Die Logik vom Glücklichsein

_oTsudnamxi_


Setzen

In Bezug auf deinen [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/511854/18552623/ Beitrag vom 06.06.12 16:37]] möchte ich mit einem deiner eigenen Beiträge antworten:

Ich habe sehr sehr oft gewusst, dass ich bei bestimmten Situationen falsch reagiere und ich wusste sogar, wie ich besser hätte reagieren sollen, aber ich tat es nicht, weil ich noch nicht so weit war.

Passt nämlich ziemlich gut, wobei das wahrscheinlich bei vielen Lebensumständen und vielen Lebensabschnitten vieler Menschen passend ist.

Okay, auf ins Detail.

Morgen werde ich Geld für ein Frühstück haben, aber keines mehr für ein Mittagessen.

So ein Satz bewirkt absolute Ablehnung und Gegenwehr in mir. Nicht weil du arm bist, sondern weil du das einfach so feststellst, es in den Raum raushaust als sagtest du, es würde morgen regnen.

Tatsächlich war das für mich einfach nur ein Fakt und eine simple Beschreibung desselbigen.

Es mag sein, dass es für dich akzeptabel ist, mit dem Wissen kein Geld mehr für Mittagessen zu haben, ins Bett zu gehen. Es kann auch sein, dass es für dich auch inakzeptabel ist, aber du nimmst es halt so hin. Es kann als dritte Möglichkeit auch sein, dass es für dich inakzeptabel ist und du nimmst es nicht so einfach so hin.

Ich nehme es, wie es ist/war. Es ist für mich tatsächlich nicht so aufsehenerregend, dass ich darüber weinen oder lachen würde. Einfach nur ein Umstand. Ist ja nicht so, dass ich wegen sowas gleich verhungern würde oder so. Übrigens hatte ich dann doch noch 1,40 EUR in meinem Geldbeutel und habe mir eine Packung Sesamknäckebrot geholt.

Was ich aber überhaupt nicht wahrnehme und für möglich halte, ist, dass du hinterfragst, ob das so sein muss und was du jetzt tun solltest, um das zu ändern.

Ob das so sein muss? Ich glaube fast, ja. Eigentlich weiß ich sogar, dass es derzeit nur marginal/unbedeutend anders sein könnte.

Bist du denn nie geschockt über diese Umstände? Hast du dich so sehr eingerichtet in diesem Zustand?

Es sind meine Umstände, mein Leben. Geschockt bin ich darüber nicht. In gewisser Weise erfüllte und erfüllt es seinen Zweck. Und tatsächlich habe ich mich daran auch gewöhnt, was aber nicht heißt, dass ich dort auch bleiben werde.

Ich weiß, es hängt mit dem Sehen zusammen und ich weiß, du tust alles um das Sehen zu verbessern.

Das stimmt.

Aber ich habe immer öfter -und das macht mich mittlerweile rasend- das Gefühl, dass du an der falschen Front kämpfst, und die Wohnungs-, Arbeits- und Lebensmittelfront zieht an dir vorbei, du wirfst mal kurz einen Blick rüber und sagst: "Ich komme gleich oder halt nicht" und kämpfst dann wieder an der Brillenfront weiter.

Was ich zur Zeit tue, ist das, was ich zur Zeit tun kann.

Wäre es nicht an der Zeit, an anderen Fronten zu kämpfen, wenn auch schlecht sehend?

Nein, zur Zeit nicht.

S#etzxen6


Was ich zur Zeit tue, ist das, was ich zur Zeit tun kann.

Wäre es nicht an der Zeit, an anderen Fronten zu kämpfen, wenn auch schlecht sehend?

Nein, zur Zeit nicht.

Es ist wie immer deine Wahl.

_=Tsunxami_


Es ist wie immer deine Wahl.

Man wählt immer innerhalb bestimmter Grenzen. Diese können sehr weit oder sehr eng gesteckt sein. Meine Grenzen sind zur Zeit sehr eng gesteckt.

Shetzbenx6


Grenzen begrenzen einen Raum.

_DTsunFamix_


Grenzen begrenzen einen Raum.

Nicht nur.

Eingeschränkte körperliche und/oder geistige Vitalität stellen Grenzen für die Handlungsfähigkeit eines Menschen dar.

Aylic'eimWEonderlxand


Die Göttliche Komödie als Comic, was es alles gibt. :|N ":/ ;-D

A#liceimXWonUderlxand


In gewisser Weise erfüllte und erfüllt es seinen Zweck.

Genau. :)z ;-D Herr Diogenes! *:)

SAetze\n*6


Eingeschränkte körperliche und/oder geistige Vitalität stellen Grenzen für die Handlungsfähigkeit eines Menschen dar.

Du müsstest wissen, dass ich das weiß.

Auch meine Handlungsfähigkeit ist stark eingeschränkt, ich werde vermutlich auch nicht so alt wie andere Menschen. Ich habe selbst damit meinen Frieden gemacht. Leben – das ist jetzt.

S!etzexn6


Meine Krankheit ist eine Grenze, die den Raum meiner Gesundheit eingrenzt. Halb voll, nicht halb leer.

_\T3sunamxi_


Ich widerspreche dir nicht.

SIetxz>en6


Ich mag dich, Tsunami. Einfach so. Und sehr.

_oTsunaRmix_


Ich mag dich auch sehr. Einfach so.

_|Tsunxami_


Lange Strecken, weite Wege.

_nTs$unamxi_


What the fuck am I doing? I don't know shit.

And then, some....

SEetzexn6


Ich mache mir zur Zeit viele Gedanken über Liebe. Und ich merke, dass sich meine Ansichten stark geändert haben. Immer stärker kann ich in mir die Gewissheit verinnerlichen, dass ein Ende von Beziehungen deren Wert nicht mindert und vor allem das Wissen um ein Ende einen nicht von einer Beziehung abhalten sollte.

Ich liebe im Heute – eine ganz neue Erfahrung.

Ich nehme all den Schmerz, den ein Ende bringen könnte, als natürlich an und kann nun mit all der Endlichkeit leben, die einem im Leben begegnet..

Das befreit mich so sehr!

Meinem Freund habe ich neulich gesagt, dass ich ihn wahnsinnig liebe und dass es sein kann, dass das irgendwann nicht mehr so ist, dass die Größe dieser Liebe gerade aber unermesslich und unendlich ist.

Es gibt Unendlichkeit in der Endlichkeit.

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