Die Logik vom Glücklichsein

_XTsuHn9am:i_


Kopf hoch. :)z

YBangxYin


:)_ danke. bin jetzt nicht am pc...bis dann

*:) :)D

_9Tsuanamiu_


[[http://www.youtube.com/watch?v=d6wRkzCW5qI Will you fight?]] :-)

sLchnatotergu-schxe


Das ist meines Erachtens eine der schwierigsten und lehrreichsten Lektionen des Lebens, wo man endlich Demut und deren Sinn erfährt...

Demut heißt im eigentlichen Sinn, dass man dient. Wegen der Vereinnahmung des Wortes durch das Christentum verstehen viele darunter nur den Gottesdienst. Demut ist aber mehr. Ich diene der Gemeinschaft. Dabei geht es um Respekt. Respekt vor den Mitmenschen, aber auch vor den Tieren, den Pflanzen und der Erde.

Deshalb ist für mich z.B. eine vegetarische Ernährung aus Gewissensgründen keine Alternative. Sie wäre einer Ethik geschuldet, die das tierische Leben achtet und das pflanzliche dabei ausklammert. Dann müßte ich schon Pranier werden. Ich darf aber auch die Möglichkeiten der Natur annehmen, die mich als Allesfresser hervorgebracht hat. Darum habe ich nicht gebeten, ich habe es so bekommen. Und das darf ich annehmen. Für mich steht die "Moral der Natur" über der menschlich erdachten Moral.

Eine demütige Haltung ist der Kniefall. Das wird international verstanden. Wer ganz auf der Fresse gelandet ist, hat auf den Knien schon einen Aufsteig erreicht. Er gelangt vom Betteln zum Bitten, vom Fordern und Hoffen zum Leisten. Vom Bettler in der U-Bahn zum Straßenmusikanten, dem ich Geld dafür gebe, dass er mir eine schöne Melodie ins Ohr gesetzt hat. Denn im Gegensatz zum Bettler bringt der Straßenmusikant etwas von sich in die Gemeinschaft ein. Er dient ihr mit dem, was er kann (naja, manchmal nicht wirklich). Das ist in meinen Augen Demut.

Wer aber um die Früchte seiner Arbeit beraubt wurde, kann sehr schnell erst einmal ganz unten landen. Ich verabscheue niemanden, der betteln muss. Aber ich frage, ob er bettelt, um wieder bitten, aber auch geben zu können. Dann hat er seine Würde bewahrt, auch wenn sein Stolz gebrochen wurde.

Bei solchen Gedanken erinnere ich mich an ein Erlebnis vor über 10 Jahren in Frankfurt/M. Ein "Penner" kam in der Straßenbahn mit einer jungen Frau im Business-Look ins Gespräch. Er machte trotz seiner alten Klamotten einen gepflegten Eindruck und zeigte sich als intelligenter Mensch. Die Frau bot ihm spontan Unterstützung an, um wieder in die Zivilisation zurückkehren zu können. Dieser Mann lehnte dankend ab. Er hatte einen trockenen Schlafplatz in einem hohlen Baum irgendwo in einem Park. Er konnte sich ausreichend von dem ernähren, was andere wegwerfen. Wenn er mal Geld brauchte, half er jemandem bei einer Arbeit. Er erzählte, dass er die Freiheit, über sich selbst bestimmen zu können, inzwischen höher zu schätzen gelernt hatte als eine Wohnung und einen vermeintlich sicheren Job, für den er sich verbiegen muss. Ich habe damals als Zuhörer verstanden, was Zuvielisation bedeutet. Dieser Mann lebt sein Leben in mehr Würde und Freiheit als jemand, der täglich darauf bedacht ist, seinen Job nicht zu verlieren.

_(Tsun}amxi_


YangYin: :)^ *:)

sMchgnatterSguschxe


YangYin

Ja hast du recht...na ja nächste mal schicke ich dir dann lieber eine pn....aber so ist das bei mir momentan.... :°(

Verkriechst Du Dich in so einem Zustand lieber? Dann werde ich es respektieren, und nicht auf Deinen un-versteckten ;-) Text eingehen.

BTellakSwan-xCullen


yangyin :)_ :)* @:)

_gTsuxnJamxi_


schnattergusche

Demut heißt im eigentlichen Sinn, dass man dient. Wegen der Vereinnahmung des Wortes durch das Christentum verstehen viele darunter nur den Gottesdienst. Demut ist aber mehr. Ich diene der Gemeinschaft. Dabei geht es um Respekt. Respekt vor den Mitmenschen, aber auch vor den Tieren, den Pflanzen und der Erde.

Ich verstehe gar nicht, warum Dienen und Diener größtenteils so schlecht angesehen sind. So, wie ich das sehe, sind Diener einige der fähigsten Menschen überhaupt. Ihnen wird nur nicht der gebührende Respekt erwiesen. Irgendwie scheint es da eine Verzerrung in der Wahrnehmung zu geben.

Für mich steht die "Moral der Natur" über der menschlich erdachten Moral.

Das sehe ich exakt genauso.

Vom Bettler in der U-Bahn zum Straßenmusikanten, dem ich Geld dafür gebe, dass er mir eine schöne Melodie ins Ohr gesetzt hat. Denn im Gegensatz zum Bettler bringt der Straßenmusikant etwas von sich in die Gemeinschaft ein.

Darüber habe ich mir mal Gedanken gemacht – was Menschen sehen, denken und fühlen, wenn sie wieder mal von so einer "Halb-Existenz" – z.B. in der U-Bahn – angeschnorrt werden. "Eigentlich scheißegal, hoffentlich ist der bald weg. Der stinkt und will ja doch nur mein Geld." – typischer Gedanke, typische Verhaltensweise. Genau genommen, wenn man etwas weiter denkt und dem Bettler nicht vollkommene Selbstschuld für seine Lebensweise zuweist, dann sieht man einfach nur sich selbst – auf der anderen Seite des Lebens. Somit kann ein "standhafter Bettler" – und es gibt sicherlich "Niedrigeres" als das – in die Gemeinschaft die Erinnerung einbringen, dass vielleicht (in der Gesellschaft) etwas falsch ist und nicht der Bettler allein dafür die Verantwortung trägt.

Er erzählte, dass er die Freiheit, über sich selbst bestimmen zu können, inzwischen höher zu schätzen gelernt hatte als eine Wohnung und einen vermeintlich sicheren Job, für den er sich verbiegen muss. Ich habe damals als Zuhörer verstanden, was Zuvielisation bedeutet. Dieser Mann lebt sein Leben in mehr Würde und Freiheit als jemand, der täglich darauf bedacht ist, seinen Job nicht zu verlieren.

Das kann ich sehr gut verstehen. wieder etwas, was man schlecht denken, aber gut fühlen kann

Freiheit existiert in erster Linie im Geiste. Wenn ein Mensch im Geiste nicht frei ist, dann helfen 30 Millionen einen Furz.

Bqel:laSwanH-Cullexn


freiheit im geiste.,..

ja das muss ich wieder wirken lassen.... %:|

_GTsu+naxmi_


Freiheit im Geiste

Es gibt keine Freiheit "irgendwo da draußen", welche sich wissenschaftlich belegen oder widerlegen ließe. Wenn überhaupt, dann existiert Freiheit im eigenen Köpfchen.

Das eigene Köpfchen ist meines Erachtens zu verdammt viel fähig, und die Grenze der Fähigkeiten haben wir gerade mal angekratzt. Der Grund liegt meines Erachtens in einer gewissen Form von "Besitzstandswahrung" – nicht erkennen zu wollen, was möglich ist, weil wir unsere Vergangenheit in Frage stellen müssten.

Ganz simpel formuliert:

Ist es besser, in klaren Strukturen zum Schlußlicht zu gehören oder ist es besser, in unklaren Strukturen irgendwo im Mittelfeld zu sein?

Die Geschichte zeigt es immer wieder:

Die Masse bevorzugt es, im Mittelfeld zu sein.

Sorry, Bella, hatte mal wieder meinen philosophischen Touch, wollte aber nicht an dir vorbeireden.

_MTsYunamix_


Erkenntnis wäre für einige Menschen vernichtend, deshalb erkennen sie lieber nicht.

B8ellaISwan-jCuulxlen


Das eigene Köpfchen ist meines Erachtens zu verdammt viel fähig, und die Grenze der Fähigkeiten haben wir gerade mal angekratzt.

ja,...so sehe ich das auch :)=

ist immer wieder schön wenn man daran erinnert wird..... :-D

_!Ts1unami_


Ja, Bella:

Wir können viel, wir können alles.

Es gibt einen und viele Gründe, warum wir es nicht können. Und diesem Grund sollte man sich bewusst sein.

B_ellaSwa`n-CLullexn


danke für den wink......mal wieder....

s chn\atterg}uschxe


_Tsunami_

Ich verstehe gar nicht, warum Dienen und Diener größtenteils so schlecht angesehen sind. So, wie ich das sehe, sind Diener einige der fähigsten Menschen überhaupt. Ihnen wird nur nicht der gebührende Respekt erwiesen. Irgendwie scheint es da eine Verzerrung in der Wahrnehmung zu geben.

Diese Verzerrung hat einen Namen: Arroganz. Ihre Tochter heißt Überheblichkeit.

Ich liebe ja die Sprache. Und in der Überheblichkeit stecken so viele Anregungen! Jemand hebt sich über einen anderen. Er steht damit auf einer höheren Stufe. Warum braucht er das? Weil er nicht größer ist. Was bringt es ihm? Die Gefahr, herunterzufallen.

Ähnlich sieht es mit der Unterwürfigkeit aus. Wer sich freiwillig unterwirft, kann nicht mehr tiefer sinken. Er nimmt sich damit die Angst vor dem Fall, wirft aber auch seine Würde ab.

Wirklich große Menschen müssen sich nicht über andere erheben. Aber solche Menschen sind selbst Diener. Nur auf einem anderen Gebiet. Denn auch sie dienen der Gemeinschaft.

Genau genommen, wenn man etwas weiter denkt und dem Bettler nicht vollkommene Selbstschuld für seine Lebensweise zuweist, dann sieht man einfach nur sich selbst – auf der anderen Seite des Lebens. Somit kann ein "standhafter Bettler" – und es gibt sicherlich "Niedrigeres" als das – in die Gemeinschaft die Erinnerung einbringen, dass vielleicht (in der Gesellschaft) etwas falsch ist und nicht der Bettler allein dafür die Verantwortung trägt.

Ist das die Leistung, für die er betteln geht? Mach mal die Probe aufs Exempel und frag einen, was er den Anderen sagen möchte.

Mir liegt die Rolle des Richters nicht. In meinem Denken geht es nur selten um eine Schuldfrage. Meistens stehen Ursache und Wirkung im Vordergrund. Das bewahrt mich davor, "die Gesellschaft" für etwas verantwortlich zu machen, und darüber die mögliche Auflösung durch den Einzelnen zu vergessen. Denn es geht um die Lösung eines Problems.

Es gibt keine Freiheit "irgendwo da draußen", welche sich wissenschaftlich belegen oder widerlegen ließe. Wenn überhaupt, dann existiert Freiheit im eigenen Köpfchen.

:)= :)^ Freiheit ist ein Gefühl. Und die entstehen durch die persönliche Bewertung, durch unser Denken. Meistens durch das unbewußte Denken. Man kann sich sogar in einer Gefängniszelle unter Schwerverbrechern frei fühlen, wenn man nur lange genug in Einzelhaft war und nicht in sich selbst ausreichend Gesellschaft gefunden hat.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH