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Nachts aufwachen wegen Schwindel

AU87A hat die Diskussion gestartet


Hi,

wer kennt folgendes Problem:

ich wache oft nachts aus dem Tiefschlaf auf, hab Herzrasen, und mir ist schwindlig (Augen springen ganz schnell von links nach rechts). Mittlerweile hab ich abneds schon bedenken beim einschlafen, weil ich befürchte, wieder nachts damit aufzuwachen...

kennt das jemand? was könnte das sein?

lg

A87A

Antworten
C/leexni


Was hast du denn noch für Symptome? Hast du das in Intervallen, tritt das regelmäßig auf?

Die von dir beschriebenen Symptome kommen mir sehr bekannt vor: bei mir wurde festgestellt, dass es die Aura einer speziellen Migräneform sind. Untersucht wurde aber noch Lagerungsschwindel, Fehlstellungen der Halswirbelsäule und Probleme mit dem Innenohr.

Spürst du, ob diese Symptome auftreten, wenn du dich umdrehst, oder ist dies egal?

Bei mir ist es öfter ohne, dass ich mich umdrehe. Dieses Augenzucken (Nystagmus) kündigt bei mir einen Migräneanfall an.

Stehst du unter Stress?

Das sind jetzt alles Vermutungen, du wirst nicht drum rum kommen zum Arzt zu gehen :)*.

A<87xA


naja,

ich hab ne art angsterkrankung. ich hab seit fünf jahren ein schwummriges gefühl und abundzu schwindelattacken, vor denen ich mittlerweile richtig angst habe. und nachts kommt es dann eben manchmal zum oben beschriebenen.

Csle6eni


Wenn du schon Angst vor den Attacken hast, kann es sein, dass du dich total verspannst und dadurch dann die Attacken verstärkst. (Wurde mir zumindest so erklärt). Bewegst du dich dadurch weniger? Wie ist deine Kondition sonst so?

Bist du wegen der Angsterkrankung in Behandlung? Hast du ein neues Medikament gegen die Angsterkrankung bekommen? Es könnten dann auch Nebenwirkungen sein.

Hast du denn vor damit zum Arzt zu gehen? :)*

Aw87xA


Hi,

ich war schon zu oft bei zu vielen Ärzten, die mir alle nicht geholfen haben. Hab auch schon ADs genommen, auch das ohne Erfolg. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch versuchen soll...

Z7wac}k44


Hallo A87A, darf ich fragen, welche ADs in welcher Dosierung Du wie lange genommen hast? Könntest Du das "ab und zu" näher definieren (wie oft pro Woche oder Monat)?

C!leenxi


hallo *:),

ich weiß, dass es langwierig werden kann, umso nerviger ist es, wenn die Ärzte einen nicht ernstzunehmen scheinen {:(.

Was wurde denn konkret schon ausgeschlossen?

Führst du ein Schwindeltagebuch? Kannst du selbst schon beurteilen, wann es schlimmer wird? Bei Erkältung?

Mal ne komische Frage: wie atmest du, wenn der Schwindel einsetzt? Hälst du die Luft dann an? Wie ist es, wenn du dich hinlegst? Legst du dich total vorsichtig hin? Atmest du da auch anders?

Bei mir war es schon so, dass ich fast ne halbe Stunde brauchte, ehe ich lag, weil ich Kleinststückchen nur Richtung Matratze bin. Dadurch habe ich mich aber total verkrampft. Das mit der Atmung und mit dem Verspannen bedingt sich dann gegenseitig.

Machst du im Moment eine Diät?

Was hast du für ein Kissen? Bei mir ist es besser geworden, seitdem ich ein Gesundheitskissen habe, was die Halswirbelsäule unterstützt, ohne kann ich überhaupt nicht mehr schlafen.

Und auch nochmal: treibst du Sport und tust was für deine Kondition?

AP87A


@ zwack44:

ich hab vor 5 jahren mit cipralex angefangen (1 tabl. am tag). hab die ein jahr genommen, es war besser und ich hab sie abgesetzt (damals hatte man mir noch gesagt, ich hätte depressionen).

dann war es eineinhalbv jahre besser, ging dann plötzlich wieder los. wieder cipralex (1 tabl.) ohne besserung. dann gewechselt auf trevilor (höchstdosis zum schluss, ich glaub 275 mg). ohne erfolg hab die dann abgesetzt weil es eh nix geberacht hat, habe aber 1/2 jahr gebraucht mit massiven entzugserscheinungen.

ab und zu meint: in unregelmäßgen abständen. im moment häufig, da erwarte 9ich es schon fast, wenn ich nachts aufwache. wenn es mir mental besser ging, war auch das meist besser und ging von 1 mal im monat bis hin zu 1 mal in 3 monaten. was mir aufgefallen ist, ist dass ich oft irgendwas (schlimmes) geträumt hab, an was ich mich dann im moment des aufwachens noch ganzgenau erinnern kann.

@ cleeni

ausgeschlossen wurde so ziemlich alles: Herz, SD, sämtliche neurolo. untersuchungen, computertomograph (dabei ist nur rausgekommen, dass das stammhirn ein klerin wenig zuweit ins rückenmark reicht, aber angeblich ohne probleme), blut, HNO,...

war auch beim orto. der meinte, joa könnte von verspannungen kommen.war dann bei der KG. die wussten auch nich wirklich was damit anzufangen, fanden es seltsam und haben es dann auch hypermobilität in der halsmuskulatur und eine fehlhaltung geschoben - selbst wenn daran was dran sein mag, erklärt das das schwindelgefühl aber nur bedingt (wieso wird es dann durch ablenkung besser?...)

schlimmer wirds bei aufregung, nervosität, oder wenn ich drauf achte. besser seltsamerweise beim fahrradfahren - sobald ich aber runtersteige ist es wieder da.

diät mach ich keine, bin eher zu dünn - und wenn ich auf meine atmung achte, wird mir eher noch komischer

sport treib ich nur bedingt: sitz studiumsbedingt mehr oder weniger den ganzen tag. gehe in letzter zeit einmal die woche badminton spielen und wenns mir ganz beschissen geht, steig ich aufs fahhrrad, weils mir da eben besser geht...

Cbleenxi


auch hypermobilität in der halsmuskulatur und eine fehlhaltung geschoben - selbst wenn daran was dran sein mag, erklärt das das schwindelgefühl aber nur bedingt (wieso wird es dann durch ablenkung besser?...)

darf ich mal kurz grinsen? ;-D :-/ wow.. *g*.. kommt mir auch nicht unbekannt vor ;-). (ja ich weiß, hilft dir nicht).

Mein letzter Orthopäde meinte auch, dass dieses Schwindelgefühl zwar dadurch bedingt werden könnte, aber es nicht die Ursache sei. (Ich schreibe jetzt nicht, was die anderen Orthopäden alles veranstalteten ;-)).

Wenn du schreibst, dass es durch Ablenkung besser wird, kann es schon etwas mit der Atmung zu tun haben, weil du ja selbst schreibst, dass, wenn du direkt darauf achtest, es dir noch komischer wird. Wie schon geschrieben: ich war irgendwann auch so ängstlich, dass ich mich so langsam legte, dass ich schon wieder fast hätte aufstehen können und ja, irgendwann merkte ich da, dass ich da vor Angst, dass der Schwindel einschießt, die Luft anhielt.

schlimmer wirds bei aufregung, nervosität, oder wenn ich drauf achte. besser seltsamerweise beim fahrradfahren - sobald ich aber runtersteige ist es wieder da.

Kannst du beim Radfahren richtig abschalten? Was tust du dann bei Nervosität und Aufregung?

Kannst du beschreiben, ob zuerst das Herzrasen da ist, in der Nacht oder der Schwindel? (Ja ist schwierig, wenn man schläft). Wie wird es dann wieder besser?

Hast du mal deinen Blutdruck messen lassen/ gemessen? Vielleicht auch in solchen Momenten?

Das lange Sitzen ist nicht so optimal, aber das weißt du ja selbst auch. :-/

Z[wack!44


Ja, A87A, Du hast also eine unbehandelte Angsterkrankung. Da stehen im Prinzip 2 Alternativen zur Verfügung: Man versucht, das Problem entweder per Psychotherapie oder medikamentös anzugehen. Über den ersten Weg schreibst Du, soweit ich sehe, nichts; den zweiten hast Du mangels Erfolg abgebrochen. Hast Du das Geschehen im Rückblick mal analysiert? Da fällt doch auf, dass Du zuerst mit und dann ohne Cipralex 2.5 Jahre mehr oder weniger angstfrei leben konntest; mit anderen Worten: ein Psychopharmakum hat schon einmal gewirkt! Es ist schon richtig, dass man nach einem Jahr das Medikament mal absetzen kann, aber wenn man Pech hat, kommt die Krankheit zurück. Du hast dieses Pech gehabt. Es kann auch vorkommen, dass nach einem ersten Absetzen und der Rückkehr der Krankheit das "alte" Medikament nicht mehr wirkt. Genau das ist Dir passiert = zum zweiten Mal Pech. Dass ein Medikament, wie bei Dir Trevilor, nicht wirkt, hört man bei Psychopharmaka öfter als bei anderen Arzneimitteln; solche Patienten sind die Gruppe der sog. non-responder. Unter welchen Umständen Du Trevilor abgesetzt hast (spontan oder schrittweise ausschleichend), kann ich Deinem Bericht nicht entnehmen; vielleicht war es nicht besonders fachgerecht, aber mit dem Absetzen von Trevilor tun sich häufig Patienten relativ schwer.

Danach hast Du praktisch aufgegeben. Ich nehme an, dass Du dann wieder auf die tour des médecins gegangen bist in der Hoffnung, dass man eine organische Krankheit findet und die dann behandelt. Ich kann das gut verstehen, weil mir das ähnlich passiert ist: Man hat alle 2 Wochen andere Beschwerden, bemüht sich um einen Arzttermin und muß dann hören: "ohne Befund - vielleicht psychische Ursachen". Ich erinnere mich, dass ich das dann irgendwann kapiert habe und nicht mehr bei jedem Kribbeln, Schmerz, Zucken oder Gefühllosigkeit zum Arzt marschiert bin.

Ich zweifle ein bißchen an der Qualifikation Deines Arztes: Vielleicht bist Du zu Deinem Hausarzt gegangen; das sind nicht die Leute mit der größten Psychopharmaka-Erfahrung. Weil diese Mittel bosartigerweise nämlich in fast jedem Körper anders wirken, kann man den Erfolg beim einen Patienten nicht ohne weiteres auf den nächsten übertragen. Zu einem erfolgreichen Arzt gehört auf diesem Gebiet lange Erfahrung und ein goldenes Händchen. Die Behandlung ist, wie Du inzwischen selber weißt, für den Patienten nicht immer lustig: Erstens entfalten diese Wirkstoffe ihre Wirkung oft erst nach 2, 4 oder gar 6 Wochen, eventuell muß man dann die Dosis noch steigern, hat möglicherweise mit unerwünschten Nebenwirkungen zu kämpfen, die nach einer Anfangsphase verschwinden können, aber nicht müssen, und falls das Mittel trotz allem nicht wirkt, muß man es absetzen, und dieser Vorgang kann sich in die Länge ziehen. Die Palette der zur Verfügung stehenden Psychopharmaka ist allerdings nicht so schmal, dass man nach zwei Versuchen aufgeben muß.

Das Wichtigste ist in meinen Augen, dass der Patient sein Befinden in Abhängigkeit von Mittel und Dosis protokolliert und immer engen Kontakt zu seinem Arzt hält, damit dieser jederzeit weiß, wie es seinem Patienten geht, und besonders am Anfang einer Behandlung sollten die Konsultationen engmaschig erfolgen, damit Arzt und Patient bei Bedarf gemeinsam entscheiden können, ob die Dosis geändert oder das aktuelle Arzneimittel teilweise oder ganz durch ein anderes ersetzt werden sollte. Das erfordert zugegebenermaßen viel Geduld von beiden Seiten, aber ich glaube, es ist der einzig mögliche Weg zum Erfolg - jedenfalls in Problemfällen.

Wie oben gesagt, kann man Erfahrungen nicht 1:1 von einem Patienten auf den anderen übertragen. Ich will nur anmerken, dass ich im Laufe von vielen Jahren Erfahrung mit über 20 Antidepressiva sammeln durfte. Ohne ADs gäbe es mich heute nicht mehr, ADs haben mich nach meiner ersten schweren Depression wieder arbeitsfähig gemacht und dafür gesorgt, dass ich meinem Beruf nachgehen konnte (manchmal mit ambulanter Behandlung), und ich lese im Forum immer wieder von usern, die sagen, ohne ADs wären sie ihrer Krankheit nicht entkommen. Ich predige deswegen noch lange nicht, dass man ADs unbedingt lieben muß, aber sie bieten immerhin eine Behandlungsmöglichkeit, solange sich keine bessere zu erkennen gibt.

Ich zäume das Pferd mal von hinten auf und behaupte, wenn Du Deine Panik in den Griff bekommen könntest, wäre Dir schon viel geholfen, denn das Schlimmste ist ja die Angst vor der Angst. Ich nehme bei Panikattacken Tavor als Lingualtablette, und in 10-15 Minuten ist die Panik weg. Wegen seines Suchtpotentials ist Tavor nicht zur Dauermedikation geeignet, aber wenn man es maximal 1-2 Wochen lang dauerhaft oder auch längere Zeit maximal zweimal pro Woche braucht, wird man sicher nicht abhängig. Der zweite Schritt wäre dann die Suche nach einem Arzneimittel, das Dich dauerhaft stabilisiert, unter Anleitung eines kompetenten Psychiaters. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass Du Dein Problem damit loswerden kannst.

Dieser Beitrag ist etwas länglich geworden, aber ich hoffe, dass er für Dich die eine oder andere Anregung enthält. Alles Gute!

A 8:7xA


hallo zwack 44:

vielen dank!

A:87xA


ich frag mich halt was genau es ist. bei mir steht nämlich oft das schwindlige gefühl im vordergrund, also es gibt auch zeiten, in denen ich angstmäßig ganz gut drauf bin und trotzdem ist mir schwummrig. und umgekehrt: mir gehts mental recht bis richtig gut und die kleinste schwindelattacke reicht aus, um mich mental total fertig zu machen. deshalb frag ich mich, ob es nicht eher ein phobischer schwindel als eine reine angsterkrankung ist.

außerdem ist es wenn es so wie im moment dann ganz schlimm ist, so dass ich nur in mich rein höre, ich herzrasen hab, mir schwummrig ist, ich total nervös und zittrig bin und einfach die ganze zeit nur heulen könnte. dann kommt die angst dazu, die uni (klausuren) nicht zu bestehen, diesen scheiss nie wieder loszuwerden usw.

trevilor hab ich langsam ausgeschlichen, nachdem mein arzt (neurologe) meinte, ich solle sie sofort absetzen um dann 2 tage später ein neues medi zu nehmen (mirtapzin, glaub ich; was ich dann nicht getan habe, weil ich so heftige entzugserscheinungen hatte und dann auch die schnauze voll von ad's.)

in psychotherapie bin ich auch seit fast 2 jahren - auch ohne erfolg.

das einzige was mich eingermaßen beruhigt ist die anwesenheit meiner freundin...

A=87A


außerdem kommen dann so sachen dazu wie: ich kann nicht die augen schließen, ohne dass mir komisch wird und schwindlig; wenn ich zum arzt muss, ist es ganz schlimm, sogar bei der KG und in einem kurs zum autogenen training war es so (letzteren habe ich dann sogar abgebrochen, weil er mich aus einer recht guten phase in die jetzige lage zurückkatapultiert hat) und halt eben ständig der gedanke, wie ich mein leben mit der sache meistern soll...

A>87A


@ cleeni:

bei dir escheint es ja auch besser zu sein:

hattest du auch eine angsterkrankung? was hat dir letzlich geholfen?

Kketzexrin


In der aktuellen Apotheken-Umschau (15.11.2009) ist auch ein Artikel zu Schwindel 'drin "Schwindel - wenn sich alles dreht", vielleicht ist der auch von Interesse für dich.

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