Die Logik vom Glücklichsein

S`etzexn6


Meiner Ansicht nach ist dein größtes Problem, dass du dich weigerst, die Dinge konkret zu evaluieren und dann zu ändern.

Nein, das ist meine größte Stärke.

Ich denke, dass das Selbstbetrug ist.

Aber meine Wahrheit ist nicht wahrer als deine.

Ich kann mich gegenüber mir selbst rechtfertigen. Das muss genügen.

Ja.

S-etzxen6


Sofern wir nicht an eine Existenz Gottes glauben, sind wir selbst die einzigen, die über uns richten können.

Ich richte nicht über dich.

Aber ich werde dich auch nicht in Dingen bestätigen, die ich als falsch erachte. Und ich erachte eine ganze Menge dessen was du sagst als falsch. Aber wie ich schon sagte: Das ist nur meine Wahrheit.

So unverschämt es klingen mag, aber: Ich fand, du hattest ein Recht, sie wenigstens zu hören.

_HTsunxami_


Aber ich glaube, du willst auch nicht so sein geschweige denn bleiben, wie du jetzt bist.

Das ist vollkommen richtig.

Allerdings will ich gar nicht mich selbst verändern, sondern meine Umstände. Dass ich mich selbst verändere, ist ohnehin unabwendbar.

Was kannst du tun, um die Umstände zu verändern? Red mal Tacheles.

Okay, Tacheles.

Meine Umstände sind beschissen. Wieviel davon ist selbstverschuldet, wieviel nicht? Ich weiß es nicht.

Ich kann meine aktuellen Lebensumstände ertragen, aber würde sie niemandem zumuten. Geld könnte mir bedeutend helfen, besser durchzuhalten und mir die Sorgen vom Hals zu schaffen, aber ich denke, darum geht es nicht, sondern darum, dass egal wie die Situation ist, ich mich auf irgendeine Weise beweisen muss – nicht gegenüber anderen, sondern gegenüber dem Leben und mir selbst.

Was habe ich? Wer bin ich?

Viel ist das nicht – ein einziges Leben nur. In einem kurzen Moment ist das alles vorbei. Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich werde auf meinem Sterbebett nicht bereuen. Nicht meine Faulheit, nicht meine Fehler, nicht meine Grenzen – höchstens mich selbst.

Es gibt Dinge, die ich niemals tun würde und Dinge, die ich immer tun würde. Im Zweifel ziehe ich den Freitod vor. Und aus dem Vorgenannten ergibt sich mein ganzes Leben.

So bin ich.

Was noch? Ich bin ein Mann und ein Mensch. Ich scheue weder das Große, noch das Detail. Ich kenne mich, meine Bedürfnisse, meine Wünsche, das Leben und meinen Stand im Leben ziemlich gut.

Soll ich nun spinnen? Meine Vergangenheit, meine Gegenwart und meine Zukunft zusammenspinnen? Das kann ich gerne tun.

fQragn%ursxo


Macht dich sowas wütend? Ich meine die Vorwürfe deiner Mutter?

Wut ist meiner Meinung nach eine der stärksten Motivationen des Menschen etwas zu ändern, zu handeln.

_sTs3unaFmix_


[[http://www.youtube.com/watch?v=d6wRkzCW5qI Will you fight?]]

_YTsunalmi_


Macht dich sowas wütend? Ich meine die Vorwürfe deiner Mutter?

Wut ist meiner Meinung nach eine der stärksten Motivationen des Menschen etwas zu ändern, zu handeln.

Ich brauche keine Wut, auch keine Manipulation, nur ein klares Wort.

Ehrlichkeit.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass ich keine Angst vor dem Tod habe. Meine Mutter weiß es auch nicht. Es ist für sie unvorstellbar.

Allerdings versteht sie auch nicht, dass ich bereit bin, zu leben – auf meine Weise.

_?Tsuxnami_


Ich bin gerne ein Mann und Mensch. Ich lasse mir keine Vorschriften machen – von niemandem. Es sei denn, dass sie für mich validierbar bzw. richtig sind.

f6rakgnur}so


Die meisten Menschen wissen nicht, dass ich keine Angst vor dem Tod habe. Meine Mutter weiß es auch nicht. Es ist für sie unvorstellbar.

Auch ich habe keine Angst vor dem Tod, ich hatte schon Zeiten da kam er mir wie ein alter Freund vor, den man eingeladen hat und der sich verspätet. Man fragt sich ungeduldig wo er denn bleibt.

Inzwischen lebt man und vielleicht kommt man drauf, die Zeit die es zu überbrücken gilt, mit sinnvollen Sachen zu füllen. Sinnvoll in der Art, dass man in seinem Handeln einen Sinn sieht.

Diese Zeit zwischen jetzt und dem Tod, nennt man auch Leben. Wenn man genau hinschaut kann man dieser Zeit eine Menge Schönes abgewinnen.

_|Ttsunaxmi_


Leben ist / kann / sollte schön sein. Volle Zustimmung.

_'T7sunaImix_


Ich vermeine, sagen zu können, dass die Aesthetik des Lebens in seinen dunkelsten und hellsten Facetten eine gewaltige ist.

Bin ich, ich selbst schön? Keine Ahnung.

_=TsZunaxmi_


Okay, ich werde im Nachfolgenden das Siegel der Anonymität ein wenig zerbrechen. Es ist mein Leben, und ich bin frei, darüber zu entscheiden.

_QT|slunam,i_


Erstmal jedoch: [[http://farm2.staticflickr.com/1057/895493784_d11a69d8ca_z.jpg Rigatoni Pollo]]

f.ragnucrso


Ja, es ist dein Leben und du bist frei. Falschen Stolz sollte man ablegen. Man braucht nicht irgendeinen Scheiß zu machen um anderen etwas zu beweisen. Leiden tut man dann letzten Endes nur selber darunter.

Du solltest glüchlich werden mit deinem Leben. Es anderen zeigen zu wollen macht nur vordergründig glücklich. Dieses Glücksgefühl hat einen sehr schalen Nachgeschmack.

_tTsaunam)ix_


Die Rigatoni Pollo – Kostenpunkt 2,50 EUR – sind erstaunlich gut.


Mal wieder ein Tag, den ich nicht erahnt hätte. Andererseits denke ich auch, dass dieser Tag kommen musste.

Lbewixan


Ich sehe das ganz anders als Setzen6. Ich denke, es sind zwei ganz unterschiedliche Themen, zum Einen, wie zufrieden man fuer sich selber mit seinem Leben ist, was man in seinem Leben aendern kann, ob und wie man es verbessern kann, und zum Anderen was fuer Erwartungen die Eltern haben – vor allem dann, wenn sie dem Kind Liebe und Akzeptanz entziehen, wenn es die eigenen Erwartungen nicht erfuellt.

Voellig unabhaengig davon, wie du, Tsunami, lebst und was sich dabei verbessern liesse, finde ich es ein Unding, dass deine Mutter dir quasi ihre Liebe und Verbundenheit entzieht, weil du nicht tust, was sie fuer dich vorgesehen hat. Ich kann dich nur in deiner Unabhaengigkeit bestaerken (mal abgesehen davon, dass du da sowieso nur alleine durchkannst und ich deshalb vermutlich nicht viel "bestaerken" kann).

Ich habe Eltern (gehabt), die mir nie ihre Liebe und ihren Rueckhalt entzogen haben, egal was ich getan habe. Das ist extrem wertvoll. Dass Eltern mal kritisieren, ist eine Sache und dass man sich auch mal was zu Herzen nimmt, eine andere. Aber die Liebe und der Rueckhalt, die braucht man auch gerade, wenn man im Leben nicht dort ist, wo die Eltern einen haben wollen.

Ich glaube, Tsunami, deine Mutter hat mit ihren eigenen Vorstellungen zu schaffen, vielleicht mit Dingen, die sie schon so durch ihre Eltern mitbekommen hat. Ich glaube, das hat mit deinem Verhalten viel weniger zu tun als es den Anschein hat. Sie fuehlt sich vielleicht als Versagerin, weil sie glaubt, durch dich zu "zaehlen", und weil ihre Art zu zaehlen deinem Leben nicht entspricht,

Setzen6

Ich finde es ziemlich verquer, dass du Tsunamis Mutter quasi im selben Atemzug verteidigst, in dem du sagst, dass die Vorstellungen deiner Eltern fuer dich auch nicht passen. Auch fuer dich gilt: Mache dich frei von ihren Erwartungen! (Das bedeutet auch, nicht zwanghaft dagegen zu leben, wo es dir nach deiner eigenen Einschaetzung nicht gut tut.)

Ich glaube, deine Reaktion hat auch mehr mit dir selber zu tun als mit Tsunami. Kann es sein, du verteidigst hier deine eigenen Eltern gegen dich selber, aus Schuldgefuehl?

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