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Die Logik vom Glücklichsein

_yTsxunaxmi_


Danke für deinen Zuspruch, ceterum.

Ich werde den Weg weitergehen, wohin auch immer er führt.

Es bleibt nur nur zu hoffen, dass "meine Realität" nicht nur gut für mich ist, sondern auch für "uns".

sKchnautterguxsche


gp56

(das, was wir von ihr wissen)

besteht nicht die Vergangenheit aus Erinnerung, ist also auch Bewertungen unterworfen?

Laß mich dazu auch mal eine "Suggestivfrage" ;-D stellen: Ist Vergangenheit nicht die Erinnerung an unsere (eigenen oder übernommenen) Bewertungen?

_pTsudnaxmi_


Hmm... um auf die letzten Beiträge zurück zu kommen.

Das Glück oder Glücklichsein spielt sich - technisch, physikalisch, bio-technisch, (whatever) - in der eigenen Person ab. Das ist soweit richtig.

Doch der Mensch ist eben nicht so autark, wie er oft gern sein würde. Das Ergebnis bedarf immer auch "äußerer Impulse".

Wer in der Hölle glücklich ist, hat wahrscheinlich große Phantasie, aber ob er damit glücklich ist, wage ich zu bezweifeln.

sTchnNatterqgusxche


Wer in der Hölle glücklich ist, hat wahrscheinlich große Phantasie, aber ob er damit glücklich ist, wage ich zu bezweifeln.

Hast Du mal geistig behinderte Menschen erlebt? Sie scheinen in einer eigenen Welt zu leben. Aber glücklicher als die Leute mit dem berühmten "gesunden Menschenverstand" schienen sie mir allemal.

ZOenjoxr


Hast Du mal geistig behinderte Menschen erlebt? Sie scheinen in einer eigenen Welt zu leben. Aber glücklicher als die Leute mit dem berühmten "gesunden Menschenverstand" schienen sie mir allemal.

Schnatter, das paßt ;-D Vor über 30 Jahren wohnte ich gegenüber von einer ehemaligen Molkerei, aus der mittlerweile eine Werkstatt für geistig Behinderte geworden war.

Ich konnte damals rührende Szenarien beobachten. Es treibt einem das Seelenwasser in die Augen, wenn man so unmittelbar mitbekommt, wie frei bei diesen Menschen die Gefühle fliessen und spontan ausgedrückt werden. In Wort und in Tat. Sie spüren sofort, wenn ihr Gegenüber traurig ist, und reagieren dann auch umgehend entsprechend. Da wird gedrückt, gestreichelt, mit allen Fasern Gefühl ausgedrückt und dort gegeben, wo es dem Gegenüber mangelt.

DAS ist das Gute im Menschen ohne die Zivilisationsschädigung erlitten zu haben, die uns unbehinderten Zeitgenossen häufig die Gefühle geradzu abschnüren, statt sie fliessen zu lassen. Wir verkorken sie lieber fest in einer Flasche ;-D So haben wir was für später ]:D Für später ???

g{p5.6


Doch der Mensch ist eben nicht so autark, wie er oft gern sein würde. Das Ergebnis bedarf immer auch "äußerer Impulse".

man kann daran arbeiten seinen inneren Frieden zu finden.

Wenn man möchte.

c{eteruxmY cen8sexo


wie frei bei diesen Menschen die Gefühle fliessen und spontan ausgedrückt werden ... ohne die Zivilisationsschädigung erlitten zu haben, die uns unbehinderten Zeitgenossen häufig die Gefühle geradzu abschnüren

Das Beispiel hinkt aber gewaltig. Geistig behinderte sind krank. Viele von denen würden ohne die Hilfe der "zivilsationsgeschädigten" Mitmenschen elendig verdrecken, verhungern und erfrieren. Da gibt es nichts zu idealisieren. Wenn diese Behinderten die Wahl hätten, würden sie sicher gern auf ihre spontanen Gefühlsausbrüche verzichten, wenn sie dafür wieder ein nützliches und anerkanntes Mtglied der Gesellschaft werden könnten.

Jeder geistig gesunde hat die Wahl, seine Gefühle eben nicht abzuschnüren - ein geistig Behinderter hat diese Wahl nicht!

Der Vergleich erinnert mich an die romantisierenden Darstellungen der ach so glücklichen Eingeborenen (Indianer z. B.) fern der Zivilisation. Anscheinend waren sie doch nicht so glücklich, denn sie versuchten mit aller Kraft die Lebensweise der europäischen Einwanderer zu übernehmen und leben heute oft alkoholkrank in Slums.

Z[en!jor


CC, jetzt schüttle ich schon fast mitleidig mein Haupt für dich :-(

Der Vergleich erinnert mich an die romantisierenden Darstellungen der ach so glücklichen Eingeborenen (Indianer z. B.) fern der Zivilisation. Anscheinend waren sie doch nicht so glücklich, denn sie versuchten mit aller Kraft die Lebensweise der europäischen Einwanderer zu übernehmen und leben heute oft alkoholkrank in Slums.

Sie leben alkoholkrank in Slums, ebenso, wie der bis dahin gesunde, glückliche und zufriedene Nichtraucher gravierende Probleme mit den Bronchien bekommen würde, wenn die Raucher ihm das Rauchen aufzwingen würden.

Du solltest wirklich mal in dich gehen, bevor du etwas schreibst. Es könnte helfen.

Es braucht also einen gesunden Geist, um Gefühle abzuschnüren? Dann sollten wir mal darüber nachdenken, wie gesund dieser Geist wirklich ist, wenn er unsere Gefühle unterdrückt.

cQeterwum cenxseo


Zenjor

Es braucht also einen gesunden Geist, um Gefühle abzuschnüren?

Ja, natürlich. Um Gefühle, die normalerweise aus dem Unterbewußten gesteuert werden, zu unterdrücken oder zu verändern. Mich verwundert jetzt Deine Verwunderung: ist das nicht genau das, was Ihr immer predigt? Daß man in der Lage sein sollte, seine Gefühle zu steuern? Situationen, die aus der Erfahrung heraus negativ zu werten wären, trotzdem bewußt positiv zu werten? Das kann man nur mit einem gesunden leistungsfähigen Geist machen. Ob Du ihn nun als gesund im Sinne von "gut" bezeichnest, ist eine andere Sache. Ich finde es z. B. nicht gut, wenn man sich gefährliche Situationen gut-denkt (somit die normale Reaktion Angst abschnürt). Denn das Unterbewußtsein hat als langjähriger Erfahrungsspeicher schon einen Sinn. Nur in konkreten überlegten Fällen sollte man den unterdrücken. Die Fähigkeit dazu (die manche gesitig behinderte nicht haben) möchte ich mir aber nicht nehmen lassen.

Z!enzjoxr


Sorry, mir scheint, wir reden momentan aneinander vorbei ;-)

Ich war in dem Beitrag, mit den beispielhaft genannten geistig Behinderten gedanklich lediglich in der mitfühlenden Gefühlswelt unterwegs ;-) Im Sinne von Empathie.

So, jetzt verschwinde ich in meine Mittagsrunde. Grüüüüüße *:)

swchRnIatterg:uschxe


Sorry, mir scheint, wir reden momentan aneinander vorbei ;-)

Ich konnte auch nicht verstehen, warum geistig Behinderte nicht glücklich sein sollen. Es liegt zwar die simple Logik "geistig Behinderte sind krank, und wer krank ist, der kann nicht glücklich sein" auf der Hand. Aber da würde es wirklich hinken. (Genau wie das seltsame Beispiel mit den Indianern.) Denn es geht um Gefühle. Und geistig Behinderte fühlen sich oft gar nicht krank, auch wenn wir sie mit unserem "gesunden Menschenverstand" als Kranke betrachten.

_STsunaqmix_


gp

Wichtig ist auch die Richtung, die Gedanken nehmen. Gedanken selbst, sind sehr technisch, wie ein Werkzeug, sie geben nicht die Richtung vor, sie sind nur ein Mittel zum Zweck.

Wenn man Herr seiner Gedanken ist stimmt das schon.

Bei diesem Satz musste ich ein wenig lachen (ist ein freundliches Lachen: :-D).

Ich muss diese Frage einfach stellen: Wer oder was ist der Herr deiner Gedanken?

systematiker

die materie bestimmt und dringt ins bewusstsein ein und macht glücklich

these

Ich denke, das müsstest du etwas weiter ausführen, damit man darauf entgegnen kann.

gp

(das, was wir von ihr wissen)

besteht nicht die Vergangenheit aus Erinnerung, ist also auch Bewertungen unterworfen? Eine Reportage über ein vergangenes Ereignis wird bereits beim Erstellen vom Journalist bewertet und entsprechend dargestellt bzw. dokumentiert. Wenn man 3 Personen über ein vergangenes Ereignis befragt kann man 3 Versionen hören. Woran erkennt man die Richtige?

;-D

Ich habe ja vor Kurzem ein Medien-Seminar besucht.

Wenn man es genau nimmt, dann kannst du dir so gut wie nie sicher sein, dass eine Berichterstattung korrekt bzw. ungefiltert ist.

Das Beste, was du tun kannst, ist das, was ein "investigativer Journalist" (aussterbende "Rasse") tut. Du lässt dir sehr viel Zeit und sammelst aus verschiedenen Quellen soviele belegbare Fakten wie möglich.

Allerdings läufst du Gefahr, deine Zeit zu verschwenden, denn was soll es bringen, wenn du die "Wahrheit" kennst, sie sich aber nicht gut verkaufen lässt.


Wenn man von "Gesunden" und "Kranken" spricht, sollte man meines Erachtens sehr, sehr vorsichtig sein.

Oftmals scheint es mir genau anders herum zu sein.

(Psychisch) "Kranken", welche heutzutage schon regelrecht zur Mode geworden sind, fehlt oft etwas. Fehlt ihnen tatsächlich der natürliche und gesunde Menschenverstand oder versagen und revoltieren sie nicht viel eher, weil sie in der Massengesellschaft selbigen, der ihnen verloren gegangen sein soll, nicht mehr finden.

Beispiel. Vielleicht fehlt vielen Menschen so etwas wie Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Loyalität.

Ich könnte zum Beispiel neben einem Geschäftsführer oder Vorstand, welcher euphorisch über die erbrachte Leistung, Zielerreichung und Wettbewerbsfähigkeit spricht, nebenbei noch ein wenig über Menschen, Freundschaft und Loyalität referieren.

Ich glaube, sehr viel schneller kann ich nicht in eine Irrenanstalt eingewiesen werden.

cfeterum5 cenxseo


sg

warum geistig Behinderte nicht glücklich sein sollen

Wovon sprichst Du? Das hat nie einer gesagt.

die simple Logik //"geistig Behinderte sind krank, und wer krank ist, der kann nicht glücklich sein"

Bist Du sicher, daß wir im selben Faden lesen? %-|

geistig Behinderte fühlen sich oft gar nicht krank, auch wenn wir sie mit unserem "gesunden Menschenverstand" als Kranke betrachten

Es geht nicht darum, wer wie was betrachtet, sondern darum, ob und wie weit man ohne Hilfe der Normaleren überleben und sich in die Gesellschaft integrieren kann. Und geistig behinderte können das mehr oder weniger nicht. Ob sie trotzdem glücklich sind, ist eine ganz andere Baustelle. Völlig unabhängig.

gRp56


Tsunami

Ich muss diese Frage einfach stellen: Wer oder was ist der Herr deiner Gedanken?

zum überwiegenden Teil bin ich Herr meiner Gedanken. Leider beobachte ich immer wieder dass gewisse Situationen, bzw. das Bewerten einer Situation, Gedanken auslöst die mir als Kind mitgegeben wurden. Es überrascht mich immer wieder wie lange ich manchmal benötige um zu merken was in mir abgeht.

Im übrigen sind unsere Gedanken bestimmt durch unsere Lebenserfahrung. Unsere Eltern, Lehrer, Professoren, Autoren, Freunde, Gesprächspartner usw. hatten Einfluss auf das was wir sind. Wir haben mit Sicherheit Informationen übernommen die wir gut finden. Ich denke es ist auch viel in uns eingeflossen das wir eigentlich nicht gut finden, aber trotzdem unsere Gedanken beeinflusst. Das meinte ich mit 'Herr seiner Gedanken' sein.

_ETsunaWmi_


gp

Danke für deine Anwort. Ich sehe es ganz ähnlich wie du.

Jetzt sind wir (mal wieder) im Bereich, welcher fachsprachlich mit Verhaltenspsychologie und Entwicklungspsychologie bezeichnet wird. Wenn wir das anstrengende Wort Psychologie streichen und die beiden Wörter verbinden, dann bleibt die Verhaltensentwicklung.

Ich hab' mal Google befragt, was er dazu sagt. Im Nachfolgenden die "Auf gut Glück!" Suchergebnisse von Google:

[[http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/psychologie/tid-16665/verhaltenspsychologie-tyrannen-besserwisser-eitle-pfauen_aid_465414.html Verhaltenspsychologie]]

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungspsychologie Entwicklungspsychologie]]

[[http://www.spektrumverlag.de/artikel/821711 Verhaltensentwicklung]]

Recht bunte Mischung, aber so richtig weiterbringen tut es einen nicht. Für ein besseres Verständnis, muss man wohl sehr viel umfangreicher recherchieren oder das Ganze studieren.

Mangels einer wissenschaftlichen Ausbildung, kann man jedoch sich selbst zum "Versuchsobjekt" machen.

Wenn man nun sich selbst beobachtet - betrachtet, wie man sich selbst jeden Tag verhält, wie sich das Verhalten bis jetzt entwickelt hat und wie es sich wahrscheinlich weiterentwickeln wird - dann ist das eine meines Erachtens sehr spannende Sache.

Um nun aber womöglich Einfluß auf sein eigenes Verhalten und Verhaltensentwicklung zu nehmen, muss man sich eingehend damit beschäftigen, wie Verhalten sowie Bewertungen entstehen.

Hier stellt sich nun die Frage: Ist man der Herr des eigenen Verhaltens und der eigenen Bewertungen?

Ein simples 'Ja' oder 'Nein' würde der Frage nicht gerecht werden.

Viel eher stellt sich eine weitere Frage: Gesetzt den Fall, ich wünsche mir ein anderes Verhalten oder eine andere Verhaltensentwicklung, was erzeugt anderes Verhalten oder Bewertungen und wie kann ich selbst Einfluss darauf nehmen?

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