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Panische Angst, ein Familienmitglied zu verlieren

BuelWla2g708 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin mal wieder ziemlich fertig, ich habe unglaubliche Angst davor, jemanden aus meiner Familie zu verlieren oder dass ihm/ihr etwas schlimmes passiert. Es geht ausschließlich um meine Eltern, meinen Bruder und unseren Familienhund. Ich shcäme mich fast schon, dass es mir bei meiner Oma oder meiner besten Freundin nicht so geht, habe keine Erklärung dafür.

Wenn meine Eltern in den Urlaub fliegen wird es richtig schlimm, wenn es dann soweit ist, also am Abend davor oder bei der Verabschiedung. Ich habe Angst dass ihnen was passiert, das Flugzeug abstürzt oder ich sie vielleicht nie wieder sehen werde. Wenn sie dann durchs Gate sind oder mitm Auto um die Ecke fahren endet das in einem Heulkrampf bei mir, sobald ich alleine bin. Erst wenn ich Meldung habe, dass sie heil angekommen sind, gehts mir besser, da kann ich mich dann entspannen und alles ist vergessen. Auch wenn die Straßen morgens vereist sind, mache ich mir Sorgen und hab Angst, es könnte was passieren. Mein Papa ist ein eher sensibler und labiler Typ und hat früher öfter mal ein Glas Wein zuviel getrunken, was bei ihm zur Folge hatte dass er mitten in der Nacht aufstand und nicht mehr cithgi gehen konnte, an den Schrank geknallt ist oder so. Ich hab immer Angst gehabt, dass er die Treppe runterfällt, im Bad stürzt und mit dem Kopf an das Waschbecken knallt und lauter solche Sachen, purer Horror. Eines nachts fiel unser 3000-Teile-Puzzle durchs offene Treppenhaus vom 1. Stück in den Keller.. mein erster Gedanke war "Papa ist die Treppe runtergefallen und tot", ich konnte nächtelang nicht mehr schlafen. Oder wenn es irgendwo im Haus einen Knall oder Lärm macht muss ich sofort schauen ob alles OK ist, nicht dass was passiert und ich komme vielleicht zu spät und kann nicht mehr helfen. Mein Bruder ist vor 1,5 Jahren im Rausch vom Radl gefallen und mit dem Kopf an einen Randstein geknallt - 2 ausgeschlagene Schneidezähne und viele blaue Flecken im Gesicht, Riss in der Lippe.. er hat niemandem bescheid gesagt und hätte meine Mum nicht durch Zufall morgens blutige Mullbinden entdeckt und uns gebeten (sie war auf dem Weg in die Arbeit) nach ihm zu schauen dann hätte er da ewig liegen können. Er hatte Glück im Unglück aber was wenn er sich den Schädel angebrochen hätte, Gehirnblutung oder irgendwas und wir hätten gedacht, er schöläft mal wieder bis 2 oder so? Seitdem hab ich jedes Wochenende Angst wenn er wieder auf die Piste geht.. dass er stürzt, er Ärger mit jemandem bekommt, der Autofahrer sich übernimmt und gegen einen Baum rast usw. Und unser Hund.. da gibts zwar keine konkreten Beispiele wo ich mir Sorgen mache aber ich träume öfter, dass er in meinen Armen stirbt, Wunden am ganzen Körper und ich kann nix tun. Träume auch, dass ich meine Eltern finde und sie tot sind. :°(

Ich habe nun schon seit einiger Zeit meine eigene Wohnung, 15 Autominuten entfernt und es ist ein bisschen besser geworden weil ich mir nicht täglich Gedanken machen muss aber loslassen tuts mich auch nicht. Wenn ich dann mal daheim bin am WE oder so holt mich das wieder ein.. was noch dazu kommt ist, dass ich mich öfter mal mit meinem Bruder streite und auch wenn er im Unrecht ist und sich eigentlich entschuldigen müsste bin ich es, die es glattzieht weil ich mir dann denke "was ist wenn ihm nachher was passiert beim weggehen? Dann sind wir nicht im Frieden auseinander gegangen" und das ertrage ich nicht. Auch wenn es mich so fuchst. Das ist auch bei meinen Eltern so, ich möchte immer im Guten heim gehen ansonsten macht mich das fertig.

Ich hab von meiner Uroma 2 Rosenkränze und einen wunderschönen Anhänger bekommen.. das sind meine persönlichen Glücksbringer, die dürfen NIE fehlen, sie passen auf mich auf und es hilft mit ein bisschen, dass, wenn meine Eltern wegfliegen oder-fahren, dass ich jedem von ihnen einen Schutzengel mitgebe aber ganz weggehen tut es trotzdem nicht.

Wenn ich nur dran denke, einer von den 3en könnte mal nicht mehr sein kommen sofort die Tränen, es ist ganz schlimm.

Vorhin war ich kurz daheim und meine Mum hat mir ganz stolz die neuen Klamotten für eine Familienfeier am WE gezeigt- da fahren sie 5 Stunden mit dem Auto hin und ich krieg schon wieder die Krise. Was, wenn ihnen so ein Trottel reinfährt, was wenn ein Unfall passiert, was wenn, wenn, wenn......

Was kann ich nur dagegen tun, wie kann ich lässiger werden und mich beruhigen? Hat noch jemand so ein Problem und hat Erfahrung was man machen kann? Therapie vielleicht?

Danke fürs Lesen und Euer "offenes Ohr"

Bella

Antworten
B^ella2?708


3en

4en meinte ich natürlich..

Aqner}ev


ich kenn das. aber ich schätze, machen kann man dagegen nicht viel, wird wahrscheinlich noch schlimmer wenn du mal kinder hast, jedenfalls denke ich mir das immer.

aber mein erster gedanke: stand deine uroma dir sehr nahe und ist dann plötzlich gestorbne, ohne dass du dich verabschieden konntest? evtl. kommts ja daher......oder sonst jemand? manchmal ist einem das gar nicht so klar, bei mir zum beispiel ist mal eine entfernte bekannte ganz jung gestorben und das ging mir auf längere zeit gesehen näher als ich gedacht hab.

BwellaY27x08


Hallo Anerev,

danke für Deine Meldung..

aber mein erster gedanke: stand deine uroma dir sehr nahe und ist dann plötzlich gestorbne, ohne dass du dich verabschieden konntest? evtl. kommts ja daher......oder sonst jemand?

Eigentlich nicht.. sie lag eine Weile im Krankenhaus und wir hatten viel Zeit, uns zu verabschieden.. aber ihre Geschenke bedeuten mir unglaublich viel, ich klammere mich regelrecht daran.

Auch sonst ist - mein Gott zum Glück - niemand gestorben..

Eshemaltiger Nuytvzer (#4J179x03)


Was du da machen kannst, weiß ich leider auch nicht. Aber mir gehts mit meinen Kindern ähnlich.

Wenn ich sie abends schlafend im Bett sehe, denke ich oft, hoffentlich passiert den beiden nie etwas, das könnte ich nicht ertragen.

Manchmal kommen mir auch die Tränen, besonders dann, wenn wir tagsüber Ärger hatten.

Ich mußte auch lernen, daß ich sie gewissermaßen loslassen muß und nicht immer kontrollieren kann.

In solchen Momenten versuche ich mir zu sagen, daß theoretisch auch was passieren könnte, wenn ich bei ihnen bin. Ich denke sowieso, daß es vorbestimmt ist, wann wem etwas passiert.

Jeder geht dann, wenn er seine Aufgabe auf der Erde "erledigt" hat. Auch wenn uns das oft ungerecht und unverständlich erscheint, wenn jemand sehr jung stirbt oder lange unter einer Krankheit leiden mußte.

Manchmal bete ich dafür, daß ihr Schutzengel immer gut auf sie aufpasst.

LG

BrelSla2x708


Hallo N8Eule,

ich vertrete auch die Meinung, dass alles was passiert einen Sinn hat. Aber hier hilft es mir leider nicht, denn die Angst verschwindet dadurch ja auch nicht :-(

Evhemali=ger GNutzner (#41\790x3)


Da hast du recht, Bella. Die Angst verschwindet nicht dadurch. Wie du schreibst, leidest du ja schon sehr darunter. Deswegen würde ich eine Therapie nicht ausschließen. Hast du mit deinen Eltern und deinem Bruder schon mal über deine Ängste gesprochen?

LG

B~ellaD270x8


Da hast du recht, Bella. Die Angst verschwindet nicht dadurch. Wie du schreibst, leidest du ja schon sehr darunter. Deswegen würde ich eine Therapie nicht ausschließen. Hast du mit deinen Eltern und deinem Bruder schon mal über deine Ängste gesprochen?

Ja, es ist schlimm und ich habe gemerkt, dass es die letzten Jahre eben schlimmer wurde wobei ich nicht mehr sagen kann, wann das losging..

Meine Eltern wissen nur grob, dass es mir sehr schwer fällt und ich mir Gedanken mache aber ich würde ihnen nie zeigen, wie sehr mich das immer mitnimmt denn was bringt es mir, wenn sie dann immer ein mulmiges Gefühl haben und sich dann vllt unter Druck gesetzt fühlen, keine Ahnung. Ich möchte sie einfach nicht damit belasten..

E/hem8ali_gerr Nutze0r (#4179x03)


Mit meinen Eltern könnte ich über so etwas auch nicht reden, mir fällt es ohnehin schwer, bei ihnen meine Gefühle zu zeigen und zuzugeben, wenn mir etwas Sorgen bereitet.

Wenn allerdings meine Kinder zu mir kämen und sagen, Mama, ich mach mir immer ganz dolle Sorgen, wenn du unterwegs bist, dann würde ich mich nicht unter Druck gesetzt fühlen, sondern wäre wahrscheinlich ganz gerührt, wie sehr sie mich lieben. Ich würde mit ihnen über ihre Ängste reden und ihnen versichern, daß ich immer gut auf mich aufpasse.

Kommt eben immer auf das Verhältnis an. Bei meinen Kindern kann ich meine Gefühle zeigen und mit ihnen darüber reden, sogut das in dem Alter geht. Bei meinen Eltern geht das gar nicht.

Ich glaube, manchmal fällt es auch leichter, sich jemand unbeteiligtem zu öffnen. Ich hab auch schon mal wegen verschiedenen Ängsten eine Gesprächtherapie gemacht. Ich glaube, das hat ganz gut geholfen.

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