Die Logik vom Glücklichsein

S>etzkenx6


[[http://uglypunk.de/wp-content/uploads/2010/12/Wutb%C3%BCrger.jpg Mobilisieren]].

Vielleicht ist das das Zauberwort.

_lTsunxami_


Kopf hoch. :)z

_pTsunalmix_


Ungerechtigkeit ist ein Stich ins Herz, Gerechtigkeit ein flammendes Schwert, welches durch die Mitte geht – ein Stich nichts dagegen.

__Tsuna'mi_


[[http://www.der-garten.eu/wp-content/uploads/2009/04/flammendes-schwert.jpg Flammendes Schwert.]]

SfetzLen@6


Schicksal.

Ich habe das Wort gegoogelt. Mir alle möglichen Zitate durchgelesen. Bin verwirrter als vorher.

Eigentlich ist Schicksal eine ziemlich große Sache. Und sehr vage in all seiner Plastizität. Uns trifft so vieles im Leben und ich weiß gar nicht so genau, was davon mir zugeteiltes Schicksal ist und was durch mich fabriziert bzw. begünstigt. Ist Schicksal das, was uns trifft, obwohl wir andere Pläne hatten? Oder ist es das, was wir durch unser Tun provozieren? Und vielleicht ist es ja auch eine Mischung daraus?

Was ist mein Schicksal? Was ist mein Tun? Und wo liegt der Unterschied? Wo muss ich unterscheiden?

Kann ich mein Schicksal ändern?

Gibt es änderbares Schicksal und unabänderliches Schicksal?

Schicksalsschläge sind wohl häufig unveränderbar und wir haben lediglich die Macht, auf gewisse Weise zu reagieren und damit umzugehen.

Aber wenn man von einem größeren Schicksal ausgeht, dem Schicksal Leben, dann ist es doch auch beeinflussbar.

Ich verstehe Schicksal nicht.

Ist Schicksal vielleicht etwas, das wir nicht ändern können und das uns zustößt, damit wir das ändern, was wir ändern können?

_#TPsunaxmi_


Erstmal was essen. :)^

S{etxzen6


Ich gebe dem Schicksal jetzt die Hand. Immerhin ist es meins. vielleicht will ich es auch nur bestechen

S#et]zen6


[[http://www.youtube.com/watch?v=PUt5QZoT9nI&feature=related Faust Muskel Herz]]

L9ewi5axn


Wir sollten nicht Sprachgespenster zu unseren Herren machen.

Manchmal bleibt uns gar nichts anderes uebriig.

_WTsuunamxi_


Guten Morgen. *:)

_kTsundamix_


[[http://www.sky.fm/play/smoothjazz jazzy]]

_~Tsunxami_


Ist Schicksal vielleicht etwas, das wir nicht ändern können und das uns zustößt, damit wir das ändern, was wir ändern können?

Ich würde sagen: Darauf läuft es hinaus.

Es hat auch was mit Mündigkeit, Aufwachsen und Orientierung zu tun.

Wenn man sich einen einzelnen Menschen oder auch das ganze Weltgeschehen aus der Vogelperspektive über die ganzen Orte, Zeiten und Generationen betrachtet, dann ist meines Erachtens festzustellen, dass viele Dinge immer und immer wieder "einfach geschehen", ohne dass man einen Einfluss darauf hat.

Dann wiederum kann man Einfluss auf Geschehnisse haben – unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Hier sind wir wieder beim Punkt Mündigkeitautonom zu sein von jeglicher Form von Repression (nur meine persönliche Spontandefinition). Diese Mündigkeit bzw. Autonomie, welche körperliche und mehr noch geistige Merkmale beinhaltet, und meines Erachtens zur Gesundheit des Menschen zählt, kann durch verschiedene "Geschehnisse" (bspw. Hunger, Krieg, Gewalt, Krankheit, Familie, politische Systeme, Gesellschaft) unterbunden oder gar zerstört werden. Teilweise lässt man sich entmündigen, teilweise hat man keine Wahl. Ein Kind, welches bspw. mit 8 Jahren an Hunger stirbt, hatte niemals eine große Chance und vermutlich niemals eine Wahl, jemals (nennenswert) mündig zu werden. Gleichfalls wird es auch einem Kind schwerfallen, welches von seinen herrischen Eltern bis zum 15. Lebensjahr mit Beschimpfungen und Schlägen drangsaliert wurde. Andere Kinder wiederum laufen geringere Gefahr durch Krankheit oder Hunger zu sterben, leben in einem reichen Land und haben bis zum 20. Lebensjahr eine liebevolle Erziehung durch die Eltern und eine gute Schulbildung genossen – sehr viel bessere Grundlage für Mündigkeit.

Die Härte und die Verteilung der Geschehnisse, welche die Mündigkeit fördern oder einem rauben, sind größtenteils zufällig und unabwendbar. Nein, nicht ganz, einige die Mündigkeit beeinflussende Geschehnisse sind beeinflussbar – im Falle von Erziehung beispielsweise durch die Eltern.

Mündigkeit bedarf guter Voraussetzungen und/oder der Entscheidung dazu. Ohne einen nennenswerten Grad an Mündigkeit ist so ziemlich alles unabwendbares Schicksal.

Ohne Mündigkeit folgt alles den "alten Pfaden", Zwängen und Repressionen.

In einer perfekten Welt wäre es kein Problem, den "alten Pfaden" zu folgen, da dies jedoch nicht so ist, ist es von Vorteil, Mündigkeit zu erlangen und aufrechtzuerhalten, um sie zumindest für sich selbst nutzbar zu machen. Grundsätzlich ist gelebte Mündigkeit aber für alle Menschen von Vorteil bzw. erstrebenswert. Kaum etwas stoppt die Entwicklung, das Aufwachsen und die Orientierung eines Menschen mehr als Unmündigkeit.

Mündigkeit ist in diesem Sinne ein Sich-die-ganze-Welt-anschauen, sich möglichst frei bewegen, anstatt den Korridor der Unmündigkeit zu wandeln.

Mündigkeit braucht Zeit – so wie das Herauswachsen eines Kindes oder der Welt aus ihren Kinderschuhen.

Bei der Zuteilung von Schicksalsschlägen ist es so ähnlich wie beim Mündigwerden – man hat nur teilweise Einfluss darauf.

_DTsu~nam^i_


Nochmal zum Schicksal:

Schicksal ist meines Erachtens keine Beschreibung der Zukunft, sondern der Vergangenheit – sofern es Unabänderlichkeit anbelangt.

Mit anderen Worten: Was an Vergangenheit geschrieben wurde, wurde geschrieben, die Zukunft jedoch noch nicht.

Damit die Vergangenheit oder Teile der Vergangenheit nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden, bedarf es bestimmter Veränderungen, welche teils "von alleine" erfolgen und teils durch das eigene Zutun ausgelöst werden.

Die gravierendste Umschreibung erfolgt meines Erachtens durch ein Sehen mit anderen Augen, welches die eigene Geschichte berücksichtigt und sich in ein allgemeines Weltbild einfügen lässt.

Dieses Weltbild muss meines Erachtens berücksichtigen, dass einem Leid und Unrecht zugefügt worden ist, genauso wie man auch selbst anderen Leid und Unrecht zugefügt hat. Hierbei geht es nicht um ein Freisprechen anderer oder seiner selbst, oder gar ein Aufrechnen, sondern ein Akzeptieren, dass es so ist und auch immer wieder so sein wird, weil die Zeit, wo sich ein einzelner Mensch und die ihn umgebende Gemeinschaft sich gänzlich von Dummheit, Schwäche, Ungerechtigkeit und Fehlerhaftigkeit freisprechen kann, nicht absehbar ist.

In einem ersten Schritt scheint es mir sinnvoll, Leid und Unrecht höheren Grades zu vermeiden, dann auch Leid und Unrecht kleineren Grades, dabei seine Sensoren zu schulen und es sich zur Gewohnheit werden zu lassen.

In zweiten Schritt scheint es mir sinnvoll, sich bestimmt nach oben zu orientieren – gewissermaßen: solider, gesunder, nachhaltiger und produktiver Aufbau.

Die Zutaten für die beiden Schritte sind Zuhören, Hinschauen, Erkennen, Mund aufmachen und Handeln.

Et voilà. :-)

In der Realität sieht alles ein bisschen anders aus, aber ein solides, geistiges Grundgerüst kann nicht schaden.

_7Tbsunaxmi_


Manchmal bedeutet Schicksal auch einfach nur, die höchstpersönlichen Bedürfnisse, Wünsche und Werte besser und besser kennenzulernen und diesen Geltung zu verschaffen.

_#TsXu0namix_


Mir ist gerade etwas klar geworden, naja, eigentlich nicht klar, sondern nur so bewusst, dass ich es formulieren kann:

Den Großteil meines Lebens versuche ich in Anbetracht meiner jeweiligen Kenntnisse an der Vielzahl an Weggabelungen, die mir jedes Jahr und jeder Tag bietet, die besseren oder gar die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das ist mein Schicksal.

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