Die Logik vom Glücklichsein

S:etzexn6


Etwas weiter gedacht, besteht Glück letzten Endes darin, vollkommen man selbst zu sein.

Man selbst zu sein ist aber kein statischer Zustand. ("Werden, der man ist.")

Und wann ist überhaupt "letzten Endes"?

Ich würde deinen Satz also abwandeln in:

Glück besteht darin, dem eigenen werdenden Sein Möglichkeit zu geben.

L\ewixan


Wie macht man das eigentlich, nicht man selbst zu sein?

YIan|gYin


Man selbst zu sein ist aber kein statischer Zustand. ("Werden, der man ist.")

Und wann ist überhaupt "letzten Endes"?

Ich würde deinen Satz also abwandeln in:

Glück besteht darin, dem eigenen werdenden Sein Möglichkeit zu geben.

Setzen6

:)= :)^

Sqetzenx6


Ich glaube man ist immer man selbst. Aber man ist nicht immer so, wie man sein will / sein kann. Alles was ich tue, macht mich zu dem was ich bin. Auch meine Fehler und Irrungen sind Teil meines Seins. Und dennoch gleicht es einem Weg, der durch die Schritte doch zu irgendeinem Ziel führt. Welches das ist? Ich weiß es nicht. Vielleicht Selbstvergewisserung, Selbstverständnis oder schlicht: Zufriedenheit mit sich selbst.

YcanxgYin


:)=

Sealxdo


Setzen6,

ja, ich stimme Dir im ersten Teil zu, aber ich denke, Zufriedenheit mit sich selbst ist nochmal etwas anderes als gluecklich mit sich zu sein. Eine Freundin hatte mich vor langer Zeit mal gefragt, ob ich gluecklich sein. Ich antwortete: ja, ich bin zufrieden. Sie sagte: Nein, bist Du GLUECKLICH? Ich habe geantwortet: Wenn ich zufrieden bin, dann macht mich das gluecklich. Erst heute, wo ich weiss, was mich all die Jahre gehindert hat, gluecklich zu sein, weiss ich, was sie damals gemeint hat. Ich war nicht gluecklich, ich war zufrieden.

Wie macht man das eigentlich, nicht man selbst zu sein?

Indem man schauspielert und so ist, wie man denkt, dass es die Situation erfordert oder die anderen es erwarten. Da wo ich mich benehmen kann, wie ich bin, sagen kann, was ich denke - da bin ich gluecklich. Wenn ich staendig Dinge tue oder sage, die andere verletzen und es ist mir egal, dann bin ich vielleicht auch gluecklich nach dieser Definition. Wenn man sich aber wie ein Arsch benimmt und sein Herz anderen gegenueber verschliesst, dann hat man ein ungleich schwereres Leben als wenn man mit sich selbst im reinen ist. Eigentlich kann man dann nicht wirklich gluecklich sein.

Dann, wenn man es schafft, mit sich selbst im reinen zu sein, sich also anderen gegenueber nicht verstellen muss und trotzdem zufrieden ist, weil es einfach passt - das waere fuer mich Glueck.

ABlice1imWon9derxland


Guten Morgen. *:)

L\ew5iaxn


Saldo

Erst heute, wo ich weiss, was mich all die Jahre gehindert hat, gluecklich zu sein, weiss ich, was sie damals gemeint hat. Ich war nicht gluecklich, ich war zufrieden.

Kannst du das genauer erklaeren?

Wenn man sich aber wie ein Arsch benimmt und sein Herz anderen gegenueber verschliesst, dann hat man ein ungleich schwereres Leben als wenn man mit sich selbst im reinen ist.

Kann ein Arsch nicht mit sich selbst im Reinen sein?

S3etzeVn6


Mit sich im Reinen zu sein bedeutet doch nicht zwangsläufig ein guter Mensch (mal nach den grob anerkannten gesellschaftlichen Kriterien "Freundlichkeit", "Hilfsbereitschaft", "Aufrichtigkeit" definiert) zu sein oder?


Ich kenne in ziemliches Arschloch, das sehr im Reinen mit sich ist.

Swe*tzNen6


ein ziemliches Arschloch

JQenJIexn94


Was ist mit sich selbst im Reinen zu sein?

Wenn man sich selbst und anderen nicht schadet und wenn niemand und nichts anderes einem selbst oder anderen schadet, ist man am glücklichsten.

Sietz}enx6


Es gibt Menschen, die durchaus mit sich im Reinen sind, selbst wenn sie Anderen schaden.

J[enJexn94


Wie ich versuchte deutlich zu machen, weiß ich nicht, was "mit sich im Reinen sein" bedeutet.

j`unipxer


Wenn man sich selbst und anderen nicht schadet und wenn niemand und nichts anderes einem selbst oder anderen schadet, ist man am glücklichsten.

Das klingt mir zu sehr nach einem Eremiten, der jeden Kontakt mit der Aussenwelt auf das nötigste beschränkt. Auch das mag glücklich machen.

Trotzdem würde ich lebensnäher an die Sache herangehen und sagen, wenn ich am Ende sagen kann, es ist gut, so wie es ist, das ist gut. Dann bin ich glücklich.

Da gehören andere Menschen auch dazu und das nicht nur ohne Schaden.

L>ewixan


Herausfinden, ob man mit "sich selber im Reinen" ist (versuchsweise):

1) Man fragt sich, ob man sich selber voll und ganz, als ganze Persoenlichkeit mit allen wichtigen Aspekten, die es wahrzunehmen gibt, wahrnimmt.

2) Man fragt sich, ob man sich so, als ganze Persoenlichkeit, in Ordnung findet, inklusive dessen, was man getan hat und tut.

Man beantwortet sich beide Fragen ehrlich. Beides "ja" => mit sich selber im Reinen.

("Arschloch" ist natuerlich eine Zuschreibung und es gibt nicht unbedingt Einigkeit darueber, wer eines ist; dass man von jemand anders als Arschloch wahrgenommen wird, hindert einen nicht unbedingt daran, mit sich im Reinen zu sein. Wenn man sich selber so wahrnimmt, schon.)

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