Die Logik vom Glücklichsein

SYetz%en6


Warum ist dir das so wichtig, ob gestorbene Menschen gluecklich waren?

Es würde mich beruhigen. Es sind egoistische Motive. Ich möchte gerne, dass die Menschen glücklich waren. Kann nicht erklären warum.

Ist es wichtiger, wenn man im letzten Moment gluecklich ist oder in der letzten Woche, als zuvor?

Ich glaube, mir ist wichtig, dass der Mensch versöhnt mit seinem Leben ist, egal wann es glücklich / unglücklich war. Dass der Mensch sagen kann: "Es ist ok jetzt zu gehen."

Glaubst du, diese "war gluecklich/war nicht gluecklich"-Unterscheidung macht Sinn, ueber ein ganzes Leben gesehen?

In dem Moment, wo es mich beruhigt, macht es für mich Sinn.

SNet-zenx6


Ich habe große Angst davor, dass Menschen in meinem Umfeld leiden und ich kann nichts tun. Ich habe Angst vor meiner Hilflosigkeit.

Der Tod verursacht viel Hilflosigkeit.

Ltewxian


Ich glaube, mir ist wichtig, dass der Mensch versöhnt mit seinem Leben ist, egal wann es glücklich / unglücklich war. Dass der Mensch sagen kann: "Es ist ok jetzt zu gehen."

Das hiesse eher, der Mensch waere versoehnt mit dem Tod...

Aber "versoehnt mit dem Leben" finde ich auch eine gute Beschreibung. Besser als "gluecklich/ungluecklich", was den Leuten vermutlich nicht gerecht wird.

Also wenn ich gleich sterben muesste, wuerde ich jetzt jedenfalls denken, es wuerde mir nicht gerecht werden und meinem Leben.

Aber wer weiss? Vielleicht sterbe ich mit 90 und dann denke ich auch, mein Leben war gluecklich. Oder ungluecklich. Insgesamt.

S'etz.en6


Aber "versoehnt mit dem Leben" finde ich auch eine gute Beschreibung. Besser als "gluecklich/ungluecklich", was den Leuten vermutlich nicht gerecht wird.

Ja, du hast Recht.

Also wenn ich gleich sterben muesste, wuerde ich jetzt jedenfalls denken, es wuerde mir nicht gerecht werden und meinem Leben.

Vielleicht ist das eine gute Erkenntnis für das weitere Leben.

Aber wer weiss? Vielleicht sterbe ich mit 90 und dann denke ich auch, mein Leben war gluecklich. Oder ungluecklich. Insgesamt.

Wir werden dann wissen, wenn die Bilanz sowieso nicht mehr zu ändern ist.


Versuchen wir, Dinge zu tun, von denen wir hinterher sagen können: Gut, dass wir sie getan haben.

Der Rest folgt dann im Abspann.

_"Tsusnamix_


Der Kampf mit dem Beast verschiebt sich auf morgen oder übermorgen, weil ich was verpeilt hab. %-|

_gTs_u@namxi_


Übrigens musste ich im Kontext zu Tod unbedingt mal nach [[http://de.wiktionary.org/wiki/in_die_ewigen_Jagdgr%C3%BCnde_eingehen den ewigen Jagdgründen]] googeln. Wieder was gelernt. :)^

H*ardexr


Irgendwann ein Kind zu haben würde mich sehr sehr glücklich machen! :)*

Hpar9dexr


Man kann zwar keine Berge versetzen, doch man kann sie überwinden.

Wie man sie überwindet ist einem Jeden selbst überlassen.

Doch Eines bleibt bei jeder Überwindung freilich gleich,

denn auf dem Gipfel erhält man die ultimative Weitsicht.

by Harder 21.01.2012

Ist mir mal so eingefallen als ich mit meiner Liebsten in unserer Stammkneipe saß! x:)

_+Tsusnaxmi_


Der Tod, der Glaube und die Vorstellungskraft

Naja, eigentlich geht's nur um den Tod. Erstmal denke ich, dass wir alle in Frieden sterben wollen und schon während unseren Lebzeiten mehr oder weniger bewusst darauf "hinarbeiten".

Persönliches

Meine praktischen Erfahrungen mit dem Tod: Null. Na ja, nicht ganz. Mein Vater ist bereits in den ewigen Jagdgründen – relativ jung gestorben. Habe sein Sterben nicht live miterlebt, sondern ihn erst danach sehen können. Meine "Trauerarbeit" dauerte etwa 10 Minuten – im letzten Jahrzehnt seines Lebens hatten wir kaum noch Kontakt. Er ist an Leberkrebs gestorben, was sicher auch durch seinen Lebenswandel "verschuldet" war. Ich glaube, dass er in den letzten Tagen seines Lebens ausgiebig sein Leben hat Revue passieren lassen. Und ich glaube, dass er nicht besonders "glücklich" darüber war. Mein Vater war Wissenschaftler und Atheist. Glaube, Religion und Philosophie waren die "Wissensfelder" mit denen er überhaupt nichts anfangen konnte, am Ehesten vielleicht noch mit Philosophie. Vielleicht hätte ihm eines von den Dreien in seinen letzten Stunden "geholfen" – schwierig zu sagen. Mein Vater hatte in seinem Leben ziemlich viel gemacht und das Leben in vollen Zügen genossen – ziemlicher Sturkopf in dieser Richtung. Meines Erachtens war mein Vater kein schlechter oder böser Mensch, aber viele Dinge hat er vernachlässigt bzw. einfach nicht gut hinbekommen, nicht so, wie er es im Rückblick wohl gerne gehabt hätte. Hinter seinen durchaus mit Bedacht getroffenen Entscheidungen stand er sicherlich jeweils, doch hätte sich im Nachhinein wohl ganz andere "Verläufe" gewünscht. Er war ein gebildeter, bewusster und reflektierter Mann. Hätte er also gewisse Dinge nicht vorher absehen und somit besser machen können? Offensichtlich – aus irgendeinem Grunde – nicht.

Eine Besonderheit

Eines Morgens in meiner Küche wurde mir bewusst, dass ich schon tot bin bzw. in Kürze sein werde. Der eine oder andere hier wird sich an die Begebenheit bzw. den Kontext erinnern. Im intensivsten Moment des Bewusstseins, dass ich schon so gut wie tot bin, verlief auf einmal alles plötzlich wie im Zeitraffer und ich sah unzählige Orte und Abläufe gleichzeitig, und es machte Klick – besser kann ich das nicht beschreiben. Ich glaube, es war ein "Vorgeschmack" auf das, was passiert, wenn man wirklich stirbt.

Allgemeineres

Ich denke, man kann den Tod auf verschiedene Arten und Weisen sehen, wobei jede mehr oder weniger "legitim" ist. Ich selbst sehe den Tod nicht zwingend als Ende des Lebens. Eher sehe ich den Tod als Teil des Lebens, bzw. umgekehrt, das Leben als Teil des Todes. Gut, das geht in den Bereich des Metaphysischen – Gedankenspielerei, wenn man so will.

Genaugenommen habe ich vom Tod an sich ein genauso unklares Bild wie viele andere auch. Doch wo das Wissen aufhört, da beginnt der Glaube, und den soll jeder so handhaben, wie er es für richtig fühlt bzw. empfindet.

Ich glaube bzw. halte es für gut vorstellbar, dass man auf den letzten Metern bzw. den letzten Momenten des Lebens – wie auch immer Wahrnehmung und Zeit dann sind – ganz mit sich selbst und dem Leben ist. Ich glaube auch, dass man dann "alles loslässt", loslassen muss – also auch Dinge wie Schuld, Reue und Groll gegenüber sich selbst und anderen, weil man im Begriff des Übergangs in eine "absolute und natürliche Neutralität ist". Man lässt gleichfalls auch seine Träume, Wünsche und Begierden hinter sich. Manche würden es Frieden nennen.

Ein Satz zu später Stunde

Das Leben lehrt die Einzigartigkeit, der Tod die Gleichheit. Beides ist wahr.

_>Ts|unam=i_


Guten Morgen. *:)

Ljewixan


Ich setlle mir vor, dass die Momente vor dem Tod eine sehr spezielle Erfahrung sind. Vielleicht hat die Natur das ja so eingerichtet, dass das nicht nur relativ gut ertraeglich wird ab einem gewissen Punkt, sondern dass man quasi mehr oder weniger automatisch sein Leben noch mal durchgeht. Vielleicht laesst sich das dann auch gut annehmen, so aehnlich wie Tsunami geschriebn hat, man laesst die "Lasten des Lebens" hinter sich... man muesste in dem Sinne keine Angst vor dem Tod haben... wenn man das wuesste jedenfalls.

Ob und wie es dann weitergeht, kann ja niemand wissen...

Y9angfYin


ich denke das die wurzel jeglicher angst eigentlich die angst vor dem eigenen tod ist.

würde man mit dem unausweichlichen frieden schliessen würden sämtliche ängste aufgelöst...........so viel zur theorie ;-)

_UTsunSami_


Und dazu die [[http://www.youtube.com/watch?v=HyYiQzx0Rgc passende Musik]]. :=o

YPangYxin


:)=

LKewixan


ich denke das die wurzel jeglicher angst eigentlich die angst vor dem eigenen tod ist.

Das glaube ich nicht... viele Menschen haben doch Angst vor Dingen, die ihnen erspart blieben, waeren sie tot. Die Schmerzen und der Verlust an Lebensqualitaet, den eine qualvollen Erkrankung mit sich bringen kann, schreckt doch viele mehr als der Tod, zu dem sie vielleicht fuehrt, oder?

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