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Wie Neid abstellen?

N/adjaxleixn


Hallo Azucena, ich habe meinen Vorgesetzten beim Mitarbeitergespräch darauf angesprochen. Er sagte, dass er bei der Einstellung des Kollegen dachte, er sei es wert. So richtig zufrieden ist der Vorgesetzte mit dem Kollegen auch nicht. Der Vorgesetzte ist ein intelligenter Mann und hat längst bemerkt, dass dieser Kollege mehr Luft plaudert als Leistung und Ergebnisse bringt. Aber das hilft mir nicht und natürlich kann ich dem Chef nicht drohen oder ähnliches, schliesslich sitzt er am längeren Ast.

Hallo Kleio, danke für den ausführlichen Beitrag. Ich komme schon aus mit meinem Einkommen, aber im Firmengefüge gesehen ist es nicht stimmig. Wenn du in einem Unternehmen arbeiten würdest und zB 2000,- verdienst und neben dir jemand sitzt, dessen Fehler du korrigieren musst, dessen Leistung mies ist und der stundenlang uneffizient im Kreis rennt und 3.000,- verdient, dann stimmt doch was nicht. Dabei ist es dir egal, was jemand anders in einem ANDEREN Unternehmen verdient, es geht um direkt vergleichbare Leistung im selben Unternehmen. Ich finde diesen Vergleich sehr wohl sachlich.

Du scheinst Dich hier aber auch noch persönlich zu Deinem Kollegen in Beziehung zu setzen. Warum?

Wie meinst du das? Ich versuche, Leistungen zu vergleichen und unter unser Unternehmen zu subsumieren. Weil das für mich im Ungleichgewicht liegt, keimt Neid auf. Ich habe das Gefühl, ich kann es nicht ändern (ändern in dem Sinn, dass mein Gehalt aufgestockt wird). Wie kann ich bloss diese beissenden Neidgefühle abstellen?

Deine Idee, am Selbstbewusstsein zu arbeiten, kann nie falsch sein. Selbstbewusstsein ist immer gut und ich habe schon Mentalkurse zu diesem Thema absolviert. Trotzdem habe ich Zweifel: was nützt mein Selbstbewusstsein, wenn ich "verarscht" werde in dem MEINE Leistung (vielleicht weil ich Frau bin) mit wesentlich weniger Lohn abgegolten wird, als die Leistung anderer.

Hier noch eine Geschichte aus dem wahren Leben (von meiner Freundin erlebt):

//Judith ist Akademikerin und hat in einem Unternehmen 4.000,-- verdient. Eines Tages kam sie dahinter, dass ihr männlicher Kollege mit der selben Ausbildung und dem selben Aufgabengebiet 4.800,-- bekommt. Judith ging zum Chef und sagte es ihm. Die Antwort des Chefs war: Der männliche Kollege hat eine Familie zu ernähren, Sie sind Single. Bald darauf kündigte dieser Kollege und es kam ein neuer. Der erhielt 5.100,--. Judith stand wieder beim Chef und sagte, dass dieser neue Kollege auch keine Familie habe. Der Chef antwortete: ja, aber er ist immer noch ein Mann. // :=o >:(

Khleixo


Nadjalein

Hallo Kleio, danke für den ausführlichen Beitrag. Ich komme schon aus mit meinem Einkommen, aber im Firmengefüge gesehen ist es nicht stimmig.

Darum hatte ich Dich extra gefragt, wo und wie Deine Neidgefühle auftauchen und was in Dir vorgeht. Ich hatte Dich so verstanden, dass Du Dir dann denkst, dass Du Dir dann doch etwas mehr leisten könntest, wenn Du mehr verdienen würdest, also persönliche und subjektive Dinge mitvergleichst, mit berücksichtigst und nicht nur sachliche.

Wenn du in einem Unternehmen arbeiten würdest und zB 2000,- verdienst und neben dir jemand sitzt, dessen Fehler du korrigieren musst, dessen Leistung mies ist und der stundenlang uneffizient im Kreis rennt und 3.000,- verdient, dann stimmt doch was nicht. Dabei ist es dir egal, was jemand anders in einem ANDEREN Unternehmen verdient, es geht um direkt vergleichbare Leistung im selben Unternehmen. Ich finde diesen Vergleich sehr wohl sachlich.

Ja, diesen Vergleich finde ich auch sachlich. Es entsteht nur nicht unbedingt bei jedem Neid, wenn er sich in so einer Situation befindet. Ich kann dies als ungerecht empfinden und dann entsprechend reagieren, wenn es denn gesetzeswidrig ist. Wie ich schon erwähnt habe, gibt es da sehr wohl eine Möglichkeit, da es ein Diskriminierungsgesetz gibt, etc. Bei gleicher Leistung – gleiches Entgelt. Ist es allerdings so, dass beide eine gesetzeskonforme Bezahlung bekommen und der eine mehr und der andere weit mehr darüber bekommt, weiß ich nicht, ob da etwas gemacht werden kann, aber das lässt sich sicher feststellen. Schande, das weiß ich gar nicht, ob da die Bemessungsgrundlage das Gehalt des Höherverdienenderen gilt oder der Kollektivvertrag. Wahrscheinlich wird es aber das höhere Gehalt sein.

Denn wenn ich in einem Unternehmen arbeite, ich 2000,- verdiene und ich diese 2000 wollte, damit zufrieden bin, habe ich gar kein Problem damit, dass mein Nachbar für dieselbe Arbeit 3.000,- bekommt. Nur, weil ein anderer mehr als ich verdient, werde ich nicht unzufrieden und neidisch. Unzufrieden werde ich, wenn mir etwas nicht passt und nicht, wenn andere etwas haben. Er hat sich halt besser verkauft und ich habe ja dieselbe Chance, entweder eine Gehaltserhöhung zu beantragen, eine Stelle zu wechseln, etc. Du kennst ja die Geschichte, wie es dazu gekommen ist, dass dieser Dein Kollege mehr verdient.

Wie meinst du das? Ich versuche, Leistungen zu vergleichen und unter unser Unternehmen zu subsumieren. Weil das für mich im Ungleichgewicht liegt, keimt Neid auf. Ich habe das Gefühl, ich kann es nicht ändern (ändern in dem Sinn, dass mein Gehalt aufgestockt wird). Wie kann ich bloss diese beissenden Neidgefühle abstellen?

Du wechselst aber die Position, denn es ist keine unternehmerische Betrachtung mehr, wenn Du neidisch wirst. Da beziehst Du eine persönliche Position und damit ist sie nicht mehr sachlich. Du hörst ja in der Sekunde auf sachlich zu sein, wenn Du neidisch wirst und einfach nur einen sachliche Schlussfolgerung ziehst.

Deine Idee, am Selbstbewusstsein zu arbeiten, kann nie falsch sein. Selbstbewusstsein ist immer gut und ich habe schon Mentalkurse zu diesem Thema absolviert. Trotzdem habe ich Zweifel: was nützt mein Selbstbewusstsein, wenn ich "verarscht" werde in dem MEINE Leistung (vielleicht weil ich Frau bin) mit wesentlich weniger Lohn abgegolten wird, als die Leistung anderer.

Dein Selbstbewusstsein nützt Dir so viel, dass Du nicht zerfressen wirst, also nicht neidisch bist, weil Du einfach nur sachlich feststellst, wie es ist und Du es nicht persönlich auf Dich beziehst, Du Dich persönlich mit dem anderen vergleichst, sondern weiterhin nur die Leistungen. Du kannst Dich auch aus anderen Gründen für Gleichbehandlung einsetzen als aus einem Neidgefühl.

Auch wirst doch Du nicht verarscht, denn dass würde doch Vorsatz bedeuten oder meinst Du, Dein Chef hat gemeint: "Ich verarschenjetzt mal Nadjalein und geben dem Kollegen mehr Gehalt?" Nein, das glaube ich eher nicht und das meine ich mit nicht sachlich, sondern dass Du Dich da in Beziehung zu Entscheidungen bringst, in der Du gar nicht berücksichtigt wurdest. Du hörst Dich aber so an, als würdest Du Dich auf diese Ebene begeben. Aber – vielleicht ist ja das mit das Problem, dass man gar nicht an Dich gedacht hat, aber Du quasi einen Nachteil aus dieser Entscheidung davon trägst, die Dein Vorgesetzter getroffen hat, als er Deinen Kollegen eingestellt hat, entschieden hat, was er als Gehalt bekommt.

Hier noch eine Geschichte aus dem wahren Leben (von meiner Freundin erlebt):

//Judith ist Akademikerin und hat in einem Unternehmen 4.000,-- verdient. Eines Tages kam sie dahinter, dass ihr männlicher Kollege mit der selben Ausbildung und dem selben Aufgabengebiet 4.800,-- bekommt. Judith ging zum Chef und sagte es ihm. Die Antwort des Chefs war: Der männliche Kollege hat eine Familie zu ernähren, Sie sind Single. Bald darauf kündigte dieser Kollege und es kam ein neuer. Der erhielt 5.100,--. Judith stand wieder beim Chef und sagte, dass dieser neue Kollege auch keine Familie habe. Der Chef antwortete: ja, aber er ist immer noch ein Mann. //

Ja, das ist durchaus noch vielerorts Gang und Gäbe, dass Frauen für dieselbe Position weniger Gehalt bekommen. Statistisch ist es so, dass nach wie vor der größte Teil der Frauen in vergleichbaren Positionen zu den der Männer immer noch viel weniger (1/3 !!) bezahlt bekommen. Da kann man nur kämpfen und kämpfen und kämpfen. Man muss aber auch bereit sein den Preis dafür zu zahlen, denn in vielen Fällen bekommt man recht, bekommt vielleicht auch dann noch rückwirkend das bezahlt, wie das Gericht es beurteilt, ist aber seinen Job los. So funktioniert Pionierarbeit.

Genauso kannst Du Dich als Betriebsrat aufstellen lassen, zur Gewerkschaft gehen oder Dich anderweitig politisch dafür einsetzen, vor allem jene Partei wählen, die dieses Ziel auch verfolgt. Möglichkeiten gibt es genug, aber der Auslöser muss nicht Neid sein.

N3adijale?ixn


Ich kann dies als ungerecht empfinden und dann entsprechend reagieren, wenn es denn gesetzeswidrig ist. Wie ich schon erwähnt habe, gibt es da sehr wohl eine Möglichkeit, da es ein Diskriminierungsgesetz gibt, etc.

Wie du selbst schreibst, Kleio, kann es dann sein, dass der Job weg ist. Das wäre natürlich kontraproduktiv. Mein Ansinnen ist ja auch weniger, Pionierarbeit zu leisten, sondern mich gut zu fühlen. Sprich, meinen Neid loszuwerden.

Schande, das weiß ich gar nicht, ob da die Bemessungsgrundlage das Gehalt des Höherverdienenderen gilt oder der Kollektivvertrag. Wahrscheinlich wird es aber das höhere Gehalt sein.

Ich denke auch, dass es das höhere Gehalt ist. Dies deshalb, weil eine Gehaltskürzung nicht zulässig ist. Schwierig ist dabei stets, ob genau die gleiche Qualifikation vorliegt, aber das ist ja nicht das Thema. Ich finde nämlich, dass meine Qualifikation (obwohl ich noch nicht so lange in der Branche bin, wie er) wesentlich höher ist. ]:D :p>

Du hörst ja in der Sekunde auf sachlich zu sein, wenn Du neidisch wirst und einfach nur einen sachliche Schlussfolgerung ziehst.

Guter Hinweis. Danke, mir gehen die Augen auf.

Und, nein, ich denke auch nicht, dass sich der Chef dachte, ich gebe dem Kollegen extra mehr, damit sich Nadjalein schlecht fühlt. Aber nun ist es mal so und für mich ists natürlich nicht so fein. Ich will natürlich nicht, dass der Kollege gehen muss oder ähnliches, aber ein Ausgleich in irgend einer Form wäre meines Erachtens angebracht.

sxatvyrixnDtoxwn


beginne zu meditieren

mache selbstsuggestion

geld ist nicht alles.

bist du glücklich??

er aber nicht?

mit geld lässt sich nicht alles erkaufen

glück und zufriedenheit vor allem GESUNDHEIT ist das wichtigste im leben, dass sich nicht mit geld erkaufen lässt.

komm herunter von diesem teuflischen pfred des machtstrebens.

hört sich jetzt geschwollen an und icn bin ein ganz normaler mann , kein guru oder so.

aber probiers

wenn man davon überzeugt ist (selbssuggestion) dann klappt ad in jeder lebenslage.

ich hb mir vor 22 jahren das rauchen erfolgreich abgewöhnt und bin nie wieder rückfällig geworden (2 Schahteln am tag damals)

wenn mehr info gewünscht (selbstverständlich anonym und kostenlos) bitte pn

ssatbyrintxown


pfred = Pferd

NSadLja%lSein


satyrintown, danke für deinen Beitrag. Ich liebe >the secret<. Ich weiß zwar nicht, ob du auf diese Methoden, wie sie dort genannt sind, ansprichst?

Ich bin mir nicht sicher, ob es bei mir um Macht geht.

Kwlxeio


Nadjalein

Wie du selbst schreibst, Kleio, kann es dann sein, dass der Job weg ist. Das wäre natürlich kontraproduktiv. Mein Ansinnen ist ja auch weniger, Pionierarbeit zu leisten, sondern mich gut zu fühlen. Sprich, meinen Neid loszuwerden.

Wenn es nur um Neid geht und gar nicht darum, dass Du an der Situation ändern willst (ich bin darauf eingegangen, weil Du es erwähngt hast) - was bleibt dann übrig? Er verdient mehr und ich bin neidisch. Trifft das zu?

NyadjXalFeixn


Er verdient mehr und ich bin neidisch. Trifft das zu?

Ja. |-o

NTadojalxein


nicht darum, dass Du an der Situation ändern willst

Wollen würde ich schon. Ich habe jedoch keine Möglichkeit (außer einen anderen Job zu suchen, das mache ich eh schon längst). Im Unternehmen die Situation ändern kann nur der Chef, der das Gehalt verteilt.

Kol?ei%o


Nadjalein

Ja. |-o

Gut, dann wären wir also beim Selbstbewusstsein. Wenn das die Methode ist, also Du Dich vergleichst und dann neidisch wirst, dann wäre doch eine logische Lösung den Neid los zu werden, Dich nicht zu vergleichen, oder?

Wollen würde ich schon. Ich habe jedoch keine Möglichkeit (außer einen anderen Job zu suchen, das mache ich eh schon längst). Im Unternehmen die Situation ändern kann nur der Chef, der das Gehalt verteilt.

Naja, das hatten wir doch schon - es gibt durchaus Möglichkeiten, mehr oder weniger radikale, etwas zu tun, aber das wolltest Du ja gar nicht.

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