» »

Die Logik vom Glücklichsein

Lhewiaxn


schnattergusche

Wenn das Gemeinte, Gesagte und Gehörte nicht notwendigerweise übereinstimmen müssen, geht es eher in die Richtung von verschiedenen Monologen mit gelegentlichen, gegenseitig eventuell inspirierenden Berührungspunkten. Dabei ist die eigene Kreativität gefordert und die fremde angeregt. Das Verstehen wird dabei fast vollständig vermieden.

Sehe ich nicht so. Im Tanz nimmt man ja auch Bezug aufeinander (OK, in gewissen Taenzen nicht). "Verstehen" im Sinne der Uebereinstimmung von Bedeutungen ist nicht noetig, um aufeinander zu reagieren und Bezug zu nehmen. Auch im Dialog ist Verstaendnis nicht beobachtbar - sehen kann man nur, wie die Reaktionen der Beteiligten aufeinander ablaufen. Der einzelne Beteiligte kann nur sehen, ob er mit den Reaktionen der anderen zufrieden ist, nicht mit dem Verstaendnis (worauf er ueblicherweise Rueckschluesse ziehen wird, die aber nicht pruefbar sind), und das eigene Verstaendnis kann nur ueber den Umweg der Auswertung der Reaktion des anderen auf die eigene Reaktion geprueft werden. Mein Punkt ist, dass Kommunikation zwischen Menschen stattfindet, Verstaendnis aber innerhalb des einzelnen Gehirns (oder meinetwegen auch Koerpers). Das ist als allgemeine Aussage gemeint; nicht nur fuer bestimmte Formen der Kommunikation. Verstaendnis wird auch nicht in dem Sinne "vermieden"; es wird bloss anerkannt, dass man nur fuer sein eigenes Verstaendnis-Gefuehl verantwortlich sein kann, aber keinen Zugriff darauf hat, ob Verstaendnis "wirklich" (d.h. im Sinne objektiver Uebereinstimmung) passiert. Und es bedeutet auch, dass Verstaendnis nicht Bedingung von Kommunikation sein kann, weil es, wenn ueberhaupt, nicht auf derselben Ebene operiert. Die Kommunikation hat keinen Zugriff auf "Verstaendnis" - jedenfalls wenn man das so interpretiert. Man koennte stattdessen auch Verstaendnis "operational"

oder "behaviouristisch" innerhalb der Kommunikation definieren. Das hiesse zum Beispiel, man wuerde sagen: "Indem der Pruefling die richtigen Antworten gibt, versteht er den Pruefungsstoff" (Definition von "verstehen"), im Gegensatz zu: "Wir vermuten bloss, dass der Pruefling den Pruefungsstoff versteht (in seinem Gehirn), weil er die Fragen richtig beantwortet hat (Kommunikation)", was ich fuer die uebliche Verwendung von "Verstehen" halte.

Damit werden Bewertungen und Verurteilungen absurd.

Was Bewertungen betrifft, sehe ich das nicht so; im Gegenteil, es zeigt aus meiner Sicht eher, dass mehr als man normalerweise meint eine Frage persoenlicher Bewertungen ist - im Gegensatz zu objektiver Logik. (Abgesehen davon ist meine Verwendung des Wortes "wahr" im Motto in gewisser Weise ironisch; Widersprueche als "wahr" zu akzeptieren fuehrt zunaechst mal die uebliche Bedeutung des Wortes "wahr" ad absurdum.)

_YT[sunammxi_


Fromm und glücklich

Früher oder später kommt man immer wieder zu Fromm - Erich Fromm.

Sehr bemerkenswerter Mann, der ein bemerkenswertes Verständnis für den Menschen und das menschliche Wesen hatte. Er war seiner Zeit um Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte, voraus. Man muss nur mal verstehen, was er über die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_Liebens Liebe]] zu sagen hatte.

Ein besonderes Merkmal seiner Person war, dass er sprach und auch verstand, wovon er sprach.

Mal sehen, was er noch zu sagen hatte:

[[http://www.youtube.com/watch?v=AAbKIvpALmg Erich Fromm über Glück und Freude]]

[[http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8 Erich Fromm über den angepassten Menschen]]

[[http://www.youtube.com/watch?v=ap4BXtN8PKo Erich Fromm - Mut zum Menschen]]

Hier noch ein Zitat:

1000 Jahre Leben ersetzen nicht einen Tag voller Verständnis.

_hTsudn{amix_


Lewian

Das Gegenteil ist auch wahr.

Falsch. Das Gegenteil ist nur erfassbar, nicht wahr (im Sinne von gut, richtig oder sinnvoll).

Es sei denn, du willst die Welt auf den Kopf stellen. ;-)

swchnattber7gusMchxe


Lewian

Sehe ich nicht so. Im Tanz nimmt man ja auch Bezug aufeinander (OK, in gewissen Taenzen nicht). "Verstehen" im Sinne der Uebereinstimmung von Bedeutungen ist nicht noetig, um aufeinander zu reagieren und Bezug zu nehmen.

Wenn ich mit einer Partnerin tanze, dann brauche ich dieses "Verstehen". Es wäre für uns beide kein beglückendes Erlebnis ohne die Übereinstimmung der Bedeutungen. Wenn sie Walzer tanzt während ich beim Jive bin, kommt für mich kein gemeinsamer Tanz zustande. Rhythmisch in der Gegend rumhüpfen und sich gelegentlich abklatschen kann jeder. Der Kontakt, dieses Führen und Geführtwerden, entsteht erst durch die Kommunikation der Körper, durch das Verstehen. Die Musik übernimmt die Rolle der Worte. Dabei müssen die Bewegungen nicht übereinstimmen. Aber sie müssen aufeinander abgestimmt sein. Meinungen müssen nicht übereinstimmen. Aber sie müssen gegenseitig transportiert werden.

Auch im Dialog ist Verstaendnis nicht beobachtbar - sehen kann man nur, wie die Reaktionen der Beteiligten aufeinander ablaufen.

Wozu der Aufwand? Wenn das Verständnis bedeutungslos ist, haben auch die fremden Reaktionen keinen Wert für mich selbst. Sie zu beobachten wäre reine Zeitverschwendung. Denn sie erfolgen entsprechend dem Verstehen. Ich kann sie falsch interpretieren. Aber da gibt es für den Abgleich den Dialog.

Mein Punkt ist, dass Kommunikation zwischen Menschen stattfindet, Verstaendnis aber innerhalb des einzelnen Gehirns (oder meinetwegen auch Koerpers). Das ist als allgemeine Aussage gemeint; nicht nur fuer bestimmte Formen der Kommunikation. Verstaendnis wird auch nicht in dem Sinne "vermieden"; es wird bloss anerkannt, dass man nur fuer sein eigenes Verstaendnis-Gefuehl verantwortlich sein kann, aber keinen Zugriff darauf hat, ob Verstaendnis "wirklich" (d.h. im Sinne objektiver Uebereinstimmung) passiert.

Für mich ist das eine rein akademische Auftrieselung von Banalitäten. Natürlich ist das Verstehen eine intellektuelle Fähigkeit, die an das einzelne Hirn gebunden ist. Zur Kommunikation braucht es mindestens zwei Hirne. Der Inhalt der wie auch immer gearteten Äußerungen ist an das Erkennen gebunden. Es spielt dabei primär keine Rolle, ob die Inhalte übereinstimmen. Das schafft erst sekundär der Abgleich des Erkennens über das Transportmittel Sprache. Hier beziehe ich explizit auch andere Formen wie z.B. Körpersprache und Mimik mit ein. Die Kommunikation wird vom Verständnis bestimmt. Gelingt der Abgleich, sind wir im Dialog. Gelingt er nicht, dann geben wir auf oder führen getrennte Monologe.

Damit [Widersprüche als wahr akzeptieren] werden Bewertungen und Verurteilungen absurd.

Was Bewertungen betrifft, sehe ich das nicht so; im Gegenteil, es zeigt aus meiner Sicht eher, dass mehr als man normalerweise meint eine Frage persoenlicher Bewertungen ist - im Gegensatz zu objektiver Logik. (Abgesehen davon ist meine Verwendung des Wortes "wahr" im Motto in gewisser Weise ironisch; Widersprueche als "wahr" zu akzeptieren fuehrt zunaechst mal die uebliche Bedeutung des Wortes "wahr" ad absurdum.)

"Objektive Logik"? Logik ist an die subjektive Hirnfunktion gebunden. Sie entsteht aus der Abstraktion der individuellen Wahrnehmung kausaler Verbindungen zwischen zwei Ereignissen. Objektivität ist damit aus meiner Sicht hier überhaupt nicht möglich. Was mir vollkommen logisch erscheint, muß für Dich nicht logisch sein. Du kannst energisch widersprechen, und ich erkenne Deine Logik als auch wahres Gegenteil an. Ich kann es nicht für mich akzeptieren, aber als für Dich wahr tolerieren. Die Absurdität der Bewertungen und Verurteilungen zeigt sich darin, daß auch sie nicht über die Bedeutung für mich selbst hinauskommen.

sfchnYatterguVschxe


_Tsunami_

Das Gegenteil ist auch wahr.

Falsch. Das Gegenteil ist nur erfassbar, nicht wahr (im Sinne von gut, richtig oder sinnvoll).

Das Gegenteil ist auch wahr. Das Gegenteil meiner Sicht ist nicht für mich wahr. Aber für Dich kann es das sein. Denn unsere Wahrnehmung ist verschieden. Deshalb heißt es Wahr-Nehmung. Du und ich nehmen den gleichen Eindruck als wahr an.

L2ewixan


Das Gegenteil ist auch wahr.

...diskutiere ich nicht.

LIewJiaxn


Schnattergusche

Mein Punkt ist nicht, dass Verstaendigung bedeutungslos waere, mein Punkt ist, dass Verstaendigung und aufeinander-abgestimmt-sein zwei grundsaetzlich unterschiedliche Dinge sind.

Du kannst ja akademisch finden, was du willst. Fuer mich ist dieses Lebenserfahrung: Dass der Abschied davon, sich auf das "verstehen-um-jeden-Preis" zu versteifen, bereichernd ist und Harmonie tendenziell eher ermoeglicht und foerdert als behindert.

"Objektive Logik"? Logik ist an die subjektive Hirnfunktion gebunden. Sie entsteht aus der Abstraktion der individuellen Wahrnehmung kausaler Verbindungen zwischen zwei Ereignissen. Objektivität ist damit aus meiner Sicht hier überhaupt nicht möglich. Was mir vollkommen logisch erscheint, muß für Dich nicht logisch sein.

Mindestens die formale Logik entspringt dem Versuch, etwas Ueberpersoenliches, Objektives zu fassen zu bekommen. Ob dieser Versuch erfolgreich ist, sei mal dahingestellt.

ZMenjxor


Wenn ich mich hier so durchlese, drängt sich mir bei vielen Beiträgen das Gefühl auf, es dreht sich nicht (mehr) um die Eingangsfrage Die Logik vom Glücklichsein sondern um schnöde Egopflege ;-D

Erinnert mich an das Schwätzchen, daß ich gestern mit einer Kollegin führte. In dem Schwätzchen in unserer Küche drehte es sich um die Frage, warum der Mensch so häufig alles daran setzt (nahezu zwanghaft), Dinge zu komplizieren.

Warum nicht einfach die Leichtigkeit des Seins leben..und somit in allen Lebenslagen zulassen ???

Das erleichtert nicht nur den Umgang mit unseren Mitmenschen ungemein, sondern ist auch noch genau der richtige Einstieg, um glückliche Momente ins Leben zu rufen ;-D So, als würde man den Vorhang am Fenster beiseite ziehen, damit das Tageslicht den Raum durchfluten kann. Das ist für mich bereits ein Glücksmoment, dem das i-Tüpfelchen verliehen wird, wenn man dann noch das Fenster öffnet, damit eine leichte Brise alles Schwere in Leichtigkeit verwandeln kann.

S$igna&lbfarbeZ


Wenn ich mich hier so durchlese, drängt sich mir bei vielen Beiträgen das Gefühl auf, es dreht sich nicht (mehr) um die Eingangsfrage Die Logik vom Glücklichsein sondern um schnöde Egopflege ;-D

Ja, den Eindruck hab ich seit einiger Zeit auch. :)D :=o

_WTseun~a`mxi_


sondern um schnöde Egopflege ;-D

Das Gegenteil ist auch wahr. ;-)

Z2eQnjo'r


@ _Tsunami_

Ja. ;-D Entscheidend ist immer der Gedanke dahinter :=o

_ T3sunamxi_


Ich muss mal kurz schreiben, was mir zu

Das Gegenteil ist auch wahr.

(wahr: im Sinne von richtig) einfällt.

Wenn A wahr ist und das Gegenteil von A auch, B wahr ist und das Gegenteil von B auch, usw., usf., dann kann man

Das Gegenteil ist auch wahr.

gleichsetzen mit

Alles ist wahr.

Wenn jedoch auch das Gegenteil wahr ist, dann kann man

Alles ist wahr.

gleichsetzen mit

Alles ist unwahr.

(unwahr: im Sinne von falsch)

Wenn nun alles wahr/richtig und gleichzeitig unwahr/falsch ist, dann dreht man sich ganz schön im Kreis.

Mir wird schon ganz schwindlig. ;-)

LJewJiaxn


Zenjor

Warum nicht einfach die Leichtigkeit des Seins leben..und somit in allen Lebenslagen zulassen ???

Wobei man sich dann natuerlich fragen koennte, warum ueberhaupt irgendwas in diesen Faden schreiben?

Ich weiss, dass ich durch mitunter lange Beitraege dazu beitrage, bei gewissen Leuten den Verdacht der "schnoeden Egopflege" wachzurufen - obwohl es der Leichtigkeit des Seins vermutlich zutraeglicher waere, das gar nicht zu lesen, anstatt sich darueber zu aergern. (Und man mir zutrauen koennte, zu wissen, dass diese Art von "Egopflege" ueblicherweise nach hinten losgeht, weswegen es ziemlich albern waere, so zu schreiben, wie ich es tue, wenn es mir tatsaechlich darum ginge.)

Leichtigkeit = gut und gluecklich, Komplexitaet = ungut und ungluecklich gilt halt nicht fuer jeden. Wenn du damit gluecklich bist, schoen. Ich dagegen komme gluecklicher durch das Leben mit ein bisschen Verwickeltheit, aber dafuer ohne anderen Leuten, die mir nichts getan haben, niedere Motive zu unterstellen.

H4a2nna-Maxria


Meine Logik des Glücklichseins:

Je öfter ich lache, umso glücklicher werde ich.

8-)

Und ich lache einfach wahnsinnig gern und viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel! :-D :)^ :)z :)z :)z

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

Und wer nicht mitlachen kann ist selber schuld................... :=o :-p

Und noch eins: Lachen steckt an.... :-o Glücklichsein womöglich auch.... :-o :-o

Also AAAAAAACHTUNG!!! Dass mir keiner zu nahe kommt.... ich bin ansteckend! ]:D ;-D ;-D ;-D

Und wer nicht weiß, wie man lacht, der kann es ja vielleicht [[http://www.liebeundlebedeinlachen.ch/aktuell-seminare-veranstaltungen/detail/datum/2009/12/10/weltlachtag.html hier]] lernen... :)^ *:)

sYchnantterguwsxche


Zu spät! ;-D ;-D ;-D x:) x:) x:)

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH