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Plötzlicher heftiger Anfall von Verfolgungswahn/ Paranoia

gmweMndolxynn


@ Indigo

Schau mal in diesen Faden hier, da stehen ganz gute Buchtipps drin

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/472930/]]

Z6wa}ck4x4


Hallo Indigo, für Deinen Bruder kannst Du im Augenblick ja nichts tun - er ist in Händen von Fachleuten. Ich habe aber den Eindruck, dass DU ins Schwimmen gerätst und etwas für Dich tun müßtest. Deinem Bruder hilft es nämlich nicht, wenn er wieder gesund ist und eine depressive Schwester pflegen muß. Ich wünsche Dir alles Gute.

ILndibgoAZ


@ Censeo:

"Solange man nicht genaues weiß außer ein paar Symptome, muß man nicht den Teufel an die Wand malen. :)*" Auch das ist leicht gesagt, aber wenn dein eigener Bruder, der mit dir aufgewachsen ist und denn du besser zu kennen glaubst als sonst jemanden auf der Welt, plötzlich so abdreht, dass er denkt man wolle ihn umbringen und in der Psychatrie landet, dann fällt es SEHR SEHR SEHR SEHR schwer erstmal positiv zu denken. Ich weiß nicht wie...

@ Gwen:

Mein Freund ist für mich da, wir leben auch zusammen, das Problem ist nur: Ich kann über so was einfach nicht sprechen, mit niemandem, außer hier anonym. Ich kann es einfach nicht, meine Lippen sind versiegelt in solchen Momenten! Wenn meine Mutter mir schildert was mein Bruder gesagt oder gemacht hat werde ich wütend, obwohl ich innerlich zusammenklappen könnte und am liebsten in Tränen ausbrechen würde. So bin ich schon immer gewesen, als mein ertser Hund gestorben ist- hab ich zum ersten Mal seit Jahren wieder vor meinem Familie und meinem Freund geweint, am ersten Abend, danach nie mehr wieder bis heute 2 Jahre später. Aber wie viele Abende ich ins Kissen geheult habe oder wennn keiner da war, kann ich nicht zählen. Ich versuche nach außen hart zu sein, aber in Wirklichkeit bin ich hochsensibel, wenn jemand anders leidet geht es mir auch schlecht, aber ich kann es einfach nicht offen zeigen. Ich weiß nicht warum, da sind Hemmunge die ich willentlich nicht beeinflussen kann. Mich ärgert selber das meine Sensibilität keiner sieht und daher bin ich echt dankbar für solche Foren wie hier.

Dir danke ich vor allem, dass du so schnell geschrieben hast, danke.

Lieben Gruß

I,ndigxoAZ


Zwack das stimmt schon, ich schwimme gerade wirklich, weil ich überfordert bin damit.

Ich habe das Problem seit zwei Jahren Dauerkrank zu sein, also jeden Virus denn es gibt mizunehmen und ständig krank da zu liegen, wie nun auch wieder. Mein Immunsystem ist down und helfen wollte bisher nichts so richtig an Versuchen es wieder aufzubauen. Das macht mich schon fertig und da ich so angeschlagen bin, nimmt mich das Ganze jetzt halt doppelt mit. Ich weiß es nutzt meinem Bruder nichts wenn ich selber so leider, aber ich habe leidre keinen Schalter der meine Empathie ausschaltet, mir ging es schon immer sehr schlecht, wenn jemand leider den ich liebe.

Gruß

Z8wHacxk44


Wie man Dein Immunsystem in Ordnung bekommt, weiß ich nicht, aber könntest Du nicht mit Deinem Nervenkostüm anfangen? Wäre das nämlich erst einmal im Gleichgewicht, könntest Du vermutlich auch hoffnungsvoller in die Zukunft blicken.

I)ndi4goAZ


Also zwack,

tut mir leid, aber ich finde das gerade etwas daneben was du von dir gibst.

Ich hatte als Teenager eine Depression, das ist wahr. Das ist lange her und mir geht es heute gut.

Ich habe immer noch Probleme damit anderen offen meine schwache Seite zu zeigen, das ist auch wahr. Aber damit geht es sicher nicht mir allein so und das allein ist noch kein Zeichen für lädierte Nerven.

Mein Nervenkostüm ist erst etwas lädiert, seit ich alle zwei Wochen eine Grippe, Bronchitis, Mandelentzündung usw. habe und NICHT umgekehrt. Ich versuche es mit einer positiven Einstellung hinzunehmen, aber wenn du alle paar Tage wieder tagelang mit Fieber im Bett liegst, schwindet irgendwann auch der beste Optimismus.

Und das mein Nervenkostüm nur zum Zerreißen gespannt ist, ist vielleicht in Anbetracht dessen das ein geliebter Mensch von heute auf morgen durchgedreht ist, durchaus verständlich ???

Hmmmm....

Gruß

IQndingoxAZ


Achso,

ich kann durchaus verstehen was du mir damit sagen willst und es eigentlich als Hilfe gemeint ist, aber ich fände etwas Verständnis für meine Lage auch nett und das kann ich gerade nicht so ganz erkennen. Das klingt bei dir eher so, als würde ich mich hier künstlich in etwas hineinsteigern das gar kein Grund zur Sorge ist und das ist aber leider nicht so. Ich wünschte es wäre so, aber ich stelle hier nichts übersteigert dar, es ist genauso wie ich es schildere :-/

Gruß Jenny

Ikndi5go0A9Z


So viel dazu,

dass ich keine Emotionen zeigen kann.

Meine Eltern kamen eben zurück und als mein Vater in Tränen ausgebrochen ist, bin ich auch zusammengeklappt.

Wir haben uns in den Armen gelegen und geweint.

Es tut mir so weh was sie erzählen, ich kann es nicht in Worte fassen.

Es wird immer schlimmer und schlimmer, bei jedem Besuch.

Er isst nichts mehr was wir ihm nicht bringen und schaut dem Personal bei der Zubereitung über die Schulter, weil sie ihn vergiften wollen. Er legt überall Fäden ihn, wenn sie weg sind oder bewegt wurden, weiß er es war jemand an seinen Sachen. Das Licht im Bad flackert um ihn irre zu machen. Sein Zimmerpartner ist ein Spion der nur deswegen in der Klinik ist. Das gibt es doch gar nicht, ich kann nicht glauben das ich nicht in einem Horrofilm sitze :°(

Schlimm ist auch, dass er laut Schwester "kein Notfall sei" und wir frühestens montag mit einem Arzt würden sprechen können. Wie kann denn so ein irrsinn kein Notfall sein? Wie kann man uns nur so stehen lassen?

Wie soll ich denn da meine Nerven beruhigen können, wie nur?

Wo soll ich die Hoffnung hernehmen, dass er jemals wieder mein Bruder wird?

Er ist ein Fremder geworden und es läuft mir kalt den Rücken hoch und runten wenn ich daran denke ihm gegenübertreten zu müssen. Mir das alles anzuhören... Woher die Kraft nehmen.

Gruß

gLwenrdolynxn


Schlimm ist auch, dass er laut Schwester "kein Notfall sei" und wir frühestens montag mit einem Arzt würden sprechen können. Wie kann denn so ein irrsinn kein Notfall sein? Wie kann man uns nur so stehen lassen?

Die Schwestern und Ärzte sehen das Krankheitsbild nun mal öfters. Für die Angehörigen ist es natürlich ein Schock, aber in der Psychiatrie sind solche Fälle "normal". Und von heute auf morgen geht das auch nicht weg. Wie gesagt, er muss erstmal das richtige Medikament bekommen, und wenn es angeschlagen hat, dann geht es erst mit der Besserung aufwärts.

Wo soll ich die Hoffnung hernehmen, dass er jemals wieder mein Bruder wird?

Er ist ein Fremder geworden und es läuft mir kalt den Rücken hoch und runten wenn ich daran denke ihm gegenübertreten zu müssen. Mir das alles anzuhören... Woher die Kraft nehmen.

Bestärkt ihn auf keinen Fall in seinem Wahn. Versucht, ganz normal mit ihm zu reden (ich weiß, wie schwer das fällt).

Ich hab es dir übrigens schon geschrieben : Wenn er Psychopharmaka bekommt und diese nach einiger Zeit wirken, dann wird er auch wieder der Alte :)* :)* :)*

gTwend0olyxnn


Aber das dauert seine Zeit, also bitte erwartet keine Wunder. Psychische Krankheiten sind sehr langwierig.

ZTwa,cJk4?4


Sich zu Unrecht angegriffen fühlen, kann ein mögliches Symptom einer Depression sein. Ich habe leider in meinem Leben genügend Zeit gehabt, über Depressionen nachzudenken, weil ich sie an mir selbst erleben mußte. Sie sind in der Regel mit einer verringerten Belastbarkeit verbunden, und was Du jetzt gut gebrauchen könntest, ist genau das Gegenteil: eine höhere Belastbarkeit. Nach meiner Erfahrung bleibt depressiven Menschen in ihrem weiteren Leben oft (meistens?) eine gewisse Anfälligkeit erhalten, und das bedeutet, dass man am besten frühzeitig gegensteuert, wenn man merkt, dass man von der Depression wieder eingeholt wird. Das ist keine theoretische Abhandlung, sondern ich habe das selbst erlebt: 18 Jahre nach meiner ersten schweren Depression kam es zur zweiten schweren Depression, aber da ich mich rechtzeitig in Behandlung begab, konnte es bei einer ambulanten Behandlung bleiben und ich konnte durchehend bis zum Ruhestand weiterarbeiten.

Warum ich Dir das erzähle? Du wirst es nicht gerne hören, aber ich finde, Du bist gerade dabei, in einen Strudel gerissen zu werden, aus dem Du Dich nicht selbst befreien kannst. Ein Arztbesuch wäre in meinen Augen das Nötigste, was Du jetzt bräuchtest. Das springt mir aus jedem Deiner Worte entgegen.

Ich bin nicht gefühlskalt und habe auch schon hautnah erlebt, was dem Schicksal Deines Bruders sehr ähnelte. Ich habe aber auch erlebt, dass sich der Patient damals mittelfristig erholt hat und wieder arbeitsfähig geworden ist. Ich an Deiner Stelle würde mir wahrscheinlich ein Buch über Psychosen kaufen und lesen, lesen, lesen, damit ich den Ärzten gezielt Fragen stellen könnte. Warum Dein Bruder in den Augen der Ärzte kein Notfall ist? Weil er nicht lebensgefährlich erkrankt ist. Die Untersuchungen brauchen Zeit, und die Behandlung mit Psychopharmaka zeigt nicht von heute auf morgen Erfolge. Du wirst den Klinikaufenthalt Deines Bruders also eher nicht in Tagen zu kalkulieren haben.

Wenn Du Deinen Faden noch einmal durchliest, wirst auch Du erkennen, dass der Schwerpunkt Deiner Schilderung auf DEINEM Schmerz liegt. Ist es da so unangebracht, Dir zu raten, dass Du Dich in Behandlung begeben solltest? Ich glaube, nicht.

Iundhig1oAZ


Hallo Zwack,

nicht mein Schmerz allein ist das was zählt, der Schmerz den ich bei meinen Eltern gerade spüre, den Schmerz den die Freundin meines Bruders durchmacht, das mein Bruder Todesangst hat...

Meine Eltern sind definitiv völlig psychisch gesund, das mein Vater weinte bisher kann ich an einer Hand abzählen - der Tod seiner Eltern. Ihn jetzt so zu sehen, zu wissen das mein Bruder durch das Ganze nun seinen Traumberuf nicht wird ausüben können, dass das Ganze -sollte er gesund werden- für immer in seinem Lebenslauf und Freundeskreis verankert sein wird und weitreichende Folgen für ihn hat- dass er nun so leidet und sich so verraten fühlt von allen, wie kann dieser ganze immense Schmerz da nicht mein eigener werden? Natürlich geht es hier auch um meinen Schmerz der daraus entsteht und ich möchte mit jemanden darüber reden. Mit euch momentan.

Ich kann nicht einfach zu einem Psychlogen traben, wenn ich jemals verbeamtet werden will.

Wenn ich es doch tue muss ich es bei der amtsärztlichen Untersuchung angeben (binnen 10 Jahren) und dann ist auch meine Zukunft im Arsch, um es mal drastisch auszudrücken. Also muss ich ein anderes Ventil finden.

Wenn nichts mehr geht, dann bleibt mir kein anderer Weg mehr als zum Doc., aber das wäre wie gesagt auch für mich das völlige Aus für meine Zukunft.

Ja du hast Recht, ich fühle wie ich den Boden verliere, fühle mich so hilflos.

Er ist seit Anfang in der Woche in der Klinik und es mag für die Ärzte dort normal sein, aber ist es denn wirklich zu viel verlangt, dass auch nur einer dieser Ärze sich fünf Minuten nimmt und der Familie erklärt wie sie damit umgehen soll? Ich meine, er verteilt Briefe und vergibt Aufträge an Freunde und Familie, wie sollen wir damit umgehen?

Mein Vater hat den Auftrag bestimmten Leuten bestimmte Sachen auszurichten aus seiner Wahnwelt.

Was soll mein Vater machen? Er kann es nicht, aber wenn er meinem Bruder gegenüber lügt und sagt er hätte es gemacht, mein Bruder bekommt es raus und was dann ??? Dann ist mein Vater vielleicht auch einer der Bösen und will ihm ans Leben. Da muss doch mal ein Arzt vorbei kommen und uns sagen was wir machen sollen, oder nicht ???

Gruß

PcipiLangzstrumxpf09


:)*

g?wend'olynn


Er ist seit Anfang in der Woche in der Klinik und es mag für die Ärzte dort normal sein, aber ist es denn wirklich zu viel verlangt, dass auch nur einer dieser Ärze sich fünf Minuten nimmt und der Familie erklärt wie sie damit umgehen soll? Ich meine, er verteilt Briefe und vergibt Aufträge an Freunde und Familie, wie sollen wir damit umgehen?

Wie Zwack schon sagte: Besorgt euch Bücher über Psychosen und lesen, lesen, lesen :)* :)* Information hilft am besten. Mir persönlich haben die Bücher von Asmus Finzen, z. B. "Schizophrenie ...behandeln" sehr gut geholfen, auch das Buch von Josef Bäuml "Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis" kann ich empfehlen.

Ich meine, er verteilt Briefe und vergibt Aufträge an Freunde und Familie, wie sollen wir damit umgehen?

Mein Vater hat den Auftrag bestimmten Leuten bestimmte Sachen auszurichten aus seiner Wahnwelt.

Was soll mein Vater machen? Er kann es nicht, aber wenn er meinem Bruder gegenüber lügt und sagt er hätte es gemacht, mein Bruder bekommt es raus und was dann ??? Dann ist mein Vater vielleicht auch einer der Bösen und will ihm ans Leben. Da muss doch mal ein Arzt vorbei kommen und uns sagen was wir machen sollen, oder nicht ???

Man soll Psychosekranke nicht noch in ihrem Wahn bestärken. Am besten geht ihr darauf gar nicht ein.

I\ndigXoAZ


"Man soll Psychosekranke nicht noch in ihrem Wahn bestärken. Am besten geht ihr darauf gar nicht ein."

Aber er wird sofort wütend, wenn man versucht ihm zu wiedersprechen. Meine Mutter hat versucht ihm zu erklären, dass sein Zimmernachbar aus X Gründen kein Spion sein kann, da hat er ihr vorgeworfen sie habe keine Ahnung und solle gefälligst gehen. Er hat sie wirklich rausgeworfen. Wir wollen den Zugang zu ihm aber nicht verlieren, wenn er uns gar nicht mehr vertraut, dann entgleitet er uns doch völlig. Und verhungert, weil er nur das Essen das von uns gebracht wird isst. Er ist so schon immens dünn, wir dachten es sei der Berufsstress, aber wer weiß seid wann das köchelt. Na jedenfalls wissen wir einfach nicht wie genau wie damit umgehen sollen wenn er uns Aufträge gibt und so einen Blödsinn erzählt, sollen wir ihn wirklich vor den Kopf stossen?

Bücher lesen ist schön und gut, aber die wollen erst besorgt und gelesen werden, wir sehen ihn aber mehrfach täglich (bis auf ich momentan) und müssen uns irgendwie ihm gegenüber verhalten. Ich weiß nicht, ich finde es ist durchaus die Pflicht einer Klinik den Patientienfamilien einen kleinen Leitfaden an die Hand zu geben.

Selbst bei meiner Mandel-Op hat man mich vorher aufgeklärt was gemacht wird und wie es alles läuft und nicht einfach gesagt, ich soll es mir ergoogeln oder ein Buch kaufen. Ich find es ein Armutszeugnis binnen einer ganzen Woche keinen kurzen Termin für die Angehörigen zu finden :(v

Gute Nacht, ich versuch nun etwas zu schlafen. Danke das ihr hier schreibt, das hilft mir schon etwas.

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