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Die Logik vom Glücklichsein

sEchna2tter#gus|che


gp56

Aber die Gedanken haben Einfluss darauf ob das Glücksgefühl auftritt.

Das trifft nicht nur das Glücksgefühl zu. Psychologie und Philosophie bezeichnen Gefühle als subjektives Erleben von Emotionen. Subjektives Erleben ist aber auch immer von den subjektiven Bewertungen bestimmt. Deshalb gibt es die "ewigen Glückskinder" und "ewigen Pechvögel". Die eigene Grundeinstellung bestimmt die Wahrnehmung der Realität. Daraus resultieren dann die Reaktionen, die wiederum entsprechende Gegenreaktionen auslösen.

Emotionen sind Reflexionen der Umwelt im Unterbewußtsein. Bewertungen sind geistige Prozesse, spielen sich also im Gehirn ab. Aus ihnen ergeben sich die Gefühle als (gefilterte/bewertete) Widerspiegelung des Abbildes der Realität im Unterbewußtsein.

Das mag für manchen vielleicht schwer verständlich sein. Es läßt sich aber leicht nachprüfen. Wohl jeder wurde irgendwann einmal von jemandem enttäuscht, verraten oder verletzt. Das mag lange her sein, und der Verursacher hat es vielleicht ohne Absicht getan, hat es selbst gar nicht so empfunden, hat es längst vergessen, oder ist sogar schon verstorben. Und trotzdem tut es jedes Mal aufs neue weh, wenn man daran denkt. Wenn man aber durch andere Informationen zu einer neuen Bewertung findet, oder es schafft, demjenigen zu vergeben, löst sich der seelische Schmerz für einen selbst auf. An der Tatsache selbst hat man damit natürlich überhaupt nichts verändert. Die Realität bleibt die gleiche. Aber das Gefühl, das einen bei der Erinnerung daran befällt, ändert sich durch die eigenen Gedanken gravierend, wenn sie zu einer neutralen oder gar positiven Bewertung geführt haben.

g>p5x6


schnattergusche gut beschrieben. :)^

Es geht darum, daß die Ursache des Glücks immer von außen kommt

meine Erfahrung sagt mir etwas anderes.

cmete{rum .censexo


das Träume über daraus resultierende Handlungen die Realität verändern ;-D ;-D ;-D

Träume sind Privatsache. Entscheidend ist, was real ist, also auch von anderen wahrgenommen werden kann. Handlungen ohne Träume verändern eher etwas, als Träume ohne Handlungen... ;-D

Ich kann mir die Realität nicht schönträumen,

Das tut mir leid für dich

Ich bin froh darüber. Wenn ich mit einer Situation unzufrieden bin, sehe ich zu, sie zu verändern. Damit hätte ich wirklich was geschafft. Was nutzt mir ein Schönträumen? Irgendwann kommt das ernüchternde Erwachen. So könnte ich nicht leben.

sg

Subjektives Erleben ist aber auch immer von den subjektiven Bewertungen bestimmt. Deshalb gibt es die "ewigen Glückskinder" und "ewigen Pechvögel".

Ein eigenartiger Satz bzw. zwei. Warum "subjektive Bewertungen"? Bewertungen sind immer subjektiv. Warum da aber etwas "ewiges" draus geschlossen werden kann, verstehe ich nicht. Gehst Du davon aus, daß Bewertungen ein ganzes Leben lang unverändert bleiben? Oder andersrum: glaubst Du, daß ein Pechvogel nur wegen der Form seiner Bewertungen einer ist?

Das mag für manchen vielleicht schwer verständlich sein.

Ganz sicher nicht ;-D Du schreibst zwar sehr umständlich, aber die zugrundeliegenden Gedanken sind einfach nachzuvollziehen.

Wohl jeder wurde irgendwann einmal von jemandem enttäuscht, verraten oder verletzt.

Du beginnst Dein Beispiel mit einer bereits sehr einseitigen Einschätzung. Das macht das Nachvollziehen unübersichtlich. Du meinst doch einfach, daß Informationen zu einer Bewertung führen, und die Bewertung zu einem bestimmten Umgang mit einer Situation. Andere Information > andere Wertung > anderer Umgang. Da gibts wirklich nichts nicht zu verstehen.

Der Satz dagegen

An der Tatsache selbst hat man damit natürlich überhaupt nichts verändert. Die Realität bleibt die gleiche.

ist trivial. Denn Dein Beispiel liegt in der Vergangenheit. Natürlich kann man an der Vergangenheit nichts ändern.

j&unip#er


@ cc

Natürlich kann man an der Vergangenheit nichts ändern.

schon mal ein geschichtsbuch gelesen? nein? gut, dann kannst du den satz stehen lassen.

wenn ja: auch die geschichte, die vergangenheit verändert sich, wenn sie anders bewertet wird.

und das ist die krux. die realität entsteht erst durch die bewertung der situation.

also andere information -> andere wertung -> anderer umgang. funktioniert sorum genauso.

suchnatt>erFgTusxche


also andere information -> andere wertung -> anderer umgang. funktioniert sorum genauso.

Der Dreh- und Angelpunkt ist die Bewertung. Es läßt sich im Schriftbild auch so darstellen:

(gleiche) Ursache -> (andere) Bewertung -> (andere) Folge

(gleiche) Ursache -> keine (oder neutrale) Bewertung -> keine Folge

Es setzt wahrscheinlich jede Psychotherapie an dieser Stelle an. Niemand kann die Fakten der Vergangenheit ändern. Aber durch eine neue Bewertung können ihre Auswirkungen in der Gegenwart (und Zukunft) verändert werden.

Warum setzen so viele Menschen auf Psychopharmaka als Ersatz? Sich benebeln lassen scheint oft angenehmer als in der Neubewertung selbst aktiv werden zu müssen. Denn das führt häufig zur schmerzhaften Erkenntnis der eigenen Rolle dabei. Und da sind wir gleich auf die Beantwortung einer Schuldfrage konditioniert. Bei etwas gelassenerer Betrachtung geht es aber oft gar nicht um Schuld. Es gibt aus jeder Situation mindestes zwei Auswege. Manchmal sehen wir nur einen, oder gar keinen. Wer das für einen anderen Menschen erkannt hat, weist auch keine Schuld mehr zu, sondern findet zum Verständnis. Und das wirkt in allererster Linie auf einen selbst:

der andere trägt eine Schuld -> es so zu bewerten tut mir weh

ich kann den anderen verstehen -> es tut mir nicht weh

Deshalb sehe ich die Vergebung als einen Akt der Selbstliebe. Wenn sie keinem anderen Menschen schadet, kann ich sie auch konfliktfrei annehmen. Selbstliebe auf Kosten anderer führt dagegen unweigerlich zum Konflikt mit ihnen. Der betrifft auch mich, stört mich, und widerspricht damit direkt der Selbstliebe. Das zwingt zu einer "Kosten-Nutzen-Betrachtung". Manchmal muß ich einem anderen Menschen wehtun, um mich selbst vor der Zerstörung zu bewahren.

cJeteruWm c_ensxeo


Juniper

die realität entsteht erst durch die bewertung der situation

Viele Mißverständnisse in der Diskussion haben ihre Ursache in dem falschen und zusätzlich noch inflationären Umgang mit dem Wort Realität. Die gegenwärtige objektive Realität ist unantastbar und somit auch nicht veränderbar. Was wir von der Realität aufnehmen, nennen hier einige auch Realität, aber es ist nur ein winziges veraltetes Stück davon. Um es verwerten zu können, müssen wir es einfließen lassen in unsere Erfahrungen und Denkeistungen. Das Ergebnis ist eine subjektive Erkenntnis. Die Realität, der Ausgangspunkt unseres Denkens, bleibt davon völlig unberührt.

Demzufolge stimmt auch das

die vergangenheit verändert sich, wenn sie anders bewertet wird.

nicht. Die Vergangenheit (das, was wir von ihr wissen) bleibt, nur unsere Erkenntnisse "spielen" ein bißchen mit ihr. Konsequent und logisch gedacht ist es sowieso unmöglich, die Vergangenheit zu verändern, weil sie zum Zeitpunkt der gewünschten Veränderung bereits nicht mehr existiert.

_uTsunaxmi_


Kurzes Betriebsrat Update

Ich finde den Raum zu klein und die Anordnung des Inventars nicht besonders gelungen. Morgen ist Betriebsversammlung. Die Kandidaten für die Wahl haben die Möglichkeit, sich den anderen Kollegen vorzustellen.

Zum Glück bin ich in dieser Periode nicht Vorsitzender. Ich würde es nicht schaffen, die Versammlung - 2 Runden á 2 Stunden - zu leiten.

Meine aktive Zeit - Redezeit - wird wahrscheinlich nicht länger als 5 Minuten betragen.

Das kriege ich hin.

g:pl56


(das, was wir von ihr wissen)

besteht nicht die Vergangenheit aus Erinnerung, ist also auch Bewertungen unterworfen? Eine Reportage über ein vergangenes Ereignis wird bereits beim Erstellen vom Journalist bewertet und entsprechend dargestellt bzw. dokumentiert. Wenn man 3 Personen über ein vergangenes Ereignis befragt kann man 3 Versionen hören. Woran erkennt man die Richtige?

c0eterrum _cxenseo


Das ist eine Suggestivfrage, denn sie setzt voraus, daß eine Version richtig wäre. Sehr wahrscheinlich ist aber keine richtig. Auch wenn man 1000 Leute fragen würde.

besteht nicht die Vergangenheit aus Erinnerung, ist also auch Bewertungen unterworfen?

Die Erinnerung ist Bewertungen unterworfen, nicht die Vergangenheit. Erinnerung ist eine intensive Bearbeitung des Teils der Vergangenheit, der uns bekannt ist. So wie ein historischer Film. Es würde ja auch keiner sagen, ein Film wäre Vergangeheit, nur weil man ihn da spielen läßt. Zehn Filme über das gleiche Thema sind zehn unterschiedliche Bearbeitungen. Die Vergangenheit selbst bleibt davon völlig unangetastet.

s yste\matikexr


aus der vergangenheit kann man lernen auch wenn man sich nicht erinnert

gSp56


Die Vergangenheit selbst bleibt davon völlig unangetastet.

klar, das steht fest. Aber in jedem von uns ist die Vergangenheit das, was wir im Gedächtnis gespeichert haben. Und das ist nun mal nicht objektiv.

sPyst`ema}tiker


und wir belügen uns was die erinnerung bzw vergangenheit betrifft

cveterqum 6cenxseo


Klar belügen wir unsbezüglich der Erinnerung. Das ist Selbstschutz. Unsere Erinnerung würde uns sonst für die Gegenwart und Zukunft untauglich machen. Vergangenheit ist unverdaulich - man muß sie erst lange köcheln lassen, würzen, mischen und in ganz kleinen Happen zu sich nehmen. Sonst gibts Bauchschmerzen... {:(

_TTsunXami_


Bin ziemlich am Arsch. Abgesehen davon, dass es mir schon seit vier Jahren und auch heute nicht richtig gut ging, habe ich versucht, es so gut wie möglich zu wuppen.

Wahl steht aus. Betriebsversammlung war heute.

In der ersten Runde lief alles planmäßig, alles schön und schön weichgespült. Wir sind alle Freunde und alles ist gut. %-|

Bei der zweiten Runde war Raumknappheit angesagt, weil viel mehr Leute da waren, als in der ersten Runde. Und ich dachte mir, wenn ich nur ein paar Minuten Redezeit habe, dann gehste jetzt einfach mal in die Vollen. Dachte mir, wenn du jetzt schon was sagst, dann willst du auch etwas aussagen. Nun gut, es war wohl etwas ungewöhnlich und politisch nicht korrekt, aber zumindest haben die Leute darüber lachen können (ist doch auch was). Sprach' eben nicht nur von eitel Sonnenschein, sondern davon, wie ich persönlich mich und das Ganze sehe.

Wahr vermutlich keine gute "Werbung", aber ich kann doch mein Fähnlein nicht nach dem Winde richten. Vermutlich sollte ich, aber ich kann das einfach nicht.

cJeteruDm censxeo


Vermutlich sollte ich

Nein, solltest Du nicht. Wer hat denn den Schaden, wenn Du nicht gewählt wirst? Du doch nicht, sondern die anderen, denen dann ein guter Mann fehlt. :)*

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