Die Logik vom Glücklichsein

_JTs_unwami_


Ich glaube, Tsunami, deine Mutter hat mit ihren eigenen Vorstellungen zu schaffen, vielleicht mit Dingen, die sie schon so durch ihre Eltern mitbekommen hat. Ich glaube, das hat mit deinem Verhalten viel weniger zu tun als es den Anschein hat. Sie fuehlt sich vielleicht als Versagerin, weil sie glaubt, durch dich zu "zaehlen", und weil ihre Art zu zaehlen deinem Leben nicht entspricht,

Das stimmt. Sie ist wie sie ist. Sie hat ihre Gründe. Ich halte es ihr nicht nach. Im Gegenteil, ich verstehe und akzeptiere es.

_*Tsubnami_


Das Ganze zeichnet mich auf irgendeine Weise für die Zukunft.

Cfhan5cke007


Das Ganze zeichnet mich auf irgendeine Weise für die Zukunft.

DASS es zeichnet, steht außer Frage. WIE es zeichnet, da kann man für sich selbst schon ein wenig dran drehen. Auch Du hast – im übertragenen Sinne – einen Pinsel in der Hand. Ich wünsche Dir, dass Du Farben findest, die Dir am ehesten entsprechen. :)*

_1TsunWamxi_


Ja, Mutter...

ich bin "nicht genug". Und ich will nicht ständig hören, dass ich "ungenügend" bin. Danke.

Du hast gesagt, du hoffst, dass ich es nicht bereue. Was verdammt soll ich bereuen?

Ich habe versucht, dir die Möglichkeit zu geben, mich zu kennen, wie ich wirklich bin, anstatt dem Wunschbild, dem ich gar nicht entspreche. Du hast zweiteres vorgezogen. Danke.

Nun gut, dann soll es so sein.

_!Tsun(axmi_


Danke, Chance. Ich weiß noch nicht wie, aber irgendwie ganz bestimmt, ja.

Svetzecn6


Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass ich das Verhalten von Tsunamis Mutter in Ordnung finde, viel eher fand auch ich es hart, dass sie ihm gleichzeitig mit Liebesentzug drohte. Das habe ich auch geschrieben.

Was ich allerdings noch immer meine: Man sollte nicht sofort sagen, dass die Vorstellungen seiner Mutter zwangsläufig falsch sind. Meines Erachtens ist es mehr als verständlich, wenn eine Mutter sich wünscht, dass ihr Kind ein ordentliches Leben führt.

Für mich ist schwierig an dieser ganzen Situation, dass ich Dinge von Tsunami weiß, die hier nicht wirklich bekannt sind. Somit entscheide ich aus einer ganz anderen Warte – und muss einfach sagen, so hart es klingt, dass ich seine Mutter ansatzweise verstehe.

Aber wie ich oben schon sagte: wie sie es tut, ist nicht sonderlich liebevoll von ihr. Aus ihr spricht die Verzweiflung und die Enttäuschung.

Dass das schwer als Sohn auszuhalten ist, ist mehr als verständlich.

Jeder sollte seinen eigenen Weg gehen. Tsunami soll seinen Weg gehen, wie er ihn gehen möchte. Das ist das Einzige, was wichtig und richtig ist. Ich habe (und wenn das nun einmal mein Gefühl ist, dann könnt ihr nicht einfach sagen "nein, das ist falsch", Gefühle sind in dem Sinne nie falsch) nur mehr als einmal das Gefühl gehabt, dass Tsunami selbst mit diesem Weg nicht immer zufrieden war und ist. Und dass du, Tsunami, zwar einerseits tatsächlich erschwerenden Faktoren entgegenblickst, aber teilweise auch Dinge nicht oder nur sehr schleppend änderst, die du ändern könntest.

Wegen Befangenheit halte ich mich aus dieser Sache jetzt raus.


Zum Abschluss meines Statements: Hier wurde so oft von Chancen und "Weiter" gesprochen. Von Entscheidungen und Wahl. Aber es wird immer wieder deutlich, wie schwer wir (da schließe ich mich definitiv nicht aus) uns damit tun, dies dann tatsächlich auch umsetzen und anwenden.

Wie viel Ruck ist durch euer Leben gegangen durch all die theoretischen Erkenntnisse dieses Fadens?

Haben die Worte dieses Fadens euer Handeln in irgendeiner Weise beeinflusst?

f|ra}gnuhrsxo


deine Reaktion hat auch mehr mit dir selber zu tun als mit....

Bei welcher Antwort in welchem Faden trifft das nicht zu? Worin besteht die Motivation einen Beitrag hier im Forum zu schreiben? Man macht doch gerne etwas vor, am liebsten sich selber.

_LTOsuwnamxi_


Weiter.


Wünsche einen schönen Sonntag. *:)

_ETs*unnamix_


Es ist in Ordnung. Ich werde meine Mutter nicht umerziehen und sie wird mich nicht umerziehen. Sie ist schon groß und ich bin es auch.

Ja, "sie lebt durch mich". Sie will, dass ich das "gute Leben" lebe, welches ihr beschieden gewesen wäre. Unabsichtlich macht sie jedoch mich dafür schuldig, dass sie kein "gutes Leben" hat, wenn ich ihren Vorstellungen davon nicht entspreche. Ich bin jedoch nicht sie und sie ist nicht ich. Woher soll ich diesen "perfekten Sohn mit der perfekten Einstellung" herzaubern? Dazu müsste ich einen Großteil meines Lebens ausradieren, und das geht nicht. Nicht nur sie hat ihre Gründe, auch ich. Wenn ich es nun unbedingt aufwiegen wollte, dann haben und hatten ihre "hehren Erwartungen" nicht weniger zerstörerische Effekte auf andere und sie selbst, als mein "schlechter Lebenswandel". Wieviel Schaden hat sie durch ihre Art verursacht, wieviel ich durch meine? Ein Aufwiegen ist sinnlos.

Sie kennt mich nicht, versteht mich nicht. Insbesondere hat sie kein Vertrauen darin, dass ich ein glückliches Leben außerhalb ihrer Vorstellungen führen könnte.

Wenn alles wegbricht, dann bleibt mein Vertrauen in das Leben und mich selbst. So habe ich es gelernt. Nicht, weil es irgendjemandes Vorstellungen entspricht, sondern wegen allem, was mir im Leben begegnet ist.

_"Tsunoamix_


Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht, ein Leben getreu mir selbst zu führen – anstatt eines, das andere von mir erwarteten.

Das werde ich auf meinem Sterbebett nicht sagen.

SPetkzenx6


Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht, ein Leben getreu mir selbst zu führen – anstatt eines, das andere von mir erwarteten.

Das werde ich auf meinem Sterbebett nicht sagen.

Meine Absolution brauchst du wahrlich nicht, aber: Wenn du das tatsächlich nicht sagen musst, dann ist es gut, so wie es ist.

_sTsu4namxi_


[[http://www.youtube.com/watch?v=8M5YeZIg71U Vide cor meum]]

S"etzGen6


In magnis et voluisse sat est.

Sagte einst mein Opa als er seine Lebensbilanz zog.

_]Tsunwakmi_


In magnis et voluisse sat est.

Ich denke, der Ausspruch kann mehrere Dinge bedeuten.

Bei dieser Übersetzung

In großen Dingen genügt es auch, sie gewollt zu haben.

könnte man auf den ersten Blick vermeinen, dass es die Verwerflichkeit impliziert, nur gewollt, aber nichts dafür getan zu haben.

Die treffend(er)e Bedeutung ergibt sich meines Erachtens aus dieser Übersetzung

Bei bedeutenden Vorhaben ist es genug, seinen guten Willen gezeigt zu haben.

in Verbindung mit der englischen Übersetzung

To once have wanted is enough in great deeds.

Ich denke – natürlich nur meine Interpretation -, es soll bedeuten:

1) Es ist besser zu wollen, als nichts zu wollen.

2) Es ist besser, etwas Gutes zu wollen, anstatt nur etwas zu wollen.

3) Man zeigt seinen Willen durch seine Taten.

4) Es ist nicht verwerflich, sondern entschuldbar, wenn man an den großen Dingen des Lebens scheitert bzw. sie nicht erreicht, solange man sich bemüht hat, einen guten Willen zu entwickeln und diesen auch zu zeigen.

Ganz alltagssprachlich bedeutet es meiner Meinung nach, dass man sich nicht grämen oder kaputt machen soll, wenn man nicht erreicht, was man für gut und richtig hält, weil auch unter der Prämisse, dass man nach bestem Wissen und Gewissen handelt, das Leben in vieler Hinsicht unwägbar bleibt.

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