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Allergie oder Serotonin-Schock???

gUilOmor*e1x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo, gestern ist mir was passiert. Sowas hab ich noch nie erlebt.

Nahm bis Donnerstag Mirtazapin 22,5 .

Keine großartige, langfristige Besserung meiner Depression und angstzustände..

Deshalb habe ich auf Empfehlung meines Arztes angefangen, Trevilor 37,5 retard Kapseln einzunehmen.

Samstag abend war die erste Einnahme. Nachts war mir unheimlich kalt und ich habe es auf die frostigen Temperaturen im Moment geschoben. Als ich morgens ca. 1 Stunde auf war, überkam mich plötzlich eine brennende Hitzewelle ( als ob mein Körper in Flammen aufgeht) am ganzen Körper, das wiederholte sich im Laufe des Vormittags noch mehrere Male, dazu Puls von 120 und Unruhe.

War das wohl eine allergische Reaktion oder einfach zuviel Wirkstoff auf einmal, der eine zu hohe Serotoninausschüttung verursacht hat( aber doch nicht sofort nach der ersten Einnahme??)

Rätsel, rätsel!!

Muß dazu sagen, das mein Arzt mir gesagt hat , ich soll das Mirtazapin ausschleichen, von Donnerstag auf Samstag ( wahrscheinlich zu Kurzfristig?)

.

??

LG

Antworten
Zewalckx44


Zunächst wundert mich die Mirtazapin-Dosis. Kein Wunder, wenn sich Deine Beschwerden mit 22.5 mg kaum gebessert haben. Die Initialdosis liegt bei 30 mg/Tag, die Erhaltungsdosis bei 30-45 mg/Tag. Wie alt und wie schwer bist Du?

An ein Serotonin-Syndrom glaube ich nicht, schon aufgrund der geringen Mengen. Die Trevilor-Nebenwirkung "Hitzewallungen" paßt wohl auch nicht so richtig. Was ist denn heute bei der Einnahme passiert?

guiAlZmorex18


Hallo Zwack,

ich bin 36 Jahre,wiege 66 kg und bin 1,72 m.

muß dazu sagen,das mir im Sommer 2008 die Schilddrüse entfernt wurde und ich momentan 100 µg L-Thyroxin einnehme.

Gestern hatte ich keine Probleme, da habe ich meine Schilddrüsenhormone einfach zum Frühstück genommen und nicht direkt nach dem Aufstehen, wenn der Körper noch auf Sparflamme läuft .

Am Sonntag und heute -hatte ich wieder die gleichen Beschwerden- fingen die Probleme ca. 20 Minuten nach der Einnahme meiner Hormone an. Starke Unruhe, brennende Hitzewallung (nicht mehr ganz so stark wie Sonntag).

Bin dann heute morgen zum Endo zur Blutabnahme, der meinte, es läge daran, das Mirtazapin viel zu schnell ausgeschlichen wurde ( 1,5 tage) und das davon kommt, aber das die Schilddrüsenhormone ein Auslöser sein können, das mein körper dann so reagiert.

Hoffe, ich bekomme morgen meine Ergebnisse.

Mirtazapin habe ich selber so niedrig gehalten, weil ich echt keinen Bock hatte, soviel an Gewicht zuzunehmen. Hatte gerade mühsam 8 Kg runtergehungert. Wirkte auch erst mit 15 mg gut, dann kamen wieder ziemliche Probleme auf mich zu und ich ging auf 22,5 ( aber immer mit Einverständnis meines Arztes). Dann habe ich sofort 5 kg mehr drauf gehabt. Und besser ging's mir mit den neuen Pfunden erst recht nicht. Ängste und Unruhe kamen wieder neu dazu.

deshalb der Wechsel zu Trevilor.

Danke für deine Antwort. Gruß

gQilmyore1x8


Ach so, das Trevilor habe ich jetzt nicht mehr genommen.

Warte bis nach Weihnachten.

ZYwFac}k4x4


Hallo gilmore, Du hast noch nicht verraten, in welchen Schritten Du zu den 100 µg LT gekommen bist. Wenn man davon ausgeht, dass man pro kg Körpergewicht etwa 2 µg LT pro Tag braucht und Du keine SD mehr hast, die teilweise mitproduziert, ist jedenfalls kein Wunder, dass Du Dich nicht in einer ausgeglichenen Stoffwechsellage befindest; 130 µg LT bräuchtest Du wohl schon, vielleicht auch 150. Da beißt keine Maus einen Faden ab. Kommen wir jetzt zur Dosissteigerung. Da reagiert mancher Patient relativ problemlos, andere sehr empfindlich. Je nachdem, zu welcher Gruppe man gehört, steigert man mehr oder weniger vorsichtig. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob Du vor Deiner SD-OP schon in einer Unterfunktion warst. Falls ja, wären Beschwerden mit LT verständlicher, weil sich Dein Körper ja erst langsam an eine höhere (richtige) Dosis gewöhnen muß. Es kann beispielsweise sein, dass der Körper erst zusätzliche Rezeptoren bilden muß. Solange die noch nicht einsatzfähig sind, kann es zu körperlichen Beschwerden kommen. Wie es auch sei, je näher man der optimalen LT-Dosis kommt, desto vorsichtiger muß man sich manchmal anpirschen. In diesem Zusammenhang: Es gibt in der Apotheke auch LT-Tropfen, mit denen leichter "krumme" Mengen dosiert werden können. Das Prinzip sollte immer sein: 4-6 Wochen nach der Dosissteigerung eine Bestimmung der SD-Werte, damit man weiß, wo man gelandet ist und wie schnell man weitersteigern kann, und danach dann die nächste Steigerung.

Weiter kenne ich Deine Geschichte nicht ganz, also z.B. ob Deine Depression eine direkte Folge einer SD-UF oder davon unabhängig sein könnte. Aber kurz und gut: An einer dieser beiden Stellschrauben würde ich an Deiner Stelle schon drehen, damit das "normale" Leben mal wieder in greifbare Nähe rückt. Wenn Du auf Trevilor gut reagiert hast, würde ich das doch bis auf weteres nehmen, damit die Feiertage nicht allzu traurig werden.

Im neuen Jahr sollte es dann zügig zur Sache gehen. Alles Gute!

g5illmore118


Hallöchen,

habe heute meine werte bekommen, die freien Werte sind okay, aber der TSH ist innerhalb von 4 Wochen von 1,49 auf 4,19 hoch, soll nun wieder meine alte Dosis von 112,5µ nehmen, erklärt dann sicher auch die Gewichtszunahme von 5 kg in 2 Wochen, unterstützt vom Mirtazapin. Der Depression war das sicher auch zuträglich, in 4 Wochen gehe ich dann wieder zur Blutabnahme, bis jetzt kenne ich nur die Überfunktion, habe das auch immer selber gemerkt, wenn da was nicht stimmte, da mir dann die Augen anfangen wehzutun ( hatte damals beginnende EO).

Meine Anfangsdois nach der OP war 125µ, war aber zuviel, ich war total hibbelig und wie gesagt, meine augen taten weh. Deshalb runter auf 112,5µ.

Vor 3 Monaten waren die Werte wieder eher leicht ÜF-mäßig, deshalb dann runter auf 100µ.

Die Depression wurde ausgelöst aufgrunde von argen Problemen, die ich schon mein ganzes Leben mit mir rumschleppe, aber schlechte SD-Werte machen die Sache ja auch nicht besser.

Nochwas zum AD.

Ich nehme seit gestern abend wieder 7,5 mg Mirtazapin, ab heute abend wieder 15 mg, die Symptome, die ich ganz oben genannt habe, sind wirklich Absetz-Symptome, steht im Beipackzettel, auch diese brennende Hitze( genannt Parästhesie- oder so ähnlich. Empfehlung von meinem Endo. Trevilor wird dann jetzt zusätzlich langsam eingeschlichen, dann ersrt Mirta wieder ausschleichen ( über einen längeren Zeitraum). Heute morgen habe ich sofort Zincum valeria--dingsbumms ( Supermittel gegen Angst und Unruhe)eingenommen, hat super geholfen, die Schilddrüsenhormone später genommen, nix ist passiert.

Vielen Dank, Zwack, für deine Mühe.

Gruß und schöne Feiertage

ZGwack(4x4


War Mirtazapin nicht das Mittel, bei dem die Ratten wie verrückt anfingen zu fressen, wenn man es ihnen gab? Gewichtszunahme ist leider eine sehr verbreitete AD-Nebenwirkung. Eine der wenigen Ausnahmen: Bupropion. Was den AD-Wechsel angeht, bin ich da nicht so empfindlich. Die meisten AD-Wechsel habe ich als fliegende Wechsel (ohne Ein- und Ausschleichen) praktiziert und bin damit gut gefahren. Muß aber nicht heißen, dass andere das auch gut vertragen.

Ich glaube, das Du mit 112 µg LT auf Dauer nicht auskommen wirst, aber Prognosen dazu braucht man eh nicht. Es wird halt in regelmäßigen Abständen gemessen, und dann zieht man seine Schlüsse daraus.

Auch Dir frohe Feiertage und guten Rutsch!

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