Die Logik vom Glücklichsein

_,Tsun<amxi_


Auf der einen Seite lässt sich die Frage genauso gut beantworten wie die Frage "Schläfst du?"

Auf der anderen Seite wird es sehr viel schwieriger...

Y4aEngYixn


"Schläfst du?"

"Ja!"

;-D ;-D ;-D

":/

S1etzxen6


Pulsmessen zählt nicht. Puls kann jeder.

Also: Lebst du noch?

_HT6su"nam^ix_


Irgendwie schon ein ziemlich hartes Leben, obwohl ich nicht jammern will – aber ja, ich lebe. Allerdings ist mein Leben nicht so, wie ich es gerne hätte bzw. mir wünschen würde. Das mein Leben nicht so ist, wie ich es gerne hätte, liegt hauptsächlich daran, dass ich nicht tue, was ich gerne tun würde.

Warum tue ich nicht, was ich gerne tun würde?

Meines Erachtens mangelt es nicht an meiner Willenskraft und grundsätzlich auch nicht an meinen Fähigkeiten und meiner Lernbereitschaft.

Mein Problem sehe ich hauptsächlich darin, dass ich behindert bin. Aber gut, auch wenn Hoffnung vielleicht fehl am Platz ist, so arbeite ich doch mit mühsamem, aber kontinuierlichem Erfolg an der Auflösung meiner Behinderung.

Ich denke, ich lebe zumindest so gut, wie es mir eben möglich ist. Und gleichzeitig arbeite ich an der Erweiterung meiner Möglichkeiten.

Ich denke schon, dass man das ein Leben nennen kann.

_3TsunQami_


Wofür das alles?

_yTsgunamxi_


Ich will in Frieden sterben.

Mit einem Lächeln im Gesicht.

_qTsuna*mi_


Ich will gesund sein und glücklich sein.

_jTsubnamix_


Man kann niemandem beibringen oder gar befehlen, gesund und glücklich zu sein. Es ist niemandes Aufgabe, andere gesund und glücklich zu machen. Die beste Chance, andere glücklich zu machen, besteht darin, selbst glücklich zu sein. Der Umstand erklärt sich dadurch, dass es alles andere als einfach ist, gesund und glücklich zu sein. Wenn man es selbst nicht schafft, gesund und glücklich zu sein, dann kann man es auch von niemand anderem erwarten.

Wenn man es jedoch schafft, gesund und glücklich zu sein, auch dann kann man einem anderen nur erklären, wie man es selbst gemacht hat. Die Entscheidung, sich so zu verhalten, dass man gesund und glücklich ist, kann man aber immer nur für sich selbst treffen.

Nachlässigkeit und/oder Vernachlässigung (insbesonderer seiner selbst) führen ganz bestimmt nicht zum Erfolg.

So wie ich dies gesagt habe, weiß ich, ich habe viel zu tun. Eigentlich ist es gar nicht so viel, aber die wichtigsten Dinge müssen getan werden. Das reicht.

Erstmal schlafen.

Morgen ist ein neuer Tag.

_LTsuunaLmix_


Es ist echt zu spät und ich bin ein bisschen nachlässig. Ich denke, so müsste es richtig sein:

Nachlässigkeit und/oder Vernachlässigung (insbesondere seiner selbst) führen ganz bestimmt nicht zum Erfolg.

So, wie ich dies gesagt habe, weiß ich, ich habe viel zu tun.

_6Tsuna?mxi_


Muaaahhhh. zzz

Schönen Tag allerseits. *:)

K'unaDmi


"glücklich sein" wird von naiven Menschen (die sich selbst als unglücklich bezeichnen können) als Zustand betrachtet, in dem man, ohne mehr zu wollen oder zu brauchen, in den Tag hinein lebt und genießt was man hat. Alles andere ist für diese naiven Leute nicht lebenswert und sie werden so lange unzufrieden sein, bis sie diesen Zustand erreicht haben, also für den Rest ihres Lebens.

Wer wirklich denkt, es gibt diesen Zustand, wird unglücklich sein.

Wer akzeptiert, dass das Prinzip des Lebens ist, heute zu leiden um morgen etwas zu erreichen, ist um Längen weiter. So wie ein Kind großziehen, eine Firma gründen etc., das sind Prozesse, die mit Leid zusammen hängen. Wir wollen das Ziel erreichen, aber müssen uns dafür unglücklich machen, das nennt man Hingabe, und ist immer erforderlich, wenn man irgendetwas erreichen will.

Um das Wort "glück" genauer zu definieren, es ist ein akuter Zustand, kein dauerhafter. Man tut alles für die kurzen glücklichen Momente, man opfert 10 Jahre Arbeit um nur kurz das Glück zu sehen, um ein Beispiel zu nennen. Das reicht aus, weil ein Mensch sich jahrelang von nur einer Sekunde Glück nähren kann

YPangpYin


Niemand lebt ununterbrochen im Zustand des Glücks. Immer wieder müssen neue Lektionen gelernt werden. Wie weit das Herz sich auch geöffnet haben mag, es wird immer wieder Zeiten geben, in denen es sich voller Angst zusammenzieht. Damit muss man rechnen. Es gibt keine irdische Vollkommenheit. Solange du hier in einem Körper existierst, kannst du nicht fehlerfrei sein.

Paul Ferrini

_nTs+unamxi_


Das reicht aus, weil ein Mensch sich jahrelang von nur einer Sekunde Glück nähren kann.

Sehr schön geschrieben. Das Gefühl habe ich auch.

Es sind besondere Sekunden, diese Glückssekunden, welche sich in einem "aufstauen" bzw. "einlagern". Es sind nicht diese Glücksmomente, welche wie der Zufall kommen und gehen, sondern jene, welche bleiben. Dieses Glück ist Folge bzw. Effekt davon, dass man lange an etwas gearbeitet hat oder immer noch daran arbeitet. Das Glück ist hierbei weder der Grund, noch das Ziel, auch kein Zufall, sondern die Bestätigung für das eigene, glücksgemäße Handeln. Insofern ist Glück ein Gradmesser für die eigene Entwicklung und nicht zuletzt auch Selbstüberwindung. Tatsächlich wird dieses Glück oder diese währenden Glückssekunden mit Blut und Schweiß erlangt – mit Kompetenzerweiterung und verbesserten Fähigkeiten. Dieses Glück verschwindet nicht einfach, wie es die spontane Gefühlsregung tut, weil die erarbeitete Basis der Kompetenzen und Fähigkeiten nicht einfach verpufft. Im Zweifel werden einem die wichtigsten Kompetenzen und Fähigkeiten erst mit dem Tode genommen, wobei man diese dann oft schon an Partner, Freunde und Kinder weitergegeben hat.

Bin mir gar nicht so sicher, was ich mir gerade denke. Na ja, irgendwas wird es damit schon auf sich haben.

Das zufällige Glück macht einen nicht nachhaltig glücklich, weil man enorm vom Zufall abhängig ist, und die Abhängigkeit vom Zufall ist Hilflosigkeit. Niemanden macht es nachhaltig glücklich, wenn er seinen Lebensgeschicken, seinen Liebesgeschicken und seinem Glück hilflos gegenübersteht.

Das eigene Handeln jedoch kann einen nachhaltig glücklich oder unglücklich machen. Es ist eine Frage der Kompetenzen und der Fähigkeiten. Gehen wir von Unfähigkeit und inkompetentem Handeln aus, dann sind wir wieder nahe an Zufall, Abhängigkeit und somit Hilflosigkeit.

Nehmen wir mal ein eingängliches Beispiel:

Jemand verliebt sich in dich oder mich auf den ersten Blick und bringt ein enormes Maß an Aufmerksamkeit, Verständnis und Fürsorge entgegen. Ein glücklicher Zufall. So weit, so gut. Wenn man diesen glücklichen Zufall nicht aus irgendeinem Grunde sofort ablehnt bzw. ihm/ihr einen Korb verpasst, dann bestünde zumindest die Möglichkeit auf interessante Gespräche, Sex, eine Partnerschaft oder eventuell auch eine Familie und Kinder. Grenzen wir nun einmal auf die längerfristigen und stark verantwortungsschwangeren Projekte ein, also Partnerschaft, Familie und Kinder. Hier stehen langfristig und nachhaltig Verantwortung, aber auch Glück zur Debatte. Wobei das Verliebtsein noch ein zufälliges Glück ist, ist das langfristige und nachhaltige Glück innerhalb Partnerschaft, Familie oder mit Kindern eine Frage der Kompetenz und Fähigkeiten. So gibt es auch gesellschaftliche Konsenspunkte, nach denen man in Grobkategorien fällt, ob man ein schlechter, mittelmäßiger oder guter Partner ist – alternativ, schlechter, mittelmäßiger oder guter Vater bzw. Mutter.

Diese Grobkategorien gibt es natürlich auch für alle anderen Formen von Partnerschaften, Gruppen oder Gemeinschaften. Man kann sich immer schlecht, mittelmäßig oder gut verhalten.

Ob man sich in einem Umfeld befindet, mit Menschen, die einen schätzen, respektieren oder gar lieben, ist in erster Linie Zufall. Glücklicher Zufall – kommt und geht. Man kann es sich wünschen, aber es gibt keine Garantien.

Viel beständiger ist die Wertschätzung für sich selbst, weil sie nicht abhängig ist von anderen Menschen oder Umständen, sondern von einem selbst. Man trägt diese Wertschätzung immer bei sich und kann sie nicht verlieren. Allerdings ist diese Wertschätzung insofern abhängig, als dass sie von den eigenen Entscheidungen, dem eigenen Handeln und Tun abhängig ist – also davon, ob man sich morgens in den Spiegel schauen kann, mit sich im Reinen ist, usw.

Sich selbst jeden Tag mit Wertschätzung begegnen zu können, ist großes Glück.

Nicht jeder mag das so sehen, aber ich denke schon.

Und diese Wertschätzung für sich selbst birgt nicht nur großes Glück, sondern ein gigantisches Potential, welches das Konstrukt der eigenen Person bzw. Persönlichkeit bei Weitem überschreitet. Eine Macht, welche jegliche Mauern niederreißen kann, was allerdings gar nicht notwendig ist.

Wenn man mit sich im Reinen ist, dann gibt es keine Mauern, welche es einzureißen gölte.

Man sollte Wertschätzung jedoch nicht mit Stillstand verwechseln. Wertschätzung ist naturgemäß mit Bemühungen, Versuchen und Niederlagen verbunden. Genau genommen ist Wertschätzung ein Wegpunkt oder mehrere Wegpunkte auf einem Weg, den man erstmal gehen muss, und wenn man den einen oder anderen Wegpunkt erreicht hat, dann ist der Weg noch lange nicht zu Ende. Genauso ist es mit Glück.

Glück ist ein Wegpunkt.

Und gleichermaßen ist Glück ein Hinweisschild.

Wer das nicht glaubt, der sollte sich mal fragen, was Glück eigentlich ist. ;-)

_RTsu nami_


Die Welt ist schön, wunderschön – allerdings auch nur, wenn man sie so sehen kann. Wenn man die Fähigkeit hat, sie so zu sehen oder sie entsprechend zu verändern.

Ob nun die Fähigkeit, zu sehen, oder die Fähigkeit, zu verändern – beides ist lernbar und machbar.

_TTjsunamix_


Glück ist machbar. :)^

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