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Die Logik vom Glücklichsein

YIangeYxin


@ Signalfarbe

:)z genau.

Swignal%farbxe


Kann es jetzt aufhören zu regnen? Und morgen bitte Sonne und kein Regen. Das würde mich jetzt ein bisschen glücklich machen.

_aTsunajmxi_


Einfachheit ist nicht automatisch Glück. Kompliziertheit ist nicht automatisch Unglück. So einfach ist das nicht.

Vielleicht ist es viel einfacher. ;-)

Ich denke, Einfachheit ist der ausschlaggebende Faktor für Glück.

Kompliziertes Glück klingt für mich irgendwie nicht nach Glück.

Die Hürde ist, das eigentlich nichts einfach ist – man selbst nicht, andere nicht, das Leben nicht. Das fängt an, wenn man nicht mehr Kind ist und alles mit großen Augen bestaunt, wenn man anfängt zu lernen, wie das Leben wirklich ist. Und auf einmal, ist es viel komplizierter, als man sich je bewußt war.

Jetzt hat man also gelernt, und man fragt sich hin und wieder, was habe ich da jetzt eigentlich gelernt?

Ja, wahrscheinlich hat man gelernt, dass das Leben sehr kompliziert ist.

Ist das Leben nun wirklich so kompliziert und so viel anders, als zu dem Zeitpunkt, als man Kind war?

Eigentlich nicht.

Was sich verändert hat, sind gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen. Ist das nun so wichtig oder undurchschaubar? Wahrscheinlich weder das eine, noch das andere.

Alle Dinge sind einfach, wenn man sie verstanden hat.

Einfachheit ist allerdings viel mehr als nur das Verstehen kleiner oder großer Sachverhalte.

S(iWgnalfRarbe


Alle Dinge sind einfach, wenn man sie verstanden hat.

Das bezweifel ich mal ganz stark, mag es vielleicht für eine Matheaufgabe zutreffen, nicht doch aber für bestimmte andere Strukturen.

_JT&su_n?ami_


Auch wenn man

bestimmte andere Strukturen

verstanden hat, werden sie einfach.

S~ign@alfaxrbe


":/ 8-):)D

_1Tsun_amix_


Nun ja...

wenn ich etwas nicht verstehe, dann erscheint es mir sehr kompliziert, und wenn ich es verstehe, dann ist es einfach.

doruxg


Wenn man etwas verstanden hat, ist es nicht nur einfach, es ist vielmehr schlicht "verstanden", und fällt damit aus dem Raster "einfach – kompliziert", da man mit diesem Raster nur die Schwierigkeit des Weges, der zum Verständnis führt, charakterisiert, nicht jedoch das Verständnis als "Ende des Weges" an sich.

Ich denke auch zu einem gewissen Grade, dass Einfachheit zum Glücklichsein beiträgt. Man kann sich das Leben sehr einfach machen, beispielsweise mit purem Unwissen, was die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, glücklich zu sein/zu werden. Meiner Meinung tragen Gedanken und letzten Endes auch das Wissen nicht zu eines Menschen Glückes bei, im Gegenteil, ich denke, wer einen gewissen "Wissensstand" oder "Intelligenzstand" erreicht hat, dem ist es fast unmöglich, wahrlich glücklich zu werden.

In diesem Sinne: "Selig sind die geistig Armen".

_#Tsunxami_


Ist wie die Zeit im Kindergarten und jetzt, wo ich ein paar Sachen dazu gelernt habe.

Im Kindergarten habe ich von den Komplizierten Dingen noch gar nix verstanden, und jetzt, wo ich ein paar Jahre in der Schule war, werden komplizierte Dinge einfach. Sie waren eigentlich schon immer einfach. Nur hatte ich noch nicht genug gelernt.

lriv3iao


wow ist hier was los...

muss ich mir nochmal genau durchlesen.

aber eines muss ich sofort los werden:

Drug du schreibst:

Ich denke auch zu einem gewissen Grade, dass Einfachheit zum Glücklichsein beiträgt. Man kann sich das Leben sehr einfach machen, beispielsweise mit purem Unwissen, was die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, glücklich zu sein/zu werden. Meiner Meinung tragen Gedanken und letzten Endes auch das Wissen nicht zu eines Menschen Glückes bei, im Gegenteil, ich denke, wer einen gewissen "Wissensstand" oder "Intelligenzstand" erreicht hat, dem ist es fast unmöglich, wahrlich glücklich zu werden.

hoffentlich hast du nicht recht! und ich glaube auch ganz einfach nicht, dass du recht hast.

es liegt doch in jedem selber sich an einfachen Sachen zu erfreuen...

so wie man sein Leben gestaltet, so fühlt man sich doch auch

egal wie intelligent man ist.

je mehr wissen man hat, desto einfacher ist es manches schwierige im leben zu verstehen und auch zu überstehen.

nur weil man weiß, wie eine pflanze ihre energie aus dem boden saugt, heißt es doch nicht, dass man weniger glücklich ist als ein unwissender.

auch sozialschwache wissen von den problemen dieser welt genauso wie ein architekt oder arzt...

vielleicht ist es für sie bedrückender, weil sie sich machtloser vorkommen, als die "wissenden"

alles vielleicht...

es kommt doch darauf an, welche erwartungen man an sein leben stellt und was es davon hergibt.

wenn ein wissender immer nur mehr will, dann ist er unzufrieden.

wenn ein "dummer" mit minijob 3 kindern und zuverlässigem Partner+guten freunden seine erfüllung gefunden hat, ist er glücklich...

LsewiHan


Crazyleni

Ich glaube auch, dass es keine Logik des Gluecks gibt. Andererseits glaube ich aber nicht, dass Glueck Taeuschung oder Illusion ist. Denn wenn man sich gluecklich fuehlt, fuehlt man sich gluecklich. Wo waere die "Wahrheit" dahinter, gemessen an der das Taeuschung sein koennte? Wenn Glueck ein Gefuehl ist, koennte das doch nichts anderes sein als ein anderes Gefuehl, was man dann aber auch fuehlen koennte?

(OK, ich gebe zu, klingt schon ein bisschen nach "Logik".)

Taeuschung ist vielleicht, wenn man anderen oder sich selber sagt: "Eigentlich bin ich gluecklich, aber..."

iSana


Ich gehe einfach meines Weges, sehe die Straße, die Wiese, einen Baum, einen Menschen. Recht unkompliziert. Sollte ich deswegen eher glücklich oder unglücklich sein?

Ist nicht genau das ein kleines Stückchen Glück?

Wie kann ich unglücklich sein wenn ich an spielenden lachenden Kindern vorbei gehe und in ihre strahlenden Augen schaue?

Ich denke Glück gibt es nicht als großes Komplettpaket.

Glück besteht aus vielen kleinen und vielleicht manchmal auch etwas größeren Momenten.

-4CragzylUenxi-


@ Lewian

Andererseits glaube ich aber nicht, dass Glueck Taeuschung oder Illusion ist. Denn wenn man sich gluecklich fuehlt, fuehlt man sich gluecklich.

Aber es ist doch so, daß, wenn man sich erst mal bewußt wird, man ist glücklich, im Grunde schon wieder alles vorbei ist(zumindestens bei mir ist es so)und man es oft gar nicht mehr nachempfnden kann und es sich auch nur schwer bis gar nicht wiederholen läßt.Insofern fällt es mir schwer zu glauben, das sei Glück gewesen, sondern vielmehr ein Phantasiegebilde meinerseits, nicht greifbar.Die "Wahrheit dahinter" ist das Kontinuum, in dessen Sog ein jeder gefangen ist. Kleine Risse darin komen uns vielleicht wie Glück vor, aber in Wirklichkeit hat sich nichts geändert.

_^TsunRamxi_


Apropos Risse:

There is a crack in everything

http://3.hidemyass.com/ip-1/encoded/Oi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL3dhdGNoP3Y9NXpLazc2WWtGMVU%3D&f=norefer

(copy/paste into browser bar, sorry for inconvenience)

Loewixan


Crazyleni (und andere)

Die "Wahrheit dahinter" ist das Kontinuum, in dessen Sog ein jeder gefangen ist.

Dieses ist ein Satz, der mir sehr gefallen hat. Ich habe frueher in diesem Faden mal ueber die Unmoeglichkeit der Sprache geschrieben, unsere Empfindungen angemessen zu beschreiben. Das betrifft auch, und vielleicht ganz besonders, das Wort "Glueck". Im Grunde stehen mir die Worte "das (Wirklichkeits-/Empfindens-)Konitinuum, in dem wir uns befinden" naeher als "Glueck", wenn ich diesem Kontinuum auch nicht so einen negativen Klang geben wuerde, wie ich bei dir vermute.

Ich habe ein bisschen ueber Tsunamis beide Fragen nachgedacht, "was macht das Leben lebenswert" und "was macht das Leben wertvoll", und bei dem Begriff "Wert" stolpere ich auch wieder ueber das, was ich die Unzulaengflichkeit der Sprache nenne. Finde ich denn das Leben "wertvoll"? "Wert" ist fuer mich etwas, das Menschen zuschreiben (und unterschiedliche Menschen koennen es unterschiedlich zuschreiben), nichts, das einfach so da ist. Das Leben ist einfach so da, ich habe es nicht gebeten. Wenn man sagt, "das Leben ist wertvoll dadurch, nach etwas Bedeutsamem zu streben" oder "Visionen machen das Leben wertvoll", beantwortet das eigentlich weniger Fragen, als es aufwirft. Was ist "bedeutsam"? Warum ist etwas "bedeutsames"/eine "Vision" notgedrungen wertvoll? (Meine eigene Wertzumessung wuerde jedenfalls stark davon abhaengen, welche Vision... Adolf Hitler hatte auch eine Vision und strebte nach etwas Bedeutsamem... ich gehe mal davon aus, dass die beiden Leute aus diesem Faden, die ich hier zitiere, nicht genau diese Art "Bedeutsamkeit" gemeint haben, aber eben, wie gesagt, die Sprache stoesst an ihre Grenzen.)

Eine meiner Erfahrungen ist, dass jedenfalls fuer mich personelich vorschnelle und zu starke Wertung eher dem Glueck hinderlich sind (wobei die Bedeutung von "dem Glueck", wie es hier gemeint ist, wie notgedrungen immer mindestens teilweise offen gelassen wird). Um mich mit dem Leben, dem "Kontinuum", dem ich nicht bzw. nur auf radikale Weise entkommen kann, zu arrangieren, finde ich Aufmerksamkeit wichtig, "sehen, was vorgeht", und das wird in gewisser Weise von Wertung behindert, den Wertung ist auch oft ein Filter fuer die Wahrnehmung.

Andererseits weiss ich auch, dass ich dem Werten nicht entkommen kann – "gluecklich sein" ist ja an sich schon eine Wertung. Wenn ich sage, ich freue mich, bewerte ich etwas positiv – und ich bin natuerlich nicht dagegen, mich zu freuen.

Und ich weiss auch, dass man "das Kontinuum" nicht nur akzeptieren kann, sondern auch versuchen, es zu beeinflussen. Dass man nicht alles hinnehmen muss (und manchmal auch nicht kann).

"Was macht das Leben lebenswert?" Fuer mich persoenlich hat der Wert des Lebens keinen Begruendungsbedarf (aber ich weiss, dass dieses ein persoenlicher Satz ist, von dem ich niemanden ueberzeugen kann, der es nicht von selber so sieht). Ich weiss, warum ich gerne lebe (was nicht unbedingt dasselbe ist). Dazu gehoeren Begeisterungsfaehigkeit, Faehigkeit zur Freude, Freude an der Wahrnehmung des Lebens, wie es sich mir darstellt, Neugier. Die Anwesenheit von Leid, negativen Gefuehlen, Gedanken und Wahrnehmungen erkenne ich als Teil des Lebens an. Ich kann "Lebensfreude" nicht nur mit der Abwesenheit dieser Aspekte verbinden. Die Kompliziertheit des Lebens nervt mich manchmal, ist aber auch stetiger Quell dieser Art von Lebensfreude. Ich werde gerne ueberrascht. Ich kann mich an einfachen Dingen freuen, und auch an Komplexitaet, Doppelboedigkeit und Unklarheit. Aber ich kann mich ueber gewisse kleine einfache Dinge auch aergern, genauso wie ueber Unklarheit, (unnoetige?) Komplexitaet etc. (Und ich weiss, dass, wer Einfaches will, mich mindestens in diesem Faden ueberlesen sollte 8-) .)

Es ist das Leben... bevor ich es fuer "wertvoll" erklaere, lasse ich es zunaest mal bloss sein.

Kleine Risse darin komen uns vielleicht wie Glück vor, aber in Wirklichkeit hat sich nichts geändert.

Ich glaube aber schon, dass es sich aendert... staendig ein bisschen. (Du kannst sagen, Nie genug"... Ansichtssache.)

Und ich glaube, dass das Glueck (ein Wort, von dem ich wie gesagt denke, dass es nicht angemessen beschriebt, was wir hier eigentlich "meinen") nicht nur an den "Rissen" haengt, sondern man es irgendwie auch im ganzen Kontinuum finden koennen muss, um sich "gluecklich" zu fuehlen.

Aber es ist doch so, daß, wenn man sich erst mal bewußt wird, man ist glücklich, im Grunde schon wieder alles vorbei ist

Auch das steht einem Gedanken sehr nahe, den ich glaube ich frueher mal geschrieben habe, naemlich dass "sich selbst bewusst sagen, dass man gluecklich ist" etwas grundsaetzlich anderes ist als "gluecklich zu sein", und im Einzelnen sogar das Ende des Gluecks markieren kann, weil es vom Moment selber ablenkt und in seine "Auswertung" fuehrt ("Glueck" meint hier jetzt das fluechtige "Momentglueck", dass in diesem Faden ja auch schon oft vorgekommen ist – es gibt mehr als eine Art Glueck). Aber auch das kann man positiver sehen – man kann "den Moment empfinden" und "auswerten" wie ein- und ausatmen als notwendig im Wechsel zusammengehoerig sehen...

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