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Angst vorm Schwul/Bi sein

alur+orain19 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich hoffe ich finde hier etwas Hilfe. Seit geraumer Zeit plagt mich immer über ein paar Tage/Wochen eine Angst. Das kommt einfach so und geht einfach so..hatte das bis jetzt vielleicht 2-3 mal wiegesagt über so einen Zeitraum. Und zwar ist es die Angst Bi oder sogar Schwul zu sein.

Ich bin m19 und hatte nie einen sexuellen Gedanken mit einem Mann. Ich hatte mehrere sexuelle weibliche Kontakte, aber nie hat es wirklich gepasst. Mit vielen hatte ich nur Petting und richtigen Sex nur ein paar mal. Eine längere Beziehung hatte ich auch noch nie. War 2 mal sehr verliebt..mit einer war ich etwas zusammen und mir hat es nachdem sie Schluss gemacht hat fast das Herz zerrissen und ich kam einige Monate kaum klar. Wenn ich Frauen näher kam war ich immer sehr erregt. Bei manchen sogar schon bei einem Kuss oder einer bestimmten Geste. Bei der Selbstbefriedigung stelle ich mir schon immer Mädchen/Frauen vor. Meist sind es irgendwelche aus dem Umfeld die ich schon immer ansprechend fand oder halt welche aus der Schule.

Die Gedanken von dem Schwul sein sind schwer zu erklären. Ich gehe zwar manchmal über die Straße und sehe Männer die gut aussehen, aber das ist eher bewertend und ich denke das ist normal. Ich stelle sie mir nicht nackt vor oder könnte mir was mit Ihnen vorstellen. Diese Angst vor dem Schwul/Bi sein führt sogar dazu, dass ich ausprobiere mich anal irgendwie zu befriedigen. D.h. ich habe mir mal einen Finger hinten reingesteckt. Das ging aber nur unter der Dusche, da ich es eigentlich sehr eklig finde den After zu berühren geschweige denn sowas zu tun. Angemacht hat es mich nicht. Ausserdem schaue ich mir teilweise Gaypornos an, um zu "testen" ob ich das geil finde. Sonen Porno habe ich noch nie geschaut, weil ich Lust dazu hatte, sondern immer nur als quasi "Test".

Ich weiss nicht was ich noch groß schreiben soll. Diese Angst macht mich teilweise sehr fertig.

Sie ist vergleichbar mit anderen Ängsten die ich ab und zu habe. Und zwar bin ich "leichter" Hypochonder nach eigenem Urteil.

Ich kriege sehr sehr schnell Angst vor Krankheiten, insbesondere Krebs (wenn ich irgendwas an meinem Körper feststelle) oder AIDS (nach meinem letzten Sex wo ich nicht alles perfet kontrolliert hatte). Wenn ich eine Angst derart habe ist das mit dem Schwul sein kein Thema..da denk ich gar nicht dran. Genauso könnte es sein, dass diese Angst morgen wieder weg ist, mich das ganze Männerzeugs mich Wochen nicht beschäftigt, aber dann irgendwann wiederkommt.

Dadurch, dass diese Angst jetzt schon 1-2 mal weg war und dann wiederkam habe ich noch mehr Angst Schwul zu sein beziehungsweise Bi, denn Frauen machen mich sehr an.

Ich hoffe ihr könnt mir auf irgendeine Weise helfen. Ich war mir immer 100% sicher hetero zu sein, aber diese Angst macht mich fertig. Ich weiss , dass Bi/schwul sein nicht schlimm ist, aber ich habe dennoch immense Angst davor.

Mfg

Antworten
s7omeo:ne t4o t;rus9t


Hallo auroran19,

Ich weiss , dass Bi/schwul sein nicht schlimm ist, aber ich habe dennoch immense Angst davor.

Warum? Genau da musst du weiterdenken: Was verbindest du mit dieser Angst? Was stellst du dir vor, würde passieren, wenn du es wärst - was genau ist der Katastrophengedanke daran?

Fürchtest du dich vor dem Unkonventionellen? Hast du Angst, ausgegrenzt/verstoßen zu werden von intolerantern Familienmitgliedern?

Warum sollte etwas nicht mit dir stimmen, wenn es so wäre?

Ich denke übrigens, schwul bist du bei weitem nicht, du willst aber mit jedem Fall ausschließen, dass du es bist. Auch da musst du ansetzen - prüfe mal deine wahren Einstellungen zum Thema Homosexualität. Bist du wirklich überzeugt davon, dass es nichts Schlimmes ist?

Fragen, die du für dich klären musst. :)^

LG

a%ur6or8a8nx19


Ich habe natürlich auch Angst vor den Problemen im Hinterkopf, die so etwas mit sich bringt. Freunde, Familie, und so weiter. Aber das ist nicht die Hauptangst. Die Hauptangst ist soweit ich das einschätzen kann die vor der Sache selbst. Ich fand es immer abstossend, kann kaum meinen eigenen After, geschweige denn andere berühren.

Meine Einstellung zu Homosexualität war immer: "Habe ich kein Problem mit, wenn ich nichts damit zu tun habe." So ist sie immernoch, aber diese Angst stellt halt momentan alles in Frage. Wenn die Angst weg ist, ist das alles vorm Tisch..ich kann drüber lachen.

Sollte ich mal zum Psychologen gehen?

M;ichIaHFuxBi


Bi´s haben doch die doppelte Auswahl -.-.--.

AQzazhixl


Vielfach wird der Kinsey-Report zitiert, der 1948 zwischen 90 und 95 Prozent der Bevölkerung als "bis zu einem gewissen Grad bisexuell" einstufte.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Bisexuell]]

Ja vermutlich bist du bisexuell.

Diese Angst vor dem Schwul/Bi sein führt sogar dazu, dass ich ausprobiere mich anal irgendwie zu befriedigen. D.h. ich habe mir mal einen Finger hinten reingesteckt. Das ging aber nur unter der Dusche, da ich es eigentlich sehr eklig finde den After zu berühren geschweige denn sowas zu tun. Angemacht hat es mich nicht.

Und was hat das mit schwul/bi sein zutun?

das bedeutet höchstens, dass du nicht auf passiven analsex stehst.

aber sich mit der hau-ruck-methode ohne gleitcreme und vorbereitung den finger in den arsch zuschieben macht wohl niemand spass.

Sie ist vergleichbar mit anderen Ängsten die ich ab und zu habe. Und zwar bin ich "leichter" Hypochonder nach eigenem Urteil.

und nur hier liegt das ganze problem, keine sorge du bist in bester gesellschaft, in diesem forum ist min. 1x die woche irgendein panik-thread von einem verklemmten wie dir.

a%uroqrana1x9


Auf aktiven stehe ich ganz sicher nicht.

Habe eher Angst vor dem passiven..dass ich daran irgendwie Gefallen finden könnte. Wo war das die Hauruck-Methode? Ich habe es mMn bloss ausprobiert.

Ich glaube du fühlst dich von meinem Thread etwas angegriffen.

Mfg

Dsumxal


auroran19

Sollte ich mal zum Psychologen gehen?

Das würde sicherlich nicht schaden. :-/

a{urofran19


push

a$uroLrMan19


Kann mir niemand dabei helfen? Ich habe gehört, dass solche "Ängste" öfter vorkommen und unter eine bestimmte psychische Erkrankung fallen.

Mfg

D&uzmaxl


auroran19

Hast du dir denn inzwischen konkreter überlegt, ob du dich nicht an einen Fachmann wenden willst? Ich halte es wie gesagt für eine gute Idee. :-/ Ängste zu haben ist ja nichts schlimmes, aber in dem Ausmaß wie aus deinen Beiträgen ersichtlich, ist das ja eine unglaubliche Belastung.

TQumtFum4x6


Also... ich denke das ist bei dir jetzt eher so n Identity-Ding.. Findungsproblem.. wer bin ich.. wo gehör ich hin.. wo ist mein Platz auf dieser großen runden Kugel. Du hast überhaupt keinen Grund Dir über irgendetwas in dieser Hinsicht problematische

Gedanken zu machen. Eigentlich sagst du, daß dich Männer eigentlich nicht antörnen und von der Anziehung her nicht

sonderlich reizen. Woher die Phobie, sich darüber nun den kopp zu zerbrechen, daß du schwul sein könntest. Ich schreib das Wort 'schwul' nur wenns nicht anders geht, weil ichs zum Kotzen finde. Jeder ist total individuell und dafür gibt es keine Raster. Alleine Homosexualität könnte man in x-fache Bereiche aufteilen. Und es ist auch nicht so, daß du wie n Wahnsinniger auf Frauen abfahren mußt, nur weil Männer recht wenig bei dir auslösen. Es gibt Leute, die würden mit 5 Mädels von 10 schon mal nen Kaffe trinken.. und welche, die würden es mit Fünfen von 100 vielleicht machen. Es gibt keine Norm und ich verstehe auch nicht aus deinem Text, das jemand auf die Idee kommen könnte, du wärst 'Bi'. Du bist weder das eine noch das andere sondern nur genau DER Typ, der du numal bist. Irgendwann kommt da mal eine 'Person' für die dein Herz wieder anfängt zu schlagen, vielleicht war deine alte Beziehung so intenstiv und besonders für dich, daß da erst überhaupt mal jemand kommen muß, der/die das toppen könnte. Mach dir nicht so viele Gedanken, und sieh nicht hinter jedem Baum einen Schatten. Das ist nämlich etwas, was immer mehr wird überall und was vieles kaputt macht an Lebensqualität. Diese ganze Scheiße, wie jemand zu sein hätte.... das ist alles n Haufen Mist.

Du bist vielleicht jemand, der entdeckt werden muß, um den man länger kämpfen muß um ihn zu erobern, und dabei ist es völlig egal ob das ein total süsser Junge ist oder eine Zaubermaus ist :) Hauptsache es ist eine tolle Person und edles Wesen.

sfweHetoranxge


Lieber auroran19,

wie einige schon geschrieben haben, fände auch ich den Gang zu einem Experten angebracht.

Mir scheint deine Ängste liegen tief. Dein Beitrag liest sich ein bisschen so, wie die "Angst vor der Angst".

Jeder leidet hin und wieder an Ängsten, das ist normal. Wenn dich dieses Problem jedoch dermaßen "fesselt", dass du im Alltag nicht mehr klar denken kannst, sondern es nur noch um die Angst geht, brauchst du Hilfe. Und zwar professionelle Hilfe. Sonst drehst du dich im Kreise.

Deshalb muss ich mich hier wiederholen: bitte wende dich an einen Fachmann. Nur er kann dir helfen und mit dir die wahren Gründe offenlegen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.

F{raRnkfu[rter2x2


Hallo Auroran,

also, ich schließe mich definitiv der Meinung von tumtum46 an. Immer direkt zum Therapeuten rennen bringt nichts, es sei denn, es kommt so oft vor, dass du das mehrmals die Woche durchmachst und das dann auch über einen langen Zeitraum am Stück.

Ich erzähl dir mal eine kleine Geschichte:

Als mich mein erster Freund verlassen hatte, brach er mir das Herz. Ich dachte ich drehe durch, bin morgens mit Herzrasen aufgewacht und mit demselben ins Bett. Ich konnte nicht klar denken, mein Studium bzw das Semester ging komplett den Bach runter. Ich ging damals zu einer Therapeutin und weißt du was ??? Nach einigen Sitzungen meinte sie zu mir, ich sei komplett gesund, das einzige was bei mir war, ich hatte die erste große Liebe verloren. Kennst du das Lied "First cut is the deepest"? Vielleicht ist das bei dir genauso, vielleicht brauchst du einfach jemanden, der dir und deinem Herzen wieder die Lebensfreude einhaucht :-)

Das andere, wo ich tumtum auch zustimme, du bist auf der suche nach dir selbst. wo gehörst du in dieser großen weiten welt hin? Diese Ängste machen viele durch, bzw auch diese Suche. Und die Frage, auf welches Geschlecht stehe ich eigentlich, machen sicherlich auch einige durch. Und was du durch machst gehört zum Erwachsenwerden, weiß, es hört sich doof an ;-)

So...sollten nun aber diese Ängste öfters auftreten, mehrmals pro Woche, pro Monat und sie sind anhaltend dauern auch einige Tage und Wochen am Stück an, dann würde ich dir empfehlen, zu einem Therapeuten zu gehen.

Ich möchte auch ganz klar an dieser Stelle sagen: Nur weil du zu einem Therapeuten gehst, heißt noch lange nicht, dass du einen an der Schüssel hast. Es kann sein, dass du einfach jemanden brauchst, um darüber zu reden und du sozusagen gecoacht wirst :-)

egal wie, ich wünsche dir alles alles gute!!! :)*

r|ickyxsmaus


hallo!

also ich würd auch mal sagen,nen therapeut wär nicht schlecht.denn wie du schreibst hast du ja noch andere probleme,also z.B. angst vor krankheiten o.ä.das ist shcon was ernstes und kann sich weiterentwickeln zu noch größeren ängsten.

also meine meinung ist:du bist nicht schwul!aber ich glaube mal,daß du dir trotzdem deine gedanken machen wirst,egal wie oft man es dir sagt.ich kenne ängste sehr gut,habe viel damit zu kämpfen.auch diese angst vor krankheiten z.B. :)* :)* :)* :)* :)*

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