Die Logik vom Glücklichsein

Lfe'wian


Macht hat etwas damit zu tun, zu kontrollieren und zu beeinflussen. Andere, und die Umstaende, kontrollieren und beeinflussen. Die andere Seite der Macht ist die Angst, was passiert, wenn man die anderen und die Umstaende nicht kontrolliert und beeinflusst.

Bei Portele, im oben verlinkten Buch, ist die Machtausuebung Feind der Liebe, denn man kann andere Menschen nur in ihrer freien Entfaltung lieben. Machtausuebung hindert sie daran.

Andererseits kann man Macht auch haben, ohne sie auszuueben.

d:rei4säuxlen


Andererseits kann man Macht auch haben, ohne sie auszuueben.

Möglich ist fast alles. Machthaber, die ihr Privileg nicht ausüben, könnten als schwach oder unfähig eingestuft werden.

Sne0tzexn6


Ich sehe einiges etwas anders.

Aber ich muss eine Notwendigkeit darin sehen, es laut zu sagen. Ich brauche Zeit und Mut, um es auszuformulieren. Zeit hätte ich. Mut aufgrund der z.T. recht negativen Reaktionen auf meine Postings in diversen Fäden in letzter Zeit eher weniger. Warten wir, ob er zurückkehrt :)D

Und da ist halt auch noch die Frage der Notwendigkeit. ;-)

dqreis5äulen


Hallo Setzen6

Dein werte Meinung interessiert bestimmt nicht nur mich.

Vielmehr lese ich aus deinen Beiträgen viel Wissen und Fachkompetenz :)=

Einfach frei nach Schnautze losschlagen ;-D

S/etzxen6


Dein werte Meinung interessiert bestimmt nicht nur mich.

Vielmehr lese ich aus deinen Beiträgen viel Wissen und Fachkompetenz

Einfach frei nach Schnautze losschlagen

8-) Sehr nett. Die Macht der freundlichen Worte. ;-D

Nein, im Ernst. Ich brauch noch Zeit. Ich glaube, das wird eine ziemliche Zumutung. ":/

Außerdem ruft ein ganz weltliches Problem nach mir: Hausarbeit.

Hier herrscht gerade das blanke Chaos. :=o

Schönen Nachmittag allerseits! *:)

dkreis'äulexn


Hier herrscht gerade das blanke Chaos.

Chaos kann warten ]:D

Nein, eins nach dem anderen.

Betrachte jetzt auch das Chaos im Garten und Keller. Stunden oder TAge später dürfte ich fertig werden.... *:)

Lkew7ian


Dein werte Meinung interessiert bestimmt nicht nur mich.

So sieht das aus. :)*

Sretzlen6


Wahrscheinlich ist es total bescheuert, was ich geschrieben habe.

Objektiv sicherlich, subjektiv für euch sicherlich auch. Subjektiv für mich eher weniger.

Es ist nicht wissenschaftlich fundiert, aber es ist alles, was mir einfällt:

Ich denke, dass der Weg zur Macht häufig mit Glück zu tun hat. In vielerlei Hinsicht:

a) Macht zu erben (Thronfolge etc.) ist reine Glückssache

b) Sich Macht durch Karriere anzueignen: Ebenfalls unter anderem Glückssache, den es gibt

bestimmte Faktoren, die eine Karriere erst möglich machen

Und vielleicht auch das:

Macht kann glücklich machen. Den Machthaber, weil er "Gutes bewirken kann"; den Unterlegenen, weil ihnen ggf. dadurch Schutz zugesichert werden kann. Dies kann natürlich in jedem Falle auch umgekehrt sein: Der Machthaber kann unglücklich sein, weil er nichts Gutes bewirken kann, und die Untergebenen leiden unter den Verhältnissen.

Es kann auch gemischt sein: Das was der Machthaber für Gut befindet, kann den Untergebenen ein Unglück sein. Und genau da liegt die Krux der Sache: Machtmissbrauch und die Subjektivität des Machthabers. Ein Machthaber kann bewusst oder unbewusst seine Macht missbrauchen, sei es aus Gier, aus Dummheit, aus Ideenmangel, aus Inkompetenz, aus Ratlosigkeit, aus Ungeduld. Das gefährliche an der Macht ist ihre Macht.

Es ist schwierig zu beurteilen, ob ein Machthaber "falsch" handelt, denn aus seiner Sicht handelt er richtig. Das ist die Grenze der Subjektivität, die wir nicht überwinden können. Gleichzeitig kann aber darauf geachtet werden, ob die Subjektivität der Untergebenen in der Mehrheit ergibt, dass die Machtausübung des einzelnen Machthabers als nicht gerecht / legitimierbar eingestuft wird.

Soll heißen: Wenn zu viele der Meinung sind, dass der Machthaber Unrecht hat, heißt das zwar noch nicht, dass er Unrecht hat, aber zumindest, dass die Mehrheit eine andere Auffassung von Gerechtigkeit hat. Und dann ist es an ihr, die Macht zu ergreifen: Sich aufzulehnen, den Zustand ändern zu wollen. Da wären wir dann wieder bei Demokratie, der politisch-geschichtlich gesehen gesündesten Verteilung von Macht.

Macht liegt also in vielen Händen: In den Händen der Machthaber, in den Händen der Untergebenen. Sie beide üben Macht aus, indem sie Macht ausüben oder Macht nicht ausüben.

Macht besteht nicht nur im Tun, sondern auch im Zulassen, aushalten, wegschauen, sich auflehnen, aufgeben. Im Endeffekt ist Macht überall.

Jeder einzelne Mensch hat Macht und ist zugleich auch von der Macht anderer abhängig.

Für mich ist Macht kein negativ besetzter Begriff.

Ich habe mich nur heute immer und immer wieder gefragt, ob faktisch gesehen in unserer Gesellschaft der Ehrliche oder der Unehrliche mehr Macht hat?

Macht hat auch unendlich viel mit Manipulation zu tun.

Mit Ehrlichkeit wühle ich Seen auf, Menschen blaffen mich an, es hagelt Kritik. Kritik, die mir auch wehtut. Alles andere wäre gelogen. Meine Macht der Ehrlichkeit trifft somit auf die Macht der anderen, die darauf reagieren und mit ihrer Reaktion eventuell Verletzungen in mir hervorrufen. Gleichzeitig fühlte ich mich auch wahnsinnig mächtig, da ich meine eigene Wahrheit vertrat ganz ohne Umweg.

Ist der Ehrliche der Dumme?

Mit Unehrlichkeit manipuliere ich. Vielleicht ist es sogar der Weg des geringsten Widerstandes, der wiederum –und das ist das paradoxe- ebenfalls sehr viel Macht beinhaltet: Auf subtile Art und Weise fügt man sich ein, schwankt wie das Fähnchen im Winde, lächelt, schützt sich mit Phrasen und allgemeingültigen Auffassungen (die meines Erachtens sowieso für die Tonne sind).

In den letzten Monaten hatte ich das Gefühl, dass der Anteil an Unehrlichkeit erschreckend groß ist. Natürlich trage auch ich meinen Anteil dazu bei. Und das ist eine große Macht, die wir da geschaffen haben. Die Macht der Unehrlichkeit sichert uns auf kurze Sicht unser Fortbestehen, unser Egoismus sorgt für Lügenkonstrukte, die uns unser täglich Brot sichern. Das ist eine große Macht, eine, die uns unser Leben sichert und die allein dadurch schon legitimiert ist.

Die Macht des Überlebens, die Macht der Natur, die für mich in ihren Grundzügen doch immer logisch ist. Und wenn die Natur durch diese Lügen ihr Fortbestehen sichert, dann sind es vielleicht gar keine Lügen mehr? Vielleicht haben wir die falsche Auffassung von Lügen? Ich denke da an [[http://www.natur-portrait.de/images/upload/orig/L1HMr3.jpg Mimikry]] in der Natur.

Macht ist meiner Definition nach immer Abhängigkeit in alle Richtungen.

Ich bin ein mächtiges Wesen, das Entscheidungen treffen kann, das Wahrheiten aussprechen kann, das Wege beschreiten kann, das Menschen führen kann, das jetzt gerade sogar sterben könnte, wenn es wollte.

Und zugleich habe ich manchmal keine Wahl, entscheide mich für Lügen, irre ziellos umher, werde umhergeworfen im Leben, werde geführt von anderen, sehe das Glück vorbeilaufen oder das Unglück auf mich zurasen, sehe mich irgendwie überlebend, sehe mich bedürfnislos und erschreckend (un)befriedigt.

Ich habe viel Macht. Und ich habe überhaupt keine Macht.

Macht ist eine Illusion, die nichtsdestotrotz eine Säule ist, auf die sich die Realität stützt.

[[http://www.naturfotoschaefer.de/typo3temp/pics/b2cfb89705.jpg Macht und Machtlosigkeit]]

[[http://www.gdp-recklinghausen.de/wp/wp-content/gallery/intern/krawalle-hamburg.jpg Auch gute Macht?]]

[[http://www.welt.de/multimedia/archive/00983/tsunami2004_worldpr_983865a.jpg Macht und Machtlosigkeit]]

[[http://images.ratschlag24.com/global/95000/119698_600.jpg Wer hat hier Macht?]]

S@etz<eSnx6


Ich will wirklich nicht den Faden schreddern. Jetzt bin ich unsicher.

Wo ist mein Selbstbewusstsein hin? Oh Mann

Aufräumen, abwaschen, sauber machen. *:)

_eTtsunqa"mi_


Macht doch, was Ihr wollt. 8-)

_TTsuAnacmix_


Beruht nicht darauf auch Demokratie?

Zu machen und dafür einzustehen, was man will.

HUinPterf[ragexnder


Tiefsinniger Beitrag setzen 6.

Als neutraler User stimmte ich dir in vielen Punkten, einer Menge deiner Ausführungen zu.

Nur dahingehend habe ich wohlgemerkt meines Erachtens Zweifel:

Ich denke, dass der Weg zur Macht häufig mit Glück zu tun hat. In vielerlei Hinsicht:

a) Macht zu erben (Thronfolge etc.) ist reine Glückssache

b) Sich Macht durch Karriere anzueignen: Ebenfalls unter anderem Glückssache, den es gibt

bestimmte Faktoren, die eine Karriere erst möglich machen

Den Weg zur Macht sehe ich nicht als Glück an. Sei es die gegebene Macht, durch Tronfolge etc., oder sei es durch Machterlangung durch Karriere.

Meiner Meinung nach spielen vielerlei Umstände wichte Rollen dabei.

Zu a):

Erben ist Glück oder Zufall. Tronfolge, nun ja, erzwungen oder bestimmt.

b)

Nun, bei Karriere Glück zu haben, gehört dazu. Meist ist es der Ziehvater, bestimmte Umstände und Beharrlichkeit u.v.m erfolgreich im Beruf zu sein. In gewissen Beamtenkreisen, ich wage die Behauptung, da hier auch solche User verweilen, werden unstetige, unfähige und allerlei andere aus diesem Kreis, schnell höhergestuft oder weggelobt ;-)

Das alles hat wenig mit Glück zu tun, das sind gesellschaftliche und berufliche Wertegänge in unsrem Ländle :-D

Ich möchte betonen, dass das meine Meinung ist,bevor ich hier wieder durch wen, den ichnamentlich nicht nenne, zuerchtgeweisen werde.

_?Tsu@namix_


War es nicht die Masse, die die Demokratie wollte und etablierte, oder war es vielleicht ein Einzelner?

Ihr wolltet die Demokratie.

Jetzt lebt damit. ;-)

Slet'zenx6


@ Hinterfragender:

Deswegen schrieb ich relativierend:

Ich denke, dass der Weg zur Macht häufig mit Glück zu tun hat. In vielerlei Hinsicht:

Ich kann es sogar noch ein bisschen stärker relativieren: Ich denke, dass der Weg zur Macht teilweise / manchmal mit Glück zu tun hat.

Ich habe das auch deswegen geschrieben, um deutlich zu machen, dass ich die "eher absolute" Aussage von Dreisäulen, dass Macht nichts mit Glück zu tun habe, nicht teile.

_iTsun\amRi_


Was hier gerade zeitgenössisch ans Tageslicht befördert wird, ist ein echtes Kraftpaket – Macht.

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