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Sich selbst verletzen für Krankschreibung

h$eli0opxhat hat die Diskussion gestartet


Was haltet Ihr von einem Menschen der sich um eine Krankschreibung zu bekommen selbst verletzt. Mir ist ein solcher untergekommen. Er ist total überarbeitet, anfällig für Depressionen und eigentlich ein total verantwortungsbewuster Mensch. Scheint aber mit seiner Energie am ende zu sein. Ist auf seinen Job angewiesen und brauch ihn auch. Urlaub kann er nicht nehmen.

Ich riet ihm er solle zu seinem Arzt ehrlich sein und sich überweisen lassen zu einem Spezialisten. Und er soll auch das Gespräch mit seinem Chef suchen wegen der überforderung. Aber beides verneint er. Er brauche nur eine Auszeit von ein paar Tagen. Im Dezember würde es sich einiges ändern und er würde arbeitstechnisch wieder zurecht kommen.

Ich würde ihm gerne helfen, weis nur nicht wie.

Antworten
hmelRio4phaxt


Huhu...

LUumik?udu


Hallo,

sag deinem Bekannten bitte, dass er sich auf keinen Fall selbstverletzen soll!

Er sollte zu seinem Hausarttz gehen und ihm ehrlich sein Problem schildern.

Ein Hausartz kann soweit ich weiß, bis zu 2 Wochen krankschreiben, wenn es um einen psychischen enbruch oder Burnou kommt. Wenn das problem länger bestehen sollte, muss allerdings ein Psychiater krank schreiben.

Es ist wirklich keine selbstverletzung erforderlich, nur um ein paar Tage auszeit zu bekommen. So eine Situation sollte jeder Art verstehen.

Wenn dein Bekannter allerdings schon solch drastische Maßnahmen ins Auge fasst, sitzt die Verzweiflung bei ihm wohl doch schon recht tief. Er sollte das auf jeden Fall beobachten und eventuell psychiologische Hilfe in anspruch nehmen.

hKeliYophxat


Ich habe Ihn dabei ertappt wie er sich ein Rundholz vor die Stirn haute um eine Beule zu bekommen um einen Treppensturz zu simulieren. Werde heute nochmal mit ihm daruber reden. Er ist auch anfällig für Depressionen. Hatte sie vor ein paar Jahren mal, ist aber laut eigener Aussage darüber hinweg.

1VFenjxa1


Ich kann mich Lumikuu nur anschließen. Dein Freund sollte sich seinem Hausarzt anvertrauen. Der kann ihn dann zunächst einmal krankschreiben und ihm zudem eine Überweisung zum Psychotherapeuten o.ä. ausstellen.

Die kurze Auszeit wegen der selbst herbeigeführten Verletzungen wird deinen Freund nicht weiterbringen. Selbst wenn es ihm nach ein paar Tagen besser gehen sollte, so wird die nächste Überforderungssituation schon bald wieder vor der Tür stehen. Was will er dann tun? Sich erneut irgendwelche Rundhölzer vor die Stirn hauen? Darüber hinaus kann man natürlich nie wissen, was man versehentlich alles kaputt macht, wenn man sich selbst verletzt. - Besonders am Kopf... :-o

Außerdem sind Ärzte ganz nicht doof. Sollte dein Freund sich auffällig oft mit Verletzungen vorstellen (die alle an Körperstellen liegen, die man selber gut erreichen kann), so könnte es passieren, dass der Hausarzt irgendwann hellhörig wird und bspw. an das Münchhausen-Syndrom denkt. Spätestens dann müsste dein Freund sich sowieso "outen". - Und ich stelle es mir ehrlich gesagt sehr peinlich vor, wegen so etwas enttarnt zu werden.

Also: Sprich mit ihm und bewege ihn dazu, lieber gleich ehrlich zu sein. Nur so wird er irgendwann wieder ganz auf die Beine kommen.

hjeli[ophxat


Also er hat es noch nie vorher gemacht. Jedenfals hat er noch nie Verletzungen gehabt die eine Krankschreibung folgen ließen. Ich habe ihn ja auch erst ertappt als er sich das ding das gerade vor die Stirn klatschte. War ne saublöde Situation. Er erzählte mir dann die Geschichte:

Die Überforderung kommt daher das er momentan die Arbeit für drei Kräfte machen muss. In seinem Bereich sind normlerweise drei verantwortlich. Aber eine hat gekündigt und sich krankschreiben lassen, der andere war zwei wochen krank und ist nun im Urlaub in Australien. Und es sind noch zwei der Hilfskräfte ausgefallen. Ab kommenden Monat werden zwei neu eingestellt. Er sprach seinen Vorgesetzten darauf schon an, bekamm aber anscheinent kein Verständniss. Er bekamm wohl nur gesagt das "er als Vorgesetzter ja auch täglich 14 Stunden arbeitet".

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