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Die Logik vom Glücklichsein

g6w*enEdolxynn


Nicht ganz richtig ausgedrückt, ich meinte: Es als selbstverständlich ansehen, dass genug zu essen und zu trinken vorhanden sein muss, um Hunger und Durst stillen zu können.

Und trotzdem ist dies eine Bedürfniserfüllung.

kMillmxe


Gibt bestimmt irgendwelche Afrikaner die sich ganz dringend was zu Essen und trinken wünschen. Vielleicht sind sie sogar glücklich wenn sie welches bekommen. Wen interessierts?

gKwen;do2lynxn


War ja klar, dass jetzt der Vergleich mit Afrika kommt zzz

Wir sind aber hier nicht in Afrika, und deswegen hab ich mich auf unser Erleben bezogen.

_MTsunapmi_


Gwen

Aha. Ich höre Widerworte. Eher unerwartet, aber nicht unwillkommen.

Z. B. wird sich keiner Essen und Trinken wünschen, sondern dies als Selbstverständlichkeit einer Bedürfniserfüllung voraussetzen.

Schwierig. Denn, wem an Essen und Trinken mangelt, der bedarf es nicht nur, er wünscht es sich auch.

Wie sieht es nun mit Wünschen aus? Ist die Erfüllung von Wünschen nicht ein Bedürfnis?

_9T?sunamxi_


killme

Okay, du bist also Pragmatiker. Es muss als funktionieren, gut funktionieren. Was genau?

Ich muss funktionieren

Wer sagt dir das und wofür soll das gut sein?

Klingt jetzt nicht so kompliziert. Was hält dich davon ab?

So einige scheitern daran, wieviel Arbeitslose gibt es? Wieviel die gerne eine Familie hätten, aber keine haben ? Wer hat Geld und Zeit für schöne "Hobbies"? Ich versuche es einigermassen hinzutricksen, finde es aber nicht so einfach.

Es scheitert also alles am Geld?

Der Crackjunkie der sich in einer schmutzigen Ecke von einer Ubahnstation eine Spritze drückt ist in dem Moment sehr glücklich. Ich bin da sehr skeptisch. Ich bin früher auch zu oft auf dieses Glücksgedöns reingefallen.

Du definierst Glück dadurch, dass du eine Substanz konsumierst, die dir das Gehirn wegbläst?

kQilldme


Ja das ist der Grund dafür dass Leute Drogen nehmen, sich Heroin spritzen, Crack rauchen etc, weil es ein sehr starkes Glücksgefühl verursacht.

Die richten dann ihr ganz Leben danach aus um diese Gefühle zu erlangen. Und findest du das besonders vorbildhaft?

_cTs,udnamix_


Ich kann es durchaus verstehen, dass man sich Drogen reinzieht.

S^ydnxey


Killme

Scheiss auf glücklich sein. Das sind nur wenige Momente im Leben eines Menschen, die man nicht erzwingen kann.

Stimmt, Glücksgefühle sind meist kurze, flüchtige Momente. Aber weswegen auf sie scheißen, anstatt sie zu genießen und Kraft aus ihnen zu schöpfen?

Inzwischen sagen ich: Kinder, Beruf, Baum pflanzen, Buch schreiben. Das irgendwie durchziehen. Der Weg ist das Ziel.

Und wo bleibt die Begeisterung, die Leidenschaft und die Hingabe?

Zum Beispiel war ich vor zwei Jahr mal für einige Minuten glücklich, als ich an einem Flusstrand lag, in dem ich davor geschwommen bin und die Sonne hat geschienen. Warum war ich da glücklich?

Killme, vermutlich, weil Du in Deiner Mitte warst, losgelöst von Standards und pragmatischen Zielsetzungen... ;-)

g.p5x6


Das hatten wir doch schon alle in der Schule in Sozialkunde: Bedürfniserfüllung.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: wer oder was bestimmt unsere Bedürfnisse.

_OTZsuna:mi_


Jetzt stellt sich nur noch die Frage: wer oder was bestimmt unsere Bedürfnisse.

Bedürfnisse. Hmm... Gott?

gqwen{dolyxnn


Schwierig. Denn, wem an Essen und Trinken mangelt, der bedarf es nicht nur, er wünscht es sich auch.

Wie sieht es nun mit Wünschen aus? Ist die Erfüllung von Wünschen nicht ein Bedürfnis?

Also so, wie ich das mal gelernt und verstanden hatte, ist es so: Die lebenswichtigen Bedürfnisse müssen erfüllt sein (Essen, Trinken, Schlafen etc.), sonst ist es z. B. gar nicht möglich, an die Erfüllung von nicht lebensnotwendigen Wünschen zu denken (z. B. wünschen sich die meisten, verliebt zu sein, einen Partner zu haben bzw. glauben, nur glücklich sein zu können, wenn diese Wünsche erfüllt sind).

Ich tendiere eher dazu, zu sagen, die Erfüllung von Wünschen ist kein Bedürfnis ;-)

_GTsunxami_


Also so, wie ich das mal gelernt und verstanden hatte, ist es so: Die lebenswichtigen Bedürfnisse müssen erfüllt sein (Essen, Trinken, Schlafen etc.), sonst ist es z. B. gar nicht möglich, an die Erfüllung von nicht lebensnotwendigen Wünschen zu denken (z. B. wünschen sich die meisten, verliebt zu sein, einen Partner zu haben bzw. glauben, nur glücklich sein zu können, wenn diese Wünsche erfüllt sind).

Nehmen wir einfach mal die [[http://nomadenseelewow.files.wordpress.com/2009/05/maslow.png Bedürfnispyramide]] von Abraham Maslow.

Wenn man so will, dann besteht jeder Mensch nur aus Bedürfnissen und Wünschen.

Obwohl in der Bedürfnispyramide auch Wünsche beinhaltet sind, wird nicht zwischen Bedürfnissen und Wünschen differenziert, weil eine Differenzierung nur relativ vage und fehlerbelastet sein kann.

Bedürfnisse und Wünsche haben keine klare chronologische Abfolge oder sind klar von einander abgrenzbar.

Beispiel. Schau' dir nur die vielen "Liebeskranken" auf med1 an. Auch dieser teils aufzehrende 'Wunsch nach Liebe' ist als Bedürfnis zu bezeichnen. Der Wunsch ist den Betroffenen ein Bedürfnis.

Die Differenz zwischen einem Bedürfnis und einem Wunsch mag sich in der Theorie einfach darstellen lassen, doch real ergibt sich fast immer eine Überschneidung, welche das eine zum anderen macht.

Man kann zum Beispiel gleichzeitig nach Essen und nach Liebe hungern. Keins von beiden kommt zwingend vor dem anderen.

Was ist nun der Wunsch und was das Bedürfnis?

The choice is up to you! ;-)

tUexx42


Man kann zum Beispiel gleichzeitig nach Essen und nach Liebe hungern. Keins von beiden kommt zwingend vor dem anderen.

Also wenn dein Bedürfnis nach Nahrung nicht ausreichend befriedigt wird, ist dir das Bedürfnis nach einer Liebesbeziehung wahrscheinlich eher unwichtig bzw. überhaupt nicht vorhanden (Stichwort: Afrika). Genau das sagt ja die Maslowsche Bedürfnishierarchie aus. Es gibt also schon eine gewisse Reihenfolge (in der Befriedigung) von Bedürfnissen..

Ich seh allerdings auch keinen großen Vorteil darin zwischen Bedürfnis und Wunsch zu unterscheiden.

_(TDsunam+ix_


Also wenn dein Bedürfnis nach Nahrung nicht ausreichend befriedigt wird, ist dir das Bedürfnis nach einer Liebesbeziehung wahrscheinlich eher unwichtig bzw. überhaupt nicht vorhanden (Stichwort: Afrika). Genau das sagt ja die Maslowsche Bedürfnishierarchie aus. Es gibt also schon eine gewisse Reihenfolge (in der Befriedigung) von Bedürfnissen..

Ja und Nein.

Es kommt auf die Sichtweise an.

Insbesondere kommt es darauf an, wie du Liebe definierst.

Fangen wir beim Urschleim an – wenn ein Mensch das Licht der Welt erblickt -, ist dann sein größtes Bedürfnis das nach Nahrung oder das nach Liebe?

Und jetzt schau' uns an – Menschen, die nicht wirklich am Hunger leiden -, was ist unser Bedürfnis?

_&TsuYnamix_


Manchmal denke ich, ich habe genug gelebt.

Manchmal denke ich, ich habe keinen Grund zu leben.

Und trotzdem will ich leben und freue mich immer wieder, dass ich es tue.


Braten Nr. 79 steckt in der Röhre. Mal sehen, wie es diesmal wird. Ich schmecke mittlerweile kaum noch etwas. Egal, ich koche gerne.

Zuletzt habe ich gesehen, [[http://www.youtube.com/watch?v=mRfPkJC2fJ4 was man mit Tofu machen kann]]. Viel kurioser und lustiger war der [[http://www.youtube.com/watch?v=npw2LKpag5o Tofu-Truthahn]].

Ich denke, ich entwickle mich langsam zum Vegetarier. Ich mag Fleisch nicht mehr und finde es ziemlich schwer verdaulich.

Außerdem denke ich, ich sollte mehr Karotten essen. Ich habe mir heute einen Karotten-Salat von Nadler für 1,99 EUR gekauft. Der war schrecklich – viel zu viel Essig. Immerhin waren geröstete Pinienkerne drin. Ich frage mich nur, wieviel Sinn das macht, wenn die Pinienkerne ohnehin in einer Essigtunke aufgeweicht sind und alles nach Essig schmeckt. Ich denke, das nächste Mal mach' ich mir das lieber selber.


Jetzt stellt sich nur noch die Frage: wer oder was bestimmt unsere Bedürfnisse.

Joa, so schwierig ist das nicht.

Wenn man Bedürfnisse und Wünsche ohne viel Wortklauberei und großzügiger Weise unter Verlangen zusammenfasst, dann wird es ziemlich simpel.

Was genau ist Verlangen (im genannten Kontext)?

Es wäre sehr einfach, zu sagen, dass es dem Menschen nach Glück verlangt.

Und damit könnte man die Frage auch schon als beantwortet sehen.

Doch gehen wir ein paar Schritte weiter.

Wenn man nun [[http://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie Philosophie]] und [[http://de.wikipedia.org/wiki/Behaviorismus#Wie_erforschten_Behavioristen_das_Verhalten_des_Menschen.3F Verhaltenspsychologie]] ein wenig zusammenmixt, dann ist Verlangen die Triebfeder von menschlichem Handeln und Leben.

Jetzt könnte man sich fragen, was genau Verlangen ist und warum man es hat.

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