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Warum lassen sich manche Leute so leicht belügen und betrügen?

AXzuce|nZa1


Deshalb stünde für mich der gesunde Selbstschutz im Vordergrund = Rückzug!

Ja, das ist das einzigste Vernünftige, was ich tun kann und machen werde.

danke dir Chance,

:)_ @:) :)*

K}lexio


Azucena1

Es ist ja schon passiert, hier im Forum, dass so etwas schnell aufgeflogen ist. Aber, wenn mir das nach eineinhalb Jahren erst auffällt? Dann muss ich ja, bei jedem hier die Beiträge hinterfragen. ???

Nicht prinzipiell, aber wenn es auf eine persönliche Ebene geht, dann würde ich es auf jeden Fall tun. Aber - wurdest nun Du belogen oder war es einfach nur eine Lügengeschichte, die Du geglaubt hast, aber nicht wahr war? Ich kann es mir noch nicht so vorstellen, worum es konkret geht.

Vielleicht liest Du Dir mal diese Fäden auch durch:

Sei authentisch

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/161978/1/]]

Glaubwürdigkeit und Vertrauen im Internet

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/194158/]]

Trolle auf med1

[[http://www.med1.de/Forum/Rund.ums.Forum/216327/1/]]

lEisa9_n"exu


Spannendes Thema, damit hab ich auch extrem zu tun. Habe auch lange überlegt, woran es liegt, dass ich immer so naiv war, und jedem Menschen jedes bisschen geglaubt habe.

Ich hab glaube ich, nicht gelernt, zu differenzieren.

Ich kann auch kaum neutral mit Menschen umgehen, entweder ich mag sie direkt - was meist der FAll ist - oder ich mag sie eben gar nicht. Es ist mir irgendwie kein oder nur schwer ein differenziertes, vorsichtiges, wertneutrales Kennenlernen möglich. Bis vor kurzem hatte ich noch die Tendenz, sogar Fremden vorbehaltlos fast alles zu glauben, was dann natürlich zu großen und häufigen Enttäuschungen geführt hat.

Bis ich begonnen hab, mein Verhalten zu hinterfragen. Was schwer war, denn ich würde gerne vorbehaltlos alles glauben, das geht aber nicht. >:(

Ich finde das hier hilfreich.

Vielleicht solltest du dir das nächste Mal, wenn dir jemand wieder etwas erzählst, bevor du antwortest oder reagierst, einmal innehalten und dich fragen "was will dieser Mensch eigentlich da von mir" ? Du musst lernen, dich abzugrenzen, dir klar zu machen, hier stehe ich, dort steht mein Gegenüber, und ich lasse mich nicht von ihm vereinnahmen, sondern entscheide selber, was ich galube und was ich von mir geben mag....

Emotionskontrolle und die wichtige Frage: Was will der von mir? Warum ist der so freundlich, obwohl er mich nicht kennt?

Was will ich vom Gegenüber? Warum? Auf welchen Prämissen beruht mein Wollen ans Gegenüber? Sind das nicht Wunschvorstellungen/Projektionen/versteckte Gefühle/Wünsche, für die ich selbst zuständig bin?

Und ganz wichtig: ICH entscheide. Ich muss auch nichts direkt entscheiden. Ich lasse mich nicht mehr von anderen Menschen unter Druck setzen - auch nicht durch erwartungsvolles, freundliches Verhalten; da entziehe ich mich lieber und setze den Kontakt fort, wann ich dazu bereit bin.

oglle Ataxnte


Ich falle zwar schon auch mal auf Geschichten rein, aber selten lange.

Wenn man sich das Erzählte plastisch vorstellt, merkt man meist schnell Unstimmigkeiten. Spätestens dann, wenn man mehrmals über eine Sache spricht - so genau merken sich die Erzöähler Lügengeschichten meist nicht oder es "kollidiert logisch" mit einer anderen erzählten Geschichte.

ArzucQena1


Liebe Kleio,

danke für die Links mit den Threads, werde sie mir durchlesen. ;-) sind ein bisschen lang, aber sie scheinen interessant und lehrreich zu sein.

Ich kann es mir noch nicht so vorstellen, worum es konkret geht.

wenn ich mehr weiss, werde ich es dir per PN mitteilen.

@:)

.

lisa_neu,

Emotionskontrolle und die wichtige Frage: Was will der von mir? Warum ist der so freundlich, obwohl er mich nicht kennt?

Was will ich vom Gegenüber? Warum? Auf welchen Prämissen beruht mein Wollen ans Gegenüber? Sind das nicht Wunschvorstellungen/Projektionen/versteckte Gefühle/Wünsche, für die ich selbst zuständig bin?

Hast du das in einer Therapie erarbeitet oder hast du das selber erkannt?

Ich werde das morgen in meiner Therapie ansprechen.

Mit manchen Dingen tue ich mich unheimlich schwer. Das ist eben gerade, dass ich so gut wie nie misstrauisch bin. Das schaffe ich irgendwie nicht.

Das ging mir jetzt auch so bei meiner Kollegin.

Hinterher bin ich überrascht, das ist schon teilweise komisch. Das ist mir sogar unangenehm, ich komme mir dann dumm vor.

lyisa_nxeu


Selbst erarbeitet, über die Jahre, durch immer wieder neue Enttäuschungen, irgendwann mal fragte mich eine Freundin: "was willst DU denn von der Person/dem Mann, das sollte für dich interessant sein, danach solltest du dein Handeln ausrichten, es ist nicht primär interessant, sich nach dem zu richten, was die Person/der Mann von dir will."

Da stellte ich fest, dass ich mich Zeit meines Lebens zu sehr nach dem gerichtet habe, was andere von mir wollen, anstatt das umzudrehen, und mich zu fragen, was ich von welchen Menschen will.

So kommt man aus passiver Abhängigkeit (was andere von einem wollen, zu hinterfragen, und darauf zu reagieren) in neutrales, bis aktives, aufmerksames Warten oder sogar zum "auf für einen selbst interessante Leute aktiv zugehen". Menschen kennen lernen wird so zu einer bewussten, gewollten Entscheidung aufgrund realer Fakten - nicht aufgrund von Projektionen oder Wunschvorstellungen.

Man glaubt auch nicht mehr blindlings fremden Menschen etwas, in der Erwartungshaltung, sie mögen dann schon ehrlich sein, und die eigenen Erwartungen bitte schön erfüllen (steckt oft eigene Bedürftigkeit dahinter), sondern man hinterfragt von anfang an, was passiert, kritisch, aber freundlich, und abwartend.

Bei mir basiert das einfach auf der Haltung "ich bin ehrlich und ich gebe gerne aber ich erwarte auch etwas adäquates zurück", was leider sehr oft ausgenutzt wurde.

l\isa_}ne*u


Du musst ja nicht direkt misstrauisch sein. Einfach nur freundlich, aber ein wenig distanziert, das reicht.

E8nig1mangexra


Ich frage mich, wozu man ueberhaupt vertrauen sollte? Wozu dient es mir? Sehr viele Menschen luegen und hintergehen nunmal... Das laesst sich nicht aendern.

Ich versuche so zu leben, dass ich nicht auf andere Menschen vertrauen MUSS. Dass ich im Ernstfall auch alleine aus der Situation komme und die Luegen mich nicht wirklich affektieren. Wenn sich dann herausstellt, dass eine Person tatsaechlich bisher ehrlich und aufrichtig war, hielt was sie versprach, dann rechne ich es der Person hoch an und schaetze das sehr... Aber weiterhin wirklich ERWARTEN tue ich es nicht.

Soviel zur praktischen Seite. Auf der Gefuehlsebene kann es mich schon auch verletzen und an mich herankommen, aber ich versuche, es nicht persoenlich zu nehmen... Die Schuld liegt dann nicht bei uns, sondern eben bei der Person, die luegt/betruegt. Das ist manchmal gar nicht so einfach zu erkennen finde ich!

Ich weiss nicht ob ich mit meiner Einstellung zu Misstrauisch bin.. Aber etwas anderes erscheint mir einfach nicht sehr sinnvoll.

lKisa_Aneu


Den Gedankenansatz finde ich gut:

Ich frage mich, wozu man ueberhaupt vertrauen sollte? Wozu dient es mir? Sehr viele Menschen luegen und hintergehen nunmal... Das laesst sich nicht aendern.

Dieses "soll" ... nein, man "sollte" nicht.

Mir stellt sich an dieser Stelle die Frage, wieso man meint "sollen" zu müssen; also wer oder was treibt einen dazu, unbedingt schnell vetrauen zu sollen?

Ich hab mich das so noch nicht gefragt. Bis ich halt feststellte, dass dieses "ich vertraue dir" (möglichst schnell) sehr naiv, ja, kindisch war.

Ist bei mir wohl ein Überbleibsel der Sehnsucht nach einer symbiotischen Beziehung, in der "jeder im anderen aufgeht und man sich uneingeschränkt vertraut" (und ähnlicher Romantikkitsch).

Funktioniert nicht im realen Leben, weder das uneingeschränkte Vertrauen, noch die Naivität, noch die Symbiose.

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