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Die Logik vom Glücklichsein

_zTsunaAmi_


Die letzten Tage

(Glücklichsein ist gar nicht schwer)

Nun brechen meine letzten Tage an. Wenn es die letzten Tage im Leben wären, dann wäre das auch okay, denn ich habe schon vor langer Zeit meinen Frieden mit dem Leben gemacht.

Zu großen Teilen waren die "schlechtesten" Tage im Leben meine besten.

Ich kann mich an die Zeit erinnern, zu der ich mutterseelenallein und auf mich alleine gestellt war. 1000 DM, Ich und eine ungewisse Zukunft. Die 1000 DM waren ein Zufall und das Einzige, was ich damals hatte, neben 5000 DM Mietschulden. So sah ich die 1000 DM als einzigen und letzten Weg, der gangbar ist. Ich überlegte und entschied.

Ich packte das, was eine einzelne Person tragen kann, in einen großen Reiserucksack und in die beiden Taschen, die ich hatte - mein ganzes Hab und Gut. Es klingt, als hätte ich viel gehabt. Doch viel war es nicht. Mein Hab und Gut bestand aus mehreren Kleidungsstücken, 5 Büchern, einem kleinen Topf und einem Esslöffel.

So ging ich nicht zuversichtlich, aber mangels besserer Alternativen, in eine deutsche Großstadt. Mir war schon klar, dass ich sehr viel Glück brauchen würde, um es zu schaffen.

Ich kaufte mir als erstes eine Tageszeitung, denn ich brauchte einen Platz zum Schlafen. Ich wälzte die Zeitung und fand dann tatsächlich ein Zimmer, welches nur 300 DM kosten sollte und wo nur 1 Miete Kaution verlangt wurde. Es war das Einzige, was ich mir hätte leisten können und so versuchte ich mein Glück. Ich bekam das Zimmer, welches in Größe und Ausstattung wahrscheinlich nicht mal den geringsten Studentenansprüchen genügen würde.

Immerhin, das Zimmer hatte ein Bett, einen Schreibtisch, einen Schrank, einen eher bemitleidenswerten Teppich, einen Boiler, einen Kühlschrank und darauf eine Zweier-Kochplatte. Und das Zimmer war sehr klein. Hey, ich konnte es mir leisten und es hatte alles, was man braucht.

Ich kaufte mir noch ein Monatsticket, denn ich mußte mobil sein, damit ich möglichst schnell einen Job finde.

So blieben dann noch etwa 300 DM für mich und meine Zukunft.

In einem Internet-Café schrieb ich meine Bewerbung und druckte sie aus.

Zum Wäschewaschen ging ich in einen Waschsalon.

Die Dusche war eine Gemeinschaftsdusche, aber gleich gegenüber meiner Zimmertür.

Ich bewarb mich häufig und ging auch zu vielen Bewerbungssprächen.

Ich versuchte immer so zu tun, als wäre ich ein normaler Mensch.

Ich wälzte die Zeitung und versuchte, einen Job zu bekommen.

Eigentlich war die Ausbeute bei den Bemühungen um einen Job sehr gering.

Mein weniges Geld wurde immer weniger.

Mittlerweile trudelte ein Schreiben des Anwalts meines Vermieters ein.

Ich hatte meinen Vermieter über meinen "Werdegang" auf dem Laufenden gehalten.

Der Anwalt wollte wissen, wie ich gedenke die knapp 5000 DM zurückzuzahlen.

Ich schrieb dem Anwalt, dass ich schon bald eine Job haben würde.

Und dass ich dann alles zurückzahlen würde.

Es verging ein Tag nach dem anderen.

Und das Geld wurde immer weniger.

Ich ernährte mich mittlerweile von Toast und Brühwürfeln.

Mittlerweile bestand meine Haupttätigkeit darin, die weiße Wand meines Zimmers anzustarren.

Ich hatte keine Lust auf Spaziergänge oder neue Menschen.

Mein Geld wurde immer weniger.

Die fünf Bücher hatte ich schon mehrmals durchgelesen.

Ich starrte auf die weiße Wand und war dem Verrücktsein sehr nahe.

Ich wollte andere Gedanken.

Ich wollte eine Zeitung kaufen und lesen.

Die weiße Wand machte mich verrückt.

Doch eine Zeitung würde heißen, dass ich mir keinen Toast und Brühwürfel mehr kaufen kann.

Die Entscheidung war sehr schwierig.

Soll mein Körper oder mein Geist verhungern?

Was ist besser?


Nun ja, ich lebe noch. Also habe ich es irgendwie geschafft.

Meine letzten Tage werden die letzten Tage sein, in denen ich nicht oder nur eingeschränkt tun kann, was ich gerne tun möchte.

When I go down, my head will be high.

LGewiaxn


:)*

B3ellNaSwan-C'ullexn


:)*

I?ng$werx1


:°_ :)* :)*

_UTsujnamix_


Kräfteverhältnis

Danke für die Kraft und die Sterne. Ich werde sie als gute Wünsche mit in den morgigen Tag nehmen. Versuch Nr. 70 steht an. Ich habe den ganzen morgigen Tag dafür eingeplant. Es wird um Millimeter und Winkel / Gradzahlen gehen. Vielleicht wendet sich das Blatt. Vielleicht. Es wird schon schiefgehen.

...

Die Zeit vergeht schneller als ich denke. Schon nächste Woche Dienstag werden die Betriebsratswahlen sein. Ein Amt für 4 Jahre.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass der alte Betriebsrat auch der neue sein wird. Das hat mit einer gewissen Trägheit zu tun. Ist in der Politik sehr ähnlich. Wenn man einmal "an die Macht" gekommen ist, dann bleibt man auch dort. Wenn man keine groben Fehler macht und sich gut verkauft.

Klingt ziemlich platt und ist auch platt, aber so funktioniert es meistens. %:|

Ein Szenario, dass ich nicht erwarte, aber nicht ganz unmöglich ist, ist, dass ich die meisten Stimmen erhalte. Oft wird so verfahren, dass derjenige dann auch der Betriebsratsvorsitzende wird. Das Gesetz sieht es anders vor, nämlich, dass der Vorsitzende aus dem gewählten Gremium per Abstimmung gewählt wird.

Ein Betriebsratsvorsitzender ist in erster Linie Betriebsratsmitglied, mit zusätzlichen Aufgaben und Pflichten. In der Realität erhält der Vorsitzende jedoch einen Status und Macht, die ihm eigentlich nicht gebühren.

Vermutlich wird der aktuelle Vorsitzende auch der neue werden. Ein guter Typ, der meinen vollen Respekt hat.

Die schwierige Situation wird / würde kommen, wenn ich meine Stimme dafür abgeben muss, ob er den Vorsitz macht oder ich.

Sehr schwierige Entscheidung für mich.

Allerdings würde ich wahrscheinlich eh vom Dritten im Bunde überstimmt werden.

Das einzige wahrscheinliche Szenario, dass mich zum Vorsitzenden macht, wäre, dass ich für mich stimme und der aktuell Vorsitzende auch.

Doch in diesem hypothetischen Szenario sehe ich eine sehr große Verantwortung, und weiß nicht, ob ich sie tragen kann.

Wie es der Zufall so will, wird der morgige Tag darüber entscheiden, ob ich es überhaupt wagen werde, meine eigene Stimme für mich zu geben. Denn meines Erachtens soll und muss derjenige den Job machen, der leistungsfähiger ist.

Abgesehen davon, dass sich morgen vielleicht etwas ändert, bin ich das nicht.

...

Was mir noch durch den Kopf ging bzw. geht, ist, dass all das, was korrupt ist, sich nicht an das Licht der Öffentlichkeit wagt. Es hat kein Rückgrat und verhandelt hinter verschlossen Türen - in [[http://www.youtube.com/watch?v=LGEwBJzDTBA dieser Art]].

_~Tsu=nami_


Es geht weiter

Ich war nah, so nah dran.

Sushi.

LJewixan


Man kann ja schlecht viel dazu sagen, auf der Basis der (nicht) gegebenen Informationen. Naja, ich denke mal, du weisst, was du tust; muss ja nicht jeder seine Lebensgeschichte im Internet ausbreiten.

:)*

_/TsunSami_


90°

Okay. Kurzum: Ich brauche eine neue Brille.

Da die ganze Geschichte vor 4 Jahren anfing und immer noch nicht geendet hat, ist das Ganze natürlich etwas komplexer.

Ca. 2 Jahre habe ich mich auf Experten ihres jeweiligen Fachs verlassen. Es hat nicht geholfen.

Die letzten 2 Jahre habe ich mich auf mich verlassen.

Ein ziemliches Drama, aber nun bin ich fast da.

Das Problem ist, dass das Sehen ein Primär-Sinn ist, und wenn du nicht "geradeaus schauen" kannst, dann ist das ein gewaltiges Problem. Du nimmst nur noch einen Bruchteil deiner Umwelt wahr, deine Möglichkeiten zur Interaktion sinken drastisch, weil das allgegenwärtige Sehen, dir soviel Kraft abzieht, dass deine Konzentration, Aufmerksamkeit, Denkfähigkeit, generell Lebensfähigkeit, sich auf ein Minimum reduzieren. Du lebst in einer Seifenblase und schaffst es gerade noch so, die Minimalanforderungen des Lebens zu erfüllen. Wenn du gut bist, dann fällt keinem auf, dass du ein Wrack bist, welches nahezu steuerungslos durch die Gewässer schippert.

Der Zenith war, dass ich deswegen fast 5 Tage im "Koma" lag. Ich konnte meine Augen nicht mehr öffnen, nicht denken, nicht sprechen. Nicht mehr lebensfähig.

Wie soll ich das erklären? Wie soll ich das nachvollziehbar machen?

Unmöglich.

Vielleicht bin ich einfach nur durchgedreht. Das klingt noch am Wahrscheinlichsten.

Doch, wenn ich leben will, dann muss es Erklärungs- und Lösungsmöglichkeiten geben.

Das Ganze ist ein sehr einsamer Weg, auf dem mir keiner folgen kann. Das ist mir klar.

Ich beschäftige mich also seit 4 Jahren mangels besserer Alternativen mit Brechstärken, Brechwinkeln, Spheren, Zylindern und Achsen.

Gestern hätte der letzte Tag meiner langen Reise sein sollen.

Wieder mal ging ich zum Optiker meines Vertrauens, um mir neue Gläser einschleifen zu lassen. Ich war mir sicher, dass es diesmal tatsächlich, nach allen Erfahrungswerten und Basteleien, die richtige Kombination aller Werte sein müsse.

Ich setzte die Brille mit den neuen Gläsern auf und es versetzte mir ein visuellen Schlag auf meinen Sehapparat und mein Gehirn. Es war (wieder mal) nicht gut. Der Optiker schaute mich erwartungsvoll an und ich konnte ihm nur sagen, dass es nicht so ist, wie es sein sollte bzw. nicht so ist, wie es überhaupt sein könnte. Ich hatte bestimmte Parameter verändern lassen, und der Seheindruck hätte nie und nimmer so sein dürfen, wie er war. Ich testete noch schnell monokular, indem ich mal das linke und mal das recht Auge zukniff. Rechts war in Ordnung, aber links war total "schräg", was ich dem Optiker auch sagte.

Er bot an, das linke Glas gleich noch einmal zu messen, und verschwand in der Werkstatt. Ich war kurz am Überlegen. Wenn der Optiker jetzt wiederkommen und mir sagen würde, dass das Glas exakt den Spezifikationen meiner Order entsprechen würde, dann wäre ich wieder am Anfang und müsste ernsthaft meine psychische Gesundheit in Frage stellen, was ich in den letzten Jahren sehr oft tat.

Der Optiker kam wieder und erklärte mir, dass ihm tatsächlich ein Fehler unterlaufen sei. Er hatte das linke Glas um 90° versetzt in die Fassung eingeschliffen.

Okay, ich war also nicht verrückt.

Und da ich zwischendurch im Refraktionsraum nochmal die relevanten Glaswerte "durchgespielt" hatte, bin ich mir ziemlich sicher, dass es das nächste Mal gut sein wird.

Gleichzeitig denke ich jedoch, dass, wenn es nun endlich gut sein wird, sich der Boden auftut und ich verschluckt werde.

Ja, es gibt Grund, an meiner psychischen Gesundheit zu zweifeln.

Ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung.

Ich habe mir überlegt, dass wenn es tatsächlich ausgestanden ist, ich dem Optiker einen 30 EUR Gutschein für einen Sushi-Laden ganz in der Nähe schenke.

_DTsutnaXmix_


Das Leben, die Medien und Kriegsführung

Es geschehen schockierende Dinge: [[http://faz-community.faz.net/blogs/crtl-verlust/archive/2010/04/07/wikileaks-und-eine-postbaudrillardsche-frage-der-informationsethik.aspx Collateral Murder]].

Ja, wir führen Kriege. Sauber oder dreckig - das ist eine Frage dessen, wie man für sich selbst Krieg definiert.

Jeschajahu Leibowitz sagte mal: Der Krieg beginnt im Kopf.

Und diese Schlacht in unser aller Köpfen hat schon vor geraumer Zeit begonnen. Durch die rasanten Entwicklungen unserer Zeit, mediale Repräsentation und das Mega-Gehirn Internet spitzt sich die ganze Situation zu.

Es stellt sich mehr und mehr die Frage "Hinsehen oder Wegsehen?".

Wohin sollte ich denn überhaupt sehen? Sollte ich tätig werden oder einfach abwarten?

Der Zeitgeist manifestiert sich in jedem Individuum, welches wiederum Entscheidungen treffen muss, deren Tragweite sehr viel weiter reichen, als nur Einfluß auf "das eigene Leben" oder eine Kernfamilie zu haben.

Es sind Entscheidungen zu treffen, welche nicht nur über das persönliche Glück entscheiden, sondern unser aller Glück.

Es wundert mich ehrlich gesagt, dass Menschen scheinbar sehr oft nicht den Zusammenhang zwischen der persönlichen Lebensführung und dem Weltenlauf sehen.

Der Zusammenhang ist bereits jetzt zu erkennen und wird in Zukunft noch sehr viel deutlicher werden.

Wir werden schon jetzt, aber zukünftig in noch sehr viel größerem Maße, tagtäglich, in Wochen und Jahren, vor Entscheidungssituationen gestellt werden, welche ein ungeahntes Ausmaß auf einen selbst und den Rest der Welt haben werden.

Das Glücklichsein wird nicht an einem Tag entschieden, doch es wird entschieden.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Pars_pro_toto Pars pro toto]].

Bcel'laS@w=an-Cu3llen


[[http://www.youtube.com/watch?v=NGHv-N4Gymo&feature=related]]

:)* @:)

LOewiSan


Tsunami

Bist du eigentlich schon mal der Frage nachgegangen, ob deine Augenprobleme etwas mit deiner Psyche zu tun haben? Gar nicht in dem Sinne gemeint, dass du psychisch krank waerest (oder jedenfalls nicht mehr als die meisten), sondern eher, ob sich durch deine Augenschwaeche da nicht irgendwas aeussert, was in dir gesehen werden will? Das ist manchmal sinnvoll, sich zu fragen: Was bedeuten die Augen, was bedeutet Sehschwaeche - in uebertragenem, aber doch auf gewisse Weise direktem Snne -, was will ich nicht sehen (mehr oder weniger unbewusst) etc.?

w uerdeg!ern)erexden


ich verrate dir die logik vom glücklichsein und sie ist erstaunlich einfach ausgesprochen. doch umsetzen ist nicht immer leicht. weißte..

Du musst nicht danach suchen. Du musst es einfach sein. Du musst jeden Zustand genießen und immer das positive sehen. Wenn mal etwas schlechtes passiert, sehe das positive daran. Denke darüber nach, was du daraus lernst und nnächstes mal besser machen kannst, damit es nicht wieder passiert. denke dir fehler passieren, darüber darf man sich nicht aufregen, sondern muss einfach versuchen es nächstes mal etwas besser zu machen.

das ist das geheimnis. genieße alles, suche nicht danach. tu was dir spaß macht, aber verletze nie andere.

sCepxpin


Ich glaube, Glück kann man immer in Relation zur Situation setzten. Wenn man wirklich am Boden ist und das schon seit längerem und man erfährt eine kleine Geste der Freundlichkeit, dann ist das Glück. Wenn man aber eh mit sich und der Welt zufrieden ist und alles hat, dann wird man sich schwerer tun als andere, wahrhaft glücklich zu sein. Klar gehts dann aus, aber meine Devise ist: Einfach nicht danach suchen, einfach finden *g*

Hört sich komisch an, stimmt aber manchmal sogar ;-) :)z

_vTsunaDmix_


Bella Swan

:)_ @:)

I take you for who you are.

Lewian

Ich verstehe deinen Ansatz. Ich kann diese Variante ausschließen, da ich im Grunde ein bodenständiger Holzklotz bin. Übermäßige psychische Irrungen eher ausgeschlossen.

Ein Verrückter weiß natürlich nicht, dass er einen "an der Klatsche" hat. Allerdings behaupte ich, dass mein (aktuelles) Problem rein "sachlicher" Natur und lösbar ist, auch wenn es eine "verrückte Entwicklung" aufweist.

Theoretisch, kann ich noch den Großteil ein überregionalen Zeitung verstehen und anständig, im Rahmen des Möglichen, mit meinen Mitmenschen agieren.

Das ist mein Kriterium, damals und heute, dafür, dass ich keinen "psychischen Schaden" habe.

Auch, wenn es nicht immer schön ist, nichts täte ich lieber, als meine Augen ganz weit aufzumachen.

wuerdegernereden

:)^

seppin

LFewixan


Ich kann diese Variante ausschließen, da ich im Grunde ein bodenständiger Holzklotz bin. Übermäßige psychische Irrungen eher ausgeschlossen.

Wie du meinst. Einige deiner Beitraege lassen mich dich zwar nicht fuer einen "Holzklotz" halten, und diese Art psychische Vorgaenge hielte ich auch nicht fuer "uebermaessig", aber wie gesagt, du musst wissen, was du tust und laesst.

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