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Die Logik vom Glücklichsein

A|mer;sacqk


@ Tsunami:

Geld macht mich glücklich weil ich mir dann nicht ständig Gedanken machen muss wie ich was wann bezahlen kann... es würde mich auch furchtbar glücklich machen mal im Lotto zu gewinnen... Es müssen nicht gleich die Millionen sein, aber es sollte so viel sein das ich mich in den nächsten Jahren in Ruhe meinem Studium widmen kann und die Schulden die meine Mutter fabriziert hab abbezahlen kann.

Dann würde ich davon vielleicht noch nen Haus kaufen in dem man keine Angst haben muss das ständig irgend ein Rohr bricht oder sonst was kaputt geht und in dem man nicht Gefahr läuft mit Schimmelpilzen am Fensterrand Bekanntschaft zu machen....

_XTsuneamxi_


Mollienchen

Für mich ist Glück, mit sich selbst im Reinen zu sein und vor dem Seelenspiegel sich selbst gegenüber jederzeit bestehen zu können. (Was nicht gleichzusetzen ist mit Perfektion!)

Was man tun muss, um das für sich zu erreichen, ist natürlich für jeden individuell.

Und was das Geld angeht... Es macht nicht glücklich, beruhigt aber ungemein... Es gibt einem die Ruhe, die man braucht, um überhaupt mit sich ins Reine zu kommen!

Sehr schöne Definition von Glück. :)^

Amersack

Geld macht mich glücklich weil ich mir dann nicht ständig Gedanken machen muss wie ich was wann bezahlen kann... es würde mich auch furchtbar glücklich machen mal im Lotto zu gewinnen... Es müssen nicht gleich die Millionen sein, aber es sollte so viel sein das ich mich in den nächsten Jahren in Ruhe meinem Studium widmen kann und die Schulden die meine Mutter fabriziert hab abbezahlen kann.

Dann würde ich davon vielleicht noch nen Haus kaufen in dem man keine Angst haben muss das ständig irgend ein Rohr bricht oder sonst was kaputt geht und in dem man nicht Gefahr läuft mit Schimmelpilzen am Fensterrand Bekanntschaft zu machen....

Sehr verständlich. :)z :)*

AVmecrsaxck


Mir ist noch was zum Thema eingefallen:

Glücklichsein würde für mich bedeuten mal endlich eine Klausur zu bestehen und dann nicht während der Klausur trotz ewigem Lernens einen Blackout zu bekommen. Dann wäre ich doch sehr Glücklich.

Noch glücklicher würde es mich machen wenn ich mich endlich wieder dem Gitarre spielen bzw. wohl eher lernen widmen könnte...

Und nen Freund wäre auch toll... *seufz*

Glück komm und besuch mich... ich warte.... :)D

_STsuna)mi_


Ich auch... :-|

L:ewiaxn


Tsunami

Zu meiner Meinungsaeusserung (die natuerlich nur meine Meinung ist, und keine "bewiesene Wahrheit") bloss den Hinweis, dass der Autor meint, die Intelligenz von Aristoteles (abschlaegig) beurteilen zu koennen, beweisen zu koennen, dass Jesus ein "spiritueller Betrueger" sei (in einer Weise, die ich persoenlich wirr und gehaltlos finde, und ich verstehe ein bisschen was von Beweisen), wissen zu koennen, welche Antworten auf Jesus gestellte Fragen ein "wahrer Sohn Gottes" haette geben sollen, zu wissen, dass die Intelligenz der Juden weit hoeher sei als die gewisser anderer Rassen, und den Islam in einer heutzutage zugegebenermassen sehr modischen Weise fuer Dinge an den Pranger stellen zu muessen, die sich zu irgendwelchen Zeiten die Vertreter mehr oder weniger aller anderer Religionen genauso geleistet haben.

Zum Thema Anonymitaet: Ja sorry dass ich nicht noch die verlinkte Website nach dem Namen eines Autors durchsucht habe, der explizit sagt, dass er ihn nicht nennt (soviel zu "wirr"). Ich nenne meinen Namen hier nicht, aber ich bin anwesend und bereit, fuer alles von mir geschriebene Rede und Antwort zu stehen. Was genauso wie die Anonymitaet zu den Grundbedingungen einer sinnvollen Forumsdiskussion gehoert, und vom Hereinkopieren seitenlanger Fremdbeitraege unterlaufen wird.

_ TsWunTami_


Lewian

die Intelligenz von Aristoteles (abschlaegig) beurteilen zu koennen

Ich persönlich mag und anerkenne für richtig, das Wenige, was ich von Aristoteles weiß - eigentlich nur ein paar Zitate. Es schließt für mich aber nicht die These aus, dass sein Wirken und Schaffen (insbesondere im Vergleich zu Platon und Sokrates) maßgeblich dazu beigetragen hat, den "idealen Staat" zu verhindern bzw. einen korrupten mitzugestalten.

dass Jesus ein "spiritueller Betrueger" sei

Nun ja. Das mag durchaus so sein. In diesem Punkt fehlt tatsächlich die "Wahrheit", ob es so ist oder nicht.

dass die Intelligenz der Juden weit hoeher sei als die gewisser anderer Rassen, und den Islam in einer heutzutage zugegebenermassen sehr modischen Weise fuer Dinge an den Pranger stellen zu muessen, die sich zu irgendwelchen Zeiten die Vertreter mehr oder weniger aller anderer Religionen genauso geleistet haben.

Das von dem Autor geschilderte Bild mag nicht vollständig sein und ist ähnlich bunt gezeichnet wie deines auch, dennoch waren durchaus plausible Beobachtungen und Schlußfolgerungen zu erkennen, die sich nicht ohne Weiteres widerlegen lassen. Der Autor hat sich meines Erachtens vorsichtig und diplomatisch ausgedrückt. Eine Form von Rassismus war für mich nicht erkennbar.

Was insbesondere Intelligenz betrifft, welche natürlich (auch) durch äußere Umstände beeinflußt wird, und wissenschaftlich untersucht, bei verschiedenen Kulturkreisen (im Durchschnitt) höher oder niedriger ausfällt, so ist die ursprüngliche Aussage des Autors keine Form von Rassismus, sondern ein Fakt. Ob die Juden - damals oder heute - weiter vorne mitspielen, habe ich nicht recherchiert. Allerdings bezog der Autor es auf bestimmte Verhaltensweisen bzw. Reaktionen in spezifischen Situationen. Das ist insofern nachvollziehbar, als auch heutzutage die Intelligenz einer Person oder Gruppe an diesen Kriterien festgemacht wird - wie eben die Antworten, Aktionen und Handlungen in bestimmten (Entscheidungs-) Situationen ausfallen.


Übrigens habe ich deine Kritik an Länge, Inhalt und Form des besagten Textes verstanden und mir zu Herzen genommen.

L)e<wia;n


Tsunami

Das von dem Autor geschilderte Bild mag nicht vollständig sein und ist ähnlich bunt gezeichnet wie deines auch

Ich habe auf die diskutierten Fragen keine besseren Antworten zu bieten als der Autor und insofern auch kein irgendwie vergleichbares "Bild". Mein Punkt ist, dass es leicht ist, sowas mal eben daherzubehaupten. Ohne auf die eigene Vision des Autors einzugehen, ist diese Art, geschichtliche Groessen im Voruebergehen abzuwatschen, ein ziemlich sicheres Kennzeichen fuer Scharlatane. Mit Sicherheit zeigt es Respektlosigkeit. Auf diese Weise wird der Autor jedenfalls meinen Respekt nicht erwerben, den ich Jesus und Aristoteles auf jeden Fall zolle (unabhaengig davon, ob ich sie nun fuer Verkuender irgendwelcher "Wahrheiten" halte.)

Ob die Juden - damals oder heute - weiter vorne mitspielen, habe ich nicht recherchiert.

Das wuerde dir auch schwer fallen, weil es "damals" noch gar keine wissenschaftlichen Tests gab, und die heutigen aus guten Gruenden stark umstritten sind.

Übrigens habe ich deine Kritik an Länge, Inhalt und Form des besagten Textes verstanden und mir zu Herzen genommen.

Wenn ich so darueber nachdenke, hat mich eigentlich die Gesamtkombination aus Inhalt, Laenge und dem Umstand, dass es einfach reinkopiert war, so geaergert. Waeren die Gedanken deine eigenen gewesen und nicht einfach daherkopiert, haette mir das zwar gewisse Bedenken ueber deinen Geisteszustand ausgelost, ich haette aber in keiner Weise falsch gefunden, sie im Forum zu posten, aus dem oben genannten Grund: Weil ich davon ausginge, dass du hier auch dafuer verantwortlich einstehen wuerdest, und es hier halt darum geht, dass wir und ueber unsere Gedanken austauschen. (Auch wenn ich wegen Laenge, Stil und Inhalt auch in dem Fall gehofft haette, dass nicht allzuviele Leute ihre Zeit darauf verschwenden.)

_kTsu`namix_


Lewian

Ich habe auf die diskutierten Fragen keine besseren Antworten zu bieten als der Autor und insofern auch kein irgendwie vergleichbares "Bild". Mein Punkt ist, dass es leicht ist, sowas mal eben daherzubehaupten. Ohne auf die eigene Vision des Autors einzugehen, ist diese Art, geschichtliche Groessen im Voruebergehen abzuwatschen, ein ziemlich sicheres Kennzeichen fuer Scharlatane. Mit Sicherheit zeigt es Respektlosigkeit. Auf diese Weise wird der Autor jedenfalls meinen Respekt nicht erwerben, den ich Jesus und Aristoteles auf jeden Fall zolle (unabhaengig davon, ob ich sie nun fuer Verkuender irgendwelcher "Wahrheiten" halte.)

Ich stimme deiner Argumentation vollkommen zu.

Ich habe den Text allerdings nicht so extrem "ernst" genommen - liegt wohl an meiner Art zu lesen. Bei größeren Texten filtere ich meist übertreibende und wertende Wörter heraus, zumindest was ihre Intensität betrifft, nicht ihre Richtung. Da ich auch ein paar andere Texte des Autors auf dessen Seite gelesen habe, scheint das auch in diesem Fall angemessen zu sein, da er einen sehr spielerischen und blumigen Umgang mit der Sprache pflegt, wobei es mir auch so scheint, dass er das mit einer gewissen (provozierenden) Absicht tut, damit der geneigte Leser sich seine eigene Meinung bildet. Vielleicht sehe ich das zu positiv, aber so sehe ich es.

Wenn ich nun hinter die blumige und eventuell provozierende Sprache schaue, dann würde ich geschätzte 50 % des Textes ohne Weiteres unterschreiben und die restlichen 50 % erachte ich durchaus als interessantes Gedankengut, welches der näheren Betrachtung verdient hätte. So zumindest in meiner Sicht. Eine Böshaftigkeit oder Schadhaftigkeit des Textes kann ich beim besten Willen nicht erkennen, eher Meinungen/Ansichten, die man akzeptieren, ablehnen oder in der Schwebe lassen kann.

Zudem relatviert er in seinen Ausführungen über Wahrheit und Wahrheitsfindung ohnehin die Gültigkeit seines eigenen Textes, da zwar alles "irgendwie stimmt" (stimmen könnte), aber es nichts darüber aussagt, ob es wahr ist, was dann sicherlich jeder für sich selbst entscheiden muss.

Mit dem "ähnlich bunten Bild" meinte ich Folgendes:

Der Autor schreibt "die Juden damals waren sehr viel intelligenter als 'blabla', weil 'blabla'...". Du wiederholst das Ganze in meines Erachtens sachlicheren Worten und kritisierst es.

In meiner Sicht, könnte es stimmen oder auch nicht, belegbar sein oder auch nicht. Wie dem auch sei, kurz und knapp, ob jemand anderes als intelligenter oder dümmer bezeichnet wird als ein anderer, oder vielleicht sogar ist, ob Individuum oder Gruppe, hat für mich keine Relevanz. Eine solche Aussage ist nicht wirklich nützlich für mich, eher unterhaltend, aber darum auch nicht ganz nutzlos. Das ist meine einfache Wahrheit (auf Seiten des Lesers).

Ob die Juden - damals oder heute - weiter vorne mitspielen, habe ich nicht recherchiert.

Das wuerde dir auch schwer fallen, weil es "damals" noch gar keine wissenschaftlichen Tests gab, und die heutigen aus guten Gruenden stark umstritten sind.

Siehe oben.

Waeren die Gedanken deine eigenen gewesen und nicht einfach daherkopiert, haette mir das zwar gewisse Bedenken ueber deinen Geisteszustand ausgelost, ich haette aber in keiner Weise falsch gefunden, sie im Forum zu posten, aus dem oben genannten Grund: Weil ich davon ausginge, dass du hier auch dafuer verantwortlich einstehen wuerdest, und es hier halt darum geht, dass wir und ueber unsere Gedanken austauschen.

Wenn du so willst, stehe ich auch verantwortlich dafür ein. Wie bereits peripher erwähnt, hätte ich ca. 50 % des Ganzen genauso schreiben können und es würde meine Meinung/Sicht widerspiegeln, obwohl mein Sprachgebrauch wohl etwas anders ausfallen würde. Insbesondere meine ich damit die Passagen über Wahrheit, menschliches Verhalten und die Entwicklung der Gesellschaft.

(Auch wenn ich wegen Laenge, Stil und Inhalt auch in dem Fall gehofft haette, dass nicht allzuviele Leute ihre Zeit darauf verschwenden.)

Ob der Einzelne seine Zeit damit verschwendet hat oder nicht, muss jeder für sich selbst wissen, allerdings gehe ich davon aus, dass du die Masse der Leser oder ignorierenden Leser gut widerspiegelst, und akzeptiere daher, dass ich die Grenzen der Zumutbarkeit überschritten habe. Ist registriert und wird nicht wieder vorkommen.

Vielleicht zu meiner Rechtfertigung und gleichzeitig Handlungsmotiv: Der direkte Link auf die Internet-Seite hätte einen noch viel längeren Text aufgewiesen, welcher ironisch ins Gegenteil verkehrt Sprache beinhaltete, wo auch ich nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. War allerdings auch recht amüsant. Ich habe gewissermaßen versucht, den Text auf das (meines Erachtens) Wesentliche und Verständliche zu kürzen. Nun gut. Hat irgendwie nicht geklappt.

Unabhängig davon, bleibt mir nur zu sagen, dass ich den Text durchaus interessant und wertvoll fand, weil er sich mit lange gewachsenen und im Hintergrund arbeitetenden Mechanismen und Prinzipien des gesellschaftlichen Lebens befasst, welche meines Erachtens eine nicht unbedeutende Grundlage für das gesellschaftliche Glücklichsein und das des Individuums sind.

Man muss sich nur mal vor Augen führen, wie oft beim Nennen der Gründe für das glückliche Sein, die Arbeit und Geld herangeführt werden. Und diese "Glücksfaktoren" sind Komponenten eines komplexen Netzwerks, welches sich Gesellschaft nennt. Ein Großteil dessen, was sich "Glück" oder "Unglück" nennt ergibt sich direkt aus der einen umgebenden Gesellschaft - dem Recht, dem Steuergesetz, dem Bildungssystem, den Sozialleistungen, Innenpolitik, Ritualen, Gewohnheiten, und vieles mehr. Ein persönliches Glücklichsein ist nicht losgelöst vom gesellschaftlichen Glücklichsein. Spätestens die Kinder könnte es hart treffen.

sSchnatt(er\gusxche


_Tsunami_

Ich finde, Du (und andere) beschreibst nach wie vor Zufriedenheit, Erfolg, Stolz - aber nicht Glück.

Ich denke, das liegt daran, dass wir zeitweise Begriffe, die sehr unterschiedlich sind, vermischen. Im Englischen ist das etwas besser differenziert:

1) Glück = Zufall = Luck

2) Glück(lichsein) = Freude, Wohlgefühl = Happiness

Ich glaube nicht, daß das durch Übersetzungen deutlicher wird. Bei cc scheint dieses Verständnis einfach blockiert zu sein. Du und ich und einige andere sind sich einig, daß Glück eine Momentsache ist, und Glücklichsein ein anhaltender Zustand. [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/511854/13917411/ Seit 4 Wochen]] schreiben wir darüber.

25.01.10: Das länger nachhallende Glück, das erarbeitete, hatte ich mit dem Glücklichsein gemeint. So unterscheide ich den kurzen Moment Glück vom Dauerzustand Glücklichsein. Den baue ich mir nach einem Plan selbst auf, indem ich die Gründe und Ursachen für meine unglücklichen Phasen analysiere und beseitige.

Aber cc versteht immer noch das Gegenteil:

Das kam z. B. bei schnatter zum Ausdruck und bei allen, für die Glück ein länger andauernder Zustand ist/sein kann. Ein länger andauernder Zustand kann nicht stabil sein.

Wenn ein länger andauernder Zustand nicht stabil ist, dann scheint es einfach nur logisch, daß er nicht länger andauernd ist. Für das Glück würde das zutreffen. Aber eben nicht für das Glücklichsein. Vielleicht sind manche Menschen auch deshalb nicht glücklich, weil sie diesen Unterschied nicht verstehen können. Wenn sie ihr ganzes Leben dem passiven Hoffen auf Glück widmen, bleibt kein Platz für den aktiven Aufbau des Glücklichseins.

Womöglich ist eine weitere Logik, dass das Glücklichsein ohne Freiheit und (Ge-)Recht(-igkeit) langfristig nicht existieren kann, weil Ungerechtigkeit, ob durch eine Gesellschaft oder das Individuum praktiziert, ein unfruchtbarer Boden für das Glücklichsein ist.

Ich denke, es kommt darauf an, worin man sich sein Glücklichsein aufbauen kann. Freiheit, Recht und Gerechtigkeit sind individuelle Wertungen. Ich habe in ganz armen Regionen unserer Welt sehr glückliche Menschen vorgefunden. Auch wenn ihre Lebensumstände nicht zu unseren Bedingungen dafür passen.

Wir werden wohl erst dann unglücklich, wenn wir langfristig unsere Realität nicht mit unseren Ansprüchen vereinen können. An welcher Seite man den Abgleich anfängt, um glücklich zu werden, scheint da keine Rolle zu spielen. Es kann einen behüteten Mitteleuropäer unglücklich machen, sich die Waren im Laden nicht leisten, oder nicht in den Urlaub fahren zu können. Dagegen kann ein Afrikaner im Busch glücklich sein, wenn ihm der Wald nur genügend Nahrung bietet. Für viele Menschen ist das vermeintliche Glück der Zuvielisation ein Unglück.

cXetFerum/ ceknxseo


schnattergusche

Seit 4 Wochen schreiben wir darüber.

Das ist der Knackpunkt. Die Diskussion ist nämlich schon wesentlich älter. Aber irgendwann begannst Du dem Zustand der Zufriedenheit (wie ich ihn bezeichne; Freude, Wohlgefühl wie Tsunami rückübersetzte) die Bezeichnung "Glücklichsein" zu geben. Womit natürlich das Mißverständnis vorprogrammiert war. Denn für mich ist Glücklichsein das Empfinden eines Glückszustandes - also etwas qualitativ weit höher stehendes als Zufriedenheit.

Bei cc scheint dieses Verständnis einfach blockiert zu sein.

Da kann ich Dich beruhigen - Du irrst. Wir reden nur über zwei verschiedene Dinge, die erst in der Diskussion hier die gleiche Bezeichnung, nämlich Glücklichsein, bekamen. Schon wegen der Verwechslungsgefahr würde ich nie für zwei so unterschiedliche Dinge einen Namen wählen, der dasselbe Wort - nämlich Glück - enthält. Möglicheweise sind wir sogar derselben Meinung - wir sprechen nur verschiedene Sprachen. Mir widerstrebt es einfach, das Wort Glück, was einen außergewöhlich positiven und meist kurzlebigen Zustand bezeichnet, inflationär zu verwenden, besonders einfache Alltagszustände damit zu bezeichnen.

Wenn sie ihr ganzes Leben dem passiven Hoffen auf Glück widmen, bleibt kein Platz für den aktiven Aufbau des Glücklichseins.

Wenn ich das einfach mal in meine Sprache übersetze, das heißt Glücklichsein = Zufriedenheit, dann muß ich klar sagen, daß dieser Satz zwei grundverschiedene und meist voneinander unabhängige Aussagen enthält. An meiner Zufriedenheit baue ich ständig - wie eigentlich jeder gesunde Mensch. Eine Hoffnung auf ein zukünftiges Glück besteht dabei höchstens unterschwellig und nimmt ganz sicher keinen Plaz in mir weg ;-D

_.T7suBnamxi_


schnattergusche

Ich denke, es kommt darauf an, worin man sich sein Glücklichsein aufbauen kann. Freiheit, Recht und Gerechtigkeit sind individuelle Wertungen. Ich habe in ganz armen Regionen unserer Welt sehr glückliche Menschen vorgefunden. Auch wenn ihre Lebensumstände nicht zu unseren Bedingungen dafür passen.

Sicher. Freiheit, Recht und Gerechtigkeit sind individuelle/subjektive Wertungen.

Doch als für die Gemeinschaft beisteuerndes und von der Gemeinschaft nehmendes Wesen, ist die Freiheit, das Recht und die Gerechtigkeit dann doch nicht so subjektiv.

Die meisten Menschen haben recht empfindsame Sinne für Gerechtigkeiten und Ungerechtigkeiten. Das gilt für die Sozio-Kultur des deutschen Volkes, wie es auch für "minderbemittelte" Gruppen von Eingeborenen oder Buschvölkern gilt. Dabei geht es weniger umd den Status der Lebensumstände, als vielmehr um die gerechte Verteilung von Ressourcen, Aufmerksamkeit und Respekt.

Im einfachsten Falle, stellt man sich einfach eine 7-köpfige Familie vor (Vater, Mutter und 5 Kinder). Wenn dort die Kinder in punkto Freiheit, Recht und Gerechtigkeit ungleich behandelt werden, dann ist das Unglück vorprogrammiert. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Familie der "ersten" oder "dritten" Welt handelt. Hinzu kommt, dass man dieses Prinzip "des kleinen Staates" auch auf Unternehemen und ganze Volkswirtschaften übertragen kann - um den Kreis zu schließen: auch auf jedes einzelne Individuum.

Ich denke nach wie vor, dass ein ungerecht handelndes Individuum, Gruppe oder Gesellschaft, nicht nachhaltig glücklich sein kann, noch dafür sorgen kann, dass es andere sind - wobei es unerheblich ist, ob es sich um eine (Liebes-) Beziehung, die Verwandschaft oder die eigene Gesellschaft handelt.

Es wäre wiederum ein immenses Unterfangen, sich rein sprachlich darüber auszutauschen, was gerecht und was ungerecht ist. Schwierig. Ähnlich schwierig, wie es auch schwierig ist, sich über das Glücklichsein auszutauschen.

Vielleicht hat glücklich sein auch etwas damit zu tun, gerecht zu sein.

Jetzt stellen sich zwei interessante Fragen:

1) Kann man glücklich sein, ohne gerecht zu sein?

2) Was bedeutet es, gerecht zu sein?

Jetzt gibt es wiederum ganz simple Antworten auf diese Fragen:

1) Man kann ungerecht und trotzdem glücklich sein. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

2) Glücklich sein ist vollkommen subjektiv.

3) Gerechtigkeit ist vollkommen subjektiv.

Die genannten Antworten sind "schadhafte Ware", denn diese Anworten sind ein Problem für andere und irgendwann auch für einen selbst.

cmeteru2m c(ensexo


diese Anworten sind ein Problem für andere und irgendwann auch für einen selbst.

:)^ Ähnliches hab ich vor ein paar Wochen auch schon mal geschrieben.

_}Tsuna>mix_


schnattergusche

Wir werden wohl erst dann unglücklich, wenn wir langfristig unsere Realität nicht mit unseren Ansprüchen vereinen können. An welcher Seite man den Abgleich anfängt, um glücklich zu werden, scheint da keine Rolle zu spielen. Es kann einen behüteten Mitteleuropäer unglücklich machen, sich die Waren im Laden nicht leisten, oder nicht in den Urlaub fahren zu können. Dagegen kann ein Afrikaner im Busch glücklich sein, wenn ihm der Wald nur genügend Nahrung bietet. Für viele Menschen ist das vermeintliche Glück der Zuvielisation ein Unglück.

Ja. Ansprüche und Erwartungen sind ein gewaltiges Drehrädchen im Bezug auf das Glücklichsein.

À la Pippi Langstrumpf kann man sich die Welt so machen, wie sie einem gefällt: Entweder man verändert die Welt oder man verändert die eigene Anspruchshaltung an die Welt.

Das ist genau das, was du sagst: Entweder ich passe die Welt meinen Vorstellungen an oder ich passe meine Vorstellungen der Welt an.

Ich persönlich halte es immer wieder gerne mit George Bernard Shaw:

Die Menschen, die es in dieser Welt zu etwas bringen, sind die Menschen, die nach den Umständen suchen, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden, sie erschaffen.

c/eteruzm censxeo


So denke ich auch. Wenn wir immer nur unsere Ansprüche an die Wirklichkeit anpassen würden, statt letztere zu verändern, würden wir noch in Höhlen leben.

Mich wundert dieser Vergleich:

Es kann einen behüteten Mitteleuropäer unglücklich machen, sich die Waren im Laden nicht leisten, oder nicht in den Urlaub fahren zu können. Dagegen kann ein Afrikaner im Busch glücklich sein, wenn ihm der Wald nur genügend Nahrung bietet.

Das Glück(lichsein) ist doch nicht abhängig davon, daß ein anderer evtl. eine andere Vorstellung davon hat, sondern davon, ob das Umfeld unseren Vorstellungen entspricht (Zufriedenheit) oder übertrifft (Glück). Jegliche Entwicklung fußt nicht aud dem Vergleich, daß es jemandem schlechter geht, sondern auf der Erkenntnis, daß es mir besser gehen könnte, wenn ich die unbefriedigende Wirklichkeit ändere. Und diese Änderungen registrieren auch andere. Wenn ich nur meine Einschätzung anpasse, so ändert sich vielleicht für mich etwas, aber für alle anderen nicht. So werde ich vielleicht ein glücklicher, aber in der Meinung der anderen doch eher eigenartiger Mensch.

Z;enjoxr


...so ändert sich vielleicht für mich etwas, aber für alle anderen nicht. So werde ich vielleicht ein glücklicher, aber in der Meinung der anderen doch eher eigenartiger Mensch.

Ein eher eigenartiger Mensch?...weil den weniger glücklichen Menschen geradezu verdächtig? ]:D

Meine Erfahrung ist hingegen, daß glückliche Menschen andere Menschen in ihrem Umfeld förmlich - fast zwingend - anstecken ;-D ...mit ihrer glückseligen Ausstrahlung, die wie ein Funkeln überspringt. Der Kontakt mit Menschen, die, in ihrer Mitte befindlich, rundum zufrieden sind (sich in einem glücklichen Zustand zu befinden, ist das i-Tüpfelchen dieser Zufriedenheit), wirkt ganz einfach ansteckend.

Es müßte also der Satz:

So werde ich vielleicht ein glücklicher, aber in der Meinung der anderen doch eher eigenartiger Mensch.

...richtig so lauten:

"So werde ich ein glücklicher Mensch, der die weniger glücklichen Menschen gerne ansteckt."

Im Sinne des Zitats von Mahatma Ghandi, das ich hier vor einigen Tagen mal irgendwo gepostet habe:

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt..

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