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Die Logik vom Glücklichsein

gvp56


Tsunami

was mir dazu einfällt: durch Logik wirst du nicht glücklich. Weniger denken ist manchmal hilfreich. Der klare Verstand nutzt im Berufsleben und meist im Leben in unserer Gesellschaft Ich habe die Erfahrung gemacht dass es von Vorteil ist das 'Gedankengeplapper' im Zaum zu halten. Denn die Gedanken führen meist in die Vergangenheit oder die Zukunft. Aber nie dorthin wo du gerade lebst, ins hier und jetzt. @:)

s&chhn4attQerguscxhe


Die Logik empfinde ich nicht als Hindernis für das Glücklichsein. Genau so wenig das Denken. Entscheidend scheint mir zu sein, wie man denkt und wie weit man dabei die Logik zuläßt.

Nachdenken heißt für mich nicht, immer wieder das gleiche zu denken, sondern Gedanken nochmal nachzudenken. Gedankengeplapper im Zaum halten? Auf alle Fälle. Gedanken prüfen, und dann den nächsten Schritt denken. Sonst dreht man sich im Kreis und ermüdet.

_{TsuJnamAi_


Logik

Im Großen und Ganzen stimme ich dir, gp und schnattergusche, zu.

Die Logik alleine macht sicherlich nicht glücklich. Es kommt, wie schnattergusche ganz richtig sagt, darauf an, wie und wofür man sie verwendet.

Ich sehe die Logik als ein mächtiges Werkzeug. Sinnbildlich: der Hammer um den Nagel ins Holz zu schlagen. Oder aber, um das Haus zu bauen, es auszubessern oder instandzuhalten. Nun kommen wir allerdings zur Prioritätensetzung. Auch wenn die Logik als Werkzeug meines Erachtens unverzichtbar ist und das Haus ein großer Akt produktiven Schaffens, so hat vermutlich weder das eine noch das andere die höchste Priorität.

Die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Logik Logik]] hatte und hat verschiedene Bedeutungen. Ich finde es spannend, wie bestimmte Begriffe zu verschiedenen Zeiten oder rein (persönlich) interpretatorisch verschiedenste Bedeutungen haben. Manchmal finde ich die ursprüngliche Bedeutung eines Wortes sogar treffender als die aktuell umgangssprachliche.

Nehmen wir eine spezifische Bedeutung des Wortes Logik: Gesetzmäßigkeit

Unter diesem Licht, gewinnt wahrscheinlich der Fadentitel eine andere Bedeutung:

Die Gesetzmäßigkeit vom Glücklichsein

Und die bereits zu Beginn des Fadens gestellte Frage "Hat Glücklichsein etwas mit Logik zu tun?" wandelt sich in "Hat das Glücklichsein Gesetzmäßigkeiten?"

Wer den Faden aufmerksam gelesen hat oder einfach nur aufmerksam durchs Leben geht, dem sollte bewußt sein, Glücklichsein hat Gesetzmäßigkeiten.

Nun stellt sich wieder die Frage nach der Prioritätensetzung. Es liegt nahe, zu sagen, dass das Glücklichsein die höchste Priorität im Leben hat.

Jetzt könnte man die drastische Gegenposition aufstellen, jeder sieht alles im Leben anders und auch Glücklichsein ist nicht mehr als ein subjektives Gebilde.

Ich behaupte, nein, es gibt Gesetzmäßigkeiten, für das eine sowie das andere.

...

Hier noch ein (Bedeutungs-) "Wortspiel" bzw. Zitat von George Bernard Shaw:

Der Vernüftige passt sich seiner Umwelt an. Der Unvernünftige erwartet, dass seine Umwelt sich ihm anpasst. Deshalb geht jeder Fortschritt vom Unvernünftigen aus.

:-D

Allen einen schönen Tag, mit viel Glück! :-)

I-ngwexr1


Jeder Gedanke ist Saat.

Einst über kurz oder lang,

führt durch dies Feld dich dein Gang.

Jeder Gedanke ist Tat.

Einst, über lang oder kurz,

wird er dein Sieg oder Sturz.

Wie dir das Schicksal auch naht,

nenn es nicht fremde Gewalt:

Du bist's in eigner Gestalt!

( H.Zabrada )

Dann passt das doch gut dazu ;-) *:)

_oTsuInaxmi_


Ingwer

Ja. Passt sehr gut. :)^ Danke.

Jedes Leben ist eine Geschichte, aus der wir lernen können.

Und jedes Leben ist eine Geschichte, aus der wir gelernt haben.

Obwohl ich nicht an einen herkömmlichen Gott glaube, finde ich folgenden Gedanken sehr interessant:

Jedes Leben ist nur ein Gedanke Gottes. ;-)

LAewWian


Zum Thema Logik/Denken und Glueck. Ich glaube, dass die beiden sich nicht so direkt aufeinander beziehen - weder macht (mehr oder weniger logisches) Denken direkt ungluecklich, noch gluecklich. Ich glaube, es waere ein Irrtum, wenn jemand glaubte, die rationale Diskussion ueber das Glueck koenne zu Ergebnissen fuehren, die ihn gluecklicher machen. Ich glaube aber, die Diskussion selbst kann gluecklicher machen, wenn Glueck das Gefuehl ist, dass sich bezogen auf die Diskussion einstellt.

Einfacher gesagt, wenn man "im Fluss der Diskussion" (oder des Denkens) ein glueckliches Gefuehl hat, macht sie gluecklicher. Man kann auch im Fluss der Diskussion oder der Beschaeftigung damit ein ungluecklicheres Gefuehl bekommen, dann waere es schlecht. (Fussnote: Ganz so einfach ist es nicht, weil es ja manchmal auf laengere Sicht gluecklicher macht, kurzfristig durch etwas zu gehen, mit dem man sich voruebergehend ungluecklicher fuehlt - bloss ist der Haken, dass wir nicht in die Zukunft sehen koennen und nicht wissen, dass es "lohnen" wird.)

Ich habe viel frueher in diesem Faden mal gefragt, inwiefern die Art und Weise, wie die Diskussion gefuehrt wird, die Leute gluecklicher oder ungluecklicher macht - ich glaube, der Kern davon war die Idee, dass das Glueck damit zu tun hat, aufmerksam wahrzunehmen, was in der Gegenwart passiert. In einer Internetdiskussion hiesse das: Nicht so tun, als sei das hier "virtuell" und abgetrennt von einer "Realitaet", die ganz woanders (naemlich nicht im Internet) sei, sondern auch bei dem, was hier passiert, aufmerksam fuer sich selber und die eigenen Gefuehle dabeisein.

"Zuviel denken" ist dann ein Problem, wenn es von dieser Aufmerksamkeit ablenkt, wenn man denkt, statt zu fuehlen. Man kann aber auch leidenschaftlich und emotional denken und dabei aufmerksam sein.

Auf jeden Fall denke ich, die (bewusste) Freude am Denken hat ein groesseres Potenzial, gluecklich zu machen als dessen Inhalte.

_tTsun3am'ix_


Interessanter Gedankenansatz. Ich mag weder zustimmen, noch das Gegenteil. Auf jeden Fall regt es zum Denken an. ;-)

L\ewiaxn


Ich mag weder zustimmen, noch das Gegenteil.

Geht mir mit meinem eigenen Text genauso. ;-D

gDp5x6


:-o ":/ ich empfehle euch jeden Tag mal 20 Minuten still hinzusetzen und bestrebt zu sein nichts zu denken. ":/ ich glaube man nennt das auch meditietren ;-D Bestimmte Gedanken **nicht ** zu denken bringt mehr als zu versuchen sich Glück herzdenken.

_9Tsu9namxi_


herzdenken

Auch 'ne feine Sache.

sxchna#tterguxsche


gp56

ich empfehle euch jeden Tag mal 20 Minuten still hinzusetzen und bestrebt zu sein nichts zu denken. ich glaube man nennt das auch meditietren

Das ist ein leider weit verbreiteter Irrtum. :°( Viele Menschen meinen, nicht meditieren zu können. Jeder kann meditieren. Aber kaum jemand kann an nichts denken.

Versuch es mal! So oft Du Dich erinnerst, an nichts denken zu wollen, denkst Du genau daran. Denk mal nicht an einen Apfel... Ist er reif? ;-)

Meditieren ist tief entspanntes Nachdenken. Genau dieses Nach-Denken, das ich [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/511854/14387263/ heute früh]] gemeint hatte. Das kann sehr intensiv sein. Vielleicht sogar so intensiv, daß die anderen Dinge gerade vollkommen bedeutungslos werden. Dann erscheint der Meditierende den anderen Leuten wie eingeschlafen, weil er auf nichts reagiert. Er nimmt es zwar wahr, aber es hat gerade keine Bedeutung.

herzdenken

Ein winziger Tippfehler, aber als Substantiv eine wunderbare Wortschöpfung! Im Zusammenhang mit dem Thema war das vielleicht eine unbewußte "Eingebung". Denkprozesse erzeugen elektrochemische Vorgänge, die sich über induzierte elektromagnetische Größen messen lassen. Wir denken mit dem Gehirn. Wenn aber das Denken in uns selbst Gefühle erzeugt, dann gehen vom Herzen viel stärkere elektromagnetische Signale aus. So entsteht Ausstrahlung. Ein Kopfmensch wird bewundert. Ein Herzmensch wird je nach Qualität seiner Signale geliebt oder gehaßt.

L4ew:iaxn


Ich glaube nicht, dass Meditieren eine Form von Nachdenken ist.

Ich glaube aber auch nicht, dass das "Bestreben", nicht nachzudenken, beim Meditieren allzuviel hilft.

Das Nachdenken verhaelt sich zum Meditieren in aehnlicher Weise wie zum Fuehlen in dem Sinne, dass es vom Meditieren ablenken kann, aber nicht unbedingt muss.

s0chn<atteArgusxche


Ich glaube auch nicht, daß Meditieren eine Form von Nachdenken ist. Ich weiß es ;-) nach jahrelanger fast täglicher Meditation. Es geht um Nachdenken, Analyse und Korrektur behindernder Denkweisen. Es läßt sich mit einer bewußten und willentlichen "Umprogrammierung" der meist unbewußt ablaufenden Denkprozesse vergleichen. Dadurch lassen sich aktuelle Konflikte auflösen und neue vermeiden, weil tief eingeprägte Reaktionsmuster so verändert werden, daß die neuen nützlicher sind.

L%ewixan


schnattergusche

Der Punkt ist, glaube ich, dass es mehrere verschiedene Formen und Schulen von Meditation gibt. Der buddhistischen Meditation (oder wenigstens bestimmten Schulen davon) geht es nicht um Nachdenken und Analysieren; und in manchen Formen ist es sehr zentral, die automatische Tendenz der Menschen zum Nachdenken und Analysieren auszumanoevrieren.

Aber du hast insofern recht, dass die Buddhisten kein Monopol auf die Verwendung des Wortes haben; die Wikipedia-Seite ueber Meditation sagt z.B.:

Im älteren deutschen Sprachgebrauch bezeichnet "Meditation" einfach ein Nachdenken über ein Thema oder die Resultate dieses Denkprozesses.

Von mir aus.

_{T4suna*mi_


Frohe Ostern allerseits!

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