» »

Die Logik vom Glücklichsein

L^ar*a7x9


natürlich muss man positiv denken. Sonst kann man gleich aufgeben...!!!

Aber im Alltag finde ich es immer schwer positiv zu denken und da die Kraft raus zu schöpfen.

Ich seh oft eher das Glas halb leer und nicht halb voll...und das ist auch ein Lernprozess...!!!

_JT*suna6mix_


drug

Glück ist individuell, man kann es nicht verallgemeinern.

Beispiele?

Daher kann man eventuell sagen, was allgemein einen Neugeborenen glücklich macht, doch dies funktioniert sicherlich nicht bei einem älteren Menschen mit mehr Individualität.

Beispiele?

d`rEumg


@ Tsunami

Du schließt mit deinen Argumenten also aus, dass ein kranker Mensch glücklich sein kann? Ich denke, dass Gesundheit und Freiheit sicherlich Aspekte sind, die sich positiv auf den mentalen Zustand auswirken. Jedoch ist Glück doch ein in seiner Gesamtheit positiver Mentalzustand, und nicht die Positivität eines seiner TEILASPEKTE. So jedenfalls meine Meinung. Daher hängt vom Glück weitaus mehr ab als zwei Aspekte. Es hängen davon nämlich die Zustände aller Teilaspekte, die auf die Mentalität einwirken, sowie gewisse Dinge, die mit ihnen asoziiert werden (also gewissermaßen diejenigen Faktoren, die auf die Wichtigkeit eines Aspekts für den Gesamtzustand positiv oder negativ wirken und die sich durch die Gesamtpersönlichkeit und damit durch die Gesamtheit der Lebenserfahrungen entwickelt haben).

dPrug


Beispiele:

Es gibt zwei Menschen mit völlig unterschiedlicher Lebensgeschichte und damit völlig unterschiedlicher Persönlichkeit. Der eine ist beispielsweise lange Zeit krank gewesen und legt nun große Wichtigkeit auf Gesundheit, diese macht ihn also glücklich, oder, um es etwas genauer auszudrücken, er multipliziert den Aspekt "Gesundheit" mit einem sehr großen Faktor, der durch seine Lebensgeschichte - die Krankheit - bedingt ist. Der andere Mensch hatte bisher keine Probleme mit seiner Gesundheit, er jedoch hat früh seine Eltern verloren, daher ist nun seine neue Familie - die Frau und die Kinder - für ihn von größter Wichtigkeit, er multipliziert den Aspekt "Familie" mit einem großen Faktor und dafür "Gesundheit" nicht so sehr.

Zwei Neugeborene hingegen unterscheiden sich viel weniger in ihrer Persönlichkeit, da sie über kaum Lebenserfahrung verfügen. Daher wirkt sich für sie weniger der durch Lebenserfahrung geschaffene "Multiplikationsfaktor" der Teilaspekte auf ihr Glück aus, sondern vielmehr das grundlegende, triebgesteuerte Belohnungssystem des Menschen, sozusagen der vererbte Teil der Persönlichkeit.

Ich hoffe meine Logik ist verständlich.

Saas=cha_xS


@ Tsunami

Natürlich ist Glück individuell. Du kannst doch keiner anderen Person sagen, was für sie Glück zu sein hat. Und was ich mit Gesundheit und Freiheit meinte, man kann sich als glücklich betrachten und dann auf Familie, Frau, Kinder, guten Job, Geld, Haus und von mir aus tolles Auto in dem Zusammenhang hinweisen, aber wer dann schwer und vielleicht unheilbar krank wird, dem wird schnell klar, Gesundheit ist mit das größte Glück. Ebenso die Freiheit.

_}Tsunaxmi_


drug

Du schließt mit deinen Argumenten also aus, dass ein kranker Mensch glücklich sein kann?

Nein, das liegt mir fern. Genausowenig schließe ich aus, dass ein gesunder Mensch unglücklich sein kann.

Ich denke, dass Gesundheit und Freiheit sicherlich Aspekte sind, die sich positiv auf den mentalen Zustand auswirken.

Ja, das sehe ich genauso. Zumindest sind das Grundpfeiler für einen Menschen, um glücklich zu sein. Das Gegenteil würde ich einem glücklichen Menschen nicht unbedingt wünschen, ob er nun glücklich ist oder danach strebt.

Gesundheit an für sich hat keine negativen Aspekte, deshalb kann man meines Erachtens schon sagen, dass Gesundheit besser ist als Krankheit - und somit das Bestreben nach Gesundheit und die Gesundheit selbst als positiv gewertet werden können - für jeden Menschen. Gesundheit ist immer etwas Positives.

Ich kenne das auch aus einigen Sprichwörtern, die sinngemäß etwa so lauten: "Gesundheit ist das Wichtigste".

Ich kann keinen Widerspruch dazu finden.

Jedoch ist Glück doch ein in seiner Gesamtheit positiver Mentalzustand, und nicht die Positivität eines seiner TEILASPEKTE.

In diesem Punkt stimme ich dir nur teilweise zu. Ich denke, dass Glück sicherlich aus vielen Elementen besteht, doch ist auch der mentale Zustand nur eines dieser Teile.

Der eigene mentale Zustand ist ja nicht das Maß aller Dinge oder des Glücks. Zu berücksichtigen wären zum einen Drogen, welche den Mentalzustand oder die Wahrnehmung darüber stark verzerren, und die Mentalzustände der Mitmenschen (z.B. Familie). Ich denke schon, dass der eigene Mentalzustand alleine nicht zwingend etwas über das Glück(lichsein) aussagt.

Beispiele:

Es gibt zwei Menschen mit völlig unterschiedlicher Lebensgeschichte und damit völlig unterschiedlicher Persönlichkeit. Der eine ist beispielsweise lange Zeit krank gewesen und legt nun große Wichtigkeit auf Gesundheit, diese macht ihn also glücklich, oder, um es etwas genauer auszudrücken, er multipliziert den Aspekt "Gesundheit" mit einem sehr großen Faktor, der durch seine Lebensgeschichte - die Krankheit - bedingt ist. Der andere Mensch hatte bisher keine Probleme mit seiner Gesundheit, er jedoch hat früh seine Eltern verloren, daher ist nun seine neue Familie - die Frau und die Kinder - für ihn von größter Wichtigkeit, er multipliziert den Aspekt "Familie" mit einem großen Faktor und dafür "Gesundheit" nicht so sehr.

Zwei Neugeborene hingegen unterscheiden sich viel weniger in ihrer Persönlichkeit, da sie über kaum Lebenserfahrung verfügen. Daher wirkt sich für sie weniger der durch Lebenserfahrung geschaffene "Multiplikationsfaktor" der Teilaspekte auf ihr Glück aus, sondern vielmehr das grundlegende, triebgesteuerte Belohnungssystem des Menschen, sozusagen der vererbte Teil der Persönlichkeit.

Ich kann deine Beispiele nachvollziehen, insbesondere auch die Unterschiedlichkeit der Personen und deren unterschiedliche Präferenzen für Wichtigkeiten, welche sich auch durch das Alter verändern, doch es schließt meines Erachtens für keine der genannten Personen aus, dass für sie beide / beide Familien Gesundheit und Familie nicht zum Glück gehören, und sie es für andere anders sehen würden.

Gerade die Priorität Familie beinhaltet sehr wahrscheinlich auch die Priorität Gesundheit (für sich und die Familienmitglieder). Die Priorität Gesundheit beinhaltet wahrscheinlich durchaus dieselbige, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Familie.

Die Wertung (in der "Magnitude" der Einzelperson) für Familie und/oder Gesundheit, mag zwar unterschiedlich ausfallen, doch verkehrt es die Wertigkeit von Familie und Gesundheit keinesfalls vom Positiven ins Negative, sondern wird gleichermaßen als positiv und "glücksfördernd" anerkannt.

Ich sage keinesfalls, dass Familie und Gesundheit die einzigen "Faktoren" zum Glück sind, aber man kann sie schon als positiv bezeichnen.

Eine gesunde Familie ist ein guter Anfang, denke ich.

Sascha

Natürlich ist Glück individuell. Du kannst doch keiner anderen Person sagen, was für sie Glück zu sein hat.

Das sage ich auch nicht. Ich frage danach.

Und was ich mit Gesundheit und Freiheit meinte, man kann sich als glücklich betrachten und dann auf Familie, Frau, Kinder, guten Job, Geld, Haus und von mir aus tolles Auto in dem Zusammenhang hinweisen, aber wer dann schwer und vielleicht unheilbar krank wird, dem wird schnell klar, Gesundheit ist mit das größte Glück. Ebenso die Freiheit.

Du bist nicht der Erste, der es in dieser oder ähnlichen Form erwähnt. Wenn alle die von dir genannten Dinge positiv verlaufen, das macht Glück für dich aus, ja?

d3r"ug


Der eigene mentale Zustand ist ja nicht das Maß aller Dinge oder des Glücks. Zu berücksichtigen wären zum einen Drogen, welche den Mentalzustand oder die Wahrnehmung darüber stark verzerren, und die Mentalzustände der Mitmenschen (z.B. Familie). Ich denke schon, dass der eigene Mentalzustand alleine nicht zwingend etwas über das Glück(lichsein) aussagt.

Dann haben wir wohl eine unterschiedliche Auffassung von Glück. Ich für meinen Teil definiere Glück als einen gewissen emotionalen (ist vielleicht ein besseres Wort als "mental") Zustand jener Abschnitte meiner Persönlichkeit, die Emotionen erzeugen und kontrollieren. Daher sehe ich Glück als eine rein objektiv zu betrachtende Konfiguration gewisser Hirnareale. Dabei lasse ich aber den Begriff der Zeit und den Begriff der Kausalität, die dieses Glück erzeugt hat, erst einmal außen vor. Das bedeutet, das ich schon behaupte, glücklich zu sein, wenn ich eben zu einem definierten Zeitpunkt jene Gehirnkonfiguration aufweise. Ob dies jetzt durch Drogenkonsum kommt, oder durch eine andere Kausalität, welche ich in meinem letzten Beitrag näher erläutert habe, ist zu diesem Zeitpunkt egal - ich bin glücklich. Du hingegen scheinst in deiner Definition zusätzlich zu dieser reinen "Glückserscheinung" noch die Aspekte der Kausalität und der Zeit hinzuzunehmen, also eine gewisse Glücksdauer und eine entsprechende Begründung für Glück vorauszusetzen. Sehe ich das richtig?

Ich kann deine Beispiele nachvollziehen, insbesondere auch die Unterschiedlichkeit der Personen und deren unterschiedliche Präferenzen für Wichtigkeiten, welche sich auch durch das Alter verändern, doch es schließt meines Erachtens für keine der genannten Personen aus, dass für sie beide / beide Familien Gesundheit und Familie nicht zum Glück gehören, und sie es für andere anders sehen würden.

Gerade die Priorität Familie beinhaltet sehr wahrscheinlich auch die Priorität Gesundheit (für sich und die Familienmitglieder). Die Priorität Gesundheit beinhaltet wahrscheinlich durchaus dieselbige, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Familie.

Die Wertung (in der "Magnitude" der Einzelperson) für Familie und/oder Gesundheit, mag zwar unterschiedlich ausfallen, doch verkehrt es die Wertigkeit von Familie und Gesundheit keinesfalls vom Positiven ins Negative, sondern wird gleichermaßen als positiv und "glücksfördernd" anerkannt.

Ich sage keinesfalls, dass Familie und Gesundheit die einzigen "Faktoren" zum Glück sind, aber man kann sie schon als positiv bezeichnen.

Eine gesunde Familie ist ein guter Anfang, denke ich.

Das ist alles an sich schon konform mit meiner Meinung, doch ich möchte noch betonen, dass ich denke, dass es eben diese vielen verschiedenen Aspekte (by the way: kennt jemand ein besseres Wort dafür?) gibt, die zu dem Glück beitragen, doch in welcher Relation diese zueinander stehen, ist individuell und durch die verschiedenen Persönlichkeit bedingt. Natürlich denke ich auch, dass Dinge wie Gesundheit niemals einen NEGATIVEN Einfluss auf das Glück haben können, doch zwischen Faktor 0 und Faktor 100 ist es trotzdem ein großer Unterschied. UND, da meiner Anschauung nach unendliche viele Aspekte zum Glück beitragen können, relativiert sich unter Umständen (kommt auf den Faktor an) die Relevanz von Gesundheit.

SxaDscha_xS


@ Tsunami

Wenn alle die von dir genannten Dinge positiv verlaufen, das macht Glück für dich aus, ja?

Gesundheit und Freiheit? Nein, nicht nur das macht Glück aus, aber es ist für mich die Grundvoraussetzung. Welches Glück gibt es denn, wenn es z. B. von schwerer Krankheit überschattet wird?

Mir fällt da ganz spontan meine ehemalige Zahnärztin (48) ein. Super Frau, tolle Kinder, Mann (auch Arzt), Haus. Ihre Mitarbeiter sagten mir, sie hatte ein sehr glückliches Leben und so wirkte sie auch immer auf mich. Im August 09 bekam sie die Diagnose Krebs, Anfang Dezember 09 lebte sie schon nicht mehr. Sie konnte ihr Glück nicht mehr genießen, weil sie krank wurde. Leider. Glück und Glück genießen gibt es nur, wenn man gesund bleibt.

bGunteskiBselstxeinchen


ich kann mich über kleine dinge freuen....über besondere momente.....das ist für mich glück......ich kenne aber kein dauerhaftes glücklichsein......es ist die summe....der glücksgefühle.......die das leben für mich lebenswert machen.....

H5annlab-MarCixa


Es wurden schon eine Menge guter Beiträge geschrieben, was Glück für den einzelnen bedeuten kann. Toll! :)^

Ich stimme mit einigen überein. Glück ist relativ und auch nur individuell als solches erlebbar. Was mich vor ein paar Jahren glücklich gemacht hat, ist heute evtl. der Auslöser von heftigen Schamgefühlen... ich denke da nur an die Mode oder die anzüglichen Einträge im Poesiealbum der Teeniezeit... |-o ;-D

Oder wie oft wird dem Bräutigam bei der Hochzeit vom Brautvater gesagt, er solle seine Tochter glücklich machen und dieser arme Kerl versucht das auch noch nach Leibeskräften... %-| Mein Ehemann hat das auch versucht und mich damit totunglücklich gemacht, denn wir beide hatten eine vollkommen unterschiedliche Auffassung von Glück! :-/

Oder wer kennt nicht die entsetzten Blicke der Mütter, wenn kleine Jungs "glücklich" strahlend mit schlammverdreckten Hosen und Taschen voller Kleingetier das Haus betreten, während sie verzückt und glückstrunken ihre kleinen Töchter in kitschige Kleidchen zwängen, jene aber dann nur mit den Augen rollen...

Was ist Glück? Ich würde sagen, ein persönlich erlebter Augenblick der Erfüllung.

Und das kleine Glück ist, wenn man diese Augenblicke täglich entdecken und bewußt leben darf, ganz unabhängig von den äußeren Umständen! ;-)

Und das große Glück ist, wenn man dieses Prinzip so gut beherrscht, dass man überzeugt davon ist, ein wundervolles Leben zu leben - es ist letztendlich eine Sache (und ein Training) der Wahrnehmung. :)_

c*eterjum cbexnseo


Glück ist in erster Linie eine Frage des Anspruchs. Der Quantität und der Qualität des Anspruchs.

Hat jemand wenige bzw. niedrige Ansprüche, ist er leicht glücklich zu machen. Wobei die eigenen Ansprüche nicht nur von einem selbst, sondern auch (heute besonders) von der Umwelt aufgedrückt werden. Gib einem Hungernden zu essen, und er wird darüber glücklich sein. Andererseits kann man einen, der alles hat, was er sich wünscht, kaum glücklich machen. Es sei denn mit etwas, was er noch nicht kannte.

Genauso kann man durch einen anderen Menschen glücklich werden. Hat man aber den Anspruch, daß dieser Mensch öfter mal wechseln sollte, dann wird das Gefühl des Glücks immer wieder verschwinden.

_GTs1unaxmi_


Ich erkläre den Faden hiermit für beendet:

Glücklichsein ist sehr individuell.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

lbiv,iao


Hallo Tsunami...

Deine Threads zu lesen macht mich glücklich...

"perfekte Frau" "glücklich sein"

zu den Themen habe ich bisher mitgelesen.

Vielleicht werde ich auch irgendwann mal einen qualifizierteren philosophisch wertvollen Kommentar abgeben, aber fürs erste reicht es :-)

_DTsun4ami_


liviao

Danke für deinen Beitrag.

Vielleicht werde ich auch irgendwann mal einen qualifizierteren philosophisch wertvollen Kommentar abgeben, aber fürs erste reicht es.

Bestimmt. Keine Zweifel daran. Wann immer, wo immer, es dir passend erscheint.

Muss auch nicht immer alles philosophisch sein - gar nicht. Auf der anderen Seite, wenn man so will, hat alles eine philosophische Wurzel, die Frage nach dem Warum oder Wie. Und Philosophie lässt durchaus schöne Pflanzen und Bäume heranwachsen.

Doch das [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/511854/13860191/ "Geschwätz von gestern"]] ist nicht der Weisheit letzter Schluß. So, wie es steht, ist es einfach nicht richtig bzw. nur die Hälfte der Wahrheit.

Richtigerweise müsste es so lauten:

Glücklichsein ist sehr individuell, und Menschen, die glücklich sind, sind sich sehr ähnlich.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, und der Schmied des Glückes anderer.

ETbbuscDhka


Ich habe keine Geldsorgen aber dafür habe ich weder eine Freundin noch irgendwelche Freunde. Und ich bin definitiv nicht glücklich.

Und ich wäre mit fetten Geldsorgen definitiv auch nicht glücklich, egal ob mit oder ohne Freund.

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH