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Die Logik vom Glücklichsein

_1Tsuhnami_


Da wir gerade bei Bildern sind. Ich fand auch das von Chajafalak gepostete Bild [[http://www.spapo.de/s099.html von den Steinen]] sehr schön.

Ein ergänzendes und vielleicht realistischeres Bild ist Folgendes:

Ein bis zum Rand gefülltes Glas Wasser. Und dann legt man ein paar große Steine rein. *schwappschwapp*

Natürlich kann man sich ein größeres Glas besorgen (mehr Zeit, Verständnis und Freiheit), doch für das Glücklichsein maßgeblich ist wohl tatsächlich, ob und welche großen Steine (Ziele und Wünsche) man in sein Glas legt. Für Einige erstaunlich mag sein, dass viele Menschen nach einigem Aussortieren (Erfahrung) ein und dieselben Steine in ihr Glas legen. :)z

_qTs<un6amix_


Cleeni

Bei mir hat es sich etwas gelegt, weil ich merke, dass es eben so viele Antworten geben kann, aber nicht weil ich merke, dass sie sich wiederholen. Es ist eher so im Straßennetz: die Frage fängt auf der Hauptstraße an, du biegst an der nächsten Straße links ab und bekommst dort eine Antwort, dann kommen wieder fragen, du fährst weiter, kommst an eine andere Kreuzung und entscheidest dich dann dort weiter zu fahren, bis dir die nächste Frage kommt und dann da auch noch eine Gasse vorhanden ist usw. Auch habe ich das Gefühl, dass die Fragen und Antworten auch beim Fahren erst entstehen, weshalb der Vergleich mit der Straße etwas hinkt: wenn du auf die Karte guckst, kannst du die Straßennamen lesen, siehst das Netz und es ist nichts unbekannt. Beim Fragen empfinde ich es eher so, dass so viele neue Fragen entstehen können, die man nie vermutet hätte. Hmm *überleg* es ist bestimmt ein Unterschied, ob ich mir eine Karte anguck und das Ziel schon im Auge habe und nach dem kürzesten Weg gucke, oder eben beim Fahren mich umgucke und da interessantes entdecke und dann dem folge. Denn dann entscheide ich ja selbst, was mir wichtig ist: will ich möglichst schnell von A nach B kommen (oder muss ich dies sogar?) oder ist dies offen und ich entdecke somit noch viele interessante Aspekte.

Ich denke, beides hat etwas für sich und ich persönlich fühle mich nicht immer auf dem direkten Weg glücklich, und entscheide mich dann auch mal für die anderen Wege, wobei mir da auch bewusst ist, dass ich mich im Netz verlieren könnte und gar nicht mehr weiß was die Ursprungsfrage war (wenn diese denn wichtig war).

Ich sehe das genauso wie du.

Was du schreibst, kommt mir sehr bekannt vor.

Jetzt wird es etwas technisch. Ich habe mal aus Interesse ein Seminar für "Selbst- und Zeitmanagement" besucht. Die Referentin war eine recht alte (ca. 60 Jahre alt) und zudem verschrobene Person. Ich hatte mir nicht viel von dem Seminar erwartet und auch die anderen schienen sofort in dieser Erwartung bestätigt zu sein.

Doch man kann sich so sehr und so schnell täuschen. Am Ende der Woche gab es von verschiedensten Personen, im Endeffekt von allen, Lobbekundungen en masse.

Das Seminar war nicht "ordentlich" oder "strukturiert", sie machte es, wie es ihr und uns in den Kram passte, zeigte, dass sie enorme Erfahrung und Verständnis besitzt. Sie diskutierte mit uns auf "Augenhöhe", förderte allerlei Diskussionen und gab Einsichten und Tipps - ganz abseits von irgendwelchen "Lehrplänen". Sie meinte, sie hätte ein Problem damit, sich an starre Regeln und Vorgaben zu halten. Wunderbar. :-D

Nun ja, es wurden dann auch die Begrifflichkeiten zielorientiert und prozessorientiert ausgiebig behandelt.

Menschen, die zielorientiert sind, nehmen sich die Karte und versuchen, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen - kaum Ablenkungen, sehr diszipliniert.

Menschen, die prozessorientiert sind, finden den Prozess/Weg so faszinierend, dass sie ganz schnell vergessen, wo sie eigentlich hinwollten - Ablenkungen sind durchaus willkommen.

Beide Wege haben Vor- und Nachteile.

Das aus der Kommunikation resultierende Verständnis schult den Verstand. Verstand ist meines Erachtens eine Folge des wiederholten Verstehens, welches wiederum aus wiederholter Kommunikation heraus entsteht.

Gehst du hier bewusst nur auf den Verstand ein, oder hat das Gefühl hier bei dir keine Bedeutung? (Oder trennst du es gar nicht und sprichst nur vom Verstand, meinst aber beides?)

Nein, ich möchte nicht trennen, was unweigerlich miteinander verbunden ist und permanent miteinander "korrespondiert" - eine Trennung von Herz und Verstand ist nicht möglich. Das Stilllegen des einen oder anderen Teils würde den Menschen verkrüppeln.

Man kann Herz und Verstand durchaus getrennt betrachten und "behandeln", doch das Leben selbst setzt es als eine Einheit voraus.

Es gibt eine "Bestandteilliste" des Menschen, welche ich in diesem Buch schon mal gesehen habe, aber in den letzten Tagen aus eigenen Erwägungen heraus für sinnvoll empfunden habe.

Das Buch kann ich durchaus empfehlen. Allerdings muss ich hier vorsichtig sein, denn wie wir bereits wissen, nehmen verschiedene Menschen die gleiche Sache sehr verschieden wahr. Ich hatte das Buch mit schätzungsweise 15 Jahren gelesen. Frag' mich nicht...

Im Gegensatz zum Buch gibt es für mich eine Priorität bei den "Komponenten" des Menschen (von niedrig nach hoch):

Das Physische - Das Mentale - Das Emotionale - Das Spirituelle


Das Physische: Die Hülle, welche den menschlichen Geist beherbergt. Man sollte seinen Körper pflegen.

Das Mentale: Intelligenz, Analyse, Bildung, Logik, Wissen. Steuermechanismus für das Physische.

Das Emotionale: primitive Urinstinkte, welche eine enorme Intelligenz bergen. Treibstoff des Lebens.

Das Spirituelle: Lässt sich kaum in Worte fassen. Hängt maßgeblich von persönlichem Verstehen und Entscheidung ab. Steuermechanismus für alle drei vorher Genannten.


Das Physische und das Mentale sind Teil des Gesamtpaket Mensch, doch ich finde ich diese Teile, für sich allein betrachtet, relativ langweilig, da sie auschließlich nach den Prinzipien "größer, schneller, weiter, mehr" funktionieren.

Ich finde den Teil Emotion und Spiritualität sehr viel interessanter und spannender.

Doch am Ende zählt das Gesamtpaket und was man daraus macht.

Glücklichsein ist eine Möglichkeit. ;-)

Wie auch beim Glücklichsein, erfordern Kommunikation und Verstehen ein ansehnliches Stück Arbeit.

Das glaube ich persönlich nicht. Ich habe sogar manchmal das Gefühl, dass es eher andersrum ist: je mehr Arbeit man selbst da rein steckt, desto komplizierter kann es werden (ok will damit jetzt nicht sagen, dass kompliziertes nicht glücklich machen kann ;-)).

Es kommt ganz auf die Perspektive an.

Einfachheit ist etwas Wunderbares - und muss sich regelmäßig hart erarbeitet werden.

Zum Beispiel ein Kind. Es kann nichts, weiß nichts, versteht nichts. Okay, zumindest nicht viel.

Um überlebensfähig zu werden, um nicht "hinten runterzufallen" und um später mal die "Welt aus ihren Angeln zu heben", muss es lernen, muss es verstehen, muss es arbeiten - Purzelbäume, Leichtathletik, Autofahren, Schwimmen, PC, Mathe, Physik - damit es später nicht einmal sagen muss "Das schaffe ich nicht, das ist zu schwierig, das verstehe ich nicht. Ich schaue mir lieber die neue Folge von Big Brother an. Das ist geil."

Jetzt muss man nur noch verstehen, dass man in vielen Bereichen immer noch Kind ist und die Schule des Lebens niemals aufhört.

Der Unterschied ist, dass man jetzt selbst entscheiden kann, ob und was man noch lernen / sich erarbeiten möchte, damit es einfach / zugänglich wird.

Diese Freiheit beinhaltet natürlich auch, zu entscheiden, dass die "Kugel des Wissens" groß genug ist. Das wiederum muss jeder für sich selbst wissen, wann es soweit ist.

_;Ts/u|na'mi_


Bevor ich es vergesse. Die Dame aus dem Seminar hatte eine ansehnliche Sammlung an Büchern dabei, welche man während dem Seminar lesen oder sich ausleihen konnte. Übrigens war da auch dieses weiter oben verlinkte Buch dabei, aber das kannte ich ja bereits. Ansonsten stach für mich nur ein anderes der Bücher für mich als interessant heraus. Es ging dabei darum, seinen "inneren Schweinehund" zu überwinden - na ja, nicht ganz. Ich bin mir nicht sicher, ob man aus dem Buch etwas lernen kann, aber es war auf jeden Fall eine höchst amüsante Lektüre:

[[http://www.youtube.com/watch?v=YAlGk6NKZHI Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdiziplin]]

H}anzna-?Maxria


Mir dünkt auch, dass Kommunikation und Verständnis elementare Bestandteile vom Glücklichsein sind.

Sie sind elementar wichtig für unsere Existenz! Die Interaktion mit unserer Umwelt und die Einordnung der empfangenen Informationen ist die Grundlage für unsere gesamte Entwicklung. Würde beides nicht vorhanden sein, würden wir geistig und seelisch verkümmern und körperlich krank werden, im schlimmsten Falle an Verieinsamung sterben... ;-)

_uTs,unamix_


Sie sind elementar wichtig für unsere Existenz! Die Interaktion mit unserer Umwelt und die Einordnung der empfangenen Informationen ist die Grundlage für unsere gesamte Entwicklung. Würde beides nicht vorhanden sein, würden wir geistig und seelisch verkümmern und körperlich krank werden, im schlimmsten Falle an Vereinsamung sterben... ;-)

Sehr richtig. Sehr schlaue Worte. Da steckt Prinzip bzw. Logik dahinter. Vielleicht auch hinter dem Glücklichsein. ;-)


Mir selbst geht es gerade total scheiße. Ich fühle mich schwach und hoffnungslos. Mein Leben ist eine Müllhalde. Das geht schon mittlerweile vier Jahre so, und es ist kein Ende in Sicht.

Das Gute an der Sache ist, ich habe einen Defekt, wahrscheinlich ein Gen-Defekt. Ich bin nie unglücklich. Mein Leben geht irgendwie ständig weiter, und ich denke, dass ich auch aus den beschissensten Zeiten in meinem Leben lerne und Kraft daraus schöpfe. Vielleicht werde ich mit diesem Glauben untergehen, aber warum auch nicht. Einen besseren Glauben kenne ich nicht.

_6T>su5namxi_


Es gibt im Leben durchaus interessante Fragen, die man sich stellen kann. ;-)

Ist zum Beispiel Gesellschaft nur eine Ansammlung von Individuen oder etwas anderes?

Nach Luhmann und seiner [[http://de.wikipedia.org/wiki/Systemtheorie_%28Luhmann%29 Systemtheorie]]

[1969 gab Luhmann bei seiner Aufnahme in die neu gegründete Fakultät für Soziologie an der Universität Bielefeld als sein Forschungsprojekt an: "Theorie der Gesellschaft; Laufzeit: 30 Jahre; Kosten: keine."[1] 28 Jahre nach dieser Antragsstellung (1997) veröffentlichte er sein Werk "Die Gesellschaft der Gesellschaft", das als umfassende Theorie der Gesellschaft angesehen werden kann, und starb wenig später (1998).]

ist Kommunikation "eine Operation, welche soziale Systeme erzeugt und erhält."

Mit anderen Worten: Ohne Kommunikation geht unsere Gesellschaft flöten.

Man muss nur ein kleines Stück weiterdenken: Ohne Kommunikation geht nicht nur unsere Gesellschaft kaputt, sondern jedes einzelne Individuum.

Die Wichtigkeit von Kommunikation ist nicht nur kausal herleitbar, sonder lässt sich - auch gerade durch an Isolation oder Kommunikationsmangel leidenden Menschen - auf subjektiver Gefühlsebene wahrnehmen.

Es gibt einen immanent wichtigen Zusammenhang zwischen Kommunikation, Verständnis, Gesellschaft und Individuum.

(Übrigens habe ich keine Ahnung, was uns Luhmann eigentlich sagen wollte. Ich habe mir nur das rausgepickt, was ich für sinnvoll empfinde ;-))

-%whocaqreEs77x-


Was braucht es, um glücklich zu sein?

Innere Zufriedenheit.

B:elQlaxdonnKa87


Was einen glücklich macht, ist glaub ich bei jedem unterschiedlich. Der eine braucht eine glückliche Familie, der andere lebt lieber alleine, trifft sich mit seinem Freundeskreis und geht seinen Hobbies nach. Was außerdem wichtig ist fürs Glück, ist Zufriedenheit im Job. Hauptsache, man ist insgesamt zufrieden mit dem Leben.

_|Tsun_amix_


whocares

Was braucht es, um glücklich zu sein?

Innere Zufriedenheit.

Ist Glücklichsein und Zufriedenheit für dich dasselbe? Wenn ja, was braucht es, um zufrieden zu sein?

_.Tsunam`i_


belladonna

Was einen glücklich macht, ist glaub ich bei jedem unterschiedlich.

Ich behaupte mal, das ist bei jedem gleich. Man möchte sich wichtig und wertvoll, geliebt und geschätzt fühlen. Oder?

Der eine braucht eine glückliche Familie, der andere lebt lieber alleine, trifft sich mit seinem Freundeskreis und geht seinen Hobbies nach.

Das ordnet sich meinem vorherigen Punkt unter, oder?

Was außerdem wichtig ist fürs Glück, ist Zufriedenheit im Job.

Unter welchen Bedingungen ist man in seinem Job zufrieden?

cheterXum 5censeo


Was einen glücklich macht, ist glaub ich bei jedem unterschiedlich.

Ich behaupte mal, das ist bei jedem gleich. Man möchte sich wichtig und wertvoll, geliebt und geschätzt fühlen. Oder?

Oder. ;-D Ich seh es wie Belladonna.

Du beschreibst nur eine einzige Form von Glück. Manche sind glücklich beim Betrachten eines Sonnenuntergangs, ein Archäologe beim Finden eines lange gesuchten Knochens, man kann glücklich sein, nach lange Zeit wieder mit der Familie vereint zu ein oder man ist glücklich, wenn man jemandem hilft oder etwas an ihn verschenkt. In keinem Fall muß sich der Glückliche wertvoll und geliebt fühlen.

_lTsunaxmi_


ceterum

Du beschreibst nur eine einzige Form von Glück.

Du scheinst mehr verstanden zu haben, als ich selbst. Welche einzige Form von Glück beschreibe ich?

Manche sind glücklich beim Betrachten eines Sonnenuntergangs, ein Archäologe beim Finden eines lange gesuchten Knochens, man kann glücklich sein, nach lange Zeit wieder mit der Familie vereint zu ein oder man ist glücklich, wenn man jemandem hilft oder etwas an ihn verschenkt.

Okay, schöne Dinge, kann ich mir alles gut vorstellen. Keine Einwände.

In keinem Fall muß sich der Glückliche wertvoll und geliebt fühlen.

Ist es denn nicht so, dass wenn man glücklich ist, man sich auch gleichzeitig wertvoll und geliebt fühlt?

_~Tsunaxmi_


Sorry. Der erstere Teil meines letzten Beitrags müsste so aussehen:

Du beschreibst nur eine einzige Form von Glück.

Du scheinst mehr verstanden zu haben, als ich selbst. Welche einzige Form von Glück beschreibe ich?

-|whocar_es7x7-


Ist Glücklichsein und Zufriedenheit für dich dasselbe? Wenn ja, was braucht es, um zufrieden zu sein?

Ich meine.

Nein , bin fies ]:D.

Du schöpfst dann deine Glück aus dir selbst,

bist fähig dazu

_CTsDunapmi=_


Passt scho' :)^ :-D

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