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Die Logik vom Glücklichsein

_?T1sunaxmi_


Wie ich feststelle, sind die Vorstellungen vom Glücklichsein bzw. das Glücksempfinden tatsächlich recht verschieden. Für die einen ist es ein tief verankertes Lebensprinzip, für andere mehr eine Sache des Bauchgefühls, wobei das eine das andere nicht unbedingt ausschließt.

Wichtig ist wohl nur, dass jeder auf seine Art glücklich ist bzw. wird.

So es mich betrifft, habe ich immer den Eindruck, dass ich glücklich bin, wenn ich bestimmte Dinge tue, also Verantwortung für mich und andere übernehme, gewissermaßen versuche, mich und andere glücklich zu machen. Um so schöner ist das, wenn man das in der Gemeinschaft machen kann, also mit seinen Freunden und Lieben, wobei das mit bestimmten Menschen besser harmoniert als mit anderen, was sicherlich daran liegt, dass das Glücksverständnis recht unterschiedlich ist.

Als Resultat kann ich mit Menschen, die ein mir ähnliches Glücksverständnis haben, eher glücklich sein, als mit anderen.

Da mein Glücksverständnis so aussieht, dass man unabhängig von Glücksmomenten auch an seinem allgemeinen Glücklichsein arbeiten kann, umgebe ich mich meist mit Menschen, die das auch so sehen.

Ist gar nicht so einfach, aber ich gehe jetzt weiter an meinem Glücklichsein arbeiten. :-)

ERnigjmaNnera


Fuer mich ist Gluecklich-sein ein tiefes empfinden von Zufriedenheit und Dankbarkeit fuer das, was man momentan alles hat... Und schliesst ein, die positiven Dinge nach Moeglichkeit noch positiver zu gestalten, und die eher negativen eben auch moeglichst richtung positiv zu schubsen.

HUann\a-MUarixa


Aus Deinen Worten lese ich richtige Angst heraus, glücklich durch einen anderen Menschen zu werden, weil ja die Gefahr besteht, es könnte für einen von beiden oder für beide Zwang oder Abhängigkeit sein.

Lieber Herr CC, danke für deine Sorge um meine Seelengesundheit, aber sie ist nicht nötig. Ich empfehle dir, meine Worte noch einmal genau durchzulesen und zu verinnerlichen. Eigentlich ist mir nicht klar, wie du auf eine solche Interpretation kommen konntest. Mich leitet nicht Angst, sondern die Erkenntnis, dass Glücklichsein zu allererst aus uns selbst kommen muss. Und dabei "erschaffen" nicht die Menschen oder Dinge, die uns umgeben uns unser Glück, sondern in der bewußten Interaktion mit ihnen und auf der Grundlage des eigenen von Selbstliebe und Selbstannahme geprägten Verhaltens kann Glück entstehen.

Es sind nicht die Umstände oder der Zufall, die über unser Glücklichsein entscheiden. Es bedeutet, dass man lernt, mit Problemen umzugehen und ihnen nicht erlaubt, dass sie den Blick für die Dinge trüben, über die man glücklich und zufrieden sein kann.

Es ist aber durchaus möglich, die Chance auf Glücksmomente zu steigern, z.B. dadurch:

1. Wir suchen ganz bewusst immer wieder die Situationen auf, in denen wir uns gut fühlen.

Mit der Zeit wird es uns immer leichter fallen, positive Gefühle ganz bewusst abzurufen und zwar alleine schon dadurch, dass wir an die Situationen denken, mit denen wir Positives verbinden.

Im Gehirn entstehen ständig neue Verbindungen zwischen den einzelnen Neuronen. Wir können quasi einen Trampelpfad zum Glück bahnen, der schließlich zu einer Autobahn wird. Entscheidend ist dabei die Wiederholung.

2. Wir ändern unsere negativen Einstellungen, so dass wir weniger häufig und weniger intensiv negative Gefühle verspüren.

3. Wir sorgen dafür, dass Glückshormone freigesetzt werden. Beispielsweise passiert das, wenn wir uns bewegen oder wenn wir Sex haben. Bewegung und Sex sind wichtige Faktoren, die guten Gefühlen den Weg ebnen. Es genügt regelmäßiges Ausdauertraining von einer halben Stunde dreimal pro Woche. Auch Tanzen ist eine wunderbare Möglichkeit, sein körperliches Wohlbefinden zu steigern.

Sport wirkt direkt auf das Gehirn. Es fördert das Wachstum und die Neubildung von Neuronen. Zudem werden durch körperliche Anstrengungen und Sex Hormone (Serotonin, Endorphin) freigesetzt, die euphorisierend wirken. Unsere Sinne vermitteln uns ein Wohlgefühl der Organe und wir können unseren Körper genießen.

4. Wir werden aktiv und suchen gezielt nach einer Aufgabe und Beschäftigung.

Bequemlichkeit bezahlen wir mit schlechten Gefühlen. Befriedigung bringt nur Aktivität. Dabei ist nicht die Art der Tätigkeit entscheidend, sondern die Tätigkeit als solche. Es kann sein, dass wir Kreuzworträtsel lösen oder gärtnern. Wichtig ist, dass wir eine Beschäftigung finden, die uns geistig und/oder körperlich fordert. Die Betonung liegt auf "fordern", d.h. Beschäftigungen, die wir mit "links" erledigen und uns einfach so von der Hand gehen, schaffen uns kein Glücksgefühl. Nur wenn wir unsere bisherigen persönlichen Leistungsgrenzen überschreiten, schaffen wir die Voraussetzung für ein Glücksgefühl. Wichtig ist auch die Vorfreude. Sie steigert das Genießen. Gute Gefühle bekommen wir, wenn wir uns Ziele setzen und daran arbeiten, sie zu erreichen.

5. Wir pflegen einen Freundeskreis. Liebe ist die einzige Kostbarkeit, die sich vermehrt, wenn man sie verschenkt. Wir sollten auf Menschen zugehen, aber die meiden, die uns unangenehm sind. Investieren wir einfach viel Zeit in Freundschaften und soziale Kontakte. Die glücklichsten Menschen sind die mit den besten sozialen Beziehungen.

6. Wir suchen uns positive Ziele, die uns begeistern. In Erwartung dieser Ziele schüttet das Gehirn Botenstoffe aus, die uns Lust erleben lassen.

7. Wir sorgen für Abwechslung der Genüsse, d.h. suchen bewusst nach Abwechslung.

8. Wir führen ein Tagebuch über unsere Glücksmomente und lesen die Eintragungen immer wieder durch. Dadurch lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf Glücksmomente und fühlen uns glücklich. Worauf wir uns konzentrieren, bestimmt, wie wir uns fühlen.

KBlxeio


Hanna-Maria

Das ganze in der Ich-Form kann ich es nur unterschreiben.

Mit der Wir-Form habe ich ein Problem, das es nun einmal nicht jeder so sieht und es absolut legitim ist, es anders zu sehen. :-)

cneteru!m c<ense<o


Ich kann mit einem 8-Punkte-Plan nicht viel anfangen. Glück ist nicht planbar, nicht berechenbar, nicht aufbaubar. Was ist das für ein Glück, was man chemisch durch die Freisetzung von Glückshormonen produziert oder, obwohl es eigentlich gar nicht da ist, durch "ändern unsere(r) negativen Einstellungen" herbeirelativiert?

Teilweise umgeht Hanna-Maria selbst das Wort Glück, indem sie von Liebe, positiven Gefühlen, Genüssen, Lust und Befriedigung schreibt. Insgesamt sehe ich es so, daß Hanna-Marias Beitrag eigentlich Zufriedenheit beschreibt, nicht Glück. An Zufriedenheit kann man arbeiten, das stimmt. Aber Glück hat eine wesentliche unbeeinflußbare Komponente, sonst wäre es kein Glück.

Den Satz übrigens:

Es fördert das Wachstum und die Neubildung von Neuronen.

hätte ich ganz gern mal durch einen Neurologen bestätigt. Ich halte ihn für falsch.

s_chnqat2tergu8schxe


_tsunami_

Wichtig ist wohl nur, dass jeder auf seine Art glücklich ist bzw. wird.

Wer sein eigenes Glücklichsein nur darüber finden kann, das ein anderer das seine mit ihm teilt, wird eine andere als "seine Art" nicht zulassen können. Dabei spielt es wohl keine Rolle, ob man in so einer Beziehung der eher gebende oder der nehmende Teil ist. So kann es zu solchen Aussagen wie dieser kommen, bei der sich mir die Haare gesträubt haben. Ich unterstreiche mal die relevanten Stellen:

bin ich jetzt so glücklich wie nie zuvor, weil ich gelernt habe, durch mich selbst glücklich zu sein und niemand anderen mehr glücklich machen zu müssen.

Das ist eine traurige Entwicklung, finde ich.

Da befreit sich ein Mensch von einem Druck, einem zwanghaften Verhalten, und ein anderer empfindet das als traurig. Eine noch deutlichere Ablehnung auch nur eines Fortschritts ("wie nie zuvor" heißt nicht, daß bereits das Optimum erreicht wurde) einer anderen, einem selbst fremden Art des Glücklichseins kann es wohl kaum geben.

Mir geht es irgendwie ähnlich. Nur meine Reaktion darauf ist eine komplett andere. Wenn jemand ein Dauerglück als nicht erstrebenswert findet, hat das in meinem Verständnis keinen Platz. Ich kann weder mitfühlen noch mitleiden. Letzteres würde ich schon zum Selbstschutz zu vermeiden versuchen. Mir bleibt nur noch das Bedauern. Soll er auf seine Art glücklich zu werden versuchen. Für mich wäre es ein Desaster. Denn genau so wenig wie ich mir Sorgen mache, um dann zu jammern, daß ich damit erfolgreich war, setze ich mir selbst Grenzen, über die ich dann lamentiere. Aber ich wäre niemals traurig darüber, daß jemand sein Glück auf eine mir unverständliche Weise findet. Dafür ist die Nächstenliebe in mir zu stark ausgeprägt.

In meiner persönlichen Sicht gibt es noch einen Unterschied zwischen dem Glück, welches mir "passiert", und dem, welches ich mir "erarbeite", wobei ich glaube, dass das Glück, welches ich mir selbst erarbeite, (um mit deinen Worten zu sprechen) länger nachhallt.

Das länger nachhallende Glück, das erarbeitete, hatte ich mit dem Glücklichsein gemeint. So unterscheide ich den kurzen Moment Glück vom Dauerzustand Glücklichsein. Den baue ich mir nach einem Plan selbst auf, indem ich die Gründe und Ursachen für meine unglücklichen Phasen analysiere und beseitige. Dabei hilft mir ein Gebet, das wohl von Reinhold Niebuhr stammt, aber oft Friedrich Christoph Oetinger zugeschrieben wird:

Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.

Ich bin zwar atheistisch aufgewachsen, aber dieses Gebet stand auf einer Karte in unserem Bücherschrank, und begleitte mich seit meiner Kindheit als Lebensweisheit, die ich übernehmen durfte.

Das Glück, welches mir passiert, ist eher ein mir zufällig in den Schoß gefallenes Ereignis, das mich für einen kurzen Zeitraum glücklich macht. Es hat für mich eine ganz andere Bedeutung als das erarbeitete Glück. Es begleitet mich. Aber bis es verflogen ist, bleibe ich genau so passiv, wie ich es bekommen habe. Beim erarbeiteten Glück bin ich dagegen von Anfang an aktiv gewesen. So kann ich es auch festhalten, wiederholen, oder mit den gesammelten Erfahrungen neu aufbauen.

Diese Erfahrung habe ich in einer mehrjährigen Lebenskrise gemacht. Im Rückblick war das die wertvollste Zeit meines bisherigen Lebens. Denn sie hat mir Erfahrungen gebracht, die mich spätere Krisen gelassener sehen lassen haben. So konnte ich auch Situationen in glückliche verändern, die andere Menschen unglücklich machen.

Übrigens... (auch an Kleio)

Hannas Beispiele für eine Chance auf Glücksmomente kann ich aus meiner Erfahrung in vollem Umfang unterschreiben. Bis hin zum [[http://www.fitnesswelt.de/news/21313 Wachstum und der Neubildung von Neuronen durch Sport]], wie mir Tante Google verraten hat. Damit sind wir schon mindestens zwei, also "wir". ;-) Eine Betrachtung, die andere Wege ausschließt, konnte ich darin nicht entdecken. Die Behauptung, Glück sei nicht planbar, widerspricht nicht nur meiner unmaßgeblichen Erfahrung, sondern ist durch die wissenschaftliche Forschung obsolet.

_dTsuna7mi_


Oha! Hier geht's ja eifrig zur Sache.

Dann will ich auch ein bisschen Senf beisteuern.

Ich finde, das mit dem Glücklichsein ist wie mit Aktien - nach jedem Tief kommt ein Hoch (die sogenannten Glücksmomente), jedoch ist es wichtiger, dass der Langfrist-Trend (das Glücklichsein) nach oben zeigt, und das tut er (!), wenn man richtig investiert.

Das Totschlag-Argument, dass jetzt kommen könnte, wäre, dass nichts im Leben berechenbar ist, dass man weder sein Leben, noch sein Glück und Glücklichsein, beeinflussen kann, und man gewissermaßen Sklave von Zufall und Schicksal ist.

Das will hier keiner behaupten, oder?

Ich behaupte immer noch, dass man Einfluss auf sein Leben und somit auch auf das Glücklichsein hat.

Es stellt sich nur die Frage nach dem Wie, und ich finde, diesbezüglich hat Hanna-Maria sehr [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/511854/13912462/ nützliche Dinge]] geschrieben.

Ich würde Hanna Maria nicht in allen Punkten vollends zustimmen, aber in einigen schon, insbesondere in diesem:

4. Wir werden aktiv und suchen gezielt nach einer Aufgabe und Beschäftigung.

Bequemlichkeit bezahlen wir mit schlechten Gefühlen. Befriedigung bringt nur Aktivität. Dabei ist nicht die Art der Tätigkeit entscheidend, sondern die Tätigkeit als solche. Es kann sein, dass wir Kreuzworträtsel lösen oder gärtnern. Wichtig ist, dass wir eine Beschäftigung finden, die uns geistig und/oder körperlich fordert. Die Betonung liegt auf "fordern", d.h. Beschäftigungen, die wir mit "links" erledigen und uns einfach so von der Hand gehen, schaffen uns kein Glücksgefühl. Nur wenn wir unsere bisherigen persönlichen Leistungsgrenzen überschreiten, schaffen wir die Voraussetzung für ein Glücksgefühl. Wichtig ist auch die Vorfreude. Sie steigert das Genießen. Gute Gefühle bekommen wir, wenn wir uns Ziele setzen und daran arbeiten, sie zu erreichen.

Ich denke, es ist enorm wichtig, seinen aktuellen Stand im Leben regelmäßig oder zumindest hin und wieder auf den Prüfstand zu stellen, um zu erkennen, wo man steht, was einem fehlt, was man sich wünscht, und wo die persönlichen Herausforderungen sind.

Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, dann wird man erkennen, was man noch lernen und anstreben sollte.

Keinerlei Weiterentwicklung oder Stillstand bedeuten den Tod - für jeden Menschen, für alle Menschen - wenn nicht körperlich, dann zumindest geistig.

Glücklichsein bedeutet auch und insbesondere dem Ruf des Lebens zu folgen. Ja, das Leben hat eine Stimme, zwar nur eine ganz leise, aber wenn man mal ruhig und demütig ist, dem Leben nicht seinen eigenen unbedeutenden Willen aufdrängen will, dann kann man diese Stimme hören.

Man kann dem Ruf des Lebens folgen, indem man hin und wieder in sich und somit das Leben kehrt, oder man lässt sich tauber Ohren vom Leben belehren.

Der erste Weg ist weise, der zweite töricht, aber mitunter nicht vermeidbar.

Das Leben ermöglicht es jedem, sehr glücklich zu sein, doch es erfordert Tugenden, die heutzutage Mangelware sind - Demut und Zuhören.

Verständnis und große Taten kommen nicht über Nacht. Sie erfordern harte Arbeit, Lernen, Verstehen, Ängste überwinden, über sich selbst hinauswachsen...

Mit einem Zufall oder einem Glücksmoment ist das längst nicht getan.

Wer lernt und strebt, über sich hinauswächst, der kann glücklich sein... für lange Zeit.

Das Leben selbst bringt es einem bei. Man wird größer und stärker, doch das reicht bei Weitem nicht, denn das bekommen wir alle mit auf den Weg, genauso bekommen wir glückliche und unglückliche Momente auf den Weg, auch das macht keinen Unterschied.

Der Unterschied, der es ausmacht, ob man glücklich ist oder nicht, ist tatsächlich, ob man sich im Leben beweisen kann oder nicht. Sich beweisen, heißt auch insbesondere übertriebenen Egoismus und Kleingeistigkeit zu überwinden.

Das Leben steckt voller Herausforderungen. Da sind die ersten kindlichen Erinnerungen, die Eltern, die Familie, die Pubertät, sexuelles und geistiges Erwachen, Freunde, Lehrer, die Schule, der Job, die Ausbildung, das Studium, der Freund, die Freundin, Heirat, Scheidung, Krankheit, Lug und Trug, Politik, Wirtschaft, Gesetze, Gerechtigkeit, der Tod, Hoffnung und Verzweiflung. All das, ist das Leben, so wie es ist und so, wie wir es uns geschaffen haben. Das sind die Herausforderungen, die das Leben und wir selbst uns stellen.

Die Herausforderung, das Leben selbst und das Glücklichsein bestehen darin, diesem Leben gerecht zu werden, sich diesem Leben zu beweisen.

Wer meint, dass er glücklich sein könnte, ohne zu arbeiten, zu lernen, zu verstehen oder zu beweisen, wie laut das ehrliche und aufrichtige Wort eines Menschen klingen kann, der befindet sich gewaltig im Irrtum. Denn, und das ist ein trauriges Kapitel fast jeder traurigen Geschichte... erst holten sie diese, dann jene... und am Ende hatte man doch nur sich selbst verraten.

Wer stehen bleibt und meint, es sei genug, der hat es wirklich nicht verstanden, gleicht einem motzenden Kind, welches fortwährend bevormundet wird - Glücklichsein ausgeschlossen.

Da fällt mir noch eine Geschichte ein, hat auch was mit Glücklichsein zu tun:


Ein Bauer fand einmal ein unversehrt aus dem Adlerhorst gefallenes

Adler-Ei und legte es einer seiner Hennen im Hühnerhof ins Nest. Der

Adler wurde zusammen mit den Küken ausgebrütet und wuchs mit ihnen auf.

Da er sich für ein Huhn hielt, gackerte er. Er schlug mit den Flügeln

und flatterte immer nur höchstens einen oder anderthalb Meter in die

Höhe. Wie ein anständiges Huhn. Und er scharrte in der Erde nach

Würmern und Insekten. Er war sich seiner Gene und wichtigen Motiven

nicht bewußt und wurde auch in diesen nicht gefördert.

So verging Jahr um Jahr und der Adler wurde alt. Eines Tages sah er

einen prächtigen Vogel, der hoch oben am Himmel majestätisch seine

Kreise zog. Bewundernd blickte der alte Adler nach oben.

"Wer ist das?" fragte er ein Huhn, dass gerade neben ihm stand. "Das

ist der Adler, der König der Vögel", antwortete das Huhn. "Wäre es nicht

herrlich, wenn wir auch so hoch am Himmel kreisen könnten?" "Vergiss

es", sagte das Huhn.

"Wir sind Hühner."

Also vergaß der Adler es wieder. Und er lebte und starb in dem Glauben,

ein Huhn gewesen zu sein.


Man müßte ein Adler sein. ;-)


schnattergusche

Mein Beitrag war schon fertig, bevor ich deinen gelesen habe, sonst wäre er womöglich anders ausgefallen.

Da ich jedoch zur Authentizität, Fehlerhaftigkeit sowie Faulheit neige, kommt er so, wie er ist.

Das fürs Erste.

Glücklichsein ist manchmal ganz schön anstrengend. ;-)

cJeteru3m ceNnseo


schnatter

Bis hin zum Wachstum und der Neubildung von Neuronen durch Sport, wie mir Tante Google verraten hat.

Man sollte vielleicht nicht nur die Überschrift lesen. Die Kernsätze lauten:

"Sportarten wie zum Beispiel Joggen führen zur Kontraktion des Gewebes, in das Neuronen eingebettet sind. Dadurch verkürzen sich die Strecken zwischen ihnen. Dies wiederum ermöglicht eine schnellere Sprossung von neuen Verbindungen"

Die Neuronen wachsen also wie bisher. Nur der Kontakt zu den nächsten entsteht schneller, weil der Abstand geringer ist. Nix von Neubildung. Und von einem Zusammenhang mit Glück schon gar nicht.

Da befreit sich ein Mensch von einem Druck, einem zwanghaften Verhalten, und ein anderer empfindet das als traurig.

Du hast nicht nur das Zitat abgewürgt, Du scheinst tatsächlich nicht weitergelesen zu haben: Dieser Mensch hat sich eben nicht von seinem zwanghaften Verhalten befreit - er hat es einfach umgangen und einen anderen Weg gewählt, nämlich den, "durch sich selbst glücklich zu sein". Schnöder Egoismus, der Weg des geringsten Widerstandes und der, wo man wenigsten an sich arbeiten muß. Das ist traurig.

In einem aber hast Du recht: ich kann das Glück eines Menschen nicht nachvollziehen, wenn es mit mangelndem Respekt, Nichtachtung und fehlender Liebe anderen Menschen gegenüber einhergeht. Einfach, weil ich selbst auf diese Weise kein Glück empfinden könnte. Will ich nur Glück für mich selbst, könnte ich auch Drogen nehmen :-/

s8chnattNerfgu sche


_Tsunami_

Du gehörst zu den Menschen, die ich online kennenlernen durfte, und gern persönlich treffen würde. Authentizität, Fehlerhaftigkeit und Faulheit... Ich bekenne mich zu allen Dreien. Das erste kann ich nicht verhindern. Dabei bin ich mir der Möglichkeit des zweiten bewußt. Den dritten Punkt ordne ich dem erwähnten Gebet unter. Ich bin zu faul, Dinge ändern zu wollen, die ich gar nicht ändern kann. Aber ich bitte um die Weisheit, das herausfinden zu können.

Glücklichsein ist manchmal ganz schön anstrengend. ;-)

Endlich darf ich Dir auch widersprechen. ;-D Nach meiner Auffassung ist Glücklichsein immer anstrengend. Es bedingt allerdings eine lohnende Anstrengung. Das zufällige Glück ist der Traum vom Schlaraffenland. Schnattergusche auf und gebratenes Taubenbein rein. ;-) Das dauerhafte Glücklichsein ist tägliche Arbeit an mir selbst. Sie strengt an, aber der Erfolg belohnt die Mühe. Und jede Erfahrung - die guten wie die schlechten - nützt mir ab sofort in meiner Zukunft.

"Wäre es nicht herrlich, wenn wir auch so hoch am Himmel kreisen könnten?" "Vergiss es", sagte das Huhn. "Wir sind Hühner."

Also vergaß der Adler es wieder. Und er lebte und starb in dem Glauben, ein Huhn gewesen zu sein.

Man müßte ein Adler sein. ;-)

Hier sage ich Dir: Falsch! Wir sind Adler. Wir haben die Freiheit, das zu sein, was wir sein wollen.

Es gibt eine ähnlich naive Geschichte. Ein Frosch wollte einen hohen Turm besteigen. Er rief viele Frösche, um mit ihnen zu beratschlagen. Einige wollten es versuchen, andere meinten, sie würden das nie schaffen. Denn sie waren ja nur Frösche. Da sprang aus der ersten Gruppe einer nach dem anderen seinem Vorgänger auf den Rücken. Die Frösche am Boden riefen; "Das schafft ihr nicht, wir sind nur Frösche." Der Turm aus Fröschen brach immer wieder zusammen. Und sie probierten es immer wieder. Am Ende gaben sie es auf.

Nur ein Frosch sprang vom Rücken seines Untermanns und krallte sich an das Mauerwerk. Er schaffte als einziger den Weg bis zur Brüstung. Die anderen Frösche waren begeistert. Sie fragten ihn, wie er das geschafft hätte. Er bat sie: "Bitte seht mich an, wenn ihr mit mir sprecht. Denn ich bin taub."

s3chnatte)rguschxe


@ ceterum censeo

In diesem Faden geht es um Glücklichsein. Ich schenke Dir einen Triumph in der Hoffnung, daß er Dich glücklich macht. Seit Wochen stiefelst Du mir in allen möglichen Fäden nach und versuchst, durch Deine wenig beachteten Kommentare, die sich im wesentlichen aus schnell bei Wikipedia angelesenem Pseudowissen, provokanten Bemerkungen, Einwürfen der Art "ich kenne da jemanden", "man hat mir geschrieben, aber ich verrate nicht wer das war", oder Behauptungen "andere haben schon bemerkt...", deren Nachweis Du dann konsequent ausweichst, mein Ignorieren aufzuweichen. Ich denke, Du weißt, mit welcher infantilen PN Du diese Nicht-Reaktion bei mir bewirkt hast. Für einen kurzen Augenblick hast Du aber gewonnen. Ich wünsche Dir, daß es Dich glücklich macht. Aber nicht auf Dauer. Denn das ist für Dich ja nicht erstrebenswert.

Man sollte vielleicht nicht nur die Überschrift lesen. Die Kernsätze lauten:

"Sportarten wie zum Beispiel Joggen führen zur Kontraktion des Gewebes, in das Neuronen eingebettet sind. Dadurch verkürzen sich die Strecken zwischen ihnen. Dies wiederum ermöglicht eine schnellere Sprossung von neuen Verbindungen"

Die Neuronen wachsen also wie bisher. Nur der Kontakt zu den nächsten entsteht schneller, weil der Abstand geringer ist. Nix von Neubildung.

"Man" sollte auch erst zu verstehen versuchen, worum es überhaupt geht. Eine schnellere Sprossung von neuen Verbindungen (durch Kontraktion beim Joggen) zeigt mir an, daß da Neubildungen entstehen. Sie entstehen immer. Nur durch den Sport schneller. Deine Behauptung, sie würden gar nicht entstehen, erscheint vollkommen absurd.

Da befreit sich ein Mensch von einem Druck, einem zwanghaften Verhalten, und ein anderer empfindet das als traurig.

Du hast nicht nur das Zitat abgewürgt, Du scheinst tatsächlich nicht weitergelesen zu haben: Dieser Mensch hat sich eben nicht von seinem zwanghaften Verhalten befreit - er hat es einfach umgangen und einen anderen Weg gewählt, nämlich den, "durch sich selbst glücklich zu sein". Schnöder Egoismus, der Weg des geringsten Widerstandes und der, wo man wenigsten an sich arbeiten muß. Das ist traurig.

Ich habe das Zitat nicht abgewürgt, sondern wortgetreu wiedergegeben. Deine persönliche Pseudo-Psychoanalyse mag dem im Wege stehen, ist aber faktisch irrelevant, und wird in Deiner Begründung wie leider gewohnt widersprüchlich. Denn gerade die Arbeit an sich selbst war als Ursache für den Wandel angegeben. Nicht schnöder Egoismus, sondern gesunder Egozentrismus. Vielleicht muß man beides kennen, um es voneinander unterscheiden zu können. Kennst Du Egozentrismus, der frei von Egoismus ist?

Deine irreale Wahrnehmung der Welt zeigt sich auch in dieser verfälschenden Wiedergabe meiner Aussage:

In einem aber hast Du recht: ich kann das Glück eines Menschen nicht nachvollziehen, wenn es mit mangelndem Respekt, Nichtachtung und fehlender Liebe anderen Menschen gegenüber einhergeht.

Respekt muß man sich ständig neu verdienen. Er wird weder durch eine gesellschaftliche, wirtschaftliche oder anderweitig hierarchische Position geschaffen. Er ist nicht mit Angst gleichsetzbar. Respekt ist immer personengebunden.

Und wieder einmal widersprichst Du Dir selbst, wenn Du einerseits den mangelnden Respekt und die fehlende Liebe anderen Menschen gegenüber als Argument anzuführen versuchst, und gleichzeitig nur Dich selbst als umfassenden Vertreter dieser anderen Menschen betrachtest.

Einfach, weil ich selbst auf diese Weise kein Glück empfinden könnte. Will ich nur Glück für mich selbst, könnte ich auch Drogen nehmen :-/

Ich habe _tsunami_ bereits meine Gedanken zur Intoleranz der Abhängig-Glücklichen gegenüber den Gefühlen der Unabhängig-Glücklichen mitgeteilt. Daß jemand, der offensichtlich nur in Abhängigkeit von anderen glücklich sein kann, andere Ansichten nicht tolerieren kann, hatte ich dabei ganz am Anfang geschrieben. Es hätte nicht Not getan, daß Du das nochmal aus der Sicht eines Betroffenen bestätigst. Aber danke für die Bestätigung. *:)

cVeterum 7cHensoefo


schnatter

wenig beachtet...Pseudowissen...provokant...

infantil...absurd... Pseudo-Psychoanalyse...irrelevant...

Fertig? ;-D

Seit Wochen stiefelst Du mir in allen möglichen Fäden nach

Du überschätzt Dich. Wir haben nunmal die gleichen Interessen, finden uns in denselben Fäden, und ich lese gern Deine Meinungen. Du bist ein Vertreter einer Denkweise, die ich eigentlich der Vergangenheit zuordnete. Klar, daß es die noch gibt, aber daß man sie noch mit solcher Begeisterung leben kann, hätte ich nicht gedacht. Aber diese Denkweise hat ja ihr Überlebenskonzept immanent - indem sie sich abkapselt vom Umfeld und sich ohne von außen gestört zu werden, eigene Werte aufbaut und lebt.

Kennst Du das noch: "Die DDR ist die größte und schönste DDR der Welt"? Die Mauer machte es möglich, in einer Traumwelt zu leben. So ähnlich schätze ich Dich und Deine "Mitgläubigen" ein.

Du schenkst mir übriges keinen Triumph, indem Du mir antwortest. Wieder ein Beweis Deiner Selbstüberschätzung. Wenn man etwas zu sagen hat, ist eine Antwort in einem Forum eigentlich der Normalfall. Es zeigt eher, wes Geistes Kind jemand ist, wenn er aus irgendwelchen Prinzipien heraus nicht antwortet.

Deine Behauptung, sie würden gar nicht entstehen, erscheint vollkommen absurd.

Deine Argumentation ist ermüdend. Es entstehen keine Neuronen, es entstehen Verbindungen zwischen ihnen. Die Neuronen bleiben. Ist das so schwer zu verstehen? Aber dazu hätte ich wie gesagt, gerne einen Fachmann gehört. Daß Du jetzt mit halbwissenschaftlichem aus Google kommst und mir Wikipedia vorwirfst, ist schon lustig.

Kennst Du Egozentrismus, der frei von Egoismus ist?

Egozentrismus ist eine Sache der persönlichen Sicht und bezieht erst mal keinen anderen mit ein (auch nicht, indem es ihn ignoriert). Egozentrismus hat zwei Ausdrucksformen: das mangelnde Selbstwertgefühl und das übersteigerte Selbstwertgefühl. Ein Umschlag ins Gegenteil ist darum nicht selten, besonders bei labilen Personen oder nach einer erfolglosen Therapie. Auch hier trifft das zu, was ich sagte: man hat nicht an sich gearbeitet, man hat einfach eine eine neue Sicht bekommen (durch Bücher, Ärzte, Hobbypsychologen). Dadurch ist man unangreifbarer, obwohl - oder weil - man eigentlich immer noch kein Selbstwertgefühl hat. Aber das spielt keine Rolle, denn man steht im Mittelpunkt. Der eigenen Sichtweise wird alles andere untergeordnet. Subjektivität pur. Siehe wieder das Beispiel mit der Berliner Mauer. Egoismus dagegen ist einfach eine schlechte Charaktereigenschaft, die sich natürlich im Egozentrismus wohler fühlt als in einem z. B. Altruisten.

Respekt muß man sich ständig neu verdienen. ... Respekt ist immer personengebunden.

Klarer Widerspruch. Jeder Mensch hat den Anspruch auf Respekt. So verstehe ich auch Artikel 1 des GG. Die Würde, der Wert des Menschen an sich verdient Respekt. Darüber hinaus kann sich jemand durch seine Werke Respekt verdienen - aber diese Art Respekt kann er auch wieder verlieren. Sie ist eine temporäre und unsichere Sache. Da ich einen Menschen in der Regel nicht gut genug kenne, um ihn nach seinen Werken einzuschätzen, schätze ich ihn als Mensch - und da kommt jeder gleichgut dabei weg :)^

fehlende Liebe anderen Menschen gegenüber ... Dich selbst als umfassenden Vertreter dieser anderen Menschen betrachtest.

Du verstehst das genau entgegengesetzt, als ich es geschrieben habe. Ich bin eben nicht dieser "andere Mensch", dem Liebe fehlt - ich bin der, der Liebe gibt. Nur aus dieser Warte heraus schreibe ich. Eigentlich, langfristig gesehen, ist der, der keine Liebe gibt, schlimmer dran als der, der keine Liebe empfängt. Zumindest nach meiner Überzeugung.

jemand, der offensichtlich nur in Abhängigkeit von anderen glücklich sein kann, ...Es hätte nicht Not getan, daß Du das nochmal aus der Sicht eines Betroffenen bestätigst.

Du liest selektiv oder oberflächlich. Sonst hättest Du nicht übersehen können, daß ich auch in der Gegenwart der Natur glücklich sein kann. Und das Wort Abhängigkeit habe ich bestimmt nicht in Bezug auf meine Person verwendet. Deine Folgerungen sind also offensichtlich nicht offensichtlich... ;-D

Kcle6ixo


Würden die Herren aufhören sich anzufeinden und wieder sachlich werden?

H:anna-M0arixa


;-D

s@chnatEteCrguscxhe


Kein Problem, Kleio. Ich kann wieder die Ignore-Funktion einschalten. ;-)

cbete)rum clendsexo


@:)

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