Die Logik vom Glücklichsein

YZangYxin


toller spruch :)^ :)= :)z

SSetztenk6


Ich verbinde Aggressivität mit Wut, Wut ist eigentlich Angst und Angst macht dumm.

Es steht dir frei das zu verbinden. Aber ich sehe das komplett anders. Aggression hängt sicherlich oft mit Wut zusammen, aber Wut nicht immer mit Angst.

Und dumm macht Angst schon gar nicht.

LBewixan


Zu Aggression:

In der Gestalttherapie ist die Aggression ein positiver Begriff für die Fähigkeit, die Umwelt an sich selbst anzupassen; erst die Unterdrückung der Aggression führt zu individueller und kollektiver Destruktivität – also zu ungerichteter, ziellos gewordener negativer Aggression. Der positive Sinn von Aggression, der ihre Unterdrückung eher problematisch werden lässt, besteht für die Gestalttherapie in drei Punkten:

1. Aggression beseitigt ein abgelehntes Objekt aus dem Organismus/Umwelt-Feld. Sie ist eine Abwehrreaktion auf Schmerz, auf das Eindringen von Fremdkörpern oder auf Gefahr.

2. Aggression zerstört eine überlebte Konstellation: Sie hat sich in der aktuellen Situation als hinderlich oder störend erwiesen. Durch die Zerstörung einer solchen Konstellation wird z.B. abgerissener Kontakt oder unterbrochene Kommunikation zwischen Konfliktparteien wieder hergestellt.

3. Aggression löst einen Konflikt, indem etwas Neues an die Stelle des Bestehenden gesetzt wird, das dem fehlbaren Urteil der Handelnden nach besser ist als das Bestehende.

Das Wesen der Aggression besteht darin, dass sie nicht nach sinnloser Entladung (Destruktivität) sucht, sondern nach sinnvollem, zielgerichteten Einsatz. Erst die Unterdrückung der zielgerichteten Aggression führt zu Destruktivität. Während die zielgerichtete Aggression mit der Erreichung (meist sogar mit der Nichterreichung!) des Ziels beendet ist, kann die nicht-zielgerichtete Aggression prinzipiell nie zum Sieg oder zur Befriedigung führen und dehnt sich darum unendlich aus: Sie kann nicht als »Gestalt« abgeschlossen werden.

(...)

"Je mehr wir uns erlauben, Grausamkeit und Zerstörungslust am biologisch richtigen Ort – d.h. den Zähnen – auszuleben, desto geringer ist die Gefahr, dass die Aggression als Charakterzug ihr Ventil findet" (Fritz Perls)

(...)

Die positive Füllung des Wortes »Aggression« in der Gestalttherapie ist bis heute provokativ geblieben: Kann man Krieg, Gewalttäter oder Terror gutheißen?

Natürlich war das anders gemeint. Die gestalttherapeutische These zur Aggression sollte erklären, warum sinnvolle und zielgerichtete Aggression in mörderische und sinnlose Destruktivität umschlägt – in alltägliche Gewalt, in Terror und in Krieg.

(...)

Auf jeden Fall aber bleibt festzuhalten: Die Umdeutung des Aggressionsbegriffs durch Perls und Goodman entspringt keiner Geringschätzung des Horrors von Gewalt und Krieg, sondern dem Wunsch nach einem lebensfähigen Frieden. Eine Befriedung, die auf Unterdrückung individueller Bedürfnisse und problemlösender Energie (Aggression) beruht, führt zwangsläufig zu einer sich ständig aufstauenden Unzufriedenheit, die sich periodisch in sinnlosen Gewaltexessen entläd.

Von

[[http://www.gestalttherapie-lexikon.de/aggression.htm]]

N5o_Naxme_


YangYin

Die Frage ist meines Erachtens nicht, ob sich das Leben systematisieren lässt, sondern viel eher, ob das Leben systematisch ist.

J)enjJe^n_94


Es steht dir frei das zu verbinden. Aber ich sehe das komplett anders. Aggression hängt sicherlich oft mit Wut zusammen, aber Wut nicht immer mit Angst.

Und dumm macht Angst schon gar nicht.

Wut hängt immer mit Angst zusammen, wann denn nicht?

Es geht mir bei Angst nicht um ein "Achtung, Vorsicht!"-Gefühl. Bestes Beispiel: Menschen mit Spinnenphobie können in dem Moment kaum noch denken (ich spreche aus Erfahrung) oder siehst du das anders? Hattest du schon mal richtig Angst?

YKa5ngYixn


YangYin

Die Frage ist meines Erachtens nicht, ob sich das Leben systematisieren lässt, sondern viel eher, ob das Leben systematisch ist.

No_Name_

hmm............ich denke jede antwort wäre falsch. vielleicht für den anfang mal ein :jain von mir ;-)

S*etzenx6


Hattest du schon mal richtig Angst?

Glaub mir, JenJen, ich hatte in meinem Leben schon richtige Angst.

JyenJ0en9x4


Setzen6, das sollte kein Angriff sein oder ein "wer hat schlimmere Dinge in seinem Leben erlebt"-Wettbewerb werden.

Aber du hast auf meine andere Fragen nicht geantwortet.

Ndo_Niame_


[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/602163/ Wie das Leben wieder an mich ranlassen?]]

S_etnzenx6


Wut hängt immer mit Angst zusammen, wann denn nicht?

Ich stimme dir insofern zu, als die meiste Wut sicherlich auf irgendeine Angst zurückzuführen ist. Ich stimme aber der Kausalkette Wut=Angst=dumm nicht zu.

Angst macht nicht zwangsläufig dumm, sie schützt auch. Sie meldet sich, wenn die eigenen, tiefsten Urfestigkeiten in Gefahr sind. Sie schützt vor Übermut und vor Verlusten, die wir nicht gut tragen könnten.

Somit ist auch nicht jede Wut falsch.

Ich war früher nie wütend, das hat mich sehr sehr krank gemacht. Heute bin ich wütend wenn ich mich bedroht fühle. Das schützt mich, zumindest solange, als ich meine Wut mit Bedacht (und selbst das kann man in der Wut) bemesse und damit die Situation nicht verschärfe.

Gesunde Wut kann schützen, auch wenn Angst hinter ihr steckt.

Nio_Naamex_


Wut hängt immer mit Angst zusammen, wann denn nicht?

Tatsächlich habe ich das Szenario gerade mal in voller Intensität durchgespielt und komme zu der fast faszinierenden Feststellung, dass Wut ohne Angst gar nicht möglich ist.

JTenJenx94


aber Wut nicht immer mit Angst.

Ich stimme dir insofern zu, als die meiste Wut sicherlich auf irgendeine Angst zurückzuführen ist.

Wann ist denn Wut nicht auf Angst zurückzuführen?

Angst sorgt zwangsläufig dafür, dass man schlechter denken kann. Wie ich sagte, geht es nicht um ein "Achtung, Vorsicht!"-Gefühl sondern um einen stark beeinflussende Angst. Die ist vielleicht gut zum einfach gerade aus weglaufen, zu mehr aber auch nicht.

Wut bringt nicht weiter. Traurig sein ist okay, sich verteidigen zu können wenn mans muss auch, aber ich kenne keine Situation in der man mit Wut weiter kommt, du?

Natürlich passiert es ab und zu mal. Wenn ich z.B darüber nachdenke, dass jemand Menschen die ich liebe oder mich selbst sadistisch verletzt hat oder möglicherweise verletzen wird, macht mir das Angst, ich möchte mich verteidigen, aber die Angst sorgt dafür dass ich schlecht denken kann und ich werde wütend.

Allerdings gewöhne ich mir gerade an in solchen Momenten ruhig zu bleiben und die Situation und den Menschen der mir das angetan hat, versuchen zu verstehen.

Mir geht es viel besser damit, ich treffe bessere Entscheidungen und verletze Menschen weniger unnötig.

JEenJenx94


Tatsächlich habe ich das Szenario gerade mal in voller Intensität durchgespielt und komme zu der fast faszinierenden Feststellung, dass Wut ohne Angst gar nicht möglich ist.

:)=

YZan gYGixn


ich denke das auch hass ohne angst nicht möglich ist.

Joe>nJern9x4


Hass ist ja eigentlich nur eine gesteigerte Form von Wut.

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