Die Logik vom Glücklichsein

_#Tsun2amiD_


Hmm... Wörter sind ja nur Hüllen, richtig. Ich schau mal, dass ich ein paar passende finde. Okay:

Ich liebe, ich lerne und ich lebe.

_?Ts\unaemi_


Okay, ich habe noch andere Hüllen gefunden. Diesmal auf Englisch:

I live, love and die by the sword.

_}Tsu:nami_


Truth is the sharpest sword and probably the last you will see in your life.

Y]aungYixn


Die wahrheit ist wie ein schwert das alle illsuionen zerschmettert.

YeaHngYxin


illusionen |-o

_xTsun+ami_


You shall not create truth. Truth is something to be accepted.

Truth is your dearest lover and your most evil destroyer.

YYangYqin


:)^

That's it.

Y?ang/Yin


Wünsche dir _Tsunami_ eine schöne nacht........ *:)

zzz zzz zzz zzz zzz zzz zzz zzz zzz zzz zzz

_cTsHunaxmi_


You want to fight the mighty powerness of life?

You better think twice.

You better know what you do.

You will not hurt life, but yourself.

Live doesn't give a shit about you.

Life tells you the rules, if you are willing to listen.

The rest is up to you.

_/Tsunuaxmi_


Ready to go.

_JTsunWaxmi_


Time to see.


Schönen Tag allerseits. *:)

_GTsHunamxi_


Life is tough and sometimes very exhausting, but certainly worth to live it.

S]etzxen6


Dies ist nur über mich. Nur für mich. Es ist egoistisch. Aber es ist erlaubt.

Ja.

Es liegen 400 Kilometer Fahrt hinter mir. Unterbrochen von dem Ereignis, dass bei knapp 190 km / h die Servolenkung auf der linken Spur ausgefallen ist und der Wagen nach links Richtung Leitplanke gedriftet ist, ich ihn aber wieder in die Spur bringen konnte.

Ich habe nachgedacht, es war mehr als Zeit genug. Um nicht von bestimmten stimmungsfördernden Liedern abhängig zu sein, habe ich keine Musik gehört. Ich habe nur nachgedacht.

Vielleicht hätte ich für dieses Posting einen eigenen Faden eröffnen sollen, aber es geht hier nicht um ein Thema, das diskutiert werden muss. Und ja, es ist verdammt offtopic, dass ich das hier jetzt in den Glücksfaden schreibe, aber ich bitte euch, das zu verzeihen. Es gibt Sachen, die ich sagen will und sagen muss, damit ich wieder offen für das Glück werde. Also ist es gar nicht so offtopic.

Mein ganzes Leben ist davon geprägt gewesen, dass ich hilflos war: Die Menschen, die ich liebte, sind samt und sonders zugrunde gegangen. Einige schaffen noch ihren Beruf, wahren noch das Gesicht, sind innerlich aber völlig zerstört. Ich habe mein Leben lang versucht, das alles zu verhindern, habe aber gegen eine Zyklothymie (eine Form der bipolaren Störung) bei meiner Mutter, gegen den Alkohol meines Bruders und die Triebhaftigkeit meines Vaters nichts bewirken können. Ich habe Nächte damit zugebracht, heilen zu wollen. Sei es dadurch, meinen betrunkenen Bruder ins Bett zu bringen, meiner Mutter Medikamente in den Kaffee zu rühren oder die Affären meines Vaters auf ihre Bedrohlichkeit für unsere Familie zu überprüfen.

Ich war niemals primär Mensch, niemals primär Setzen6. Ich war primär Zubettbringerin, verzweifelte Tochter, traurige Schwester, Krankenschwester, Hure, Geliebte, Partnerin. Das ging 20 Jahre lang so und niemand hat sich bemüht, mein Leben zu sehen. Das Leben, das das eines Kindes hätte sein sollen. Auch ich war nicht darum bemüht. Ich ging auf in den Rollen, sie waren mein ganzes Augenmerk, mein Ziel, meine Aufgabe, meine Rettung und mein Untergang. Ich war eine gute Schülerin, auffallend gut. Schule war das einzige, was mir eine Kausalität zwischen Tun und Konsequenz aufzeigen konnte. Wenn ich tat, hatte ich Erfolg. Ich war in der Schule nicht hilflos, ich hatte die Macht, etwas zu bewirken. Genau das, was ich zuhause nie erfuhr. Zuhause war ich ausgeliefert, zwar verantwortlich und voller Schuld, aber doch zugleich hilflos und unfähig, etwas zu ändern. Egal wie sehr ich tobte, funktionierte, vögelte, soff, schrie, weinte, handelte, Nachtlieder sang, aushielt..es hatte doch alles keinen Effekt. Sie gingen unter wie Steine im Wasser und ich stand hilflos am Ufer und sah zu.

Dann musste ich gehen, weshalb lasse ich außen vor. Ging fort und versuchte mein Bestes. Liebte Männer, einige auch nicht, lebte mit einem Mann zusammen.

In der Uni erzielte ich Erfolge. Wieder: Handeln und bewirken.

Es wurde immer deutlicher, dass mir alles andere entglitt. Dass ich keine Kontrolle mehr über mich hatte, sei es beim Essen, beim Daten von Männern, beim Trinken, bei der Einnahme von Substanzen. Ich wollte mich fühlen und zugleich den ganzen Druck heraus lassen. Eine Therapie brachte nicht viel Besserung. Medikamente trieben mich um den Verstand. Zwei Jahre lebte ich das Leben einer Hausfrau und es gab mir ein Gefühl der Normalität mit dem Mann. Er war ein guter Mann.

Dann musste ich emotional wieder aufbrechen. Wollte weiter, wollte los. Nicht irgendwo hin, nicht voran, nur irgendwo in die Stille, in der ich nicht mehr funktionieren musste. Ich funktioniere nur noch im Job. Alles andere wird mir zu viel. Freundschaften ließ ich ausschleichen, den Mann verließ ich, obwohl er ein guter Mann war. Außer Job gab es nichts mehr, die Kräfte verließen mich für alles andere. Zuhause trank und trinke ich oder nehme andere Dinge.

Ich bin versöhnt mit allen Geschehnissen meines Lebens. Ich liebe meine Familie trotz allem. Sie haben Schuld, ja. Aber darum geht es nicht. Ich habe ihnen verziehen und bejahe sie.

Aber ich bin nicht versöhnt mit den Folgen, die in mir noch immer keimen. Mit der Prägung, die mich für mein ganzes Leben verändert hat. Ich bin nicht mit mir selbst versöhnt, denn ich kann nicht damit leben, mich so beschädigt zu sehen. Ich versuche zu relativieren, denke an hungernde Kinder in Afrika, an meine Schüler die teilweise misshandelt werden, die ihre Eltern an Krebs verloren haben. Es geht mir gut. Aber nein. Es geht mir nicht gut. Ich bin verzweifelt. Nicht offen, nicht weinend, nicht suizidal. Ich bin still verzweifelt.

Ich sehe mich und meine Unzulänglichkeit: Meine Unfähigkeit, Nähe auszuhalten. Meine Liebe zum Leben und doch mein Zaudern, das Leben zu begehen. Meine Hemmungen in der Öffentlichkeit und meine Aggression gegen Männer. Ich sehe mein Bedürfnis, mich jeden Tag zuzuschütten. Ich sehe meinen Fahrstil und meine Ratlosigkeit, meine Wut und meine Zuversicht. Ich sehe vieles.

Ich liebe mein Leben. Aber ich kann es nicht mit mir leben. Ich kann mit mir nicht leben, nicht mit diesen Schäden und mit dieser großen Ratlosigkeit in mir.

Ich sehne mich danach, dass mich jemand wählt. Jemand, dem ich nicht als Tochter zugeteilt bin, nicht als Zubettbringerin, nicht als Krankenschwester, nicht als Bettgefährtin. Ich sehne mich nach jemandem, der mich kennt und dann wählt. Der sagt: "Du bist..." und dann Adjektive aneinander reiht, die mich beschreiben. Der mich erkennt und trotzdem mag. Der die Stille und die Verzweiflung annimmt. Ich versuche mir zu sagen: "Ich bin..." und suche Adjektive, finde auch einige, kann mich aber doch nicht wirklich definieren. Weil ich mich immer über andere definiert habe, über die Aufgaben und Pflichten, über die Noten in Schule und Studium.

Ich will das nun nicht mehr, sondern möchte wirklich da sein. Mit allem, was dazu gehört, was zu mir gehört: Mit Stille, mit Verzweiflung, mit Zuversicht, mit Hoffnung, mit Ratlosigkeit, mit Freude, mit Angst.

Ich möchte mich selbst erkennen und annehmen mit allen Schäden. Sie nicht mehr leugnen oder verdrängen, sie nicht mehr mit afrikanischen Kindern vergleichen, nicht mehr die Maske tragen und freundlich tun. Ich möchte sein.

Und ich bitte Gott darum, dass irgendwann jemand kommt, der mich dann liebt. Denn ich kann lieben, sehr groß und sehr stark und jemand hat diese Liebe verdient. Auch ein Kind hat mich als Mutter verdient. Aber bevor ich Partnerin und Mutter sein kann, möchte ich auch für das geliebt werden, was ich bin.

Ich weiß nicht, ob ich dieses Leben weiterhin schaffe. So wie ich derzeit lebe, gehe ich an eine gefährliche Grenze. Vielleicht schaffe ich es, damit aufzuhören, mich um mehr Gesundheit zu bemühen, mir Freunde zu suchen und zu meiner Unzulänglichkeit zu stehen, um mit mir im Reinen zu sein.

Aber vielleicht schaffe ich es auch nicht und sterbe daran. Vielleicht nehme ich mir irgendwann das Leben, weil die Stille zu groß wird und ich mit den Schäden nicht umgehen kann. Vielleicht gehe ich an dem Konsum zugrunde. Vielleicht bin ich irgendwann nicht mehr diensttauglich, nicht einmal mehr das...vielleicht gebe ich diese letzte Form der Beständigkeit auch irgendwann auf. Ich hoffe nicht.

Heute habe ich nicht den Beschluss gefasst, "mich zu bessern" oder gesünder zu leben. Das schaffe ich derzeit nicht, weil mir noch zu sehr der Sinn darin fehlt.

Aber heute, als ich lange Zeit einen kleinen Säugling auf dem Arm hielt und Stunden später auf der Autobahn abdriftete, da wurde mir bewusst, dass noch einiges kommen könnte. Dass noch Glück zur Auswahl steht und viele tausende Chancen.

Ich habe heute erkannt, dass ich beschädigt bin. Und diese Erkenntnis hilft mir vielleicht, mit mir ins Reine zu kommen. Das wiederum ebnet mir vielleicht den Weg zu einem "besseren" Leben. Ich möchte verzweifelt sein dürfen. Und dann irgendwann wieder damit aufhören können.

Ich möchte leben. Aber ehrlicher zu mir selbst sein.

Dieses Leben ist es wert. Auch wenn ich das derzeit nicht fühle, nur ahne.

Immerhin.

_CTsuQnam(i_


Setzen6, es ist okay.

_7Ts0una+mdi_


Wir alle haben Fehler gemacht, teils sehr schlimme Fehler, und wir tun sie immer noch.

Wir können uns bemühen, nicht dort stehen zu bleiben.

Weiter.

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