» »

Die Logik vom Glücklichsein

SGigna^lfarbzexZ


Die meisten Menschen finden Macht jedoch ziemlich "geil" um es mal salopp zu formulieren ;-D Da bin ich mir recht sicher. Insofern wüde ich es durchaus auf die Liste der "glücklich machenden Dinge" setzen, ebenso wie Gesundheit, Geld und einen guten sozialen Status.

mBalguckIn3~1


Also das mit der Gesundheit macht einen nur dann glücklich, wenn man vorher eine Krankheit/Verletzung hatte, die geheilt/verheilt ist. Was auch noch vorkommt, dass man andere Menschen sieht, denen es schlecht geht.

Ansonsten sieht man es doch eher als selbstverständlich an gesund zu sein.

Geld und sozialer Status sind natürlich für Männer wichtiger als für Frauen. Das wirkt auf Frauen attraktiv, nicht umsonst sind männliche Prominente begehrt.

Es fehlt noch Schönheit, denn die wiederrum ist für Frauen wichtiger als für Männer, da der Status der Frau eben doch noch immer am Aussehen gemessen wird, dadurch hat sie dann eher Zugang zu sozial hochgestellten Männer und kann damit ihren Status aufwerten.

SMigna'lfarNbeZ


Also das mit der Gesundheit macht einen nur dann glücklich, wenn man vorher eine Krankheit/Verletzung hatte, die geheilt/verheilt ist. Was auch noch vorkommt, dass man andere Menschen sieht, denen es schlecht geht.

Ansonsten sieht man es doch eher als selbstverständlich an gesund zu sein.

Geld und sozialer Status sind natürlich für Männer wichtiger als für Frauen. Das wirkt auf Frauen attraktiv, nicht umsonst sind männliche Prominente begehrt.

Es fehlt noch Schönheit, denn die wiederrum ist für Frauen wichtiger als für Männer, da der Status der Frau eben doch noch immer am Aussehen gemessen wird, dadurch hat sie dann eher Zugang zu sozial hochgestellten Männer und kann damit ihren Status aufwerten.

Das ist doch sehr Klischeehaft formuliert.

Natürlich ist es oftmals so, dass man bestimmte Dinge erst zu schätzen lernt, wenn sie nicht mehr vorhanden sind. Es macht dich als gesunden Menschen vielleicht nicht "aktiv" glücklich dass du gesund bist, aber es gibt dir wiederum die Möglichkeit Dinge zu tun, die dich glücklich machen, Dinge, die jemand der krank ist vielleicht nicht tun könnte. Abgesehen davon sind Menschen immer glücklich wenn sie zB ein gesundes Kind in die Welt setzen. Gesundheit macht glücklich. Ich bin davon überzeugt.

Geld und sozialer Status sind für mich als Frau ebenso wichtig wie für einen Mann. Darüber müssen wir eigentlich auch nicht diskutieren...bzw. darüber diskutiere ich nicht, aus dem einfachen Grund, dass ich in mir als Frau etwas mehr sehe, als ein Hausmütterchen, welches sich einen reichen Kerl geangelt hat und von dessen Ehre, sozialem Ruhm und Geld aus Gutmütigkeit eine Scheibe abbekommt.

Es fehlt noch Schönheit, denn die wiederrum ist für Frauen wichtiger als für Männer, da der Status der Frau eben doch noch immer am Aussehen gemessen wird, dadurch hat sie dann eher Zugang zu sozial hochgestellten Männer und kann damit ihren Status aufwerten.

;-D no comment

s-chnatt0erguHschxe


Es dürfte wohl jeder Mensch in seinem Leben mindestens einmal krank gewesen sein. Damit ist der Wert der Gesundheit jedem bewußt. Hier zeigt sich aber sehr deutlich der Unterschied zwischen Glück und Glücklichsein. Ich bin glücklich, gesund zu sein. Aber das ist kein Glück, sondern das Ergebnis täglicher gezielter Arbeit.

Schönheit, Geld und sozialer Status sind gesellschaftliche Manipulationen. Es geht grundlegend um Anerkennung. Zum Glücklichsein braucht es aber nur die Anerkennung eines einzelnen: Man muß sich selbst annehmen und lieben können. Wer das nicht schafft, wird auch mit der Anerkennung der ganzen Welt nicht glücklich. Denn die Zweifel am eigenen Wert verhindern es.

_uTnsunaemix_


Status, Ansehen, Macht, Schönheit und Geld.

Ich habe nichts von alledem. Selbst mit meiner Gesundheit hapert es ganz schön. :-(

Auf dieser Grundlage ist mir das Glücklichsein also verwehrt und vielen anderen auch. >:(

Ich für meinen Teil sehe aber auch das Positive daran. Ich muss mir keine Sorgen machen, die genannten Dinge zu verlieren. :-D

L-ewiHan


Fuer mich ist Glueck etwas grundsaetzlich anderes als "Wohlbefinden". Letzteres hat fuer mich einen eher oberflaechlichen Klang.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Macht zeitweise Glueckgefuehle verleiht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jemanden in tieferer Weise gluecklich macht. (Damit habe ich aber moeglicherweise eher etwas ueber meine Vorstellungskraft gesagt, als ueber die Macht und das Glueck.)

Bei Arbeit finde ich, dass Sinnhaftigkeit ein wichtiger Gluecksfaktor ist. Den Eindruck haben, gebraucht zu werden, um etwas Gutes zur Gesellschaft beitragen zu koennen. Jedenfalls umgekehrt: Ich kenne einige Leute, bei denen mir scheint, dass es ein grosser Ungluecksfaktor ist, dass sie die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit nicht sehen.

_xTsu;naxmi_


Ich bin glücklich, gesund zu sein. Aber das ist kein Glück, sondern das Ergebnis täglicher gezielter Arbeit.

Ich finde diesen Satz interessant. Wundert mich, ehrlich gesagt, dass noch keiner kritisiert hat.

Mir liegt es fern, zu behaupten, dass Gesundheit = Glücklichsein ist, oder umgekehrt, obwohl man durchaus so argumentieren könnte, was einige partiell schon getan haben.

Interessanter finde ich die Herangehensweise. Denn, ob man sich mal eine Erkältung oder gar Krebs einfängt, kann man durchaus als Glück oder eben Pech bezeichnen.

Davon abgesehen, trifft man tagtäglich/permanent Entscheidungen, welche man entweder einer gesunden oder ungesunden Lebensweise zuordnen kann.

Mal abgesehen von den Glücks- und Pechfällen, welcher man nun mal nicht Herr ist, führt eine gesunde Lebensweise zu Gesundheit und eine ungesunde Lebensweise zu Krankheit.

Mit dem Glücklichsein (nicht dem Glück) ist es meines Erachtens ganz ähnlich. Eine glückliche Lebensweise führt zum Glücklichsein. Eine unglückliche Lebensweise zum Unglücklichsein.

cAeter&umq censxeo


Ich bin glücklich, gesund zu sein. Aber das ist kein Glück, sondern das Ergebnis täglicher gezielter Arbeit.

Das trifft vielleicht für Dich zu (würde mich interessieren, wie Du das machst), aber für 99% der Bevölkerung eben leider nicht. Man kann nicht beeinflussen, ob man eine Erbkrankheit hat bzw. auch nur erblich vorbelastet ist. Ob man sich infiziert, kann man nur bedingt beeinflussen. Man kann noch so gesund leben und trotzdem von einem Auto überfahren werden. Viele Unfälle passieren auch beim ach so gesunden Sport. Manch einer braucht auch das Geld und muß eine ungesunde Arbeit dafür aufnehmen. Oder haben das Geld für Medikamente nicht. Manche rauchen auch wie ein Schlot und werden damit 100 Jahre alt. Und so weiter... Der Anteil Glück an der Gesundheit ist unübersehbar.

_yTsmuna,mgix_


Das trifft vielleicht für Dich zu (würde mich interessieren, wie Du das machst), aber für 99% der Bevölkerung eben leider nicht. Man kann nicht beeinflussen, ob man eine Erbkrankheit hat bzw. auch nur erblich vorbelastet ist. Ob man sich infiziert, kann man nur bedingt beeinflussen. Man kann noch so gesund leben und trotzdem von einem Auto überfahren werden. Viele Unfälle passieren auch beim ach so gesunden Sport. Manch einer braucht auch das Geld und muß eine ungesunde Arbeit dafür aufnehmen. Oder haben das Geld für Medikamente nicht. Manche rauchen auch wie ein Schlot und werden damit 100 Jahre alt. Und so weiter... Der Anteil Glück an der Gesundheit ist unübersehbar.

Gut. Das sind doch diese Glücks- und Pechfälle, von denen ich sprach. Wenn man keine Wahl hat, dann hat man keine Wahl. Dann kann man nur der Dinge harren, die da kommen. Dass wir schon morgen einem Autounfall erliegen und dadurch verkrüppelt werden oder unser Leben zu einem jähen Ende kommt, das ist doch ganz klar. Unweigerliches kann man nicht ändern.

Die Dinge, welche uabänderlich sind, bedürfen keiner Diskussion, sie geschehen einfach.

Interessanter, sind doch die Dinge, wo wir die Freiheit haben, sie zu gestalten.

cFeterTum c]ensxeo


Interessanter, sind doch die Dinge, wo wir die Freiheit haben, sie zu gestalten.

Ganz sicher interessanter, aber eben ohne Verbindung zu Glück. Wenn ich etwas plane und erfolgreich durchführe, dann freue ich mich über das Ergebnis, fühle mch bestätigt, bestärkt, zufrieden - aber nicht glücklich. Ein Olympiasieger plant auch und führt erfolgreich durch, aber er plant seinen Lauf (Sprung usw.) - nicht seinen Sieg. Der ist nicht planbar, der ist bis zuletzt nicht sicher (weil noch andere nach ihm laufen/springen). Erst die Überwindung der Unsicherheit macht glücklich.

Oder, anderes Beispiel: ich entdecke eine chemische Verbindung mit hervorragenden Eigenschaften. Das macht mich zufrieden, vielleicht auch stolz, aber glücklich bin ich erst, wenn sich herausstellt, daß ich tatsächlich der erste war, der die Verbindung entdeckt hat. Und das ist nicht mehr mein Werk. Ich kann nur darauf hinarbeiten, aber ob am Ende Glück oder Unglück/Enttäuschung (z. B., wenn sich heraustellt, ich war doch nicht der Entecker) steht, entzieht sich meiner Macht. Auch hier: Erst die Überwindung der Unsicherheit macht glücklich.

_)TsuDnamxi_


ceterum

Interessant, was du schreibst. Es bringt mich zum Nachdenken.

Frage mich gerade, ob wir etwas komplett Unterschiedliches meinen oder das Gleiche.

Ganz sicher interessanter, aber eben ohne Verbindung zu Glück.

Ich sprach ja von den Dingen, die man gestalten kann, und du sagst, dass sie nichts mit Glück zu tun haben. Ohne jetzt deine Worte in meine Richtung drehen zu wollen, scheint es mir, dass diese beiden Aussagen dasselbe aussagen:

Die Dinge, welche unabänderlich sind, bedürfen keiner Diskussion, sie geschehen einfach.

Interessanter, sind doch die Dinge, wo wir die Freiheit haben, sie zu gestalten.

Ganz sicher interessanter, aber eben ohne Verbindung zu Glück.

Mit anderen Worten würde ich meine Sicht, unter Berücksichtigung deiner Aussage, so ausdrücken:

1. Glück (im Sinne von Zufall oder einem zufälligen Glücksmoment bzw- gefühl) ist nicht planbar bzw. gestaltbar.

2. Planbar bzw. gestaltbar ist die Persönlichkeitsentwicklung, das Erweitern des eigenen Horizonts, die Erweiterung und Entwicklung von Fähigkeiten und Möglichkeiten, als auch das von dir beschriebene Überwinden von Unsicherheiten.

3. Obwohl das Glück (nach Punkt 1) und die Gestaltbarkeit (nach Punkt 2) grundsätzlich auf verschiedenen Ebenen (nicht beeinflußbar und beeinflußbar) anzusiedeln sind, so sind diese Ebenen nicht gänzlich von einander getrennt, sondern stehen in einer permanenten [[http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik Dialektik]] und [[http://synonyme.woxikon.de/synonyme/kulminieren.php kulminieren]] im menschlichen Dasein, dem Leben selbst.

Insofern stimme ich dir jetzt schon mal in diesem Satz vollkommen zu:

Erst die Überwindung der Unsicherheit macht glücklich.

In meiner Logik (siehe Punkt 2) heißt das, dass nicht das Glück, aber das Glücklichsein bzw. das, was glücklich macht, durchaus gestaltbar bzw. beeinflußbar ist.

Wenn ich etwas plane und erfolgreich durchführe, dann freue ich mich über das Ergebnis, fühle mch bestätigt, bestärkt, zufrieden - aber nicht glücklich.

Das zum Beispiel sehe ich anders. Wenn ich zum Beispiel ein in sich abgeschlossenes Projekt erfolgreich durchführe oder langfristig erfolgreich an meiner Persönlichkeitsentwicklung arbeite, so merke ich, dass mich das Gefühl geschaffter Herausforderung und Selbstüberwindung glücklich macht und ich für neue Herausforderungen, in neuen Situationen, mit neuen Menschen, besser gewappnet bin. Die Möglichkeit und die Realisierung, dass ich in vertrauten und neuen Situationen besser zurecht komme als es ursprünglich der Fall war, ich im Endeffekt Dinge für mich und meine Mitmenschen, alleine und in der Gemeinschaft, gut oder besser (als zuvor) tun kann, macht mich glücklich. Natürlich wird das Glücklichsein auch immer von Zufall und Unberechenbarkeiten tangiert, gerade wenn einem ein gemeinschaftliches Glücklichsein am Herzen liegt, doch es fällt einem leichter, wenn man aus Einschränkungen Fähigkeiten entwickelt (hat).

Ein Olympiasieger plant auch und führt erfolgreich durch, aber er plant seinen Lauf (Sprung usw.) - nicht seinen Sieg.

Ich denke, du setzt den ungewissen Sieg mit einem ungewissen Glück gleich. Dieses Glück mag nicht planbar sein, jedoch der Weg/Training bis dahin, um es überhaupt erst möglich zu machen.

ich entdecke eine chemische Verbindung mit hervorragenden Eigenschaften. Das macht mich zufrieden, vielleicht auch stolz, aber glücklich bin ich erst, wenn sich herausstellt, daß ich tatsächlich der erste war, der die Verbindung entdeckt hat. Und das ist nicht mehr mein Werk.

Hier ist es ähnlich. Auch hier führt erst das Schaffen der Grundlagen (Aufwand für die Forschung) zu einer möglichen "Greifbarkeit" des Glücks.

Ich kann nur darauf hinarbeiten, aber ob am Ende Glück oder Unglück/Enttäuschung (z. B., wenn sich heraustellt, ich war doch nicht der Entecker) steht, entzieht sich meiner Macht.

Vielleicht bedeutet Glücklichsein auch nicht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern einfach nur, darauf hinzuarbeiten. Es gibt ja Menschen, die Jahrzehnte oder ihr ganzes Leben auf ein Ziel hinarbeiten, und es trotzdem nie erreichen. Vermutlich besteht das Glücklichsein nicht unbedingt in einem erreichten Ziel (meist ein kurzer Moment), sondern in der Bestrebung, der Tätigkeit.

Auch hier geht es ja weniger um das Ziel als um die Bestrebung:

Erst die Überwindung der Unsicherheit macht glücklich.

Vielleicht ist es wahr:

Der Weg ist das Ziel.

Lqewi"aSn


Oder, anderes Beispiel: ich entdecke eine chemische Verbindung mit hervorragenden Eigenschaften. Das macht mich zufrieden, vielleicht auch stolz, aber glücklich bin ich erst, wenn sich herausstellt, daß ich tatsächlich der erste war, der die Verbindung entdeckt hat.

"Wichtig ist nicht, wer einen Gedanken zuerst hat, sondern wer ihn besser hat." (Karl Kraus)

Man kann gluecklich sein, weil man etwas gefunden hat.

Man kann ungluecklich sein, wenn man feststellt, dass jemand anders das schon vorher gefunden hat.

Man kann gluecklich sein, wenn man feststellt, dass es auch eine Menge wert ist, einen guten Gedanken eigenstaendig gehabt und verstanden zu haben, den andere auch schon gehabt haben.

Glueck hat viel mit der Einstellung zu tun - mit der Faehigkeit, ueber Dinge gluecklich zu sein, auch wenn sie vielleicht nicht die urspruenglichen Hoffnungen/Erwartungen erfuellen.

c#ete<ru!m ce}nsexo


Vielleicht bedeutet Glücklichsein auch nicht, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern einfach nur, darauf hinzuarbeiten.

Wenn das Daufhinarbeiten schon Glück bedeutet - was ist dann der efolgreiche Abschluß der Arbeit? Auch Glück? Eine besseres Glück? Glück hat für mich etwas subjektiv-absolut-extremes. Ich kann doch unmöglich sagen "gestern war ich zwar glücklich, aber weniger als vorgestern, und heute bin wieder etwas mehr glücklich"? Was ist ein variables Glück als ständiger Begleiter wert? Sehnt man sich dann nicht bald wieder nach dem Augenblick, der alles vorher dagewesene in den Schatten stellt; dem wirklichen Glück?

Eine Planbarkeit des Glücks würde wiederum zu solchen Aussagen führen "Morgen gegen 11 Uhr 30 werde ich glücklich sein" (weil ich annehmen kann, um diese Zeit meine Arbeit erfolgreich beendet zu haben). Also ich könnte so eine Aussage nicht treffen.

Wie ist das, wenn ich zwei Wochen vor Überreichung des Nobelpreises erfahre, daß ich ihn bekomme? Bin ich bei dieser Mitteilung glücklich? Oder erst bei der Überreichung? Oder bin ich zwei Wochen lang "latent" glücklich?

Außerdem birgt geplantes Glück die Gefahr, daß man beim Ausbleiben desselben zwangsläufig unglücklich ist. Lasse ich mich aber vom Glück überraschen, so stört mich das Ausbleiben nicht. Sonst müßten jede Woche Millionen unglücklich sein, weil sie nicht im Lotto gewonnen haben.

sMchnatBterg?uschxe


_Tsunami_

Ich bin glücklich, gesund zu sein. Aber das ist kein Glück, sondern das Ergebnis täglicher gezielter Arbeit.

Ich finde diesen Satz interessant. Wundert mich, ehrlich gesagt, dass noch keiner kritisiert hat.

Mir liegt es fern, zu behaupten, dass Gesundheit = Glücklichsein ist, oder umgekehrt, obwohl man durchaus so argumentieren könnte, was einige partiell schon getan haben.

Laß mich da explizit auf meine Formulierung hinweisen: Ich bin glücklich, gesund zu sein. Das hatte ich absichtlich so geschrieben, weil es nicht für jeden gelten muß. Wer z.B. unter einer chronischen Krankheit leidet, kann trotzdem glücklich sein. Er wird lernen, entsprechend mit der Krankheit umzugehen.

Interessanter finde ich die Herangehensweise. Denn, ob man sich mal eine Erkältung oder gar Krebs einfängt, kann man durchaus als Glück oder eben Pech bezeichnen.

Für mich war es Glück (?), daß ich mit anderen Ansichten konfrontiert wurde. Ich war überzeugt, daß Erkältungen mit Medikamenten 7 Tage dauern, ohne Medikamente eine Woche. ;-) Dieser Spruch entsprach auch ganz meiner Erfahrung aus regelmäßig mehreren Erkältungen pro Jahr. Seit ich aber mein Immunsystem gezielt aufbaue, bin ich nicht nur fast nie erkältet, sondern werde damit auch viel schneller fertig, wenn es mich dann doch einmal erwischt. Ein grippaler Infekt dauert nicht mehr eine Woche, sondern nur noch 1-2 Tage. 2007 hatte ich eine Virusgrippe. Nach 3 Tagen war sie ausgestanden. Aber selbst Heilungsprozesse alter Verletzungen und degenerativer Veränderungen im Bereich des Skeletts (Schädel, Wirbelsäule) konnte ich aktivieren. Das geht für mich über die Erklärung "Zufall" oder "Glück" weit hinaus.

Mit dem Glücklichsein (nicht dem Glück) ist es meines Erachtens ganz ähnlich. Eine glückliche Lebensweise führt zum Glücklichsein. Eine unglückliche Lebensweise zum Unglücklichsein.

Es kommt auf die Art und Qualität der Gedanken an. Daraus ergibt sich eine generelle Weltsicht, die zu entsprechenden Erfahrungen führt. Warum hat der eine immer Glück, der andere immer nur Pech? Mit jeder Situation können wir auf verschiedene Weise umgehen. Es beginnt bei der Bewertung der Situation, der dann die entsprechende Reaktion folgt. Sie haben weitere Folgen, rufen z.B. Reaktionen anderer Menschen hervor. Die wirken auf uns zurück, erzeugen Gefühle. So werden wir von innen heraus Glückskinder, Miesepeter, oder irgendetwas dazwischen.

Interessanter, sind doch die Dinge, wo wir die Freiheit haben, sie zu gestalten.

Diese Freiheit reicht weiter als viele annehmen. Vor ein paar Jahren gab es den Film "Lola rennt", in dem vom gleichen Ausgangspunkt die Geschichte sich auf sehr unterschiedliche Weisen entwickelt hat. Und selbst bei dem beliebten Beispiel des Unfalls, bei dem wir vermeintlich keinen Einfluß auf das Geschehen haben, entscheidet die eigene Aufmerksamkeit mit, wie sehr wir davon betroffen werden. Wer sich selbst beobachtet, wird bemerken, daß eine pessimistische Grundhaltung eine Art Tunnelblick verursacht. Wer auch in einer miesen Situation gute Laune verbreiten kann, wird sie von seinen Mitmenschen auf ansteckende Weise reflektiert bekommen. Und gutgelaunt sehen wir uns auch bereitwilliger um, sind aufmerksamer, bemerken mehr.

_%Ts6una=mi_


ceterum

Wenn das Daufhinarbeiten schon Glück bedeutet - was ist dann der efolgreiche Abschluß der Arbeit? Auch Glück? Eine besseres Glück? Glück hat für mich etwas subjektiv-absolut-extremes. Ich kann doch unmöglich sagen "gestern war ich zwar glücklich, aber weniger als vorgestern, und heute bin wieder etwas mehr glücklich"? Was ist ein variables Glück als ständiger Begleiter wert? Sehnt man sich dann nicht bald wieder nach dem Augenblick, der alles vorher dagewesene in den Schatten stellt; dem wirklichen Glück?

Wie kommst du darauf, dass man Glück in eine Skala (z.B. von 1 -10) pressen könnte, wo vermutlich die 10 das größte Glück darstellt. So funktioniert das nicht.

Du kannst dich um dein Glück oder Glücklichsein bemühen. Mehr nicht.

Wenn man sich nicht darum bemüht, dann wird man zwangsläufig bei einer 0 landen.

Es ist wie bei einem Schriftsteller oder Maler. Wenn ich ich nicht den ersten Satz schreibe oder den ersten Strich zeichne, dann ist die Möglichkeit, einen Bestseller zu schreiben oder eine große Fan-Gemeinde meiner Bilder zu haben gleich 0.

Eine Planbarkeit des Glücks würde wiederum zu solchen Aussagen führen "Morgen gegen 11 Uhr 30 werde ich glücklich sein" (weil ich annehmen kann, um diese Zeit meine Arbeit erfolgreich beendet zu haben). Also ich könnte so eine Aussage nicht treffen.

Ich persönlich habe nicht gesagt (wenn du genau nachliest), dass das Glück planbar ist, sondern die Entwicklung deiner Persönlichkeit, das, was du Jahr für Jahr, Monat für Monat, Sekunde für Sekunde tust, wofür du dich entscheidest.

Und das, wofür du dich entscheidest, hat nicht nur einen Einfluß darauf, wie glücklich du sein kannst, sondern auf dein ganzes Leben.

Wie ist das, wenn ich zwei Wochen vor Überreichung des Nobelpreises erfahre, daß ich ihn bekomme? Bin ich bei dieser Mitteilung glücklich? Oder erst bei der Überreichung? Oder bin ich zwei Wochen lang "latent" glücklich?

Das hängt ganz von dir ab.

schnattergusche

Ich bin glücklich, gesund zu sein. Aber das ist kein Glück, sondern das Ergebnis täglicher gezielter Arbeit.

Ich finde diesen Satz interessant. Wundert mich, ehrlich gesagt, dass noch keiner kritisiert hat.

Ich sagte, dass es mich wundert, dass keiner kritisiert hat, was nicht heißt, dass ich persönlich etwas zu kritisieren hätte. Wenn es so wäre, dann hätte ich es getan.

Interessanter finde ich die Herangehensweise. Denn, ob man sich mal eine Erkältung oder gar Krebs einfängt, kann man durchaus als Glück oder eben Pech bezeichnen.

Für mich war es Glück (?), daß ich mit anderen Ansichten konfrontiert wurde. Ich war überzeugt, daß Erkältungen mit Medikamenten 7 Tage dauern, ohne Medikamente eine Woche. ;-) Dieser Spruch entsprach auch ganz meiner Erfahrung aus regelmäßig mehreren Erkältungen pro Jahr. Seit ich aber mein Immunsystem gezielt aufbaue, bin ich nicht nur fast nie erkältet, sondern werde damit auch viel schneller fertig, wenn es mich dann doch einmal erwischt. Ein grippaler Infekt dauert nicht mehr eine Woche, sondern nur noch 1-2 Tage. 2007 hatte ich eine Virusgrippe. Nach 3 Tagen war sie ausgestanden. Aber selbst Heilungsprozesse alter Verletzungen und degenerativer Veränderungen im Bereich des Skeletts (Schädel, Wirbelsäule) konnte ich aktivieren. Das geht für mich über die Erklärung "Zufall" oder "Glück" weit hinaus.

Es war relativ unsachlich ausgedrückt, was ich schrieb, denn heute gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, dass z.B. Erkältungen und Krebs nicht nur ein Produkt des reinen Zufalls sind.

Erkältungen zum Beispiel entstehen nicht direkt aus der Kälte, sondern aus einem durch die Kälte geschwächten Immun-System, welches anfälliger für jegliche Art von Viren ist.

Ein auch durch Kälte geschwächtes, aber dennoch gepflegtes Immun-System, kann allerlei Viren viel besser standhalten, als es ein vernachlässigtes Immun-System tun kann. Meines Erachtens, wissen und handhaben Ärzte das besonders gut. Alles andere wäre, gerade zur Winterzeit, reiner "Selbstmord".

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH