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Meine blinden Wutanfälle...

A*my8x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Kennt ihr das Gefühl der Ohnmacht, wenn man vor lauter Wut und Verletztheit nicht mehr klar denken kann?

Wenn mich jemand oder etwas auf die Palme bringt, dann schält bei mir häufig im Kopf etwas ab. Dann werde ich so sauer, dass ich andere Menschen mit Aussagen verletze. Dass ich manchmal daran denke, wichtige Dinge hinzuschmeißen.

Manchmal denke ich dann sogar, dass es besser sei, wenn ich tot bin.

Leider sind meine blinden -jedoch nie grundlosen - Wutanfälle schlimmer geworden, was wohl daran liegt, dass ich in kurzer Zeit ziemlich viel abgenommen und seitdem ein schlechteres Nervenkostüm habe als früher...

Nun möchte ich fragen: Habt ihr mir ein paar Tipps, wie ich in solchen Situationen der Verzweiflung, Wut und Enttäuschung meine Gefühle möglichst unter Kontrolle halten kann? Denn ich habe manchmal Angst vor meinen eigenen Gefühlen und Gedanken.

Bitte helft mir...

Antworten
QhwertSzKlexr


Hey Amy88, :-)

ich kenne das Problem. Es ist genauso wie du's geschildert hast. Bringt mich jemand auf die Palme durch nervige Aussagen die in meinen Augen provokant sind, und hört nicht auf damit, kann es sein, dass ich etwas lauter werde. Hängt auch von meiner aktuellen Gefühlslage ab. Manchmal schaffe ich es mich zu beherrschen, aber manchmal kommt es auch vor, dass mein Verstand sich ausschaltet und eine Art "Berserker" einschaltet, der sich jetzt irgendwie Luft machen muss.

Als Beispiel sind mir noch folgende Situationen bekannt. Ein Klassenkamerad hatte es den ganzen Tag geschafft mich mit dummen Kommentaren zu nerven. Erst waren es simple Dinge, z. B. nach Falschmeldungen o. ä.. Als er dann aber anfing zu behaupten, meine Freundin sei nur aus Mitleid mit mir zusammen bzw. ich täte lügen, dass ich eine hätte, ging mir der Hut hoch und der Verstand schaltete ab. Von einer Sekunde auf der anderen war mir nichts wichtiger, als diese Person niederzumachen. Gottseidank nur mit Worten. Allerdings mit dem bösen Nachsatz: "Wenn du nicht in der Lage bist mit Kritik umzugehen, solltest du dir Konsequenterweise eine Kugel durch den Kopf jagen." fing ich mir einen Verweis ein. Verständlich. Aber ich bereue es nicht und stehe zu meiner Aussage. Das hat was mit Respekt verschaffen zu tun, in meinen Augen. Wenn ich jetzt nicht "Schnautze!" sage, wann dann sonst?

Auch wenn ich einen herben Rückschlag, durch Trennung, schlechte Schulnote, erlitten habe, kommt dieses Gefühl auf. Dann aber keine Wut, oder Bosheit. Reine Verzweiflung. Mir sieht man diese Angepisstheit förmlich an, ziehe ein Gesicht wie 8 Tage Regenwetter und bin ersteinmal Stunden nicht ansprechbar. Das legt sich mit der Zeit. Aber jeh nach "Schlimme" des Falls, stehe ich auch kurz vor'm Freitod. Aber ich kann dann noch so rationell Denken, dass ich weiß, das es vorbei geht.

Tipps in solchen Situationen? Zum "Cool bleiben!" ist das schon zu spät. Also muss vorher etwas passieren. Ablenken und ähnliches klappt nicht immer gut. Und wenn ich ehrlich bin weiß ich auch keine 'richtigen' Tipps, sondern kann dir nur sagen, dass es jemanden gibt der dich verstehen kann. Und es gibt wahrscheinlich noch viiieeellll mehr die das können.

Ich hätte aber noch ein paar Fragen an dich.

Manchmal denke ich dann sogar, dass es besser sei, wenn ich tot bin.

Erinnerst du dich an eine Situation wo du das sein wolltest?

Leider sind meine blinden - jedoch nie grundlosen - Wutanfälle schlimmer geworden [...]

Inwiefern? Wie oft hast du diese? Wöchentlich? Und vorallem zu welchen Situationen Konkret?

Gruß und Schönen Abend, *:)

Qwertz

SJturxm


@ Amy

Nun möchte ich fragen: Habt ihr mir ein paar Tipps, wie ich in solchen Situationen der Verzweiflung, Wut und Enttäuschung meine Gefühle möglichst unter Kontrolle halten kann? Denn

Versuche doch mal dich mit Sport "abzureagieren". Ich kenne einige wenige, denen daß sehr geholfen hat. :)*

C@hwanceT007


Hallo Amy,

Könnte es sein, daß diese Wut, die sich bei solchen Gelegenheiten entlädt, eigentlich gegen Dich selbst gerichtet ist? Du sozusagen nur einen Auslöser brauchst, um sie freizusetzen? Daß es dabei gar nicht wirklich um Dein Gegenüber geht?

Ich würde vermuten (aber auch nicht mehr! ;-) ), daß da ein großer Zusammenhang mit dem Selbstwertgefühl besteht. Tiefe innere Verletztheit - vielleicht vor langer Zeit entstanden. Die äußere Balance magst Du gefunden haben (z.B. durch die Gewichtsabnahme). Die innere jedoch läßt sich nicht überlisten. Du machst eventuell Deinen Selbstwert zu oft vom Urteil anderer abhängig. Dies zu fühlen in solchen Momenten - daß Dich andere so sehr aus der Balance schubsen können - macht ohnmächtig, hilflos und wütend (auf sich selbst).

Bin gespannt, wie Du das siehst.

LG @:)

A9my8x8


Erstmals: Vielen vielen Dank für eure hilfreichen und interessanten Beiträge!

@ Qwertzler:

Ja, ich kann mich gut an die letzte Situation erinnern, als ich dachte, dass ich ja genauso gut tot sein könnte. Ich hatte Streit mit meinem Freund. Er hat mich in den letzten Wochen öfters enttäuscht - häufig, weil er Verabredungen nicht eingehalten hatte, auf die ich mich sehr gefreut habe.

Zugegeben: Ich reagiere da sehr empfindlich, weil wir ohnehin eine Fernbeziehung haben und meiner Meinung nach zu wenig Zeit miteinander verbringen. =(

Ich hänge sehr an ihm. Unter der Woche komme ich wunderbar ohne ihn klar, doch am Wochenende, wenn er hier ist, halte ich mir jede Sekunde frei, um flexibel zu sein und Zeit mit ihm zu verbringen.

Die Zeit mit ihm ist mir heilig. Ich versuche auch, die Zeit dann immer gut auszufüllen. Dass wir etwas schönes miteinander machen. Die Zeit richtig genießen.

Ihm zu gefallen, ist mein größter Wunsch. Ich muss zugeben, dass er der Auslöser für meine Gewichtsabnahme war. Auch wenn er meint, dass er mich so liebt wie ich bin.

Durch die Gewichtsabnahme kann ich mittlerweile auch schickere Klamotten anziehen, auf die er großen Wert legt. Endlich hab ich mal das Gefühl, dass ich auch optisch für ihn eine "Traumfrau" bin, wobei ich mit ein paar Kilo weniger natürlich noch besser wäre.

Der Drang, perfekt für ihn zu sein, ist leider mit der Erwartung, dass er mich nicht so oft enttäuscht, verbunden. So, wie ich versuche meine Fehler auszugleichen und möglichst perfekt zu sein, so tut es mir halt umso mehr weh, wenn er mich enttäuscht.

Ja, vielleicht ist es so, wie Chance007 sagt: Ich mache mein Selbstwertgefühl von ihm abhängig. Ich bin von ihm emotional abhängig.

So habe ich meine Wutanfälle, wenn mein Freund mich enttäuscht und das war in letzter Zeit öfters der Fall. Mein Freund findet das natürlich nicht so toll. Und ich wünschte mir, ich könnte "cooler" sein. Über die Dinge hinwegsehen. Ja, ob Sport in dem Moment hilft, wer weiß? Ich kann es ja mal ausprobieren, danke für den Tipp! :)

Dass sich meine Wut dann gegen mich selber richtet, stimmt. Denn ich reagiere mich meistens damit ab, dass ich Dinge, die mir lieb und teuer sind, kaputt mache. Mal habe ich all die mühevoll gemalten Aquarelle von mir zerfetzt - damals hatte ich Streit mit meinen Eltern und fühlte mich wie eine Versagerin. Und dann habe ich oft Fotos zerrissen oder meine Fingernägel ganz kurz abgeschnitten.

Ich denke, das Schlimmste ist, wenn man sich über etwas ärgert, und es halt lange hinnimmt. Irgendwann platzt dann einem der Kraken und man lässt allen Frust raus. Und dann wirds halt heftig...

SFhoxjo


O ja, kenne ich auch. Ich habe seit der allerfrühesten Kindheit schreckliche Wutanfälle. Da steigt dann etwas in mir auf, das "mich" einfach verdampfen lässt, alles in mir brodelt, ich bekomme eine ganz eigenartige, dunkle und kalte Stimme und raffe überhaupt nicht mehr, dass mir überhaupt irgendwas auf dieser Welt wichtig ist. Meine Mutter hat mich mal angeschrien, als ich in der Stimmung (und in der Pubertät) etwas eigentlich Unverzeihliches zu meiner Schwester gesagt habe, ich sollte mich zusammenreißen, ich würde sie doch lieben, sie sei mir doch wichtig. Ich hab den Kopf geneigt, in mich hineingehorcht auf der Suche nach diesen angeblichen Gefühlen und dann aus vollster Überzeugung gesagt: "Nein." Und ich habe es auch so empfunden. In dem Moment hätte sie nach meinem Empfinden direkt vor meinen Augen überfahren werden können, es hätte mich nicht interessiert. Dass das nicht wahr ist, merke ich, wenn die Wut abklingt, das ist meistens sehr plötzlich. Und auf einmal wird mir klar, dass ich die verletzt habe, die ich sonst notfalls unter Einsatz meines eigenen Lebens schützen würde. Grauenhaft. Und nicht wieder gutzumachen. Klar, man kann es mildern, sich versöhnen, zu Kreuze kriechen, gemeinsam weinen, aber all das ändert nichts daran, dass es besser gewesen wäre, wenn es nie dazu gekommen wäre. Ich kann so unfassbar gemein sein, und so unfassbar zielsicher verletzend. Und in dem Moment fühlt es sich richtig und gut an. Es ist wie ein Rausch, ich will gar nicht, dass es aufhört, die ganze Welt glüht und pulsiert, und ich fühle mich so kraftvoll und lebendig, als könnte ich aus dem Stand auf ein mehrstöckiges Haus springen.

Da es bei mir schon so unglaublich lange so ist, dass es da diesen Schalter gibt (erste Wutanfälle hatte ich bereits als Baby), glaube ich eher an etwas hirnchemisches als an konkrete psychische befindlichkeiten. Allerdings wird meine Reizschwelle natürlich niedriger, wenn es mir nicht gut geht, vor allem, wenn ich mit mir selbst unzufrieden bin, in der Hinsicht gibt es also einen Zusammenhang.

Vielleicht tröstet es Dich ein bisschen, wenn ich Dir sage, dass es bei mir sehr viel besser geworden ist? Allerdings habe ich mich viel mit den Auslösern beschäftigt und damit, erste Warnanzeichen quasi zu katalogisieren. Qwertzler schrieb ja schon:

Tipps in solchen Situationen? Zum "Cool bleiben!" ist das schon zu spät. Also muss vorher etwas passieren.

Ich habe mich, wenn Hulk erstmal losgelassen ist, erst ein einziges Mal bremsen können, wenns schwarz vor meinen Augen zusammenschlägt, ist es zu spät. Aber ich kenne inzwischen sehr viele Anzeichen, die ich in den allermeisten Fällen mittlerweile deutlich spüre - ich habe sozusagen ein Warnsystem eingerichtet. Da ist so ein ganz entferntes Rauschen im Kopf, eine kaum merkliche Verhärtung der Bauchdecke, eine ganz bestimmte Weise, den Kopf zu halten und das erwählte Objekt des drohenden Wutausbruchs anzuschauen, sehr direkt, ohne zu blinzeln ("fixieren" trifft es, glaube ich, besser als "anschauen"). Ich höre es in meiner Stimme, und der letzte Moment, in dem ich es noch bremsen kann, ist, wenn mir sehr warm wird und ich meinen Körper sehr genau spüre und so ein Prickeln auf der Haut habe, als würde ich mich gerade mit meiner Umgebung kurzschließen. Da ist dann allerhöchste Eisenbahn, denn wenn ich dann den Mund aufmache, dann, um den anderen verbal zu zerfleischen. Das ist das Stadium, in dem ich mich nur noch abwenden und gehen kann, in der Hoffnung, dass der andere nicht hinterherkommt, denn wenn er mir auf die Pelle rückt, ist Schicht im Schacht, und ich fühle mich auch noch im Recht (später nicht mehr, aber für den Augenblick sind alle Inquisitoren der Weltgeschichte auf meiner Seite).

Das einzige, was ich Dir also dringend ans Herz legen kann: Analysiere schonungslos und genau die körperlichen Anzeichen, die einem Wutanfall vorausgehen, und lerne, sie rechtzeitig zu bemerken. Und dann finde heraus, wo Du in der Choreographie Deine Schritte ändern kannst - meist ist das ja ein immergleicher Ablauf, der mit zwingender Präzision auf den Wutanfall zuzusteuern scheint. Das kann was ganz Simples sein. Bei mir ist es manchmal, dass ich tief durchatme und sage: "Ich will mich eigentlich gar nicht streiten." Oder, wenn es schon fortgeschrittener ist, dass ich zusehe, dass ich eine ordentliche Runde laufe. Wenn das Adrenalin nämlich schon eingeschossen ist, muss ich es erst loswerden, um wieder klar denken zu können. Wenn Du Dinge ansprichst, die problematisch sind, und Du kannst schon damit rechnen, dass es gefährliche Punkte geben wird, dann überleg Dir genau, was Du willst und was nicht, mach klare, vorwurfsfreie Ansagen und beende die Sache möglichst schnell, lass Dich nicht auf Verwicklungen ein.

Nebenher kannst Du selbstverständlich die psychoanalytische Schiene fahren - ergründen, wo in Deiner Kindheit ein eventuelles mangelndes Selbstwertgefühl begründet liegt undsoweiter. Nur: Es gibt Tausende Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl, die dennoch keine Wutanfälle haben. Jähzorn ist kein reines Symptom, sondern ein ganz eigenständiges Charaktermerkmal. Ich bin der entschiedenen Auffassung, dass man mit dem Jähzorn selbst umgehen lernen muss, wenn er einem eben im Blut liegt, und zusätzlich kann man daran arbeiten, seine Auslöser und Verstärker zu reduzieren.

Ich hatte übrigens im letzten Jahr keinen einzigen "Komplettausfall" und nur eine Handvoll brenzliger Situationen, in denen ich mich runterfahren musste. Das im Gegensatz zu zwei bis drei solchen Zornausbrüchen im Monat mit Anfang 20 ... schau, das Älterwerden hat doch was Gutes an sich. ;-D

Wird schon, Kopf hoch. Ist viel Arbeit, aber lohnt sich. Ich wünsch Dir alles Gute, und lass Dich nicht entmutigen, wenn es Rückschläge gibt - zähl lieber die Situationen, in denen Du rechtzeitig reagiert hast. Vor allem sei nicht bös auf Dich selbst, sondern ein bisschen lieb und ermutigend. Es ist eben hart, mit einem Hulk in sich zu leben. ;-)

Shhhojo


So habe ich meine Wutanfälle, wenn mein Freund mich enttäuscht und das war in letzter Zeit öfters der Fall. Mein Freund findet das natürlich nicht so toll. Und ich wünschte mir, ich könnte "cooler" sein. Über die Dinge hinwegsehen. Ja, ob Sport in dem Moment hilft, wer weiß? Ich kann es ja mal ausprobieren, danke für den Tipp! :)

Ja nu - da musst Du Dich aber natürlich auch mal ganz sachlich fragen (wenn er gerade nicht da ist, am besten ;-) ), ob es an Deinen überzogenen Erwartungen an ihn liegt oder ob er sich wirklich enttäuschend verhält?

A-myx88


@ Shojo:

Genau so gehts mir auch. In diesen Situationen wäre ich im Begriff, mit meinem Freund Schluss zu machen. In dem Moment hasse ich ihn so sehr, dass ich sogar die ganze Beziehung hinschmeißen würde.

Und ja, er enttäuscht mich wirklich. Eigentlich bin ich nicht so empfindlich und habe auch keine allzu großen Erwartungen. Zum Beispiel gehts mir heute ziemlich schlecht (körperlich) und wir wollten heute Abend ein paar Freunde von ihm treffen. Aber ich hab ihm gleich gesagt, dass ich vielleicht nicht mitkann, weil ich mich total schlapp fühle.

Er meinte, dass er mich auch mit dem Auto abholen könnte, wenn ich zu müde bin, aber das möchte ich nicht. Ich möchte dass er einen schönen Abend hat. Selbstsüchtige und gierige Menschen hätten doch ohne mit der Wimper zu zucken von dem Angebot Gebrauch gemacht, oder?

Das Problem ist halt auch, dass ich immer das Gefühl habe, ihm etwas schuldig zu sein. Wenn er mich z.B. abholt, dann habe ich immer ein schlechtes Gewissen, obwohl ich mich doch freuen sollte, wenn er etwas für mich tut und das auch scheinbar gerne macht.

Stattdessen habe ich das Gefühl, dass ich dadurch schwächer bin und unbedingt eine Gegenleistung erbringen muss.

Es ist, wie wenn er mich zu etwas einläd. Er hat mehr Geld als ich. Aber auch dann fühle ich mich schlecht.

Am liebsten würde ich garnichts von ihm annehmen müssen. Einfach frei und emanzipiert sein. Dann bin ich ihm nichts schuldig und fühle mich nicht schlecht.

Wenn ich halt viel für ihn mache, dann bin ich enttäuscht, wenn von ihm nix kommt.

Es ist immer so ein Geben und Nehmen. Wie kommen wir da raus?

A{my88


Hallo ihr Lieben!

Ich weiß nicht, ob überhaupt noch jemand in diesem Thread liest, da er schon lange nicht mehr benutzt wurde.

Aber ich muss einfach etwas loswerden.

Heute hat sich diese Wut zum ersten Mal bewusst gegen mich selbst gerichtet. Ich hab mich selber mehrmals brutal mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und auch auf den Kopf. Die Schläge haben richtig weh getan und meine Wangen brennen immer noch wie Feuer. Die Haut fühlt sich ganz trocken an und wenn ich mit dem Finger drüber streiche, tut es weh. Fühlt sich ein bisschen an wie Sonnenbrand.

Ich hab einfach auf mich eingeschlagen. Ich weiß nicht. Ich hatte schrecklich Zoff mit meiner Mutter. Sie hat mir böse Vorwürfe gemacht, weil sie selbst schlecht gelaunt war und wir hatten die zweite Auseinandersetzung in dieser Woche.

Und danach passierte es. Ich war im Badezimmer und stand vor dem Spiegel. Hab mich zuerst geschminkt und gerichtet, weil mein Freund kurz darauf kommen wollte.

Und dann hab ich plötzlich so viel Hass und Wut gespürt. Die sind so in mir hochgekommen, dass ich nicht anders konnte!

Ich hab mich danach so schrecklich und gedemütigt gefühlt, als hätte mich jemand anderes geschlagen. Ich weiß wie das ist, denn ich wurde mal geschlagen, als keines Kind...und ich rede hier nicht von einem Klaps oder einer Ohrfeige.

Mir gehts im Moment ziemlich scheiße. Ich könnte immer noch heulen...

Wie konnte das nur passieren? Wieso fühlt es sich so gut an, wenn ich mir selbst Schmerzen zufüge ???

SHamlexma


Bitte, hol dir Hilfe, bevor es zu spät ist.

ARmy<88


Ich sitze gerade in meinem Zimmer und höre, wie meine Mutter unten über mich ablästert und böse Sachen über mich herumschreit und meinem Vater erzählt, wie böse ich bin. Was soll ich machen? Mir gehts so scheiße...

Sfamle0mxa


Kannst du zu einer Freundin?

Ich würde dir raten, in nicht allzu langer Zeit auszuziehen. Außerdem solltest du dich einem Therapeuten anvertrauen, da du offenbar nicht mehr alleine klarkommst.

Ahmy8x8


Ich bin runtergegangen und wir haben uns ausgesprochen. Mein Vater hat zum Glück sehr gut vermittelt und jetzt haben wir uns wieder versöhnt.

Aber ich weiß nicht, wie ich mit diesem ganzen Selbsthass zurechtkommen soll... :(

Ich bin so verzweifelt. Wieso fühlt es sich so gut an, wenn ich mir selbst wehtue?

s<chn4ecke>1x985


Therapie, Therapie, Therapie!!!

Das klingt alles gar nicht mehr "normal", viel mehr hast du schon einige Schritte auf einem unguten Weg gemacht. Glaub mir, es läuft immer was schief, wenn man glaubt, dass man die eigenen Gefühle nur noch durch Gewalt (gegen sich oder andere) ausdrücken kann

:)*

Admgy8x8


Danke für eure Hilfe. Es tut schon gut, es hier jemandem anonym erzählen zu können..

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