der Realität, ja, aber darin bin ich gut.

Richtig! Entfliehen dahin, wo es einem besser geht. Damit hast du für dich gesorgt! Verstehst du? Wir können deinen Satz, den ich zitierte, sehr wohl positiv sehen. (Was nicht bedeutet, dass du nicht sehr wohl jede Menge Realtitätssinn hast, das merkst du ja sowohl selbst, als auch habe ich versucht das zu beweisen in meinem Schiff-im-Hafen und im-Nebel-Bild ;-D)

Und ich möchte noch eine andere Umbewertung vornehmen: und zwar von allem, was in diesen Problemkreis mit dem Problemkind gehört: du schriebst

"Das Problemkind spielt sich mal wieder auf"

Weißt du Hanachan, dieser Satz ist die komplette Bankrotterklärung eines Erwachsenen über sich selbst !!!! und nicht über dich, wenn er diesen Satz gegenüber einem Kind / einer Jugendlichen, für das/die er jahrelang verantwortlich war äußert. Ist doch klar, dass dein vernachlässigtes,unterdrücktes Fehler-Ich Fehler macht und nicht wie scheinbar (!) gewünscht funzt. Nur schwache Erwachsene wollen schwache Kinder, um sich nicht schwach zu fühlen, sondern stark.

Ich schick jetzt mal ab, damit der Beitrag nicht zuuuuu unübersichtlich wird und schreibe im nächsten weiter :-D

PXarna~ssia


Jetzt mal zur Identitässuche und den durcheinandernen Sinneswahrnehmungen.

Tatsache ist, dass seelische (schreibt man das jetzt mit Doppel-EE oder nicht, egal) Traurigkeit

(dieses Wort nehm ich jetzt mal als Zusammenfassung für alles Negative im Umgang mit einem Kind wie Vernachlässigung, fehlenden Schutz, fehlende Geborgenheit, fehlender Zuspruch, fehlendes Loben, kein Trost; Quälen usw. usw. puuuh, schrecklich alles sowas)

sich körperlich äußern kann. Das geht auf verschiedene Weisen, ich nehm jetzt mal das Wort VERRÜCKT, man wird verrückt vor so viel Traurigkeit. Denn dieses Wort zeigt, das man von der Stelle, auf die man eigentlicht gehört, verrückt wurde an eine andere, die nicht passt. Und dann geht die Suche los, gell, Hanachan :)^ - wo ist diese verflixte richtige Stelle :-o ----> und wenn man sie gefunden hat, dann fühlt man auch seine Identität x:).

Solch eine Identitätssuche machen die Pubertierenden durch ... auch liebevoll aufgewachsene Jugendliche sind davor nicht gefeit ... auch Erwachsene suchen ab und zu mal etwas rum, wo isse denn geblieben, wenn plötzlich alle Kinder aus dem Haus sind, die gute Identität (nur mal als Beispiel) - und dieses "was wird aus mir" im Jugendalter ist natürlich auch ne ganz besonders spannende Frage.

Hast du da eigentlich schon irgendwelche Antworten drauf? Was dich so interessiert? Vielleicht Psychologie?

Dieser Gedankengang kam mir zu deinem folgenden Satz:

Und irgendwie kann ich so etwas nicht mit "Identitätssuche" vereinbaren o.O... ich seh zwischen den Beiden Dingen keine Verbindung. Ich bin mir sehr gut bewusst was Ich(geistig gesehen) bin, und im Spiegel erkenne ich mich auch wieder;).

und dieser letzte Satz von dir zeigt doch sehr deutlich, dass da ne Menge bester Voraussetzungen bestehen, auf dem richtigen Platz anzukommen :-) :-) :)z :)z :)z :)z

Also für den Fall, dass deine schlechten Sinneswahrnehmungen Reaktion auf die schlechte Wahrnehmung durch deine Eltern sind, ist da sicherlich noch viel Chance drin, dass sie (deine Sinneswahrnehmungen, nicht die Eltern) besser werden, wenn du weiter in Richtung auf deine richtige Stelle rückst.

Kann ich die These aufstellen, dass zuuu viel Fühlen dir früher (bei deinen Eltern) nicht gutgetan hat? Und vielleicht daher die Fehlwahrnehmungen entstehen? ---> Auswegsversuch:Könnte es ein Dreh- und Angelpunkt werden, mit ganz kleinen, zarten Bewegungen deines Zeigefingers auf deiner Haut mal positives Fühlen zu spüren ???

Noch ein paar Beispiele für deine großartigen Sätze, die alle darauf hindeuten, dass du Dein Vorhaben

Denn zwischen all dem ganzen Durcheinander bin ich ja auch noch Teenie und möchte auch noch ein Leben finden.

schaffen wirst:

Ich will nicht zurückblicken und mich von Schatten meiner Vergangenheit gelenkt fühlen.

yeah :)^ genau richtig!

Auf der einen Seite will ich raus, raus aus der Krankheit und leben.

Ja - das ist der richtige Weg. Du bist schon drauf :-) - in andere Richtungen gucken, bringt nix.

An einer anderen Stelle schreibst du auch (Zitat find ich grad nicht) Du willst dich auch nicht mehr von Medikamenten bestimmen lassen, sondern mit den Problemen klarkommen. WUNDERBAR! Probleme gehören nun mal zum Leben dazu, ist also ne sehr intelligente Einstellung :)^ :)^

Und dann dieser erlösende und entscheidende Satz von dir:

Entweder das passiert Unbewusst(so was funktioniert aber nur, wenn es mir sehr gut geht und ich ein gutes Umfeld habe. Dann ist es für mich tatsächlich möglich mich mit der Realität zu beschäftigen, und meinen Körper als Teil von mir zu sehen, dann kriege ich die Dinge auch richtig mit)

Das ist doch eine nicht zu überschätzende Feststellung! Sozusagen die Mutter aller Zuversicht :-)

Also grundsätzlich geht es schon mal! Und da du auf der Suche bist, wirst du auch früher oder später das richtige Umfeld finden.

Da bin ich ganz sicher *:) *:) *:) *:) *:) *:)

:)^ :)^ :)^ :)^

HJaUnaCcjhan


Hey,

ich versuch' jetzt mal eine Antwort zu schreiben, kann sein, dass ich leider nicht ganz fertig werde und dann heute Abend den Rest schreibe^^

Meine Guten Qualitäten sehen. Es wäre schön, wenn ich das könnte. Aber das kann ich nicht, ich habe auch keine Talente. Es gibt Leute, die mir dann versuchen etwas zu zeigen, aber das endet damit, dass den Leuten auffält, dass das absolut nichts besonderes ist. Und ich höre selbst von meiner Thera, dass ich meine Fehler sehen soll... Ich habe nun Mal gelernt, dass ich viel mehr Fehler habe und mich um diese kümmern sollte.

Uff, aber das ist so und wird vergehen...

Ich warte seid Jahren aufs Erwachsenwerden;) Es gehen ja auch Sachen fort, aber es kommen immer neue, die immer schlimmer erscheinen, als das, was war. Und manche gehen nicht, bleiben da. Und manchmal kommt eben auch wieder etwas zurück. Und das einzige über das ich mich dann freue ist, dass ich das ja schon kenne.

Der Graben... natürlich kann das ein Phänomen von meinem Alter sein, aber irgendwie hat es vom Alter etwas zu früh angefangen, und ist auch etwas zu Extrem, um es noch als normal anzusehen.

Meinen Körper werde ich wohl nie lieben können. Genau genommen halte ich ihn für lästig. Ich halte ihm am Leben, damit ich existieren kann. Mein Körper ist nichts für mich. Ein Gegenstand. Wenn ich mich durch den Körper manipulieren kann, gut, wenn das den Körper verletzt, egal. Solange dieser Körper lebt, ist meine Existens gewährleistet, wie es dem Körper dabei geht ist mir egal. Ich kümmere mich um meinem Körper wie es mir beliebt. Und möchte meinen Körper nicht lieben. Will ich nicht. Denn wäre mein Körper tatsächlich ich, würde das heißen, dass ich >realer< bin, als es mir lieb ist. Wäre mein Körper wirklich ich(und das ist er, rein logisch gesehen), würde das für mich noch mehr Schmerz bedeuten. Aber ich kann diesen Körper verlassen, man kann aber nicht sich selbst verlassen, also kann ich nicht dieser Körper sein und umgekehrt. Und etwas, dass für mich lästig ist, nicht zu mir gehört, und von dem ich bloß abhängig bin, kann ich nicht lieben. Es war gut, diesen Körper zu verletzen, es hat mir gut getahn. Aber ich will diesen Körper nicht mögen. Er ist wiederlich. Mehr nicht.

Entfliehe der Realität. Tue ich gerade. Leider weiß ich, dass das kein Ding für die Ewigkeit ist. Ich komme immer hierher zurück, der Fall kommt nach dem Höhenflug. Und das Schmerzt. Auf der einen Seite, will ich nur weg(und dabei bin ich gerade bei) und auf der anderen Seite, will ich nur damit klarkommen und mich keinen Illusionen mehr hingeben. Für mich gab es noch den dritten Weg, keine Illusion, keine Aktzeptanz. Aber den zu beschreiben fühle ich mich gerade nicht in der Lage. Kurz: Auch das ist kein Weg.

Das mit der Elterntheorie: Das erinnert mich daran, dass mir mal gesagt wurde, dass viele Eltern glücklicher mit dummen Kinder sind, weil die nicht wiedersprechen können^^. Gleiche logik, jaja, erwachsene sind auch nur Menschen. Aber das macht sie nicht weniger verletzend.

So und jetzt habe ich leider keine Zeit mehr(hab noch einen Termin), genau an der Stelle wo deine Nachricht endet^^. Naja,e gal, ich setzt mich noch Mal hin, wenn ich wieder am Pc bin.

mfg

HCanaachaxn


Antwort Teil 2

Ja, es ist wirklich bewiesen, das psychische Belastung sich auf den Körper auswirken kann. Das wurde mir bei manchen Sachen auch bestätigt(bzw. manchmal auch nur in Erwägung gezogen, da es bei einer Sache auch hätte sein können, dass es doch eine körperliche Ursache hat).

Das die "Traurigkeit" wie du sie nennst, einen vom eigentlichen Standpunkt verrückt ist eigenlich ganz normal. Schließlich versucht die Psyche sich zu schützen, und wenn man dort, wo man ist, nicht geschützt ist, geht man eben wo anders hin. Leider funktionieren die Schutzfunktionen nicht immer wie sie sollen, und man verliert den Überblick, manchmal verliert man auch sich selbst.

Natürlich müssen wir alle uns selbst suchen, immer wieder. Wirklich wissen, wo und wer wir sind, können wir auch gar nicht. ABer wir müssen unseren Platz finden. Wir müssen uns wiederfinden. Oder neu finden.

Aber bin eben in einer Situation von einem Jugendlichen, das heißt dann wohl eher neu finden. Suchen, bilden. Etwas werden, was man nicht war.

Ich weiß nicht was ich will, wohin ich will. Ich sage mir, ich will das, un dich will das und das machen. Doch ich weiß nicht was ich will. Auf der einen Seite, bin ich plötzlich total überzeugt von etwas und will im nächten Moment das Gegenteil, auf der anderen Seite, will ich beides gleichzeitig, und auf der dritten Seite weiß ich nur, dass ich gar nichts will.

Ich habe mir den Plan gemacht, zu studieren, um mich abzusichern und mir Zeit zu verschaffen. Damit ich sagen, "ja, ich habe was vor". Aber ob ich das wirklich will, um ob das die richtige Idee ist, weiß ich nicht. Ich träume manchmal von bestimmten Dingen, erträume mir eine Zukunft, aber die Meisten sind unmöglich, Träumen ist nicht Leben, und ich weiß auch, dass ich wahrscheinlich nicht den Mumm hätte, auf so was hinauszuarbeiten.

Ich hasse es zu fühlen. Ich habe dem Abgeschworen. Alle körperlichen Gefühle, die ich mag, schaden. Ich will auch keine Berührungen, mir sind sie total unangenehm. Eine Frau wollte mir mal was gutes tun und eine Art "Kopfmassage" machen, um irgendwas gegen meinen (damals versteiften) Nacken zu machen. Ich bin was durchgedreht und als sie dann abbrach, haben wir wohl beide gesehen, dass das absolut nichts wahr. Ich hab mich nur noch unwohler gefühlt. Ich weiß nicht. Inzwischen habe ich auch kaum interresse an körperlichen Gefühlen(,die nicht schaden).

Medis. Ja.

Manchmal ist es wirklich gut sie zu verweigern, da sie wirklich auch schaden können. Aber wenn ich dann hustend im bett liege und mich weigere Medikamente zu nehmen(rein aus Prinzip schlucke ich gar keine Medikamente mehr), merkt man wohl, dass sie auch helfen können. Besonders wenn ich dann dabei zusehen kann, wie der Husten(und die anderen Symptome) schlechter werden. Aber ich mag keine Chemie. Meine Psyche muss das alleine schaffen, und wenn sie es nicht kann, dann schafft es eben nicht. Mein Körper muss die Krankheit alleine besiegen, und wenn er es nicht kann, dann ist es eben sein Problem. Die Natur gibt ja keine Medikamente dieser Art. Das Leben muss sich selbst am Leben erhalten. Kein Tier benutzt Medikamente, oder versorgt Wunden mit chemischen Substanzen. Wenn, dann muss man alleine Regeln. Natürlich ist es gut, wenn Menschen Medikamente nehmen und es ihnen dann besser geht. ABer ich will mich nicht über so etwas heben und praktisch mit Gewalt meinen Zustand verändern. Obwohl ich manchmal sehr gerne mich betrinken würde, und das ja nichts anderes ist, denke ich so. Mit dem Frustrinken habe ich ja auch aufgehört. Genau aus diesem Grund, ich will nichts mich kontrolieren lassen(und schon gar nicht nacher mit ner Sucht dastehen). Auch wenn es schön, zu schön ist, sich durch so was erleichterung zu schaffen. Auch wenn ich immer und immer wieder dazu tendiere, mir mit "Gewalt" zu helfen, will ich es doch schaffen, oder es eben mit voller Wucht fehlschlagen lassen.

Ich habe mir glaube ich schon wieder wiedersprochen, oder? -.- Sry, so bin ich, glaube ich. Außerdem habe ich heute in der Schule gelernt: "Wiedersprüche sind Lebensnah". Das man dann natürlich nicht durchblicken kann, ist klar. Schaff ich auch nicht. Aber ich nehme gerne Meinungen auf, und lasse sie Teil des Wiederspruchs werden, mal sehen, vielleicht gewinnt ja Mal eine Seite?

mfg

P.arnas8siWa


Hallo Hanachan,

mal was zum Grinsen:

wenn ich so nachfühle, was du geschrieben hast, und auch darüber nachdenke, fällt mir ein "passendes" Bild dazu ein, und ich wollte dich fragen, ob du mir vielleicht an meinen Platz, den ich in dem Bild einnehme, folgen kannst.

Hier das Bild ;-)

Ich sehe dich in deiner Höhle sitzen, sie ist eine geräumige Kugel, von außen schwarz. Ich sitze in "meiner schwarzen Kugel" - und zwischen den beiden ist eine Verbindungsstange, sozusagen wie hier in klein zu sehen ist, das Teil liegt unten auf der Erde:

[[http://www.tsv-gossmannsdorf.de/1912.jpg]]

Hab leider kein besseres Bild gefunden, vielleicht findest du eins.

Ich dachte, dass wir uns mal auf die Stange setzen und mal von dort aus auf/in deine Höhle schauen. Kommste mit?

2. Überlegung: Wenn du magst, kannst du auch deine Eindrücke schon aufschreiben, die du da von außen auf/in deine Höhle hast. Ich hab ne ganze Menge Bilder davon in meinen Kopf gekriegt und werde sie dir im nächsten Beitrag erzählen, jetzt muss ich erst mal tapezieren gehen bei nem Freund ;-)

liebe Grüße

H-aunachNan


Hey,

manchmal fühle ich mich wirklich wie in einer Kugel, verschloßen von der Welt. Aber sind wir das nicht alle? Wir haben alle unsere eigene Geisteswelt, kein Mensch kann sie berühren, in sie eindringen. Es ist unsere Welt, unser Geist. Er lässt sich beeinflussen von außen, aber hineinkommen kann niemand. Menschen können sich nicht auf geistiger Ebene berühren, sich können sich näher kommen, aber einen Geist kann mich nicht berühren.

Meine Kugel, wie sieht sie aus? Mh.. ich sehe vieles, ich sehe nichts. Ich kann nicht alles sehen. Von außen sehe ich, dass die "farben meiner Seele" ineinander fließen, versuchen eins zu ergeben, aber das die einzelnen Teile nicht mehr zusammenpassen, sondern alleine auf ihre Weiße versuchen klarzukommen, und den anderen Teilen zu helfen, notfalls mit Gewalt(seltsame Art der Gewalt... wirklich, aber was ich manchmal hinter meinen Augen sehe ist teilweise echt wiederlich).

Die andere Kugel, ich denke Mal du meinst damit meinen Körper, ist eine Sache für sich. Ich kann diese Kugel sehen, weiß wie sie aussieht. Aber mit der Zeit hat die Verbindung sich gelockert. Die Materielle Welt, mein Körper, ich habe das Interesse an ihr verloren. Ich halte meinen Körper am Leben, damit ich existieren kann. Kümmere mich, so weit ich muss, um diesen Körper, mehr nicht. Dieser Körper stellt eine Verbindung zu dieser Welt da, und ich mag diese Welt nicht. Vielleicht hat mein Körper deshalb angefangen die Ebenen auseinander driften zu lassen. Verwirrt durch mich. Verwirrt durch die Geschenisse. Jede Berührung stellte Schmerz dar. Und so sonderte er die Gefühle ab, auf eine andere Ebene. Und so ging es dann auch bei den anderen. Doch auch diese Teile arbeiten zusammen, so weit es geht. Manchmal funktioniert es blendend, manchmal nicht.

Die Verbindung zwischen den Kugeln ist nicht stabil, sie wird dicker, dünner. Die Entfernung schwindet, sie wird größer.

Alles bewegt sich.

So in etwa.

Ein kleiner Ausschnitt.

Ich hoffe, ich habe verstanden, was du meintest und labere nicht am Thema vorbei;)

mfg

Pyarna{ssxia


Hallo Hanachan,

du schreibst teilweise sehr weise, ich sehe, wie viele Gedanken du dir machst. Nur so richtig Wohlbefinden stellt sich nicht ein, das ist aber sehr erwünscht, gell ??? Erlaube mir daher, dass ich versuche, deine Blickrichtung in Richtung Zufriedener Sein etwas anzupassen.

du schreibst:

manchmal fühle ich mich wirklich wie in einer Kugel, verschlossen von der Welt.

Das ist die Höhle, die sicher alle Menschen irgendwie brauchen, um sich geborgen zu fühlen. Und diese Geborgenheit hat dann halt den Nachteil, dass man mal nicht in der Welt ist. Sondern ganz bei sich.

So wie du es schreibst, höre ich ein Traurigsein daraus. Verschlossen, weggesperrt. Aber: Das ist nur eine Facette von vielen, die man diesem Höhlendasein zuordnen kann. Meinst du, du kannst es schaffen, diese Höhle als deinen Schutzraum richtig positiv zu sehen? Als dein Heim, wo niemand kann rein ??? Aber du hast sehr wohl die Möglichkeit, sie zu verlassen, wenn du möchtest ???

Es fällt mir sehr leicht gemäß meiner positiv-Devise für Dich (s. 30.11, 18.30) Deine weiteren Sätze zum Geist als sehr weise zu betrachten, ich könnte mich dazu gar nicht so vernünftig äußern wie du. Und dann dieses wunderschöne Bild mit den Farben deiner Seele, die ineinanderfließen:

Von außen sehe ich, dass die "farben meiner Seele" ineinander fließen, versuchen eins zu ergeben, aber das die einzelnen Teile nicht mehr zusammenpassen, sondern alleine auf ihre Weiße versuchen klarzukommen, und den anderen Teilen zu helfen,

betonen wir hier bitte deine positive Sicht, des sich helfen wollens! Hana, du willst und kannst dir helfen! Nimm das mal als dir innewohnende Kraft und Motivation und Zielrichtung! Beste Voraussetzung, weiter zu kommen :-)

Danach wird es leider sofort grottengrässlich, und auch das ist dir ja bewußt und erschreckt dich und gefällt dir gar nicht:

notfalls mit Gewalt(seltsame Art der Gewalt... wirklich, aber was ich manchmal hinter meinen Augen sehe ist teilweise echt wiederlich).

Was verleitet dich, die du dich lieben darfst, so roh zu strafen?

Irgendwie sehe ich da eine Parallele zu dem, was dir dein Umfeld Schmerzliches in der Vergangenheit angetan hat. Ahmst du es unkritisch nach? Könntest du nicht - jetzt wo du schon besser durchblickst - die Chance nutzen, dich endlich von diesem gewohnten Behandlungsmuster abzuwenden? Und dich selbst endlich so zu behandeln, wie du es dir immer von anderen gewünscht hast? Gewohnheiten abstreifen ist schwierig, aber durchaus machbar! Zumal es ja um eine Verbesserung geht, und es hätte den wunderbaren Effekt, dass du dich besser annehmen kannst als deine Eltern es dir vorgemacht haben. Du bist kein Problemkind! Du bist auf dem Weg zur Lady, die immer besser weiß, was sie will, und nach dem Abi vielleicht sogar studieren geht.

Ich denke, ein Teil in dir wehrt sich nämlich auch schon immens dagegen, dass du weiter schlecht behandelt werden sollst. Daher kommt doch sicher auch dieser Gedankengang:

Vielleicht hat mein Körper deshalb angefangen die Ebenen auseinander driften zu lassen. Verwirrt durch mich. Verwirrt durch die Geschenisse. Jede Berührung stellte Schmerz dar. Und so sonderte er die Gefühle ab, auf eine andere Ebene. Und so ging es dann auch bei den anderen. Doch auch diese Teile arbeiten zusammen, so weit es geht. Manchmal funktioniert es blendend, manchmal nicht.

Zur positiven Verstärkung sammeln wir den Satz

Manchmal funktioniert es blendend

besonders liebevoll ein und legen ihn als Hoffnungstäger unters Kopfkissen. :)* :)* :)* :)* :)* :)*

P`arnaFsxsia


Kugelblick 1

so, nun sitz ich mit dir auf der Stange und erzähl dir, was ich in deiner Kugelhöhle sehe. Von außen ist sie ja schwarz, aber es gibt ein paar Löcher und Fenster, durch die ich reinspähen kann, in der oberen Hälfte der Kugel.

Wie ich inzwischen erfahren habe, sind die Wände in vielen Farben leuchtend, die ineinanderfließen und eins ergeben, nämlich die innere Umhüllung. Hana hat eben viele Facetten :-).

Des weiteren sehe ich viele schräg durch die Kugel gespannte Seile - was könnten die bedeuten? Ich denke, sie gehören zu deinen Erfahrungen, die dir einerseits Halt geben, an diesen Seilen kannst du dich festhalten.

Aber andererseits stören sie auch, stehen im Weg, lassen dich stolpern.

Außerdem gibt es da eine Menge Gefäße auf dem Boden - ich glaube, es sind Mülleimer. Es gibt leere und noch volle.

Im Zentrum steht eine Rundbank [[http://www.michow.com/php/artikelbilder/rundbank_150603.jpg]] .

Je nachdem, wo man sitzt, kann man einen anderen Ausblick durch die Löcher und Fenster auf die Zukunft werfen.

Da die Fenster in der oberen Hälfte der Kugel angebracht sind, kann man hoch erhobenen Hauptes in die Ferne blicken. Bei dieser Kopfhaltung kann man aber auch die vielen Schränke und Regal an den Wänden sehen. Da sehe ich Farb- und Pinseltöpfe, Werkzeuge, Bücher, Tagebücher, Spiele, einen Computer und noch viele Kisten und Kästen mit Inhalten, die MIR verborgen sind.

P2arFnass8ia


Kugelblick 2

nun noch ein Wort zu einer anderen uns bestimmenden Kugel ;-) unser Kopf: ich bin sehr sicher, dass vorderstes Prinzip ist, um in ein positiveres Leben zu wachsen, folgendes ist: wir müssen uns an dem Positiven festhalten, es fördern, wir müssen die uns stärkenden Sätze wiederholen, uns motivieren, mit dem was wir erreichen wollen, uns loben bei dem, was wir können, was wir gut erledigen ... wir müssen unser Auge, Ohr, unsere Tätigkeiten mit dem beschäftigen, was uns wichtig ist, was uns zufrieden macht.

Ergo: Finger und Gedanken weg von dem, was uns runterzieht.

Unser Selbst anlächeln!

Damit gräbt man auch neue Windungen ins Hirn ... und DIE bringen uns weiter.

Das geniale daran ist auch DAS WIR DAS SELBSTÄNDIG TUN KÖNNEN. Wir brauchen dazu niemand anderen. Wir können uns selbst helfen.

Heute morgen hörte ich zufälligerweise auch einen interessanten Radiobericht auf HR2, der super dazu passt:

8:30 Uhr Wissenswert

Psychologische Schlüsselbegriffe

(2) Imagination

Die Fähigkeit, bei wachem Bewusstsein innere Bilder zu erinnern oder zu entwickeln, wird Imagination genannt. Innere Bilder, das sind all die Vorstellungen, die der Mensch in sich trägt und die sein Denken, Fühlen und Handeln bestimmen. Sie können einen Menschen beflügeln oder beschränken. Paracelsus hielt die Imagination für das wichtigste Element in der Heilkunde. Auch ganzheitliche Therapeuten und Ärzte sprechen positiven inneren Bildern eine große Heilkraft zu. In manchen Therapien, zum Beispiel in der modernen Traumatherapie oder auch in der Krebsheilkunde, wird die Vorstellungskraft gezielt genutzt, um heilsame innere Bilder zu entwickeln.

Auch wenn du es BISLANG nicht gewöhnt bist: gestatte dir positive Gedanken zu dir und deiner Zukunft. Trainiere es.... :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ der Erfolg wird zu deinen Gunsten ausfallen.

manchmal kann man sendungen auch nachhören oder das manuskript anschauen, aber da find ich grad keinen link

liebe Grüße *:)

H]anFacxhan


Antwort auf Beitrag 1:

Hey erstmal, ich weiß leider wieder nicht, ob ich es schaffe in einem durch zu antworten, aber selbst wenn die Zeit knapp wird, habe ich heute Abend wahrscheinlich noch Zeit, um auf die "Kuggelblicke" zu Antworten.

Sicher ist es so, dass jeder Mensch einen Platz braucht, an dem er/sie alleine sein kann. Der Geist ist nun Mal Ideal dafür, da der Geist immer allein sein wird. Das kann man nutzen, aber trotzdem kann das auch zum Verhängniss werden. Denn aus der Schönheit des Alleine-seins, kann auch Einsamkeit entstehen. Einsamkeit, die niemand ändern kann, wir sind dazu verdammt. Doch wenn wir das wissen, müssten wir das nutzen können. Das ist schwierig. Ich versuche natürlich meinen nutzen daraus zu ziehen, aber manchmal ist das schwer, und ich wünsche mir, dass einfach nur noch jemand kommt, in meinem Kopf eindringt, und mir hilft("die Sache in Ordnung bringt"). Aber manchmal bin ich so froh, dort alleine sein zu können. Hier ist nur ein Problem: Aus irgendeinem Grund bin ich davon überzeugt, dass man meine Gedanken lesen kann. Ja, das klingt lächerlich, ich weiß, aber dem ist tatsächlich so. Das macht es dann natürlich schwer mich zurückzuziehen, wenn ich das Gefühl habe ungeschützt zu sein.

Trotz allem, ist für mich die Geistige Welt um einiges Wichtiger, als die materielle. "Mein Geist hat vorrang", so in etwa. Und das nutze ich ja auch, irgendwie. Ich will ja auch manchmal am liebsten Weg von jeder Materie, weg von allem, was existiert und nur in meinem Geist leben(funktioniert ja auch kurzfristig), aber das ist nun Mal auch nicht immer möglich. Wohl oder übel, bin ich von dieser Welt hier abhängig, schließlich bin ich nichts weiter, als eine Verbindung von Zellen, ein "Molekül Cocktail", ein Haufen "springender Atome" und ohne diese würde auch ich nicht mehr sein. Dafür ist es natürlich schön, dass ich weggehen kann. Aber das zurückkommen ist traurig, und macht mir mein Leben schwer.

Natürlich ahme ich meine Eltern nach, wenn ich "rau" mit mir umgehe(es wird geschätzt, das 80% aller Lernvorgänge(und somit auch Bildung von Verhaltungsmustern) durch Imitation vollzogen werden-> ergo, ich habe es nicht anders gelernt... in manchen Zusammenhängen kann das eine sehr lustige Ausrede sein. Hier wirkt sie eher wie ein Vorwurf an meine Eltern....). Ich versuche natürlich dagegen anzukommen. Aber das ich sage, >wir< tun das um >uns< zu schützen ist da schon ein gewaltiger Fortschritt(gewesen). Früher dachte ich, manche Dinge sind nur da, um mich zu quälen. Ich sah all diese Dinge, habe sie gehört, gespürt, wohl wissend, dass sie wahrscheinlich nicht da sind. Es hat mich sehr belastet. Verletzt. Erst als ich erkannte, dass all diese Dinge mich geschützt haben, wurde es einfacher. Und manchmal ist es tatsächlich so, dass mein Victimizer mir plötzlich widerspricht, wenn ich was schlechtes über mich sagen o.O. Die Art, wie die einzelnen Teile versuchen sich selbst zu schützen, ist nicht gerade die Schönste, aber sie war effektiv, und die einzigste die ich kannte. Ich wüsste nicht wie ich die Filme hinter meinen Augen ausschalten sollte, ich wüsste nicht, wie ich diese Gefühle loswerden könnte. Es hilft mir, und tröstet mich auch, zu sagen, dass das ein Akt der Freundschaft ist("helfen"). Denn es zeigt mir, dass all das hier auch Sinn hat. Aber die Frage ist, wie viel Einfluss habe ich auf die anderen Teile in mir(die sich ja praktisch verselbständigt haben), sie sind ich, ich bin sie, klar. Aber wer ist der Stärkere, wer kann den Weg weisen?

Erst vor ein Paar Tagen habe ich erlebt, dass ich auch gegen meinen Victimizer gehen kann. Aber... in der Situation ist es für ausenstehende wohl schwer zu verstehen, dass mein Victimizer was gutes wollte. Vielleicht könnte man auch sagen, der Victimizer ist der Realist, der erkannt hat, dass eine blinde Hoffnung mich in dieser Welt nicht weiterbringen wird, und nur die Veränderung, der Abschwur der Realität mich heilen wird. Denn dort in meinem Kopf, kann mir nichts passieren. Dort sind nur >wir<. Das Problem ist, dass es unmöglich ist dort zu leben, wie bereits gesagt. Aber die Hoffnungslosigkeit, die Tatsache, dass ich nicht glauben kann, dass es Heilung gibt, lässt den Realisten sprechen und ihn sehen, dass der Trost in einer anderen Richtung ist. Und diese Richtung ist nun Mal keine sanfte.

Trotzdem ist es manchmal tatsächlich so, dass ich mich selbst nicht "rau" behandle, sondern sehr vorsichtig bin, mich tröste, manchmal sogar das Gefühl habe, dass die einzelnen Teile von mir selbst, da sind, mich beschützen, und in meinem Kopf kann ich manchmal sehen, dass sich lächeln, oder sich gar trösten.

Und das bestärkt mich in der Annahme, dass auch der Hass in meinem Kopf bloß eine Form von etwas "Gutem" vielleicht sogar "Liebe"(ich narzisst- moment, so wurde tatsächlich schon Mal bezeichnet!) ist. Ich kenne keine andere Art mich zu schützen, als durch Hass. Ich weiß nicht, was Gut ist, und was Schlecht. Was soll überhaupt Gut sein? Und wie soll ich lernen gut zu sein? Mich selbst gut zu behandeln?

Moment... ich schweife ab.

Zum Punkt: Ich sehe in dem Durcheinander schon jetzt durchaus positives, leider auch in den negativen Dingen. Und so kommt es, dass ich die Zersplitterung meiner Wahrnehmung manchmal sogar als gut empfinde o.O

mfg

H0an0achxan


Hey,

MOMENT, welcher Teil bezieht sich jetzt auf die Psyche und welcher auf den Rest o.O?

Für mich klang das nämlich so, als wären beide auf mein geistiges Ich bezogen. Nun ja, mit dem Bild konnte ich mich nicht gerade indetifiezieren, allerdings assoziiert jeder anders(Seile- erinnerungen. Auf so was käme ich nie).

Natürlich kann man sich an den positiven Dingen festhalten, doch man kann den Rest nicht ignorieren. Man kann sich bestärken das Schöne zu sehen, doch das Ignorieren des Negativen wird zu mehr Schäden führen als ihre Aktzeptanz. Denn das Schlechte lässt sich nicht ignorieren. Es wird sich immer zeigen, es wir immer wiederkommen, man kann es nur aktzeptieren. Man kann nicht immer die Augen verschließen. Und ich will das auch nicht. Ich will nicht in Halb-wahrheiten leben, auch wenn das mich kaputt macht. Natürlich ist die Illusion einer heilen Welt wunderschön -zu schön-, sie lockt und ruft und zieht einen in den Bann. Doch die Flucht, so viel sie auch helfen mag, ist doch keine Lösung, oder? Wenn ich mich abwende, helfe ich mir, natürlich, aber das, von dem ich mich abgewand habe, existiert weiterhin und wir schon irgendwann auf sich aufmerksam machen. Soll man nun riskieren einen schock zu erhalten, wenn das Negative zurückkommt, oder eher es aktzeptieren und mit ihm leben? Ich selber bin für das mit leben. (Meinung heute, am 8.11.2009) Natürlich sage ich oft auch das genaue Gegenteil, und natürlich wäre es mir manchmal lieber mich in Illusinen zu verlieren. Aber das ist auch keine Lösung.

In Maßen unterstützt es, heilt es.

Denn nur auf das Negative zu schauen zerstört. Man muss genauso das Gute sehen, jedoch sollte man das Negative nicht ganz ignorieren. Es ist schön, wenn Menschen sich dem Glück hingeben, doch ist es berechtigt, dass sie das Negative einfach ausblenden, von sich stoßen, wohlwissend, dass es irgendwann zurückkommen wird?

Naja, wie gesagt, meine Meinung am 8.11. (Morgen sieht das wahrscheinlich schon wieder anders aus)

Ui, interressant was das Radio so sagt.

Genau das tue ich, leider nicht nur im positiven Bereich. Und es hat mir sehr geholfen, mir Dinge auszumalen, Gefühle, Gedanken, Träume. Doch irgendwann erschien mir alles immer einfach hoffnungslos, und das positive unecht. Ich träumte und der Schmerz, dass es nicht real war, machte es nur noch schlimmer. Ich sehe gerne die Schönen Dinge, wenn ich kann, doch sie überzeugen mich einfach nicht. Sie sind irgendwie nicht stark genug, und lange nicht so schön, wie diese Krankhafte Schönheit des >Schlechtem<.

Äh ja, sry für die Verwirrung. Leider habe ich deine Beiträge nicht ganz verstanden(tut mir leid, ich bin etwas verwirrt zur Zeit).

mfg

Pyarln]assxia


Liebe Hanachan,

ich bin ein paar Tage unterwegs und weiß nicht, ob ich zum Schreiben kommen werde. Ich bin keinesfalls der Meinung, dass man irgendwas unter den Teppich kehren sollte, vor allem, wenn es noch brennt (manches Verarbeitetes kann man allerdings auch mal zu den Akten legen). Deine Antworten auf meine Vorschläge zeigen einen ganz wachen lebendigen Kopf mit jeder Menge Gedanken, Gefühlen, Erfahrungen, Widersprüchen usw. Meine Idee für dich ist, dass du in diesen Wust sowohl Struktur und Ordnung bringst

(wie z.B. in meinem Blick in deine Höhle mit Erfahrungen, die sowohl Halt als auch Hindernis sein können in Form von den Seilen, ; die vollen und leeren Mülleimer, ; den vollen Schränken und Regalen (dein Wissen + Können! auch Ungeklärtes?) und die Ausblicke.... dazwischen ist der Platz für deine Bewegungen und neue Wege frei!!!!)

als auch gewisse neue Gedanken, Denkprozesse und Ziele hinzunimmst, und Umbewertungen vornimmst.

Dazu brauchst du deinen starken disziplinierten Geist!!! Er hat sehr viel Kraft, wie man an deiner Flut von Kommentaren, auf die ich leider nicht alle eingehen kann, zu meinen Sätzen ablesen kann.

Wozu das Ganze Prozedere? Weil du dich im Status A befindest, der dich unzufrieden macht, und du dich in den Status B, der dich zufrieden macht, überführen musst.

Das würde bedeuten, dass deine Antworten auf meine Zeilen mehr bewußtes "so, das will ich jetzt schaffen, um mir damit gut zu tun" enthalten müssten. Du Änderungen für dich vornimmst, damit du mehr Boden unter den Füßen bekommst. Damit dieser ganze Zickzackkurs zwischen Extremen und Widersprüchen verringert wird zugunsten von Zielen und Wegen, die du dir aussuchst, weil sie dir besser tun. Versuch bitte, meine Texte nochmal in dieser Richtung wahrzunehmen, schneid dir ganz viele positive Scheiben davon ab ;-).

Lass diese dich quälenden Gedanken mal so gut weg wie möglich. Sie rauben Kraft, die du benutzen kannst, dein System zu sortieren, mit dem Fokus auf positiven Beschlüssen und Taten!!! Versteh das bitte richtig , es geht nicht um leugnen oder weglassen - aber es wird dir gut tun; du schreibst ja selbst irgendwo, dass es fast schon eine Sucht ist, sich in den schlechten Gefühlen zu befinden und sie dann fast gut tun. Es geht darum, die positiven Anteile in deinem Denken zu vermehren - sie als Gegengewicht zu deinen bisherigen schlechten Erfahrungen und Gefühlen, die du schön regelmäßig bedienst, zu setzen. Die schlechten dürfen ruhig mal ein bisschen vernächlässigt werden zugunsten von aufbauenden Taten, Gefühlen, Arbeiten, Aktionen, Gedanken. Take your chance! :-)

Hoffe, ich verwirr dich nicht....

ERstmal liebe Grüße @:) @:) @:) @:) @:)

H<anac%han


Hey Parnassia,

ich verstehe natürlich, dass du meinst, ich sollte diesen Dingen, ihr Gewicht nehmen und mich mehr dem Positiven zuwenden(ohne dabei das Negative zu vergessen, sondern es einfach Mal etwas in den Hintergrund schieben, um mich mehr dem Guten wenden zu können), aber in meinem Kopf klingt das sofort nach Ablehnung des Schlechtem.

Momentam habe ich mich auch dem Positiven zugewendet(was objektiv betrachet nichts positives ist, allerdings vernab von jedem schlechtem).

Ich versuch' jetzt noch Mal deinen Text "anders" Wahrzunehmen, wie du es wolltest;)

Der Ort in meinem Kopf, der Ort wo ich existiere, ist vielleicht verschloßen, aber ich bin dort sicher. Geschützt. Niemand kann dahin. Die Einsamkeit, kann ich so oder so nicht verhindern, also soltle ich sie nutzen. Denn auch Einsamkeit schützt und heilt. Dort in meinem Kopf bin ich geschützt. NIemand kann mich verletzen. Ich kann mich ausruhen, dorthin gehen, meine Ruhe haben, einfach nur existieren und die Forderungen der anderen einmal ausen vor lassen. Und wenn die Einsamkeit zu stark wird, kann ich immer noch versuchen mich mit anderen Menschen zusammen zu setzen, natürlich können sie nicht meinen Geist berühren, doch ihre Worte, kann ich hören, mit meinem Geist. Und so kann ich einen Teil von ihnen aufnehmen, ihre Gedanken hören, ihr lachen hören, und sie vielleicht verstehen, um nicht mehr ganz so einsam zu sein. Man kann die menschliche Einsamkeit nicht auflösen, man kann nur mit ein Paar Mitteln sich dem Geist einer anderen Person annähern, und Worte, welche Bestandteil jeder Geisteswelt sind, und Emotionen, von denen die Geisteswelt geleitet wird, können von anderen Wahrgenommen und Aufgenommen werden. Das ist normal. Sehe ich einen Freund weinen, bin auch ich traurig. Sehe ich einen Freund lachen, werde ich glücklich. Ich übertrage seine/ihre Gefühle auf meine eigenen. Höre ich ihre Worte, erhalte ich einblick in ihre Welt. Doch wenn es mir zu Viel wird, kann ich mich immer noch entziehen, wohl wissend, dass niemand je dorthin gelangen wird(auch wenn ich mir immer und immer wieder einreden muss, das niemand meine Gedanken lesen kann)

Die Traurigkeit, welche mich erfüllt, ist nun Mal bestandteil meines Lebens. Ich muss sie verarbeiten, ich kann nicht ewig mit ihr leben. Und die positiven Dinge, die mir passieren muss ich aktzeptieren, sehen und lernen sie als Grundlage zum Leben zu sehen. Meinen Körper, von dem ich mich abgespalten habe, muss ich aktzeptieren. Er hält mich am Leben. Egal, wie sehr ich meinen Körper verachte, so oder so, ist es mein Körper. Ich muss auf ihn aufpassen und lernen, dass er ein Teil von mir ist. Ich weiß nur noch wie, und ob ich mich dazu überwinden kann, diesen Schritt zu tun. Denn dieser Schritt ist Schmerzhaft, doch reichlich weniger Schmerzhaft, als der andere Weg, den ich jetzt gehe.

Die Positiven Dinge werden mir meinen Platz im Leben geben.

Und die "Seile meiner Erinnerung", müssen sich lockern, sie können mich stützen, doch ich stolpere andauernd. Ich muss loslassen, auch wenn ich das noch nicht will. Und ich muss die Kisten aufreißen und überhaupt erstmal sehen, was da alles ist.

So würde ich deinen Text "anders" sehen, als Wegweiser praktisch.

Leider bin ich eine ehrliche Person. Ich finde diesen Wegweiser schön und danke. Doch als mir (Mal wieder bewusst wurde), dass ich real bin, und dass das alles echt ist, kein Spiel, kein Traum, war mir nach sterben zumute. Ich bin real, und will es nicht sein. Ich will nur im Traum leben, fürs erste. Meine Thera fragt mich, warum ich mich vor meinem Körper ekle und ich bin kurz vorm weinen. Das alles ist Real. Es ist echt. Ich kann es nicht leugnen. Ich bin real. Ich bin keine Illusion. Ich bin hier. Und ich will zurück in die Krankheit, die mich glauben lässt, es sei alles unecht.

Nach dieser Klein-krise bin ich so wie jetzt. Relativ emotionslos und lächelnd(geht beides zur Gleichen Zeit!). Ein Zustand, den ich schön empfinde. Fern jedes Schmerzes. Zwar Fern jedes Glückes, doch ist das Momentan nicht schlimm. Ich wüsste sowieso nicht, wie ich zurückkommen könnte. Ich bin hier, emotionslos, ohne einen klaren Gedanken zu der Realität, die mich gerade umgibt, nur in einer Geisteswelt versunken, schwebe im Nichts, und es ist als würde die Zeit stillstehen. Ich lache, und rede mit dem Nichts um mich... Objektiv gesehen bin ich wohl entgültig verrückt, aber mich interressiert das heute nicht. Ich bin Gefühlsslos und so voller Hoffnung, dadurch mein Glück zu finden. Denn wenn ich mich allen Gefühlen entledige, kann mich auch nichts mehr verletzten. Dann ist es nur ein kleiner Schritt, den ich gehen muss, um mir mein Glück zu nehmen, wie auch immer dies Aussieht.

mfg

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