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Die Logik vom Glücklichsein

szchn+atte/rguscxhe


Guter Punkt, das mit dem Standpunkt, aber womöglich ist mein Standpunkt ja auch nur eine Sache von "gleichzeitig wahr und unwahr". Das relativiert enorm. Und schon bin ich wieder am Anfang und drehe mich im Kreis.

Wenn für Dich eine Sache gleichzeitig wahr und unwahr wäre, dann hättest Du ein Problem mit der Wahr-Nehmung. Damit würde dieser Standpunkt im üblichen Sinne gar nicht entstehen. Standpunkte sind die Folge verschiedener miteinander verflochtener Erkenntnisse. Und Du hättest etwas nicht erkannt. Du hättest eine Meinung (die durchaus schnell wechseln kann) mit einem Standpunkt verwechselt.

sBcHhn[att"erguslche


Das kann ich bestätigen - einfachster Weg der Selbstheilung. Funktioniert auch bei anderen Bäuchen.

Alternativ, Hand auf's Herz - geht auch. ;-)

Hmmm... Jetzt verstehe ich, warum man sich manchmal an den Kopf faßt. :-/

CIhajafyalak


Dazu gibts einen sehr schönen Text im Internet.

[[http://www.spapo.de/s099.html]]

:)z

ZHenjoxr


@ _Tsunami_

Ich empfehle Dir eine Ausbildung zum Derwisch,

Hab' ich mir auch schon überlegt. Sind die denn glücklich?

Guten Morgen ;-)

Seit ich zum ersten Mal einen tanzenden Derwisch in einem Video gesehen habe,

bin ich von diesem wunderbaren Tanz verzaubert!

Ja...ich glaube, ein tanzender Derwisch ist glücklich, bei dem was er da macht.

Wie sollte es anders sein? Bin ich doch bereits glücklich, wenn ich ihm nur zusehen darf.

ZLecnjoxr


@ _Tsunami_

Sich die Hand auf den Bauch zu legen, wenn man sich nicht fühlt, daß ist häufig bereits die halbe Heilung.

Das kann ich bestätigen - einfachster Weg der Selbstheilung. Funktioniert auch bei anderen Bäuchen.

Alternativ, Hand auf's Herz - geht auch. ;-)

Und noch ein Ja von mir ;-)

Die Hand aufs Herz, das ist die Handposition schlechthin. Indem ich das mache, bin ich eins mit dem Göttlichen.

Das ist DIE Handposition, bevor ich das Haus verlasse...

Alles Gute für Dich!

cFet(erumv censxeo


Tsunami

das Lachen auf Grund seiner Unzuverlässigkeit nie zum festen Bestandteil eines Glücksinhalts oder einer Glücksdefinition machen.**

Du implizierst, dass es ein verlässliches Glück gibt?

Ich impliziere, daß es kein - was heißt kein - ich impliziere, daß es nichts unzuverlässigeres gibt, als Lachen.

Ich sehe Glück weder als verläßlich an, noch sehe ich einen zwingenden Zusammenhang mit Lachen. Dazu gibt es zu viele negative Formen von Lachen: das Auslachen, das hysterische, geringschätzige, abfällige Lachen, das gestellte Lachen, das Lachen über Witze (was oft zu Lasten einer menschlichen Eigenschaft oder einer Personengruppe geht). Man braucht sich nur die heutige Werbung anzusehen: nur lachende Menschen. Glaubt jemand, daß die fotografierten oder gefilmten Personen glücklich sind?

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber meinem Empfinden nach, sind lachende Menschen glücklich; nicht lachende Menschen eher nicht.

Glückliche Menschen sind eins mit ihrer (zu diesem Zeitpunkt wahrgenommenen) Umwelt. Man kann dabei lachen, manche weinen auch vor Glück, manche sind einfach nur still glücklich.

Ich denke, daß Lachen und Glücklichsein allgemein einen Berührungspunkt haben, aber beides auch sehr gut unabhängig voneinander existieren kann.

c,et-erum jcensexo


Wenn für Dich eine Sache gleichzeitig wahr und unwahr wäre, dann hättest Du ein Problem mit der Wahr-Nehmung. Damit würde dieser Standpunkt im üblichen Sinne gar nicht entstehen. ... Du hättest eine Meinung (die durchaus schnell wechseln kann) mit einem Standpunkt verwechselt.

Sehe ich anders: Mein Standpunkt kann durchaus dadurch gekennzeichnet sein, mit einem Zweifel konfrontiert zu sein. Mein Standpunkt resultiert also aus beiden Möglichkeiten - wahr und unwahr.

Ich lebe auch nicht zwischen den Extremen wahr und unwahr. Die meisten Situationen liegen qualitativ oder quantitativ irgendwo dazwischen. Ich kann feststellen, daß es kalt ist, und mir kann eine Sekunde später einfallen, daß es ja gestern viel kälter war, es also eigentlich heute sogar warm ist. Da gibt es kein wahr oder unwahr. Alles ist relativ.

eine Meinung (die durchaus schnell wechseln kann) mit einem Standpunkt verwechselt.

Meinung und Standpunkt unterscheiden sich weniger durch die Möglichkeit der Änderung als durch ihre Komplexität. Ich kann 10 Jahre lang der Meinung sein, daß die Schrippen von Aldi nicht schmecken - trotzdem wird daraus kein Standpunkt.

sFchnPatteorguscxhe


Die Hand aufs Herz, das ist die Handposition schlechthin. Indem ich das mache, bin ich eins mit dem Göttlichen.

Es ist auch eine Schwurgeste, daher die Redewendung "Hand aufs Herz".

Innere Anspannung löst sich, indem man sich mit dieser Handposition ein paar tiefe Atemzüge gönnt. Übrigens, das Herz liegt unter dem Brustbein, von dem es mechanisch geschützt wird. Nur seine "Spitze" ragt etwas weiter nach links. Das Herz ist eng mit dem Solarplexus unterhalb des Brustbeins verbunden. Dort nehmen wir Gefühle wahr. Und das Herz als der stärkste biologische Generator erzeugt entsprechende Energiewellen.

Wer glücklich ist, strahlt das dadurch auch aus. Empathische Menschen können das wahrnehmen. Wer unglücklich ist, erzeugt an dieser Stelle etwas, das eher als Sog wahrgenommen wird. Als (meistens unbewußte) Reaktion wird die Entfernung verkürzt - wir nehmen unglückliche Menschen in den Arm.

Diese Vorgänge sind auch rückkoppelnd. Wenn wir Dinge tun, die unser Herz starke Schwingungen auslösen lassen, werden wir glücklich. Am effektivsten geht das, wenn wir Liebe empfinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Liebe erwidert wird. Es kommt auf das Gefühl an, das wir in uns selbst erzeugen und ausstrahlen. Es wirkt direkt auf uns.

Z_enj>oxr


Rundum :)^

LBewixan


Disclaimer: Lach- und einfach-Glueckssuechtige nicht weiterlesen!

Das Gegenteil ist auch wahr.

...diskutiere ich nicht.

Das Gegenteil ist auch wahr... ich diskutiere es doch. ;-D

Fuer mich stecken da mehrere Sachen drin. Zum einen fuehrt es das Konzept "wahr" irgendwie ad absurdum, und das gefaellt mir. In den meisten Faellen, in denen Leute darauf bestehen, dass aus zwei Alternativen eine "wahr" und die andere "falsch" ist, frage ich mich "warum?" und weiss kleine gute Antwort. Und in den Faellen, in denen ich diese Leute frage, wissen sie auch keine gute Antwort. "Weil das eben so ist." Aha? (OK, zugegeben, ich habe bessere Versuche gehoert als den, aber gescheitert sind sie alle.)

Zum anderen beruht es auf der wiederholten Erfahrung, dass die Gegenteile meiner eigenen Standpunkte, wenn ich mich wirklich auf sie einlasse, in den meisten Faellen doch auch ueberraschend gut und ueberzeugend sind.

Diskussion und Meinungsbildung funktionieren haeufig in sehr selbstbestaetigender Weise, d.h. man findet irgendeinen Standpunkt, und dann nimmt man einen Blickwinkel ein, aus dem man alle Argumente fuer diesen Standpunkt willkommen heisst und beim "gegnerischen" Standpunkt nur noch nach Schwaechen sucht. Dadurch entwickelt man leicht eine einseitige Sichtweise; man "ueberzeugt" sich immer staerker davon, dass man recht hat. Das liegt aber, aus meiner Sicht, nicht daran, dass man "wirklich" recht hat, sondern das ist bloss ein logisches Ergebnis des selbstbestaetigenden Prozesses, einer Art, zu diskutieren, in der es vor allem darum geht, recht zu haben und recht zu behalten (auch sich selber gegenueber). Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich tief in einen "gegnerischen" Standpunkt einsteige, um (einem gewissen Diskussionsperfektionismus folgend) mich wirklich grundlegend damit auseinanderzusetzen (also nicht bloss billig auf die offensichtlichen Schwachpunkte zu hauen), ich geradezu davon erschrocken war, wie stark er erscheinen kann, wenn man sich auf das zugrundeliegende Wertsystem einlaesst; bzw. dass sich der Widerspruch zwischen den Standpunkten oft auf grundlegende Wertentscheidungen zurueckfuehren laesst, die einem keine Logik und Rationalitaet mehr abnehmen kann ("worueber man nicht reden kann, darueber muss man schweigen" - Wittgenstein).

Ich benutze "das Gegenteil ist auch wahr", um mich selber daran zu erinnern, wieviel Gutes und "Wahres" sich normalerweise in den Standpunkten finden laesst, die meinen entgegengesetzt sind, wenn ich mir bloss die Muehe mache, zu suchen (was wir Menschen meistens nicht tun, z.B. weil wir uns nicht von allzuviel Bedenken verunsichern lassen wollen... ich gebe zu, es mag viele Menschen gluecklicher machen, an das, was man vertritt, "wirklich" zu glauben...).

clete1rum cexnseo


ein logisches Ergebnis des selbstbestaetigenden Prozesses

:)^

_0Tsunarmi_


Wer bestätigt hier wen? Ich bestätige Euch einfach alle mal. ;-)

Jedoch nicht vergessen: Auch das Gegenteil ist wahr. ;-D

s7chrnattebrguscxhe


Lewian

Dein Ansatz ist meinem identisch. Meine Wahrheit gilt für mich. Sie gilt aber nicht unbedingt darüber hinaus. Meine Wahrheit ist nicht unumstößlich; ich kann sie auch korrigieren. Bei rund 7 Mrd. Menschen auf der Welt kann es auch 7 Mrd. Wahrheiten geben. Sie alle können gleichberechtigt und gleichermaßen interessant nebeneinander existieren.

Was ich nicht kann, und was zu dem von _Tsunami_ angesprochenen Brummkreisel-Effekt führen würde, ist eine beliebige Änderung meiner Wahrheit, oder die gleichzeitige Existenz entgegengesetzter Wahrheiten für mich. Wenn mir kalt ist, dann ist das meine gegenwärtige Wahrheit. Sie ist unabhängig davon, ob es irgendwann kälter war. Würde ich bei der Erinnerung an die niedrigere Temperatur das Empfinden als warm bezeichnen, wäre ich im Konflikt zwischen meinem Gefühl und seinem verbalen Ausdruck. Natürlich könnte ich, um einen inneren Konflikt zu vermeiden, mir so fest einbilden, es sei warm, daß ich es tatsächlich so empfinde. Dann würde mich die Erinnerung an schon erlebte höhere Temperaturen nach der gleichen Logik abkühlen. Das wäre nicht nur für meinen geistigen Zustand gefährlich ("Brummkreisel"), sondern auch für meinen körperlichen wegen der erhöhten Erkältungsgefahr bei raschem Temperaturwechsel. Davon unberührt kann jemandem warm sein, während ich in der gleichen Umgebung friere. (Naja, meistens ist es umgekehrt.) Meine Wahrheit muß nicht seine sein.

Sprache dient dazu, meine Wahrheit mit anderen zu teilen. Dazu wurde sie entwickelt und habe ich sie gelernt. Die Wahrheit über Gefühle entzieht sich dabei jeder Diskussion. Anders verhält es sich, wenn z.B. hier im Forum etwas geschrieben wird. Dann sind die Worte durch einfaches Lesen jederzeit für jedermann nachprüfbar. Natürlich bleibt es mir dann immer noch frei, wie ich diese Worte interpretiere. Da spielt wieder meine eigene Gefühlswelt eine entscheidende Rolle. Deshalb antworte ich nie, wenn ich mich verletzt fühle. Ich würde dieses Gefühl in meine Antwort legen, und könnte damit andere verletzen. Je häufiger ich das machte, um so stärker würde es sich aufschaukeln. Die starke Präsenz eines destruktiven Gefühls könnte bei mir überhand nehmen, und mein Glücklichsein behindern.

Ljewiaxn


schnattergusche

Dein Ansatz ist meinem identisch.

Nicht so ganz, glaube ich.

Die Sprache verweist ja eigentlich immer auf etwas Nichtsprachliches. Du sagst:

Wenn mir kalt ist, dann ist das meine gegenwärtige Wahrheit.

Ich denke, ich weiss, was du meinst. Bloss: Eigentlich stelle ich mir vor, dass du damit auf etwas Nichtsprachliches verweist, was einerseits komplexer ist, als das Wort "kalt" ausdrueckt, und andererseits ist "Wahrheit" ein sprachliches Konstrukt, d.h. dir ist bloss kalt - dein Gefuehl braucht nicht noch den zusaetzlichen Verweis darauf, dass das "deine Wahrheit" sei. (Ich wuerde es "deine Realitaet" nennen, was natuerlich auch ein sprachlicher Aufsatz ist, aber ich ziehe es vor, dabei keinen Verweis auf Logik zu machen - fuer mich stellt dieses Beispiel keinen Anwendungsfall von "das Gegenteil ist auch wahr" dar, weil ich hier gar nicht mit "Wahrheit" kommen wuerde. Wobei es andererseits etwas laecherlich ist "das Gegenteil ist auch wahr" so zu diskutieren, als koennte es eine Wahrheit sein.)

Von daher gehe ich, wenn "Wahrheit" diskutiert wird, von einer sprachlichen Ebene aus, die aber immer (oder bei allem, was interessant ist) dadurch "unterhoehlt" wird, dass sie von Dingen handelt, die sie nicht erfassen kann.

wäre ich im Konflikt zwischen meinem Gefühl und seinem verbalen Ausdruck.

Ich habe die Erwartung nicht, Gefuehl und sprachlichen Ausdruck zur Deckung bringen zu koennen.

Das mag brummkreiselig sein, aber ich bin jedenfalls um meine geistige Gesundheit nicht besorgt dabei...

Dann sind die Worte durch einfaches Lesen jederzeit für jedermann nachprüfbar.

Was geschrieben wird, ja - was damit gemeint ist nicht. Im (anscheinenden) Gegensatz zu dir glaube ich nicht, dass es moeglich ist, die Gefuehle herauszuhalten - und damit auch nicht die nichtsprachlichen Anteile, denen die Sprache nicht gewachsen ist.

szch(nattaerguLsche


Zu "kalt" kann natürlich noch sehr viel mehr gehören. Das spielt aber für die Beschreibung keine Rolle mehr. Ob ich dabei zittere oder wie kalt mir ist, ändert nichts an dem Zustand, der damit ausreichend genau beschrieben ist.

wäre ich im Konflikt zwischen meinem Gefühl und seinem verbalen Ausdruck.

Ich habe die Erwartung nicht, Gefuehl und sprachlichen Ausdruck zur Deckung bringen zu koennen.

Zwischen Konflikt und Deckung gibt es ein weites Feld der Abstufungen. Wenn das beschreibende sprachliche Konstrukt in seiner Bedeutung dem Gefühl widerspricht, bin ich im klaren Konflikt.

Dann sind die Worte durch einfaches Lesen jederzeit für jedermann nachprüfbar.

Was geschrieben wird, ja - was damit gemeint ist nicht.

Hättest Du etwas der Art "vollständig" ergänzt, würde ich diesen Satz unterschreiben.

Im allgemeinen haben wohl die meisten Menschen den Anspruch, mit ihren Worten annähernd das auszudrücken, was sie meinen. Niemand wird das vollständig schaffen. Aber je größer die Abweichungen sind, um so weniger sinnvoll ist das Gespräch.

Daß es nicht möglich ist, die Gefühle als nichtsprachliche Anteile aus der Sprache herauszuhalten, ist mir vollkommen klar. Würde ich sonst bei einem unangenehmen Gefühl erst Zeit zum Abklingen vergehen lassen?

Für mich ist Sprache eher ein Werkzeug als ein Gegenstand philosophischer Betrachtungen.

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