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Depression, Krankmeldung, wie dem Arbeitgeber mitteilen?

G2r_inse>Ka.ter hat die Diskussion gestartet


Ich werde mich wohl morgen leider wegen einer akuten Depressions-/Erschöpfungs-/Panikphase krank schreiben lassen müssen. Bei einer früheren ähnlichen Phase wollte mich mein Arzt schon 14 Tage krankschreiben, was ich damals aber abgelehnt habe, da ich mich nicht ganz so schlecht fühlte. Also nur 3 Tage weg gewesen und das mit einer gelogenen Erkältung beim Arbeitgeber begründet. Jetzt hats mich aber doch heftiger erwischt so daß ich die 14 Tage sehr gerne in Anspruch nehmen würde, um wenigstens wieder ein bisschen ins Gleis zu kommen. Aber wie begründet man denn bei seinem Arbeitgeber so eine lange Zeit, ohne gleich mit der Wahrheit rausrücken zu müssen? Sonst steht man in den momentanen Krisenzeiten ja ruck zuck ganz oben auf der Liste der Abschusskandidaten bei der nächsten Entlassungsrunde. In einer etwas anonymeren Firma wäre das eher kein Problem, da sagt man einfach, daß man eben "krank" ist. Bei uns ist das aber doch etwas persönlicher, jeder kennt jeden in der Abteilung und wenn ich da morgen anrufe und sage, daß ich 14 Tage (oder länger) weg sein werde, kommt 100%ig die Frage nach dem warum...dann kann ich ja kaum ein gebrochenes Bein daherlügen.

...was sag ich denn da bloß? Bin ratlos und bloß deswegen schon wieder am hyperventilieren. Würde am liebsten jemand anderen anrufen lassen, aber ich hab niemanden dafür. Zumal ich meinem Chef noch ein paar Sachen zu meinem Projekt sagen muß, damit sich damit überhaupt irgendjemand auskennt und es weiterführen kann...

Kann mir da jemand Tips geben? :-(

Antworten
D?ech1se


Hallo Grinsekater,

wow, schwere Situation.

Ich kenne das Problem noch aus der Schule. Sagt man nichts steht man schnell als Drückeberger da, aber selbst wenn man den Mut findet wird es den Leuten schnell zu bunt.

Könntest du statt dich krankschreiben zu lassen vielleicht um Urlaub bitten, wegen persönlicher Gründe?

Oder eventuell wegen der Krankschrift einen Teil deiner Arbeit mit nach Hause nehmen, damit es beim Chef nicht ganz so schlimm ankommt?

G1rinbsneKatxer


Weder noch. Ich steck grade mitten in einem Projekt und würde deswegen 100%ig keinen Urlaub bekommen. Und Arbeit mit nach Hause nehmen ist zum einen prinzipiell nicht erlaubt (Geheimhaltung) und zum anderen ist die Arbeit Teil meiner Probleme von denen ich einfach ganz kurzfristig eine Auszeit brauche...

D/ec hsxe


Ach Mist :-/

Musst du bei deiner Arbeit viel reden?

Dann könntest du eventuell eine Kehlkopfentzündung vorschieben, bei der einem der Arzt zum einen strengste Schonung verordnet, und man zum Anderen entweder so heiser wird dass man nicht mehr sprechen kann, aber man darf auch gar nicht wegen der Gefahr sich die Stimmbänder komplett kaputt zu machen.

Dann müsstest du dich auch nicht verbal mit deinem Chef auseinandersetzen, sondern könntest ihm einen kurzen Zettel geben auf dem "darf nicht reden" oder so steht. Weiß ja nicht ob das helfen würde, bzw. die Konfrontation mit dem Chef auch Teil des Problems ist.

Wenn du diese Auszeit aber brauchst, und das schreibst du ja selbst, dann nimm sie dir.

Ich kann natürlich schwer einschätzen wie gefährdet dein Arbeitsplatz ist, aber wenn du das Gefühl hast wenn du jetzt nicht kürzer trittst kommt ein längerer Ausfall in ein, zwei Monaten, dann lieber jetzt in den Sauren Apfel beißen.

Wenn du dich entscheidest mit deinem Chef darüber zu sprechen was eigentlich los ist, dann würde ich damit vielleicht warten bis du wieder auf dem Damm bist.

Wie lange arbeitest du denn schon da und wie oft wirst du krank geschrieben?

GWriNnse~Katxer


Ich muß nicht so viel reden. Ich arbeite am PC.

Die Auszeit brauche ich jetzt sofort, es hat mir einfach die Füße weggezogen inklusive mehreren kleinen Hörstürzen, die sich aber im Lauf der Nacht von selbst wieder gegeben haben zusätzlich zu dem was ich schon oben geschrieben habe. Lieber jetzt in den Sauren Apfel beißen...das denke ich auch, vor allem im Hinblick auf das Projekt in dem ich stecke. Das muß dann einfach kurzfristig jemand anderes übernehmen, weil es nicht so lange pausieren kann. Ich arbeite da seit 1 1/2 Jahren und krankgeschrieben werd ich so weit ich das so einschätzen kann, auch nicht öfter als der Durchschnitt. Klar es gibt welche, die so gut wie nie krank sind, aber auch welche, die oft krank sind. Ich denke ich lieg in der Mitte.

Ich denk ich werd wohl doch Klartext reden müssen... :-/

DNec>hsxe


Ich denke auf Dauer kommst du eventuell nicht drumherum, ja.

Vielleicht vorher ganz genau für dich fomulieren, was du sagen willst - auf jeden Fall Gespräch unter vier Augen und dem Chef nach Möglichkeit auch klarmachen, dass er sich die Zeit nehmen soll (Druck für dich selbst rausnehmen).

Außerdem würde ich vielleicht auch deutlich machen, dass du jetzt eine Auszeit brauchst wie jemand den mal die Grippe befällt weil das Immunsystem schwach war (deine Batterien waren schwach -> Leistungseinbruch) und dass du danach wieder voll einsatzfähig bist.

Du solltest souverän im Umgang mit deiner Erkrankung wirken. Wenn du das schon einige Jahre hast würde ich das auch dazu sagen, quasi als Argument dafür, dass du es gut einschätzen kannst, es bisher ja auch geklappt hat und sch jetzt nichts ändert.

Deinem Chef quasi versichern dass das nichts ist das plötzlich da ist und ungeahnte Folgen für ihn mit sich bringt. Sonst geht er eventuell davon aus dass sich das in Zukunft häuft oder er sogar ganz auf dich verzichten muss. Und wenn es so schlimm würde dass du arbeitsunfähig geschrieben würdest dann wäre das tatsächlich von heute auf morgen ohne Frist und er steht dumm da.

Tut mir leid, dass ich nicht mehr helfen konnte, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und Erfolg für dein Gespräch.

Und vielleicht schreibst du ja danach kurz wie es verlaufen ist? *:)

bSball_-faxn


Schwierige Geschichte.

Also, falls Du morgen doch nicht mit der direkten Wahrheit rausrücken möchtest (was ich sehr gut verstehn könnte), kannst Du Dir auch überlegen, das Ganze zweiteilig anzugehen. Also, morgen erstmal anrufen und Dich z. B. wegen einer Mandel-, Nebenhöhlen- und Ohren-Entzündung für sieben Tage oder so krankmelden.

Und nach den sieben Tagen kucken, wie es Dir geht und eventuell eben nochmal für 7 Tage krankschreiben lassen.

Ist jetzt nur als Idee gedacht, den für Dich richtigen Weg wirst Du morgen schon finden! Gute Besserung!

Mzauri,cexBLN


Also keiner darf dich fragen warum du krank bist. Das ist Datenschutz. Und wenn dein Chef doch so blöd fragt, dann sag doch einfach Schweinegrippe. Ist doch derzeit eh aktuell und außerdem dauert das schon 2 Wochen eh man da wieder fit ist. Und wenn du das sagst, dann möchte bestimmt keiner so schnell, dass du wieder in die Firma kommst, solange du nicht wieder ganz "gesund" bist. ;-)

GtrinkseKa|ter


Also ich hab jetzt gesagt, daß ich einfach extrem ausgepowert etc. bin und das eben schlagartig kam. Viel mehr mußte ich gar nicht sagen, er hat nicht weiter gefragt. War eigentlich problemlos. Vielleicht hat er sich ja seinen Teil dazu gedacht oder es hat ihn wirklich nicht interessiert...

MAl sehen, was von den Kollegen kommt, wenn ich wieder arbeite. Da wollens manche bestimmt genauer wissen... %-|

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