Die Logik vom Glücklichsein

S8etz^en6


Ich weiß gar nicht so genau, ob Loslassen eine Tätigkeit ist, die man aktiv in Angriff nimmt und planen / sich vornehmen kann. Vieles passiert einfach durch Zeit, die man verstreichen lässt. Also ist loslassen für mich zu einem großen Teil auch: Der Sache Zeit geben, wegzurücken.

Ich denke, wenn man sich aussöhnt und dann nach vorne sieht, dann ist das schon indirekt eine Haltung die das Loslassen begünstigt.

Wenn ich jetzt an die Situationen denke, in denen ich losgelassen habe, so habe ich das nie bewusst selbst bewirkt. Mir wurden Sachen weggenommen und ich habe den Verlust verkraftet (das Geschehen losgelassen) indem ich weitergelebt habe und dabei versuchte, das alte Geschehen nicht mehr auf meine Taten zu sehr Einfluss nehmen zu lassen.

Vor vielen Jahren musste ich mein Elternhaus "loslassen", das sehr wichtig für mich war, weil es das einzig verlässliche in meinem Leben war. Alles andere war unbeständig, schwankend, unsicher, geprägt von einem extremen Schwanken von Nähe und Distanz. Dieses Haus war anders, es war massiv, steinhart und immer am gleichen Platz. In der Schule wusste ich, dass das Haus das Einzige sein wird, was um 14 Uhr bei meiner Heimkehr noch immer genauso aussieht wie am Tag zuvor.

Das Loslassen dieser Beständigkeit war unendlich schwer. Wie ich es losgelassen habe?

Die Zeit heilt. Die Zeit zeigt, dass es weitergeht. Heute fahre ich ab und an an dem Haus vorbei. Einmal, um Ostern herum, sah ich ein kleines Kind in einer Latzhose draußen im Garten stehen und ein dicker Kater saß unter dem Strauch daneben.

Ich konnte in diesem Moment immens loslassen, weil ich spürte, dass es dort weitergeht: Ein Kind, ein Sandkasten, ein Klettergerüst, ein Kater. Eine Familie. Mehr als wir es je waren.

Es ist tröstlich wenn man feststellt, dass die Menschen / Dinge / Prozesse weiterleben / weiterlaufen, auch wenn wir sie verlassen.

So funktioniert mein Loslassen: Abwarten. Sehen, dass die Zurückgelassenen ihr Leben und Dasein schon meistern. Manchmal tun sie das auch nicht und dann wird es besonders schwer loszulassen. Es muss dann viel Zeit vergehen.

Aber insgesamt geht meine Zeit weiter, meine Uhr tickt noch, die Erde dreht sich noch. Morgen geht die Sonne wieder auf. Ja, ich lebe.

Loslassen ist: Versöhnen, Zeit vergehen lassen, das eigene Leben sehen, die eigene Handlungsfähigkeit, die eigene Mündigkeit, das eigene Fortbestehen, die eigene zukünftige Unabhängigkeit.

YEangLYxin


du kannst jederzeit zurück in dein altes muster wenn das mit dem loslassen nicht funktionieren sollte.............aber versuchen muss man es wenigstens,oder ? ;-)

YlangsYin


die gesetze des lebens sind immer stärker als unsere bedürfnisse...........das leben hat immer recht ohne ausnahme.........unser begrenzter verstand kann dies manchmal nur nicht begreifen.

S,eHt$zenx6


das leben hat immer recht ohne ausnahme.........

Kann nicht nur eine Instanz "Recht" haben? Und auch nur eines, das wir vorher als Recht definiert haben?

Ich weiß nicht, ob mein Leben immer Recht hatte und ob es Gesetze verwaltet und einhält.

Fakt ist: Bis jetzt hat es mich nicht verlassen.

Y*angOYixn


Kann nicht nur eine Instanz "Recht" haben? Und auch nur eines, das wir vorher als Recht definiert haben?

Ich weiß nicht, ob mein Leben immer Recht hatte und ob es Gesetze verwaltet und einhält.

"letztes-Wort-fetischist" ;-) ]:D

S4etdzexn6


Anscheinend. |-o

Ich suche einen Smiley, der sich verschämt hinter einem Schrank versteckt.

Y1angZYixn


o:) ;-)

Syetzexn6


Genau: Der! o:) o:) o:) o:) o:)

Y<ang2Yin


so ich mach' jetzt mal eine :)D

*:)

_DTsunXamxi_


Ich weiß gar nicht so genau, ob Loslassen eine Tätigkeit ist, die man aktiv in Angriff nimmt und planen / sich vornehmen kann. Vieles passiert einfach durch Zeit, die man verstreichen lässt. Also ist loslassen für mich zu einem großen Teil auch: Der Sache Zeit geben, wegzurücken.

Das Loslassen, welches mir meine Mutter zuletzt und im heutigen Telefongespräch wieder nahegelegt hat, war der Art, dass ich nicht ihr Leben leben soll oder mich entsprechend den Erwartungen verhalten soll, die sie vermeintlich an mich hat, sondern, dass ich meinen ganz eigenen Weg gehen soll.

Den ganz eigenen Weg zu gehen bedeutet natürlich auch, dass andere Dinge in den Hintergrund rücken bzw. man sie loslässt, weil man einfach nicht alle Wege gehen und sich allen Dingen mit großer Aufmerksamkeit widmen kann. Man entscheidet sich – zugestanden: mal mehr, mal weniger.

Im Endeffekt geht man natürlich immer seinen eigenen Weg. Es ist ausschlaggebend, ob dieser Weg fremd- oder selbstbestimmt ist, und natürlich, wie der Weg überhaupt bestimmt ist.

_UTsunna}mi_


Bei Bestimmtheit bzw. Selbstbestimmtheit fällt mir ein, dass Selbstbestimmtheit bei Männern oft als Attraktivitätsmerkmal genannt wird. In diesem Kontext ein oft sehr brisantes Thema.

_tTsun{amix_


Ich würde sagen:

Das Leben ist Gesetz.

bzw.

Die Prinzipien des Lebens sind ultimatives Gesetz.


Vor allem, was der Mensch an Gesetzen versteht, erschafft und ausführt, ist immer das Leben und dessen Prinzipien gesetzt. Der Mensch kann nichts ersetzen oder verändern, dessen er selbst doch nur ein kleiner Teil ist.

_XTsunGamxi_


Eine andere Sichtweise wäre, dass alles im Leben bzw. das Leben selbst Ki, Qi, oder Chi ist – wandelbare und formbare Energie. Ich möchte gar nicht über Gott sprechen oder was Gott bedeuten könnte, aber es entspricht perfekt den Erkenntnissen in der Quantenphysik. Wissenschaftlich anerkannter Bestandteil eines jeden Dings und Wesens auf dieser Erde sind Quanten bzw. Photonen – Energie. Profanes Beispiel: Das Bauen eines Wolkenkratzers oder jemanden krankenhausreif zu schlagen, ist die Neuanordnung von Quanten – umgewandelte Energie. Diese Umwandlung von Energie bzw. Quanten, aus der / denen wir selbst bestehen, ist das, was wir als Menschen schon seit Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden tun. Und nicht nur das, wir tun das tagtäglich – jeden Tag.

Ob nun vor der Zeit des Menschen oder jetzt, wo wir bewusst bzw. mittendrin sind, diese Umwandlung von Energie bzw. Quanten erfolgt nach bestimmten Prinzipien.

Das sind diese Prinzipien des Lebens, welche gleichermaßen mit oder ohne Mensch gelten.

Im menschlichen Kontext erfassen diese Prinzipien nicht mehr nur Materie bzw. anorganische Masse, sondern eben auch Körper und Geist des Menschen.

Der Mensch wäre zwar gerne frei, und kann es auch sein, allerdings nur innerhalb der ihm gesetzten Grenzen bzw. Prinzipien.

Ich persönlich nenne diese Prinzipien gerne Naturprinzipien.

Der Begriff life-force von George Bernard Shaw ist auch schön.

Alles, was nicht das Ganze ist, ist immer nur ein Teil. Somit unterliegt auch das Glück den Prinzipien des Lebens bzw. einer Logik.

Eigentlich ganz simpel.

_BTsun@amxi_


Um es zu verdeutlichen:

Selbst das Schreiben oder Lesen hier im Forum ist Umwandlung von Energie. Klar, auch sich drehende PC-Lüfter, Strom und abgenutzte Kabel, aber wenn wir etwas weiter denken, dann ist es mehr als das.

More than meets the eye.

_jTs?una]mix_


Was sagt uns das, was uns nichts sagt?

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH